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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 9. Februar 2009
Ich habe jetzt - wie auch die meisten anderen - neben "Die Vermessung der Welt" und "Ich und Kaminski" endlich auch "Mahlers Zeit" gelesen und war von diesem Buch einfach nur begeistert.
Der Physiker Mahler hat durch eine geniale Entdeckung endlich das "Rätsel der Zeit" (überspitzt formuliert) gelöst. Leider glaubt ihm das niemand. Der Leser wird nun während des Lesens hin und her gerissen zwischen den beiden Polen, ob er nun Mahler glauben soll oder doch lieber der andere Seite, die seine Idee für absurd halten. Je wahnsinniger oder besser besessener Mahler im Buch wird, desto mehr verschwimmt auch für den Leser die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit im Roman. Das macht das Lesen aber nicht anstrengend, ganz im Gegenteil hat man so das Gefühl, mit dem Physiker mitzudenken und die Welt komplett durch seine Augen zu sehen. Genial!

Ich kenne mich persönlich mit Physik und den Hauptsätzen der Zeit Null aus, was mich aber nicht gestört hat und mir vielleicht bei diesem Buch auch nicht zum Nachteil gereicht hat. Aber immerhin wurde soviel Interesse geweckt, mich darüber nach dem Lesen zu informieren. Ob es das spätere Recherchieren war, oder einfach das Darüber-Wissen-Wollen ob das was Mahler gesagt hat prinzipiell möglich wäre - das Buch ist echt haften geblieben und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Das geschieht so selten, dass ich am liebsten sechs Sterne vergeben würde - aber da das leider nicht geht müssen fünf reichen.
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am 13. Januar 2006
Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass ein abgeschlossenes System immer den Zustand größter Unordnung anstrebt, solange man es sich selbst überlässt.
Diese Erkenntniss kann man recht vielseitig verwenden - sei es zu beweisen, dass kein Perpetuum Mobile funktionieren kann, zu philosophieren, dass "die Physik keine Zeit kennt" oder den vorliegenden Roman darüber schreiben.
"Mahlers Zeit" handelt von dem (fiktiven) Physiker David Mahler, der überzeugt ist, dieses physikalisch Prinzip wiederlegen zu können. Doch damit nicht genug : er ist auch davon überzeugt, dass es "höhere Kräfte" gibt, die alles tun werden, um die Bekanntmachung dieses "Fehlers" zu verhindern.
Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es leider auch. Sicher, die Grundidee ist genial, die Temposteigerung zum Schluß hin gelungen und die Sprache hat schon Anzeichen jener Brillianz, die Kehlmanns späteres Werk und Bestseller "Vermessung der Welt" auszeichnet. Aber den Roman als Ganzen kann man nur als "bedingt lesenswert" bezeichnen. Die Handlung ist einfach zu undurchsichtig und außerdem vermisse ich ein paar Hinweise, in wie weit die im Buch genannten Thesen der wirklichen Physik entstammen oder der Phantasie Kehlmanns. Hier wäre zumindest ein Nachwort angebracht gewesen.
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am 10. Februar 2013
Ich kenne das Buch selbst bisher nicht, begann daher mit dem Hörbuch. Der Vortrag von Daniel Kehlmann selbst ist aber so unerträglich schlecht, dass ich trotz reizvoller und mich neugierig machender Story nicht über die ersten 4 Tracks der ersten der 3 CDs hinauskomme. Kehlmann liest so, wie eben ein Durchschnittsbürger etwas vorlesen würde: lahm, ausdruckslos, abgelesen, mit unpassenden Pausen in den Sätzen. Vermutlich lesen die meisten Mütter Gute-Nacht-Geschichten besser vor.
FAZIT: besser das Buch statt des Hörbuches wählen
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TOP 500 REZENSENTam 12. August 2011
Ist ja gut, ist ja gut. Das Argument könnte man wohl auch gut als Synonym für dünnes Eis verwenden.
Also erklärend vorweg: Ja, Kehlmann ist ein grandioser Stilist und seine Fähigkeit eigenwillige Geschichten zu erzählen und in gleichsam komplexe Theorien, Studien und menschliche Themen einzubinden, ist sicherlich kaum mehr in Frage zu stellen und ich schätze seine Prosa sehr.

