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am 21. Dezember 2015
Besser geht es nicht! Dieses Buch, so deprimierend sein Inhalt ist, ist sensationell. Allein schon die Sprache (ein Lob auch an die Übersetzerin) kommt dermaßen locker daher, dass man sich ob des Themas fast wundert. Mit einer Leichtigkeit führt uns der Autor durch die brutalen Jahre von Kolonialismus, Mobutu-Herrschaft und Kabila-Kleptokratie, dass man es - wie sonst nur bei Belletristik - nicht mehr weglegen möchte. Leider hat sich die Geschichte des Kongos, mit seinen üblen Figuren, ebenso romanhaft entwickelt: Drehungen, Verwicklungen, Konflikte, unglaubliche Anekdoten, obszöner Reichtum, wirre Allianzen, dramatischen Wendungen - nur leider kein Happy End.

Dieses Buch lohnt sich auch für Leute, die sonst nicht an Afrika oder dem Kongo interessiert sind. Die überragende handwerkliche Leistung von van Reybrouck, nicht zu vergessen auch die Mammut-Recherche, hebt das Werk in den Olymp der Sachbücher!
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am 10. Dezember 2017
Das Buch ist echt gut, sehr informativ und wirklich Spannend geschrieben. Ich glaube nicht dass ich je zu vor ein mehrere hundert Seiten dickes Geschichtsbuch so spannend fand.

Phasenweise gingen mir politisch korrekten Erklärungen etwas auf die Nerven. So beschreibt der weiße europäische Autor seitenlang warum es so wichtig ist die Geschichte des Kongos unter keinen Umständen aus einer weißen oder europäischen Perspektive aus zu betrachten. Natürlich macht es Sinn die Geschichte des Kongos aus dem Blickwinkel der Schwarzen zu sehen, ich find es als Europäer aber nicht so bitterböse mal etwas auch aus europäischer Perspektive zu sehen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein echt tolles Buch ist. Wer sich mit der Geschichte eines afrikanischen Landes beschäftigen will und das auf spannende und unterhaltsame Art ist hier richtig.
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am 24. Juni 2013
Was David van Reybrouck da zusammengetragen hat, hat epische Dimensionen! Wie schafft es so ein junger Spund sich so tief in eine eigentlich unbegreifliche Welt einzuarbeiten, und trotzdem die Übersicht und die Distanz zu wahren? Ich bin erschlagen. Wer sich für die Entwicklungen auf dieser Welt interessiert und bereit ist, andere Standpunkte anzunehmen, ist hier in ein Abenteuer geführt, das erst gerade begonnen hat! Gewaltig!
Mit Akribie hat er historische Fakten in Zusammenhang gebracht. Mit eigenen Recherchen plausibel und lebendig gestaltet, und vor allem mit einem grossen Respekt vor den betroffenen Menschen erzählt! Gerne würde ich mit David über seine Erfahrungen diskutieren und mit meinen aus Afrika abgleichen. Das Afrikavirus lässt einem nicht mehr los. Bravo!
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. Januar 2017
leider symptomatisch für einige Länder in Afrika.
Aber was für ein Buch. Es macht wütend und traurig zugleich, ob der vielen Fremdmächte und der zerrissenen Einheit dieses Landes.
Kongo hat und hatte soviel Potential und auch unser westlich geprägtes Wirtschaftssystem hat massiv dazu beigetragen, das korrupte Strukturen allgegenwärtig sind und waren.

Beruflich wurde ich unterrichtet, das die US-Regierung 2010 im Rahmen ihrer Wall-Street-Reformen (!), das Dodd-Frank-Gesetz verabschiedet hatte. Demnach müssen in den USA notierte Gesellschaften offenlegen, ob ihre Produkte mit Metallen - darunter Tantal, Zinn, Wolfram und Gold - gefertigt wurden, mit denen möglicherweise Gewalttaten in der Demokratischen Republik Kongo und den umliegenden Regionen finanziert wurden.
D.h. salopp gesagt, wollen die US-Amerikaner mal wieder die Welt retten und suchen sich eine korrupte afrikanische Gegend aus (Kongo und Umgebung). China, Russland usw. werden nicht mit einbezogen (?), warum auch.

