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Der Unbesiegbare
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Januar 2002
Ein schwerer Raumkreuzer landet auf einem bislang unerforschten Planeten. Sein Auftrag: Die Suche nach dem verschollenen Schwesterschiff und dem Schicksal seiner Besatzung. Zunächst steht die Crew vor einem völligen Rätsel. Erst nach und nach, durch gemeinsame Anstrengung und Spekulationen, gelingt es den Wisseschaftlern und Technikern, zu einer möglichen Erklärung für den Untergang der ersten Expedition zu gelangen. Ihre Forschungen nach dem Geheimnis des Planeten führen sie 'zig Millionen Jahre zurück in eine Zeit, in der der Planet das unheimliche Erbe einer inzwischen längst ausgestorbenen Kultur antrat. Was sich seitdem ereignet hat und letztendlich zur Katastrophe führte, die schrittweise Rekonstruktion der Ereignisse unter extremen Bedingungen, sowie welche Kosequenzen für die Besucher von der Erde daraus zu ziehen sind, darum geht es in diesem Roman, der bis zum Ende spannend ist und dem Leser reichlich Spielraum zur eigenen Interpretation und Wertung läßt.
Lem's Roman liefert die Definition von guter Science Fiction: Ein phantasievoll entwickeltes Gedankenexperiment, das auf wissenschaftlichen Hypothesen, Spekulationen und Erklärungsmustern basierend eine Geschichte erzählt, die letztlich einen allgemeingültigen Kern enthält. Das Thema, das sich hinter dieser spannenden Geschichte verbirgt, sind die Prinzipien der Evolution und die Frage nach dem Wesen des Menschen, seinen rationalen wie irrationalen Handlungsweisen, seinem Verhältnis zur Umwelt und der Entwicklung, die er in allen diesen Bereichen bereits durchgemacht hat, sowie nach den Potentialen und Grenzen seiner weiteren Entwicklung. Lem maßt sich keineswegs an, all diese Fragen beantworten zu wollen, vielmehr wird der Leser zum eigenen Denken angeregt. Durch die Konfrontation mit den Theorien und Entdeckungen der Crewmitglieder ist man veranlasst, selbst Position zu beziehen und diese stets neu zu überdenken. Das heißt: Auf subtile Art wird man an den Punkt gebracht, an dem sich die angesprochenen Fragen von selbst stellen. Lem gibt dem Leser gerade soviel fundierte Information, daß sie schlüssig interpretierbar ist, aber eben auf unterschiedliche Weise und auch nur bis zu einer gewissen Grenze, hinter der Spekulation auf dünnem Eis beginnt, bis man an die Grenzen des Begreifbaren oder Erklärbaren stößt. Läßt man sich auf dieses Gedankenspiel mit seinen Grundvoraussetzungen ein, so wird man auf hohem (nich nur Spannungs-) Niveau unterhalten ohne auf logische Widersprüche zu stoßen. Genial!
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am 24. Juli 2003
"Der Unbesiegbare" gehört wie auch "Die Astronauten" zu den leichter verdaulichen LEMs, die Lem selbst in "Lem über Lem" als zu oberflächlich kritisiert hat.
Trotzdem würde ich den Roman als idealen Einstieg in die Welten des Stanislaw Lem empfehlen, bevor sich der werte Leser an "Solaris", "Eden" oder etwa "Also sprach Golem" verschluckt und keine Romane dieses grossartigen Erzählers mehr in die Hand nimmt.
Der Roman selbst ist spannend und aktueller den je. Es geht um die Besatzung eines Raumschiffes, die sich zunächst noch allem gewachsen fühlt, sich dann jedoch mit einer bedrohlichen Maschienenevolution konfrontiert sieht.
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am 4. Februar 2014
"Der Unbesiegbare" ist ein Science-Fiction-Buch, dass viel Wert auf philosophische Fragen legt. Auf Zwischenmenschliches, Action oder häufig sogar die Technik wird nur wenig eingegangen. Man hat den Eindruck, dass das Zukunftssetting hauptsächlich dazu genutzt wird, nicht mit den damaligen politischen, sozialen und technischen Problemen kämpfen zu müssen, sondern sich ganz auf die Grundfragen des Romans konzentrieren zu können, wie z.B.:

- "Was bringen Rache und Vernichtung, wenn der Feind gar kein wirkliches Bewußtsein hat?"
- "Ist künstliches Leben genau so viel Wert, wie biologisches?"
- "Kann ein Schwarm, der aus primitiven Formen besteht, dem hochentwickelten Individuum Mensch und seinen Schöpfungen überlegen sein?"

