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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2010
Julio Cortazar, geb. 1914 in Brüssel, gest. 1984 in Paris, war, trotzdem er in Europa geboren wurde und starb, einer wichtigsten, wenn auch unbekanntesten, südamerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Seit ich seinen Band “Die Nacht auf dem Rücken” gelesen habe, ist er für mich einer der erstaunlichsten Phänomene in der Welt der Literatur und ich würde nicht zögern ihn (wegen seiner Kreativität und “auch” zum Teil wegen dem Inhalt seiner Texte) als südamerikanischen Kafka zu bezeichnen.

Einige seiner Texte sind tatsächlich äußerst kafkaesk, besonders die, durch die er vornehmlich berühmt wurde. Eine langsame Dosierung von Bedrohlichkeit, die aus sonderbaren Winkeln in die Erzählung eindringt, im Zusammenschluss mit phantastischen Elementen, die hohen unterhaltenen wie auch literarischen Wert besitzen, zeichnet viele seiner Erzählungen aus. Sie spielen mit Traum und Suggestion, aber auch mit Mythen, mit Annahmen und surrealen Fabulationen. Man kann ihn nicht zentral dem magischen Realismus zuordnen, dafür waren viele seiner Geschichten zu bizarr (z.T. an Poe geschult) und wiesen metaexperimentelle Elemente auf, wie sie eher moderne europäischen Tradition sind (vor allem wird dieses Element in seinem bekanntesten Roman „Rayuela“ deutlich, ein Roman, der aus vielen einzelnen Kapiteln besteht, die man in unterschiedlichen Reihenfolgen lesen kann, sowohl ganz normal von vorn nach hinten, als auch nach einem vorgegebenen System, als auch frei nach eigener Idee.)

Auf all dies ist sein Werk nicht begrenzt. Wunderbar komische, ja geradezu liebenswerte Texte paaren sich mit grandiosen, tieftraurigen und berührenden Geschichten – auch Spannung, zwischenmenschlicher Konflikt und Idealismus gehören zu seinem Repertoire, ebenso tief mystische Erzählungen mit ungeheurer Sprachschönheit. Dabei ist Cortazar selten episch, auch selten nachdenklich; die direkte, erzählerische Komponente durchdringt alles, er ist, in jedem Moment, ein Geschichtenerzähler, Maler der Einzelheiten seiner phantastischen Umgebungen.

Allein wegen dieser Vielfalt ist das Buch „Die Nacht auf dem Rücken“, der erste von vier Bänden mit gesammelten Erzählungen, sehr lesenswert und egal wer aus meinem Umfeld dieses Buch gelesen hat, immer fand er dort mindestens eine neue “Lieblingsgeschichte”. Auch ist jeder, den ich kenne, ausnahmslos von den Ideen dieses Mannes fasziniert.

Es ist seine Welt mit seinen Regeln, die Cortazar in seinen Erzählungen geschaffen hat – eine Welt in der sich Phantasie und Phantastik optimal mit realen Elementen zusammentun, um fesselnde, innovative, kreative Erlebnisse zu komponieren; es ist ein Abenteuer darin zu lesen, denn wo findet man heute noch das wirklich Neue in der Literatur …? – Hier findet man es – bei Julio Cortazar, einem der besten Kurzgeschichtenautoren überhaupt.
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"Die Nacht auf dem Rücken" ist der erste Band von vieren von Cortazars meisterhaften und unglaublichen Erzählungen. Er verwickelt den Leser in phantastische Geschichten, die genau in den Bereich zwischen glaubwürdiger Realität und Fiktion fallen. Die meisten seiner Erzählungen sind fesselnd und gleichen einem unausweichbaren Sog, in den der Leser unfreiwillig gezogen wird. Bei einigen jedoch, muss man sich sehr viel konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren und die Botschaft am Ende jeder Erzählung zu verstehen, die uns der Autor zu verstehen gibt. Cortázar besitzt die Fähigkeit ein Spinnennetz zu spinnen und Beschreibungen des alltäglichen Lebens in die winzigsten Details hinein zu schildern und dabei seine phantastische Ader aufleben zu lassen. Seine Geschichten sind nicht unglaubwürdig, sie sind einfach wie von einer anderen Welt, man kann sie mit der fiktiven Novelle "Das Durchdrehen der Schraube" von Henry James komparieren, jedoch würde nicht einmal dies Cortázars einzigartigen Erzählungen an Vergleichskraft gereichen. Sein Freund Mario Vargas LLosa schreibt im Vorwort, dass Cortázar seine Gedankengänge überall aufschrieb und darum immer Stift und Papier im Ärmel hatte, sobald ihm irgendein neuer Satz für seine Werke einfiel. Pablo Neruda sagt, dass man verloren wäre, wenn man diese Erzählungen nicht läse und es sich wie eine schleichende Krankheit auswirken würde.

