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Kundenrezensionen

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am 20. März 2013
Nach Solaris ist dies erst mein zweiter Trip in die unbekannten Dynastien des Lem-Universums. Wie erwartet fesselt mich seine futuristische Sprachgewalt aufs Neuste wie ein Suchtmittel. Der Unbesiegbare ist auf der Suche nach der verschollenen Besatzung des Schwesterschiffs Kondor auf dem Planeten Regis III. Nichts als alten Staub und ödes Geröll scheint diesen Ort zu bewohnen. Doch keine Menschenseele scheint überlebt zu haben. Obwohl nichts auf eine äußere Gewaltanwendung deutet sind die Todesfälle ungewöhnlich grausam, als endete eine Massenpanik in der kollektiven Katastrophe. Die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel, denn die Regis wirkt wie ein ausgedörrtes Nichts ohne feindliche Bedrohung. Doch plötzlich wird ein Konstrukt entdeckt, dass keinem irdischen oder galaktischen Maßtstab oder Gebilde zu entsprechen weiß. Eine schwarze Stadt, eisenähnliche wabernde Erscheinungen, die in kein sinnvolles Raster passen möchten. Später wird dieses Mysterium als schwarzer Fliegenschwarm, ominöse nebelhafte Wolkendecke oder "Nekrosphäre" bezeichnet. Hitzige Diskussionen führen zu keinem Schluss. Weder Sinn noch Funktionsweise dieser Wolke können mit wissenschaftlichen Methoden nachvollzogen werden. Doch unerwartet geschehen nach für nach Dinge, die eine fatale Konsequenz mit sich ziehen. Verursachen magnetische Strahlungen, ausgelöst durch dieses fremdartige Wesen, eine irreversible Amnesie? Ist dieses Wesen verantwortlich für den Tod der gesamten Besatzung des Kondor? Die Verhaltensweise erscheint suspekt, es möchte in kein Raster passen. Und genau hier funktioniert Lems abstraktes Gedankenexperiment großartig. Eine theoretische Abhandlung über eine Fiktion. Es ist verwunderlich, wie jemand Irreales derart detailgetreu und in voller Ernsthaftigkeit ausführen kann, ohne den Spannungsbogen abzusetzen. Lem beschreibt das Fremdartige mit einer Selbstverständlichkeit, die erschreckend ist. Denn nie wirken die fantastischen Ausuferungen plump, überhöht oder gewollt. Stets funktionieren alle Elemente in einem geschlossenen System, sodass alles als homogene Einheit so und definitiv so in der Wirklichkeit vorstellbar wäre. Die Konfrontation des Menschen mit etwas gänzlich Unbegreiflichem ist ein Versuch, die menschliche Natur in einer Schwäche zu erfassen, die sich selbst in ihrer Philosophie überhöht. Nicht alle Dinge des Universums mögen dem Menschen erschließbar sein. Und wir müssen Dinge nicht vernichten, bloß weil wir sie nicht verstehen. Hat die schwarze Wolke ein Bewusstsein? Ist sie willentlich böse? Ist die Regis ein Planet, auf dem wir Menschen nichts zu suchen haben? Ich kann nicht zustimmen, dies als Metapher für die menschliche Gesellschaft zu verwenden. Die seltsame Düsternis, das mystische Farbenspiel im Kosmos und die erdrückende Einsamkeit vermag Lem mit einer Wortmacht zu formen, die bloß ihrer eigenwilligen Atmosphäre wegen lesenswert ist. Damals bei Solaris und hier wieder verursacht selbst der Gedanke an jene lebensfernen Landschaften im Nirgendwo heftig Gänsehaut.
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am 18. Januar 2005
Auf dem Planeten Regis 3 ist der mächtige, schier unbesiegbare Raumkreuzer Kondor verschollen. So wird das Schwesterschiff Der Unbesiegbare zu dem Planeten entsandt um das Rätsel über das Verschwinden der Kondor zu lösen. Als die Kondor gefunden wird, bleibt zunächst alles so unerklärlich wie zuvor. Regis 3 war ganz offenbar einmal belebt und dennoch gibt es keine organischen Überreste der vergangenen Zivilisation. Auch von der Besatzung der Kondor fehlt jede Spur. Bald findet man jedoch eine unbekannte Art von Leben(?). Schwärme von autonomen Miniaturrobotern, die sich in Jahrmillionen technischer Evolution selbständig weiterentwickelt haben sind ein schier unbesiegbarer Feind.
