Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
7
4,9 von 5 Sternen
5 Sterne
6
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:25,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. September 2010
Was der Suhrkamp-Verlag mit dieser Kafka-Ausgabe liefert, ist ein sehr gut erschwinglicher Band mit, wie der Titel der Veröffentlichung es aussagt, "Sämtlichen Werken" des Prager Prosaisten, der erst posthum durch die mannigfachen Veröffentlichungen seiner literarischen Hinterlassenschaften zu Weltruhm gelangt ist. Zu seinen Lebzeiten hatte er lediglich die Kurzgeschichtenbände "Betrachtung", "Ein Landarzt" und "Ein Hungerkünstler" sowie die einzelnen Geschichten "In der Strafkolonie", "Die Verwandlung" und "Das Urteil" publiziert; eine Menge großartiger Literatur, doch als Meister der großen Form hätte Kafka eigentlich gar nicht in die Geschichtsbücher eingehen dürfen - hatte er seinem Freund und Nachlassverwalter Max Brod doch den Auftrag gegeben, seine Romanmanuskripte zu verbrennen. Dies ist - glücklicherweise - nicht geschehen, im Gegenteil, "Amerika", "Der Prozess" und "Das Schloß" sind, noch mehr als die Kurzgeschichten, bis heute die Werke, auf denen Kafkas großer Name beruht.
In dieser Suhrkamp-Ausgabe haben wir also "Sämtliche Werke" Kafkas beisammen, verspricht zumindest der Name der vorliegenden Veröffentlichung. Über die Qualität der literarischen Arbeiten Franz Kafkas braucht zudem nicht diskutiert zu werden, auch eine Beschreibung des Kafkaschen Schreibstils oder einzelner, exemplarischer Werke ist an dieser Stelle nicht angezeigt. Vielmehr erscheint es notwenidg, einige Probleme dieser Taschenbuchausgabe "Sämtlicher Werke" Kafkas aufzuzeigen:
Zunächst ist da die Titelwahl ("Sämtliche Werke"), welche als irreführend zu betrachten ist. Was zählt zu den "Werken" eines Autors? Wenn man den Begriff streng und etwas naiv fasst, zählen nur die "fiktionalen", literarisch-erzählerischen Texte dazu. So gesehen dürften dann aber die "essayistischen und biographischen" Schriften und die Aphorismen nicht in einen solchen Band aufgenommen werden, was aber der Fall ist. Ein weiter gefasster Begriff - aus meiner Sicht nicht nur interessanter, sondern unbedingt notwendig und lobenswert - schließt tatsächlich sämtliche Schriften, also auch die (scheinbar) nicht-literarischen, ein. Dann müssen aber, wenn man von "Sämtlichen Werken" redet, alle hinterlassenen Schriften des Autors mit herein, also auch etwa die Tagebücher und die Briefwechsel, die übrigens stark mit den genuin "literarischen" Werken interagieren und deshalb unbedingt in die Ausgabe hereingehört hätten. So viel zum Titel und seiner irreführenden Natur bzw. der Unvollständigkeit der Ausgabe.
Zudem wird in der Darstellung der Texte zwar zwischen von Kafka autorisierten und veröffentlichen Texten auf der einen und von posthum aus dem nackten Manuskriptbefund heraus publizierten Texten unterschieden; jedoch wird die tatsächliche Natur der letztgenannten Schriften nicht wirklich deutlich gemacht. So laufen die drei unvollendet gebliebenen Romane einfach unter der Überschrift "Romane", ohne dass ihr fragmentarischer Charakter etwa durch einen kurzen Kommentar deutlich gemacht würde. Selbstverständlich kann und muss ein solches Taschenbuch nicht all das leisten, was von einer wissenschaftlichen oder gar einer historisch-kritischen Ausgabe zu erwarten wäre; trotzdem wäre etwas mehr Rücksicht auf den besonderen Charakter der nie von Kafka autorisierten oder veröffentlichten Romanversuche unbedingt geboten gewesen, da die vorliegende Darstellung die schlichtweg falsche und durch die Editionspraxis früherer Tage schon viel zu weit verbreitete Vorstellung, dass es sich bei Kafkas "Romanen" um in sich geschlossene Textgebilde klassischer Facon handle, weiter nährt.
Diese Kritikpunkte sollen nicht die gesamte Veröffentlichung in ein schlechtes Licht rücken; letztendlich ist es schon praktisch, so eine Vielzahl an Kafka-Texten zu einem sehr humanen Preis erwerben und dann zu hause griffbereit haben zu können. Auch soll die Legitimation der Veröffentlichung reiner Leseausgaben ohne tiefgreifenden wissenschaftlichen Anspruch nicht in Frage gestellt werden - im Gegenteil, es ist mehr als begrüßenswert, dass auf diese Weise hoffentlich mehr und mehr Menschen Zugang zu den Texten Franz Kafkas finden.
Wenn es jedoch um eine Entscheidung für oder gegen eine Kaufempfehlung geht, muss man doch eine klare Zielgruppenunterscheidung vornehmen:
Wer einen ersten Einblick in Kafkas Texte erhalten will, und das nicht nur an einem oder zwei, sondern an zahlreichen Beispielen, dem seien die "Sämtlichen Werke" des Suhrkamp-Verlages ebenso ans Herz gelegt, wie leselustigen Kafka-Kennern, die ein bisschen auf Entdeckungsreise gehen und mal schauen wollen, was der Mann denn neben den Dingen, die man schon kennt, noch so hervorgebracht hat.
Wer jedoch die intensive Auseinandersetzung mit einem der Texte größeren Formats sucht, sei es aus wissenschaftlichem oder rein privatem Interesse, der ist schon aus rein haptischen Gründen bei den Einzelausgaben besser aufgehoben, denn der etwas klobige Band mit seinen deutlich über 1000 Seiten lädt doch trotz des Taschenbuchformats nicht gerade zum konzentrierten Leseerlebnis ein, sondern hat mehr den Charakter eines Nachschlagewerks. So liegt das Ding nicht nur schwer in der Hand, sondern die recht eng beschriebenen Seiten sind auch kein Musterbeispiel für Leserfreundlichkeit.
Wer sich tatsächlich im Rahmen eines Studiums aus literaturwissenschaftlicher Perspektive mit Kafka beschäftigen will, der sei auf die kritische (zum Lesen) und die historisch-kritische Ausgabe (zum Arbeiten mit der authentischsten Abbildung der Kafka-Texte) verwiesen.
11 Kommentar| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2007
Es fing ganz harmlos an, als ich auf einem üblichen Spaziergang in den 'Libro' reinschaute. Man sah sich um, ob nicht das eine oder andere interessant wäre. Da blieb mein Blick an diesem Wälzer hängen. Kafka war mir ein Begriff, vor allem seine Erzählung 'Die Verwandlung' hatte es mir angetan. Als ich da aber jetzt eine Ausgabe mit der Aufschrift 'Sämtliche Werke' fand, war ich begeistert und noch mehr als ich den fast schon lächerlichen Preis von 10 Euro sah. Warum für jedes einzelne Werk dasselbe Geld ausgeben, wenn man alle dafür haben kann?? Die einzelnen Titel sind vorne genau aufgelistet und umso praktischer ist das Buch, da man sämtliche Romane und Erzählungen gleich beisammen hat.