Allerdings hat die Geschichte selbst mich nur bedingt gefesselt. Das liegt vor allem daran, dass einem die handelnden Personen nicht so richtig ans Herz wachsen wollen. Sie bleiben blass und letztlich erscheinen einem die Mitglieder der Crew austauschbar. Auch die "Rettungs-/Aufklärungsmission" von Rohan gegen Ende des Buches ist deshalb für den Leser nur schwer emotional nachvollziehbar, weil man die Vermissten ja nicht "kennt". Zum Glück wird nur wenig Technologie beschrieben: das, was beschrieben wird, wirkt für heutige Verhältnisse allerdings leider häufig "veraltet", z.B. auch die Atomkraft als ultimative Energiequelle. Was für heutige Verhältnisse auch seltsam anmutet ist die Tatsache, dass Gleichberechtigung in der Zukunft wohl ein Fremdwort ist: es scheint keine Frauen an Bord des "Unbesiegbaren" zu geben, zumindest keine, die irgendetwas zu sagen haben.

Das Buch ist durchaus lesenswert, allerdings merkt man ihm einfach sein Entstehungsalter an. Wer ausgefeilte Charaktere oder eine packende Handlung erwartet, könnte enttäuscht werden, da aus dem sehr guten Ausgangsszenario ("ein Schiff so groß wie ein Hochhaus ist verschollen, die Planetenoberfläche ist trotz annehmbarer Lebensumstände unbewohnt) für meinen Geschmack zu wenig gemacht wird.
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am 13. März 2014
Ich habe das Hörbuch gehört - eines, das endlich mal auf eine MP3-CD gebannt wurde und nicht auf 10 herkömmlichen Audio-CD's. Welche Freude.

Das war mein erstes Buch von Stanislaw Lem und ich muss sagen, dass ich sehr angenehm überrascht bin. Die Geschichte sprießt nur so vor Ideenreichtum, und zwar ohne dabei den Boden der Plausibilität zu verlieren. Alle hier gebotenen fantastischen Handlungen werden logisch und sachlich geschildert. Bei heutigen Science-Fiction-Geschichten kommt die Science in den allermeisten Fällen viel zu kurz. Es sind einfach nur moderne Märchen, ohne durchdachte futurologische Aspekte oder sonstiges Futter für den analytischen Verstand. In diesem Buch ist die Sci-Fi noch hochkarätig. Sie ist intellektuell fordernd und hat sogar eine philosophische Komponente, wie sie nur gute Sci-Fi hat!

Danke für dieses Buch. Ich werde mir sogleich das nächste besorgen.
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am 11. Januar 2005
Der Roman "Der Unbesiegbare" bietet dem Leser interessante Gedankengänge und Denkansätze zum Thema Nano-Technologie, allerdings hätte Lem Überlegeungen zu dieser Thematik ruhig noch tiefgründiger und ausschweifender behandeln können.
Für ein Lem-Roman sind für meinen Geschmack zu viele "Space-Abenteuer-Elemente" vorhanden.
Nicht falsch verstehen: Es ist ein anspruchsvolles Buch, aber an die Tiefgründigkeit eines "Solaris" kommt es bei weitem nicht ran.
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am 7. Dezember 2013
Hab das Buch zum ersten Mal mit 13 gelesen und mit 15 konnte ich es fast auswendig. Auch 20 Jahre später hat es nichts von seiner Faszination veloren. Sperrlich aber präzise gezeichnete Figuren und deren Beziehungen, und viele Gedanken eines weisen Mannes, eingebettet in spannende Sci-Fi Szenerie, bilden einen Lesetoff für alle Jungs im Alter von zehn bis hundert Jahre..

