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Kundenrezensionen

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am 3. Januar 2003
Der für doch recht lange Zeit in Vergessenheit geratene Autor beschreibt in diesem Roman schonungslos die Bombardierung einer deutschen Großstadt im 2. Weltkrieg. Von Verklärung, Heldentum oder Beschönigung ist keine Spur zu finden. Statt dessen Angst, Hoffnungslosigkeit, Feigheit und Irrsinn. Beschrieben wird nur das Bombardement und die betroffenen Menschen, d.h. Soldaten beider Seiten und Zivilisten. Mosaikartig werden deren Erlebnisse berichtet. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit dem Lebenslauf einer der Charaktere. So hart und erbarmungslos dieses Buch ist, ich habe keine Sensationsheischerei entdecken können. Auch wenn das Buch gemäß Nachwort (sehr gut!) viele Leser in den Fünfzigern abgeschreckt hat, so glaube ich, dass der Autor einfach nur berichtet. Ich habe während der Lektüre häufig an "Im Westennichts Neues" von Remarque denken müssen. In seiner Härte und filterlosen Erbarmungslosigkeit mögen beiden Romane vergleichbar sein, aber Ledig lässt den Leser nur das Grauen beobachten, ein Mitfiebern, Mitleiden, Hoffen lässt er nicht zu. Für mich ein Antikriegsroman par exelence!
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am 18. November 2000
Dieses Buch zeigt den Krieg. Er wird nicht heroisiert, er wird nicht verschönt, er wird dargestellt. Gert Ledig offenbart in seinem Buch wie es war, wie es Gott sei dank nicht ist, und wie es hoffentlich nie wieder sein wird. Dieses Buch geht unter die Haut. Es erschüttert, es macht betroffen, es regt, und das ist vielleicht das wichtigste, zum Nachdenken an. Mit dem Nachempfinden der Qual, des unvorstellbaren Leides wird Geschichte erfahrbar sie wird authentisch. Ein Muß für jeden geschichts- interessierten Leser.
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am 16. Januar 2000
"Vergeltung" ist ein Buch, daß gerade der jungen Generation an die Hand gegeben werden sollte. Drangsaliert durch einen nüchternen Geschichtsunterricht der sich im Aufzählen nüchterner Fakten ergeht wühlt dieses Buch auf. Es ist mit Sicherheit keine Gute-Nacht-Lektüre. Der reale Horror des Krieges mit dem Ledig den Leser konfrontiert zieht sich durch alle Kapitel des Buches. Gerade die fehlenden Emotionen und das Fehlen des/der Helden(in) macht das Buch so schonungslos. Das Buch sollte zur Schullektüre gehören, gerade in einer Zeit in der lebende Zeitzeugen immer rarer werden.
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Es ist Krieg. Eine Stadt wird aus der Luft bombardiert. Ledig erzaehlt, wie verschiedene Gestalten diesen Angriff erleben. Eher ein Bericht als eine Erzaehlung: trocken, scheinbar authentisch, sarkastisch. Der Leser wird von einem Schauplatz zum naechsten gerissen. Überall Menschen, überfordert, gehetzt, (fast) niemand will den Krieg und doch: "Die Vergeltung verrichtete ihre Arbeit." Man tut seine Pflicht, man verzweifelt, man stirbt. Die Menschen haben keine Namen, es gibt keine Helden, kein Gut und Boese, und: es gibt keine Wahl. Der Krieg hat sich verselbstaendigt, er herrscht, man stellt ihn nicht in Frage. Immer geht es um Wahrnehmung: Bilder, Gerueche, Laerm. Keine Zeit fuer Reflexionen. Lediglich lebenslaufartige Rückblicke auf Einzelschicksale unterbrechen das Inferno. Schicksale, die nun ihre Entscheidung erfahren. Ein brilliantes Buch. Es vermittelt ein Bild des Krieges in seiner ganzen Schrecklichkeit, fern jeder Verklärung und jeden Heldentums. Damit ein wichtiger Gegenpol zur heutigen Filmlandschaft, auch wenn es genauso wie dort Schlag auf Schlag geht und man atemlos gepackt wird. Und es betrachtet den Krieg aus allen Perspektiven, aus den Bombern, am Boden, aus den Bunkern. Lest es und vergesst es nicht. Denn es ist immer noch topaktuell: Bagdad, Belgrad, Grosny. Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.
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Was Gert Ledig mit Vergeltung 1956 an Ungeheuerlichem vorlegte, konnte ein Großteil des Publikums und der Kritik nicht verkraften. In der Tat ist dieser Kriegsroman ein überaus hartes, grausames Buch. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken über den Zweiten Weltkrieg, die weit ausholen, um einen historischen Kontext herzustellen, und schließlich das Grauen besänftigen, konzentriert sich Ledig auf die Beschreibung einer guten Stunde brutalen Bombenhagels. Er entfesselt ein Pandämonium der Zerstörung: oben die Bomber, unten die Toten sowie die ums Überleben kämpfenden Menschen. Ledig kommentiert nicht, er schildert die Ereignisse nur, und das in einer atem- und schonungslosen Sprache, die dem Rhythmus der Fliegerstaffeln folgt. Menschen und Ereignisse wechseln im Takt der einschlagenden Brandbomben. Einzelschicksale verschmelzen, Opfer und Täter wechseln ihre Rollen, und am Ende sind die meisten Menschen tot. Kein Grund zur Hoffnung, nur unendliches Leid und grenzenlose Verwüstung.
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am 4. Februar 2003
schildert Gert Ledig in diesem Buch.Wer
daran interessiert ist ,wie es in irgendeiner
deutschen Stadt an irgendeinem Sommertag,zur Zeit der Luftangriffe ausgesehen hat,dem ist dieses
Buch dringenst zu empfehlen.Kurz gesagt,
eine der besten Schilderungen ,was man sich unter
"Die Hölle auf Erden" vorstellen kann.Wirklich nichts
für schwache Nerven,dafür eine brilliante und schonunglose
Darstellung eines "Sommeralltags" während der Vergeltung.
Ein wirklich tolles und vielleicht einmaliges Buch ,welches auf knallharte Weise zeigt,welchem Grauen die Menschen damals ausgesetzt waren,sowohl Deutsche als auch die Bomberpiloten.
Hinterlässt einen gewaltigen Eindruck,wäre daher vielleicht auch nicht schlecht als Schullektüre geeignet!In Vergessenheit geraten
wird es zumindest bei mir nicht.
Gruss A.Stieb
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am 23. Mai 2004
"Vergeltung" ist einer der realistischten Romane, die ich bisher gelesen habe, und gleichzeitig der Roman, der mich am meisten erschüttert hat. Der Autor verleibt seinem Schreibstil die ganze Sinnlosigkeit des Krieges ein, beschreibt ohne zu werten, lässt den Leser mitzittern ohne es ihm zu leicht zu machen. Aus den Blickwinkeln verschiedener Personen erlebt der Leser die Aussichtlosigkeit der Menschen, die eingesperrt sind in überfüllte Bunker, rotierende Flieger und mit Ehrenkreuzen behängte Uniformen und im ständigen Angesicht des Todes ihrer Kameraden, Freunde und Verwandten um ihr Leben kämpfen müssen. Ein Roman der schockiert, ein Roman über Menschen, deren Leiden man nicht mehr vergisst - und ein Roman, der zum Nachdenken auffordert ohne selbst Denkanstöße geben zu wollen.
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am 12. Februar 2015
Die Väter und die Großväter, die aus dem 2.Weltkrieg zurückkamen, wurden von uns, der Nachkriegsgeneration, oft zum Krieg befragt. Eine Antwort zu dem, was sie wirklich erlebten, haben die Wenigsten bekommen. Meist wurde von harmlosen und unblutigen Abenteuern berichtet. So kann es nicht gewesen sein! In „Vergeltung“ wird schonungslos gezeigt, was die Soldaten und die Opfer des Krieges verschwiegen haben. Sie wollten es vergessen oder uns nicht mit den Grausamkeiten belasten. Bemerkenswert ist die Perspektive des Romans: Alle sind Opfer des Krieges, ohne dass aufgerechnet wird. Autoren der Nachkriegsgeneration wie Der Vorleser“ oder Nur der Tod vergisst versuchen zu verstehen, was geschehen ist und widmen sich viel stärker der Frage der Schuld und wie das Nazi-Regime möglich wurde. Diese Frage stellt sich Gert Leidig nicht, aber er relativiert die Schuld des Nazi-Regimes auch nicht, wie es rechte Autoren gerne tun. Wer eine Beschreibung des Krieges von einem lesen will, der mitten in ihm gelitten hat, der ist mit diesem Roman gut bedient. Wer nach dem Warum sucht, wird vergeblich suchen. Mir auf jeden Fall hat Leidig sehr geholfen, meinen Vater und andere seiner Generation zu verstehen.
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am 26. Januar 2008
Auf den Autor Gert Ledig wurde ich 1999 durch einen Artikel im SPIEGEL aufmerksam. Ausgelöst durch den Schriftsteller W.G. Sebald setzte eine Debatte ein, die den Bombenkrieg gegen Deutschland nach Jahren der Tabuisierung thematisierte und somit auch diesen, ursprünglich 1956 erschienenen, Roman aus dem Dunkel der Vergessenheit holte.