Aber, aber, und das wird für mich bei diesem Buch und auch bei dem neuesten, Ruhm, leider deutlich - gerade wenn man es eben mit so tollen Büchern wie Ich und Kaminski,Die Vermessung der Welt oder eben mit Beerholms Vorstellung vergleicht; aber auch ohne diesen Vergleich - sie können auch sehr arm sein, diese Bücher, die mit dem großartigen Stil Kehlmanns gefüllt sind.

Gerade dieses Buch hier scheint mir so eines zu sein; es wirkt wie eine abgenutzte Neuauflage von 'Beerholms Vorstellung'. Sicherlich: Ein Künstler darf sich mehrmals mit einem Phänomen beschäftigen und da "Beerholms Vorstellung" ja auch ein Erstling war, mildert das die Umstände vielleicht sogar noch etwas. Doch trotzdem sind die Parallelen unübersehbar. Nur das "Mahlers Zeit" eben kürzer ist, farbloser, unentwickelter. Ein Protagonist stapft durch die klare Welt Kehlmanns und alles, was ich während der 160 Seiten dachte, war: Der gehört da nicht hin, in diese scharf durchleuchtete Welt, dieses Netz aus Prosalinien. Er ist einfach zu dumpf und ohne einen Hauch von Leben. Vielleicht war es das, was Kehlmann zeigen wollte - doch selbst das macht es nicht besser.

Ich habe trotzdem drei Sterne gegeben, weil ich denke, dass es zu diesem Buch ganz klar mehr als einen Zugang gibt. Und niemand sollte sich gänzlich abgewiesen fühlen, durch meine Darlegung, dieses Buch doch zur Hand zu nehmen.

Ich werde jedes neue Buch von Kehlmann mit Spannung erwarten und bestimmt auch jedes neue Buch mit Spannung lesen. Ob mit vollendetem Genuss, das hängt wohl davon ab, ob Kehlmann trotz seinem Hang zu mit Vergeblichkeit und Verhängnis angefüllten Charakteren, es wieder schafft, eine Bindung zu diesen aufzunehmen. Denn da mag die großartigste Artistik kommen - wenn die Mimik fehlt, dann fehlt mir persönlich etwas Elementares.
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am 31. Mai 2010
David Mahler hatte schon als Kind das besondere Talent erstaunlich gut mit Zahlen umgehen zu können. Im Kopf konnte er die schwierigsten Rechnungen aufs Komma genau berechnen und auch die Zahl der Sterne am Nachthimmel genau zu nennen war ihm möglich. Seine Begabung und Leidenschaft für Forschung macht er schließlich zum Beruf und setzt sich als Physiker mit den grundlegenden Naturgesetzen auseinander. Als er schließlich auf eine Formel stößt, die den Lauf der Zeit umkehren könnte, versucht er sich auf wissenschaftlichem Terrain Gehör zu verschaffen. Doch einige seltsame Ereignisse stellen sich ihm dabei immer wieder in den Weg.