Wer Kafka genießen will und das für wenig Geld, dem ist diese Ausgabe sicher zu empfehlen!!
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Franz Kafkas Werke als Gesamtausgabe herauszugeben anlässlich seines 125. Geburtstages ist eine besondere Ehre, die diesem so excellenten Schriftsteller in vortrefflicher Weise zuteil geworden ist. Dem Suhrkamp-Verlag ist es gelungen, nicht nur sämtliche Werke einschließlich der Aphorismen in einem Band vorzulegen; vielmehr schafft er es, Kafkas Leben in einem fundiert gelungenen Nachwort (über 40 Seiten!) von Peter Höfle sorgsam zu verflechten mit dessen schriftstellerischem Wirken. Auch wenn sicher eine tabellarisch angelegte, jahresbezogene Biographiekurzdarstellung Kafkas noch eine zusätzliche Hilfe gewesen wäre, erhält man allein schon durch das Nachwort einen Tiefenblick mit Tiefgang in das Werk und Leben Kafkas. Die jeweils geschlossene, kapitelweise Einbeziehung der Romane, Erzählungen und anderer Schriften ermöglicht eine kompakte Lektüre.
Die Hinweise zu Textgestalt und Entstehung sind im Anhang kompakt dargestellt und helfen dabi, die jeweiligen Schriften einzuordnen.
Wer Kafka näher und intensiver in seinen schriftstellerischen Arbeiten kennenlernen mag, der ist mit dieser sämtliche Werke-Ausgabe vortrefflich bedient.
Leider fehlt jegliches Bildmaterial über Franz Kafka selbst. Hier wäre wenigstens ein Portraitfoto zu Beginn der Ausgabe gut gewesen.
Ansonsten aber auch von der dünnen, doch reißfesten Papierqualität her ein vortreffflich inspirierendes Buch, dem viele Leserinnen und Leser zu wünschen sind, zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar ist.
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2013
Was kann es Besseres geben, als sämtliche Werke von Franz Kafka
in einem einzigen Buch vereint?
Alle drei Romanfragmente, alle Novellen und im Grunde auch jede
einzelne Erzählung sind absolut einzigartig und gehören zurecht
zur Weltliteratur. "Der Prozess" und "Das Schloss" gehören beide
zu meiner persönlichen Liste der fünf besten Bücher, die ich bislang
gelesen habe.
Was noch dazukommt, ist die Tatsache, dass viele der kurzen Erzählungen,
die in diesem Band zu finden sind, in keiner Reclamausgabe oder
Erzählungensammlung vorkommen, dabei befinden sich darunter etliche
Juwelen, die der Inbegriff des Kafkaesken sind, darunter sind folgende
meine Favouriten:

"Der Geier": Weiß der Geier, warum man diese Geschichte sonst in kaum
einem Band zu lesen bekommt. Diese bizarre Erzählung vereint alles,
was Kafka so einzigartig macht.