Der Dodd/Frank Act besagt nicht, das keine der Mineralien mehr aus der Gegend im und um Kongo geliefert werden darf.
Das käme einem Lieferboykott gleich und das dürfen selbst die Amerikaner nicht. Nein, es ist komplizierter. Im Kongo herrscht Bürgerkrieg und es gibt Minen, die staatlich kontrolliert werden (die scheinbar guten) und es gibt Minen, die von Rebellen und Widerstandskämpfern kontrolliert werden (die scheinbar bösen).
Und wir sollen hier als Lieferkette in Deutschland vom Schreibtisch aus sicherstellen (!), das wir nur Mineralien von den "guten Minen" verarbeiten.
Mittlerweile haben übrigens viele Unternehmen diese Tätigkeiten an Subdienstleister wie Assent compliance, ipoint oder Achilles vergeben.
Fakt ist aber:
Seit 2007 herrscht im Kongo, Joseph Kabila. Nachdem er in einer aufwendigen, von der EU, den USA und der UNO finanzierten Wahl, zum Präsidenten des Kongo gekürt worden ist.
Er hat sich mittlerweile als weiterer Despot und Schreckensherrscher im Kongo gewandelt und will auch partout nicht zurücktreten.

Nach dem Patrice Lumumba, erster und legendärer Regierungschef des Landes, 1961 unter Mithilfe von amerikanischen und belgischen Geheimdiensten getötet wurde (!), gab es danach die Despoten Mobutu Sese Seko und den Vater des heutigen Despoten Laurent Kabila.
Und diese Herrschaften und ihre Familien, sind zum Teil auch Besitzer von Minen, (also staatlich, also gut), die wir in mühseliger Arbeit am Schreibtisch und unter Zuhilfenahme unserer Lieferketten, laut Dodd/Frank Act gegen die bösen Minen der Rebellen ausspielen sollen.
Und keiner hat bisher auch nur im Ansatz dieses scheinbar hehre Ziel der US-Amerikaner hinterfragt.
Es ist unglaublich, wie wir Europäer hier den US-Amerikanern bedingungslos und in blinder Ergebenheit folgen, egal was sie verzapfen.
Wenn ich mir vorstelle, wie belgische Firmen hier vorgehen im Nichtwissen wollen, das Belgien als Kolonialmacht unter Leopold II am grausamsten im Kongo gewütet hat, dann wird mir schlecht.

Hoffentlich ändert sich einiges zum besseren nach Kabila's Abgang. Es wäre diesem Land und seinen Menschen zu wünschen ...
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am 19. April 2016
Eines der besten Bücher über den Kongo,nein das beste Buch über den Kongo.
Überrascht war ich über das Junge alter des Autors,er schreibt wie ein ein alter Weiser Mann,nur nicht so langweilig.
Eventuell war das Alter des Autors dafür verantwortlich das hier ein erfrischendes völlig unvoreingenommenes Buch entstanden ist.
Was ich unglaublich positiv fand das der Autor kein einziges Mal überheblich oder in Weltverbesserungsmanier geschrieben hat,er blieb sachlich neutral und hat jede Beobachtung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Mehr als nur eine Geschichte,ein Meisterwerk über die Geschichte des schwärzesten Landes auf dem Schwarzen Kontinent dem Kongo.
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am 6. August 2014
Als ich das 1. Mal mit dem Buch in Berührung kam überlegte ich als politisch interessierter Bürger, was mir spontan zum Kongo einfiel: Belgien, Kolonie, Zaire, rumble in the jungle, Rohstoffe und Bürgerkrieg. Das ist nicht viel und mehr als oberflächiges Wissen war da nicht.