Nach "Die Vermessung der Welt" hat Daniel Kehlmann wieder ein Buch rund um einen Naturwissenschaftler geschrieben, nur handelt es sich diesmal um eine fiktive Person. Das Buch erläutert keine physischen Theorien, sondern zeigt mit dem Protagonisten einen Mann der sich fanatisch mit einem Thema auseinandersetzt, bis er direkt besessen von seiner Idee ist und sich sein ganzes Leben nur noch darum dreht. Mit einer schnörkellosen Sprache werden ein paar Tage im Leben des Protagonisten, durchwoben von Rückblicken auf sein bisheriges Leben, erzählt. Dabei hat man Anteil an den emotionalsten Momenten in seiner Vergangenheit, doch wie er sich in der Gegenwart fühlt, kommt weniger zur Sprache. Zwar sind seine Träume geschildert und auch seltsame Ereignisse die er sich mutmaßlich lediglich einbildet, werden immer wieder genannt. Doch dürften deren Ursachen eher körperlicher Natur sein, was es emotional für Mahler bedeutet bleibt schwammig. Dadurch bleibt die Person von Mahler recht farblos und ohne Tiefe. Das Buch lies mich ein wenig ratlos zurück, was es genau aussagen möchte blieb mir verborgen.
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am 7. Juli 2014
… das kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich etwas von Daniel Kehlmann lese. Der Mann hat eine Art zu formulieren und zu berichten, dass es nur so eine Freude ist, seiner Sprache zu folgen. Dabei geht es gar nicht mal um den Inhalt der Geschichten. Der ist, jedenfalls meiner Meinung nach, manchmal recht unspektakulär. Auch auf den 160 Seiten des schmalen Bändchens -Mahlers Zeit- beschreibt Kehlmann mit unglaublicher Präzision und der Kunst Worte und Sätze abenteuerlich gut zu platzieren die Katze im Sack, ohne sie letztendlich heraus zu lassen.

Doktor David Mahler befasst sich mit der Zeit. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik hat es ihm angetan. Mahler ist sich sicher, dass dieser Hauptsatz falsch ist, zumindest aber fehlerhaft. Damit steht er allein da, denn niemand konnte das bisher beweisen. Würde er es beweisen können, würde die Zeit an sich fragwürdig sein. David ist ein Genie. Sein Kopf kann mit Zahlen besser umgehen als ein Hochleistungscomputer. Doch im sozialen Kontakt mit Menschen hat David Probleme. Zudem sieht er immer wieder seine Schwester, die schon seit Jahren tot ist. Jetzt möchte David der Welt seine Entdeckung mitteilen, doch niemand versteht ihn. Er will den berühmten Wissenschaftler Valentinov erreichen. Nur der könnte verstehen, was David entdeckt hat. Doch Valentinov ist schwer zu finden und David driftet dem Wahnsinn entgegen...

Wie gesagt, das ist wunderbar erzählt. Aber die Geschichte wird sich nicht jedem Leser erschließen. Ich mag Kehlmanns Schreibe, seine Inhalte allerdings nicht immer. -Mahlers Zeit- ist ein unterhaltsames Buch, das man schnell von Anfang bis Ende durchgelesen hat. Die Story mag einem nicht im Kopf hängen bleiben, Kehlmanns Art zu schreiben allerdings schon...
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am 26. Oktober 2012
Die Prämisse der Geschichte ist durchaus interessant (Physiker stellt mit eigener Theorie den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in Frage), aber leider sind einige Aspekte in der Umsetzung sehr störend:

- ich bin selbst wissenschaftlicher Mitarbeiter und halte die Darstellung des Wissenschaftsbetriebs für nicht ganz glaubwürdig
- die Macken des Protagonisten sind für meinen Geschmack stark überzogen
- es werden zu viele Befindlichkeiten und Banalitäten ausgewalzt

Im Endeffekt kommt die philosophische Dimension der Geschichte sehr kurz, wird nur am Ende kurz von einer der wichtigen Nebenfiguren angedeutet. Ich fürchte, dass es in dem Buch viel zu sehr um akute menschliche Befindlichkeiten geht, noch dazu pathologische, und weniger um große Zusammenhänge.

Fazit: Gut, dass ich die Hörbuchfassung hatte, denn so konnte ich nebenher etwas anderes tun. Beim Lesen hätte ich vermutlich vorzeitig entnervt aufgegeben. Die Stimme und der Duktus Kehlmanns sind allerdings nicht übermäßig angenehm -- er spricht eintönig, er betont (zu) viel, aber eben wiederum eintönig.
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am 14. Dezember 2006
Daniel Kehlmann präsentiert uns in "Mahlers Zeit" einen Menschen mit einer Sonderbegabung, die ihn zusehends von seiner Umwelt entfernt.

