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am 24. Februar 2015
Gerade und weil der Donbass heute ein anderer ist als zur Zeit der Veröffentlichung des Buches in der Ukraine 2010 unter dem Titel "Woroschilowgrad"(der Name der Stadt Luhansk zu Sowjetzeiten), lohnt es sich das Buch zu lesen. Mit diesem Roman und früheren, auch übersetzten Büchern "Depesche Mode" und "Anarchy in the UKR" taucht wie ein versunkenes Atlantis eine neue Region, der "wilde Osten der Ukraine" in der Literatur auf und der Autor gibt ihr ein Gesicht. In derber, teilweise vulgärer und zugleich poetischer Sprache schreibt er "Heimatromane", wo aber nicht Rehe aus dem Wald auf die Wiese treten, sondern wo die Dämonen der untergegangenen Sowjetukraine in den Jahren der Stagnation nach 1991 weiterleben. Heute, nach dem Maidan, der Okkupation der Krim durch Russland, dem Krieg Russlands und der Separatisten im Donbass, liest sich das Buch als eine Erinnerung von morbider Faszination voller Skepsis in Bezug auf den Fortschritt seit dem Ende der UdSSR und als brilliante Analyse der Realitäten und Bewusstseinszustände in der Region. Der Icherzähler, aufgeschreckt von einem Anruf, fährt aus dem großstädtischen Charkiw in die Steppe am Rande von Luhansk, um sich um die Tankstelle seines verschwundenen Bruders zu kümmern. Auf der Fahrt dahin und während seines Lebens an diesem Ort, der ihn nicht mehr loslässt, erlebt der Erzähler eine Kette von teilweise surrealen Episoden, die der Autor mit eindringlichen poetischen Bildern schildert. Der Roman ist von Andruchowytsch imaginierte Mitteleuropa-Mythos ebenso weit weg wie die Metropole Kiew.
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am 12. Dezember 2012
Ein weiterer großartiger Roman Zhadans, ein weiterer großer Roman der zeitgenössischen ukrainischen Literatur. Eine Geschichte voll kaputter, verrückter Figuren in einem zerbrechenden Land. Dazu die Schönheit der Sprache. Metaphern, die in jedem deutschen Roman lächerlich klängen, passen hier genau.
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am 14. September 2015
Ich kann nur davon abraten, die Kindle-Version dieses Buches zu kaufen. Die Schriftfarbe ist hellgrau. Der Kontrast ist derart niedrig, dass das Buch quasi unleserlich ist. Das Auge ermüdet unglaublich schnell. Auch die Anpassung der Schriftart sowie der zur Verfügung stehenden Formatierungsoptionen hatte keinerlei Effekt. Meine Bewertung von einem Stern bezieht sich ausschließlich auf die technische Qualität. Zum Lesen bin ich nicht gekommen. Was Suhrkamp da macht, ist schlampig und mir bei anderen eBooks noch nicht passiert.
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