"Das Brot": Eine absolut faszinierende Erzählung über ein Brot, welches
sich nicht schneiden lassen will, bei der es besonderes Vergnügen bereitet,
sie versuchen zu interpretieren. Besonders grandios ist die Entgegnung des
Vaters auf das Erstaunen seiner Söhne ob seines Misserfolgs, das Brot zu
schneiden: "Ist es nicht merkwürdiger, dass etwas gelingt, als das es nicht
gelingt?"

"Das Dorngebüsch": Eine unverkennbar kafkaeske Erzählung, in welcher sich
jemand rettungslos in einem Gebüsch verirrt.

"Der Ringer", "Der Engel": Weitere groteske Erzählungen, die mich faszinieren
und über die ich gerne nachdenke.

(viele der Kurzgeschichten habe ich in
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juni 2008
"Man kommt leichter zu jedem anderen als zu sich."
(Jean Paul)

Während des Ersten Weltkrieges gab der Verlag Wolff billige Bändchen kleiner Bücher von unbekannten jungen Autoren heraus. Eines Tages im frühen Jahr 1916 enthielt das Bändchen: "Der jüngste Tag" eine Geschichte mit dem Titel: "Die Verwandlung" von jenem unbekannten Franz Kafka, von dem Herrmann Hesse so angetan war, dass er dieses kleine Spinnweb aus Spiel und tödlichem Ernst nie wieder vergessen konnte. Als Franz Kafka dann 1924 starb, blieb sein Werk als Nachlaß bei Max Brod mit der testamentarischen Aufforderung, alle Werke zu vernichten. Elf Jahre nach Kafkas Tod fand Hesse immer noch, dass es nötig sei, eine Gesamtausgabe zu präsentieren, ob der Qualität, der dichterischen Geistigkeit, der beunruhigenden und doch beglückenden Dichtung.

Symbolschaffende Phantasie mit ursprünglicher Sprachkraft, so ist Kafka, und Hesses Wunsch wurde in dem Jahr 1935 hoffmungsvoll und allmählich mit dem ersten Band Realität. Dass Max Brod sich dem letzten Wunsch des Dichters widersetzte, ist ein weiteres Zeichen, wenn auch posthum für Kafka, der Zeit seines Lebens an der Unerträglichkeit der eigenen Existenz litt, die Verbindung von Mensch und Gesetz (Gott) als Unmöglichkeit erlebte und aus bewegter Starrheit mit dem Todesurteil des Werkes sich - Dank Max Brod vergeblich - endgültig und vollständig aus dem Leben nehmen wollte. Wie er in "Das Schloß" nicht besser dokumentieren konnte, dass mit ihm ein Diener da steht, der weiss um eine Herrschaft, der zu dienen ist und er bei dieser kein Gehör findet. Der Diener findet seinen Herrn nicht und somit sein Leben keinen Sinn. Kafkas Unmöglichkeit des Findens im Dichterischen erhellt jedoch im Gegenlicht die Möglichkeit der Gnade oder der Erlösung. Doch für Kafka wird diese Hoffnung nicht spürbar, diese letzte Pforte bleibt unerreicht, auch für den Leser seiner Erzählungen, Romane und Aphorismen. Kein Aufatmen, es bleibt Verwirrung und Verzweifelung, aber dafür hebt den Leser ein enormer Tiefgang in bewegter Sprache und zu enträtselnder Bedeutung, eine vielfache Welt von Symbolen und Gleichnissen, von ungesagt Gesagtem.

Die Neue Züricher aus dem Jahre 1935 schrieb mit Hesse: "... einen Zauber der Verstrickungen, eine Anmut, über der man für Augenblicke ihre Melancholie vergißt. Es ist ein Glück, daß diese Werke auf uns zugekommen sind." Diese Meinung teilt der Rezensent und folgerichtig ist Kafka gesamthaft eine Empfehlung.
~~
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Februar 2013
Alle Romane und noch vieles mehr in einem Buch. Nicht zu empfehlen für Leute, die sich von dicken Büchern abschrecken lassen. Interessant sind neben den Romanen auch die kurzen Geschichten und Briefe von Kafka. Ein zusätzlicher Bonus der sehr lesenwert ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2010
Ich bin der Überzeugung, dass es Bücher gibt, die man einfach gelesen haben muss. Und ganz oben auf der Liste steht Franz Kafka. Durch seine "kafkaeske" Schreibweise erhalten seine Werke etwas Unheimliches. Man versteht nicht warum etwas plötzlich so ist und nicht anders. Und genau das fesselt einen bis zum Schluss. Sei es nun bei "Die Verwandlung" als er zum Käfer wird, oder bei "Der Prozess" als er verurteilt wird. Es gibt kein Schriftstück von ihm, das in irgendeiner Form langweilig wäre; ganz im Gegenteil! Man kriegt einfach nicht genug, von daher ist diese Ausgabe optimal, da alle seine Werke in einem Buch beisammen sind.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

3,95 €
4,95 €