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am 7. Januar 2006
Lange nicht mehr einen Roman gelesen, der zugleich politisch so viel erzählt (die Wende in Ungarn, überhaupt das Ende der Ideologien) und sich tief in die allgemeinen menschlichen Abgründe begibt, in sexuelle Abhängigkeiten und die gewaltsame Befreiung daraus. Das hat manchmal Züge von Bulgakow. Aus der deutschen Gegenwartsliteratur fällt mir kaum etwas ein, das von solcher existientieller Wucht und Wut wäre, allenfalls "Du sollst" von Navid Kermani.
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am 21. Oktober 2007
Bartis' Held lebt Wand an Wand mit seiner Mutter in Budapest. Die Schwester ist bei einer Konzertreise in Amerika geblieben und schreibt nicht mehr. Der Vater taucht nur in einem Albtraum auf. Der Sohn versucht, die Mutter über das Schweigen der Schwester zu täuschen, indem er in der Handschrift der Schwester Briefe an die Mutter schreibt, die er aus dem Ausland aufgeben lässt. Im Laufe des Romans lässt er die Schwester suchen und erfährt das Ergebnis der Suche gegen Ende. Der Protagonist erzählt in Ich-Form und man erfährt viel über ihn, fast nichts über die anderen, keine Dialoge, eher Selbstgespräche und Rückblicke. Sein Verzweifeltsein wirkt wir ein Normalzustand, der auch in allen kurzen Rückblicken auf die Zeit, als die Schwester noch da war, herrscht. Er trifft 2 Frauen, beide geben ihm Nähe, unterschiedliche. Ich fand es eines der besten Bücher, das ich kenne. Die Beschreibungen der Gedanken des Bruders scheinen direkt aus seinem Kopf diktiert, wann der Held schläft oder ißt, ist unklar, er raucht, trifft Frauen. Kein Filter, keine Kunstgriffe, keine Show, ein bischen hermetisch. Möglich, dass in Ungarn es leichter ist als in Deutschland, eine Buch ohne Gedanken an Verkaufschancen in fremden Sprachen zu schreiben. Ich las, in Ungarn war das Buch sehr erfolgreich. Ich finde Bartis' Buch bewundernswert.
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am 14. März 2006
Dieses Buch wechselt im Stil sehr, ist unrhythmisch. Da sind einerseits Passagen von dichter Atmosphäre, dann folgen wieder seitenlange (teils Schrei-)Dialoge, vor allem im letzten Drittel. Zeitweise ist man gefangen vom Geschehen, dann blättert man wieder gähnend um.
Anmerkungen:Die politischen Ereignisse jener Zeit werden sanft eingewoben. Der Protagonist ist erst mitleiderregend,bald aber abstossend.
Lesenswert? Doch.
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