Der Physiker David Mahler hat eine Theorie entwickelt, die das gesamte Verständnis von der Welt, wie wir sie kennen, umstürzen könnte.

Mahler kann mit der Bürde dieser Theorie nicht mehr weiterleben wie bisher - weder mit der Unsicherheit, ob sie denn nun auch wahr ist, noch mit den Konsequenzen, die eine mögliche Wahrheit nach sich zöge.

Immer mehr verirrt er sich in einer eigenen Welt, fühlt sich verfolgt und missverstanden. Mahler findet keinen Ausweg, und auch Kehlmann lässt das Ende offen; nicht die physikalischen Fragen stehen für ihn im Mittelpunkt, sondern die Innenwelt seines Helden.

Mit einer klaren, präzisen Sprache, die Spiegel der wissenschaftlichen Exaktheit Mahlers ist, schildert Kehlmann die Innenwelt seines Helden. Das Hörbuch liest er selbst - ebenso exakt, kühl, ja mitunter mit schneidend kalter Stimme, wie es der Text verlangt.

Ein beeindruckendes Hörbuch, das man immer wieder hören kann und dabei neue Nuancen entdeckt.
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am 25. Juni 2006
Davon handelt dieser Roman von Daniel Kehlmann, von dem Physiker David Mahler nämlich, der in einer Nacht eine Formel entdeckt, die den zweiten Hauptsatz zur Thermodynamik vollkommen auf den Kopf stellt, nämlich die Umkehrung der Zeit bedeuten bzw. die Nichtexistenz der Zeit beweisen würde.

Als Gesamturteil meinerseits kann ich nur sagen, dass ich mehr und mehr zum Kehlmann-Fan werde, Mahlers Zeit aber im Gegensatz zu den anderen beiden, die ich schon von Kehlmann gelesen habe ("Ich und Kaminski" und "Die Vermessung der Welt", sind auch irgendwo in diesem Forum kritisiert...) nicht witzig, dafür einfach nur wahnsinnig (im positiven Sinne) ist, einen jungen und sicher talentierten Physiker sich so in eine abskurre Theorie verennen zu lassen, dass ihm absolut überhaupt kein Glauben geschenkt, er von der Wissenschaftswelt belächelt wird.... Wahnsinn. Auch die Art, wie Kehlmann erzählt, verdient meines Erachtens vollsten Respekt, die Symbole mit denen er arbeitet, beispielsweise die verstorbene Schwester, die Mahler immer wieder im Traum erscheint, die Fliege oder die Scherben der Straßenlaterne, nicht zuletzt auch der Tod, der Mahler anscheinend ständig irgendwie begleitet, sei es am Tanklaster, der in Flammen aufgeht oder der Obdachlose, der an einem Herzinfarkt stirbt... einfach zwischen Genie und Wahnsinn!
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am 1. September 2012
Hier gehts nicht um den Inhalt, sondern um die Form. Ich höre zur Zeit Mahlers Zeit in der Hörbuch-Version, welche Daniel Kehlmann selbst liest. Leider kann ich dieses Produkt so gar nicht weiterempfehlen. Kehlmanns Stimme eignet sich gar nicht als Vorleser. Über sein zuweilen sehr stumpfes "s" wäre durchaus hinweg zu sehen, aber seine - ich kann es leider nicht anders ausdrücken - "plärrende Stimme" ist unerträglich. Ich konnte mich auch nach längerem Hören nicht daran gewöhnen. Mich stört die Stimme so sehr, dass ich mich kaum auf den Inhalt konzentrieren kann. Schade.
Daher meine Empfehlung: Wenn ihr wie ich, von Daniel Kehlmanns Arbeiten begeistert seid, wählt die Buchform, oder nur Hörbucher von professionellen Sprechern.
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