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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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Stalin und der Genozid
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:5,95 €+ 3,00 € Versandkosten

am 3. November 2010
Norman Naimark, Professor an der Stanford Universität, widmet sich in seinem neuesten Buch der Geschichte des Stalinismuses, dessen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und deren Interpretation. Naimarks Analyse ist ehrlich und treffend, wenn er einige Vergehen des Stalinismuses als Genozid einstuft. Das Töten oder die Entrechtung von Menschen kann nicht durch eine Ideologie gerechtfertigt werden. Naimark erklärt die Geschichte der Menschenrechtskonventionen und des Einflusses der sowjetischen Führung in die Formulierung derselben. Naimark stellt die Ähnlichkeiten und Differenzen des Nationalsozialismuses und des Stalinismuses heraus, ohne das eine oder andere zu verharmlosen, aber auch ohne sie gleichzustellen. Alle zentralen Themen der Geschichte des Stalinismuses in Bezug auf Genozid werden genannt: Entkulakisierung, Holodomor, Entrechtung nationaler Minderheiten (v.a. von Polen, aber auch Russlanddeutschen, Finnen und einigen muslimischen Völkern sowie den buddhistischen Kalmücken),und der "Große Terror". Naimarks Analyse ist wichtig, da sie der Verharmlosung stalinistischer Verbrechen entgegenwirkt und versucht somit den Betroffenen ein Stück Würde zurückzugeben, sie ist klar und verständlich geschrieben und klärt im allgemeinen auf. Es werden viele Quellenmaterialien genannt. Das Original erschien unter dem Namen "Stalin's Genocides". Das Buch ist, neben "Bloodlands-Europe between Hitler and Stalin" von Timothy Snyder, wohl der beeindruckendste Gesichtsband des Herbstes 2010.
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