Geschildert wird in teils unbarmherzig detaillierter Schilderung des Grauens ein Bombenangriff auf eine deutsche Stadt im Jahre 1944. Das Geschehen wechselt im Zeitrahmen von nur einer Stunde von einem Schauplatz des Schreckens zum nächsten, bis hin zu einer abgeschossenen Bomberbesatzung, die vor drohender Lynchung fliehen muß. Ledig erspart dem Leser nichts, es wird auf brutalste Weise gestorben, wer die irrsinnige Realität des Krieges nur ansatzweise verstehen will, sollte dieses Buch lesen auch wenn es starke Nerven erfordert.

Von der von Verdrängung geprägten Gesellschaft der 50er Jahre abgelehnt, zog sich Gert Ledig letztendlich vollständig von der Schriftstellerei zurück und erlebte erst in seinem Todesjahr 1999 die späte, jedoch hochverdiente Anerkennung.
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am 1. Juni 2015
Ich denke es ist das BESTE und authentischste Buch das je in dt.Sprache über das Elend des Krieges und der Bombenangriffe geschrieben worden ist. Kaum bekannt... und viel geschmäht... und so lange vergessen (nach der kollektiven Verdrängung).
Das Grauen schleicht trocken ohne Erbarmen durch jede Zeile... ohne Emotionen. Bilder wie ein Kriegsreporter...
Lasst siw nicht vergessen - diese warnende Schrift vom Blick 60 Minutern lang in die HÖLLE AUF ERDEN !!!
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