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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
Die Legende von den Tränengauklern: Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ 3,00 € Versandkosten

am 10. März 2010
Péter Esterházy, Sándor Márai und natürlich der mit dem Nobelpreis prämierte Imre Kertész haben die ungarische Literatur zentral im Bewußtsein internationaler Leser verankert. Die Liste bedeutender Literaten aus diesem Land ist freilich wesentlich länger, umfasst (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) auch die phantasievollen Minutennovellen István Örkénys, die lyrische Sprachvirtuosität von Attila József, die kriminalistischen Konzeptionen Antal Szerbs oder Gyula Krúdys poetisch-vergnügliche Suche nach der verlorenen mittelosteuropäischen Zeit.
Ein Name, der ebenfalls internationale Aufmerksamkeit verdient, ist der von László Darvasi, der mit "Die Legende von den Tränengauklern" vordergründig einen Schlüsselroman zur ungarischen Geschichte im 16. und 17. Jahrhundert geschrieben hat. Bei genauerer Betrachtung ist das von Heinrich Eisterer kongenial übersetzte faszinierende Werk jedoch wesentlich facettenreicher. Eine göttliche und höllische Komödie zugleich erschließt sich, kommentiert in sinnlich-barocker Sprachkunst, mit einem Pandämonium mitteleuropäischer Figuren, deren Nachfahren uns heute aus dem täglichen Leben vertraut scheinen. Ehrenwerte literarische Kollegen wie Grimmelshausen, Voltaire oder Günter Grass lassen als Referenz dieses Schelmenromans um Krieg und Frieden grüßen, freilich ohne Darvasis erzählerische Virtuosität im geringsten beeinflussen zu wollen.
Es wird viel gestorben in dem Buch, es wird allerdings auch sehr stark gelebt, geliebt und überlebt; auch das Letale verklärt sich letztlich poetisch: "Der Tod ist unser Hund, ein kluges und treues Geschöpf. Er begleitet uns auf unseren Wegen, bewacht unseren Hof. Und wenn die Stunde schlägt, legt er sich neben uns und schleckt die Maskerade der Freude und des Kummers von unserem Gesicht. Alle Tränen leckt er aus unserem Blick, nur noch die Ewigkeit soll in unsere Augenhöhlen einziehen können."
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am 7. Juni 2004
Wer sind die fünf geheimnisvollen Tränengaukler, die alle Handlungsfäden im Ungarn des 16. und 17. Jahrhunderts verbinden?
Vordergründig ist es diese Frage, die den Leser mit auf eine Reise in ein zerissenes Land nimmt: Türken, Ungarn und Deutsche, Christen, Juden und Muslime mischen sich in diesem Fleckchen Erde und bringen ein fantastisches Weltentheater dar.
Auch wenn der Kontext historisch ist, so so sind doch die Figuren fantastisch, ohne ins Klischee der Fantasy abzurutschen -die Aussage der Gesichten ewig aktuell, ohne zu doktrinieren. Dieses Buch liest sich wie ein Blick ins eigene Herz ...
Fast möchte man meinen, dass hier ein philosophisches Werk uns in Geschichten Grundwahrheiten näherbringt, die zu verstehen nur das eigne Herz benötigt... Dann wieder glaubt man, es sei Poesie, die im Mantel der Lyrik aktuelles auf den Tisch bringt...
Dieses Bucht entzieht sich jeder Festlegung und lässt nur Platz für eine einzige Feststellung zu: Kaufen - Lesen - Glücklich sein
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