Man fragt sich, wieso so ein Buch noch nie verfilmt wurde und wesentlich langweiligeres (von der Handlung her - als Buch ist es ebenfalls spitze) "Solaris" schon zwemal?
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am 14. Juni 2001
Der Roman ist wie fast alle Bücher Lems ohne Schwächen. So spannend, daß man ihn nicht mehr aus der Hand legen mag und dabei doch keine leichte Kost. Erzählt wird die Geschichte einer Expedition auf der Suche nach einem Schwesterschiff. Dieses kann zwar auf einem abgelegenen Planeten gefunden werden, warum es dort jedoch gescheitert ist bleibt zunächst unklar. Erst mit der weiteren Erkundung des Planeten, der bar jeglichen Lebens ist, scheint sich das Rätsel zu lösen. Doch müssen die Menschen mehrfach erkennen, daß sie auf der Basis ungenügender Informationen Fehlentscheidungen treffen, die schließlich zu einer Ereignisspirale führen, aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt. Lem bietet schließlich eine Lösung an. Es bleibt dem Leser jedoch überlassen, ob er diese akzeptiert oder sich selbst Gedanken macht. Auf sehr nachdrückliche Weise wird gezeigt, daß der Mensch trotz aller ihm zu Gebote stehenden Mitteln gegen Fehler und Fehlinterpretationen nicht gefeit ist und daß jede Kraft auf eine größere Gegenkraft treffen kann.
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am 19. Januar 1999
Der bekannte detailierte Schreibstil Lem's geben dem Werk eine ungeheuer realistische Darstellung der fremden Umgebung von Regis-3 und der verwendeten Technik, so das ein einfaches Zuklappen des Buches zum Aufklappen eines Technik-Almanches führt! Auch die Story ist nahezu glaubwürdig und schlüssig. Ich persönlich habe die Geschichte des "Unbesiegbaren" bereits dreimal gelesen (seit 1985), und doch ist es jedes mal aufs neue faszinierend und spannend!
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am 19. Januar 2000
Lem's "Der Unbesiegbare" war für mich der Einstieg in die klassische Science Fiction Literatur. Basierend auf nachvollziehbaren technischen Voraussetzungen führt er den Leser auf Regis 3, einen scheinbar toten, verödeten Wüstenplaneten. Wir werden Teil der Mannschaft des Unbesiegbaren, die ausgezogen ist um nach den Überresten des verschollenen Schwesterschiffes zu suchen. Im Zuge dieser Suche kommt man aber einer ganz besonderen Form der Evolution auf die Spur und wird vor die Frage gestellt, ob alles im Universum mit unseren Maßstäben zu messen ist.
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am 22. November 1999
"Der Unbesiegbare" ist zugleich der Name des Raumschiffs mit dem eine Crew auf dem scheinbar öden, leblosen Planeten Regis 3 landet, als auch ein Synonym für den Kern "menschlichen" Vorgehens angesichts der Herausforderung durch eine tote Evolution. "Der Unbesiegbare" landet auf dem Planeten um nach dem Verbleiben seines Schwesterschiffes "Kondor" zu forschen und trifft dabei auf zunehmend seltsame Vorkommnisse. Auf Regis 3 scheint sich alles Leben in das Meer zurückgezogen zu haben, erstaunlicherweise ist sogar die Uferzone unbelebt. Bei genauerer Untersuchung der Umgebung trifft die Crew auf tote Städte, die wie ein riesiger Maschinenfriedhof anmuten. Nicht viel Zeit vergeht und sie treffen auf Wolken schwarzer kristalliner Insekten, die Menschen wie Maschinen durch Magnetfelder unvorstellbarer Stärke in völlige Hilflosigkeit zurücklassen, Menschen verlieren vollständig ihr Gedächtnis, ihre Persönlichkeit ist ausradiert. Für den Kommandanten des Unbesiegbaren stellt sich eine schwerwiegende Frage: Bleiben und nach dem Verbleib noch vier verlorener Crew Mitglieder forschen, damit auch den Kampf gegen die schwarzen Wolken aufnehmen, oder kapitulieren, fliehen - der Rückzug des Menschlichen vor dem Unverständlichen.
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