Dies machte mich um so neugieriger auf diese Buch und ich wurde nicht enttäuscht. Bedingt durch die hier beschriebenen, teils chaotischen Zustände im Kongo war mir auch klar warum, denn eine permanente Berichterstattung wäre sicherlich nur unter großer Lebensgefahr möglich gewesen. Da sind Kriege auf dem Balkan oder dem Irak ja richtig übersichtlich und die Berichterstattung (im Vergleich zum Kongo) wesentlich einfacher und sicherer.

Es werden aber auch die politischen Machtspiele und wirtschaftlichen Interessen detailliert beschrieben und haben mich das ein oder andere Mal wirklich schockiert.

Wenn man diese Buch gelesen hat kennt man Afrika sicherlich bedeutend besser, doch eine Beantwortung der bei mir auftauchenden Frage ob man diese Entwicklung des Kongo hätte verhindern können bleibt dieses Buch schuldig.

Die Schuld für diese Tragödie tragen sicherlich viele .....
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am 26. April 2016
Spielball, Faustpfand und Ersatzschlachtfeld: Van Reybroucks Buch ist mehr als eine Geschichtslektion über ein vergessenes Land - es ist unverkennbar auch eine Parabel über den menschlichen Irrwitz. Und darüber, wie ein Land über zwei Jahrhunderte zwischen Macht- und Geldgier zerrissen wird. Ein Land, das dank seiner Bodenschätze eines der reichsten Länder der Welt sein könnte - und heute als "failed state" gilt.
David Van Reybruck bedient sich verschiedener Stilmittel und Erzähltmethoden, um diese Geschichte zu erzählen. Und er tut das wie einen guten Krimi. Selten, dass mich ein dokumentarisches Werk so fasziniert hat. Einerseits sind seine Details und manch reportagenhafte Einschübe so nahe dran, dass sich dem Leser manchmal der Magen umdreht. Einmal musste ich das Buch kurz weglegen, zu viel an Grausamkeiten, um danach friedlich wegzuschlummern. Anderseits - und vielleicht macht das die größte Stärke des Buches aus - wahrt es auch wieder Distanz. Die Distanz eines genauen, respektvollen Beobachters, der beinah in Vonnegutscher Manier als Außenstehender die im Grunde skurrilen Irrungen und Wirrungen bloßlegt. Für mich ganz klar: 5 Sterne, eine dicke Empfehlung!
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am 28. August 2016
Dem interessierten Laien wird eine in Detailreichtum und Kulturkenntnis verblüffend intensives, ja bei allen Schmerzen liebevolles Portrait dieses großartigen, geschundenen Landes geboten. Wer Schwarzafrika und die schändlichen Spuren, die Europas Arroganz hinterlassen hat, verstehen möchte, ist bestens bedient. Und nein, dies ist kein weiteres weißes Buch über Afrika. Es nimmt uns Europäer nicht aus der Verantwortung, die Menschen des Kongo, Ugandas, Ruandas aber auch nicht.
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am 25. November 2016
Eines der besten Bücher die ich je über Afrika - bzw. den Kongo gelesen habe. Die sehr komplizierte Geschichte wird umfassend und aus verschiedenen Blickwinkel beleuchtet. David Van Reybrouck versteht es, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln; das Buch enthält interessante Verweise und Referenzen, die es dem Leser ermöglichen, vertieft mit anderer Literatur ins Thema einzusteigen.
Danke für dieses Werk
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am 6. August 2016
Super Schreibstil, lustige Anekdoten. Sehr gute Recherche von Fakten und Hintergründen. Interviews werden spielerisch und beiläufig in den Erzählfluss integriert. Karte vorne und Namensverzeichnis praktisch und absolut notwendig. Habe mir davor eine Hardcover Version des Buches geliehen, da waren mehr Karten drin, was auch recht praktisch war...

Inhaltlich: überwältigend, wie die/wir Menschen in der früheren und heutigen (!) westlichen Welt das Leben, die Kultur und die Chancen der Einwohner dieses wunderschönen Landes bzw. ganzen Kontinents Afrika über das letzte Jahrhundert hinweg verschandelt haben... Gibt einem echt zu denken.
Klare Leseempfehlung, nicht nur für Leseratten!
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