Ich möchte das Buch Lesern ans Herz legen, es ist ein Stück anspruchsvolle Literatur, ein harter Bissen sozusagen, doch wenn man seinen Gedankengängen aufmerksam folgt, kann man seinen Schlussfolgerungen nicht entgehen und ist fasziniert von seinem Einfallsreichtum.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 1. Juli 2001
Wer glaubt, in der Literatur gebe es nichts neues mehr, der sollte Cortázars Kurzgeschichten lesen. Obwohl fest in der Tradition des magischen Realismus verwurzelt, hat jede seiner Miniaturen ihr eigenes Gepräge. Es scheint Cortázar nicht zuletzt um die Erneuerung der Erzählform zu gehen. So vermengt er mal die Geschichte Lateinamerikas, mal die Realität des Lesers mit der Gegenwart seiner Fiktionen. Erstaunlich und spannend ist das immer, oft auch sehr lustig. Diese Experimente gelingen ihm mit einer Virtuosität, die in der Weltliteratur ihresgleichen sucht. Bei aller Originalität teilt er mit dem großen José Luis Borges das philosophische Interesse an der Problematik von Schein und Wirklichkeit und die surrealistische Metaphorik. Seine noch galoppierendere Phantasie und die Bedeutung der lateinamerikanischen Geschichte dagegen erinnert an die Werke von Gabriel García Márquez. Wegen der Leichtigkeit des Stils und der Kürze der Geschichten eignet sich dieses Buch besonders gut als Einstieg in die lateinamerikanische Literatur, wegen seiner Neuartigkeit ist es ein Schmankerl für jeden, der darin schon belesen ist.
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am 19. Januar 2012
Cortazar liebt es, den Leser in die Irre zu führen. Das Phantastische ist so fein verwoben mit den Schilderungen des Alltäglichen, das es Teil der Realität wird. Manche Geschichten wirken wie niedergeschriebene Tagträume eines jugendlichen Geistes mit erfrischender, kindlicher Unbeschwertheit. Dabei beeindruckt die Detailverliebtheit, mit der Szenerien, Charaktere und Situationen geschildert werden. Vergleichbares habe ich bisher nur bei Sartre gefunden (z. B. in Der Ekel). Ganz große Literatur.

Viele der Geschichten spielen in Argentinien und gewähren, ganz nebenbei, überraschende Einblick in Lebensweise und Kultur des Landes.
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am 21. Oktober 2008
Seit ich Cortázar gelesen habe, versuche ich ihn in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt zu machen, denn ich denke, wer Cortázar in seinem Leben nicht gelesen hat, verpasst wirklich etwas!
Noch nie vorher habe ich etwas vergleichbares gelesen. Die Kurzgeschichten von Gabriel García Márquez und von Borges sind zwar aus dem gleichen Genre zum Teil, aber Cortázar schafft es mit fast jeder seiner Geschichten, mich völlig in Verblüffung zu versetzen.

Besonders empfehle ich die Geschichte " Die Nacht auf dem Rücken".
Noch viel beeindruckender sind die Geschichten natürlich im Original. Für die, die Spanisch können würde ich also auf jeden Fall die spanische Ausgabe empfehlen!

Einfach großartig!
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am 10. Oktober 2010
Julio Cortázar versteht es in dieser Sammlung von Erzählungen, die vorwiegend in den 50er und 60er Jahren in Südamerika spielen,den Leser zu fesseln. Jede Geschichte ist anders gesponnen, mal spannend,mal tragisch, immer mit ausgewähltem Wortschatz formuliert und mit einer großen Vielschichtigkeit. Dies ist mein erstes Buch von Cortázar und ich bin überwältigt von seiner Phantasie. Nebenbei bemerkt eignet sich das Buch auch gut zum Vorlesen!
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am 16. Mai 2005
Wer sich vorgenommen hat, nur ein Buch in seinem Leben zu lesen, könnte es mit diesem gefunden haben.
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