Lem erzählt eine wunderbare Geschichte und lässt dem Leser viel Platz für eigene Interpretation. Das Buch ist wesentlich tiefgründiger als die Geschichte zunächst vermuten lässt. Es ist eine Warnung vor Technologiegläubigkeit aber auch eine Infragestellung der menschlichen Transzendenz. Lem gehört seit jeher zu meinen Lieblingsautoren - und diese Liebe wurde mit eben diesem Buch eingeleitet, das man gerne immer wieder zur Hand nimmt um es zu lesen. Das liegt auch daran, dass Stanislaw Lem sprachlich zu den besten Autoren gehört. Sein Erzählstil ist wunderbar und der Leser kann sich dem Werk kaum entziehen. Seine Figuren sind glaubhaft, tiefgründig und entwickeln sich wunderbar.
Dieses Buch ist eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Liebhaber tiefgründiger Science Fiction. Es ist ein Buch das zum Nachdenken anregt und eine Überprüfung des eigenen Weltbildes einfordert.
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am 22. November 1999
"Der Unbesiegbare" ist zugleich der Name des Raumschiffs mit dem eine Crew auf dem scheinbar öden, leblosen Planeten Regis 3 landet, als auch ein Synonym für den Kern "menschlichen" Vorgehens angesichts der Herausforderung durch eine tote Evolution. "Der Unbesiegbare" landet auf dem Planeten um nach dem Verbleiben seines Schwesterschiffes "Kondor" zu forschen und trifft dabei auf zunehmend seltsame Vorkommnisse. Auf Regis 3 scheint sich alles Leben in das Meer zurückgezogen zu haben, erstaunlicherweise ist sogar die Uferzone unbelebt. Bei genauerer Untersuchung der Umgebung trifft die Crew auf tote Städte, die wie ein riesiger Maschinenfriedhof anmuten. Nicht viel Zeit vergeht und sie treffen auf Wolken schwarzer kristalliner Insekten, die Menschen wie Maschinen durch Magnetfelder unvorstellbarer Stärke in völlige Hilflosigkeit zurücklassen, Menschen verlieren vollständig ihr Gedächtnis, ihre Persönlichkeit ist ausradiert. Für den Kommandanten des Unbesiegbaren stellt sich eine schwerwiegende Frage: Bleiben und nach dem Verbleib noch vier verlorener Crew Mitglieder forschen, damit auch den Kampf gegen die schwarzen Wolken aufnehmen, oder kapitulieren, fliehen - der Rückzug des Menschlichen vor dem Unverständlichen.
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am 19. Januar 1999
Der bekannte detailierte Schreibstil Lem's geben dem Werk eine ungeheuer realistische Darstellung der fremden Umgebung von Regis-3 und der verwendeten Technik, so das ein einfaches Zuklappen des Buches zum Aufklappen eines Technik-Almanches führt! Auch die Story ist nahezu glaubwürdig und schlüssig. Ich persönlich habe die Geschichte des "Unbesiegbaren" bereits dreimal gelesen (seit 1985), und doch ist es jedes mal aufs neue faszinierend und spannend!
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am 19. Januar 2000
Lem's "Der Unbesiegbare" war für mich der Einstieg in die klassische Science Fiction Literatur. Basierend auf nachvollziehbaren technischen Voraussetzungen führt er den Leser auf Regis 3, einen scheinbar toten, verödeten Wüstenplaneten. Wir werden Teil der Mannschaft des Unbesiegbaren, die ausgezogen ist um nach den Überresten des verschollenen Schwesterschiffes zu suchen. Im Zuge dieser Suche kommt man aber einer ganz besonderen Form der Evolution auf die Spur und wird vor die Frage gestellt, ob alles im Universum mit unseren Maßstäben zu messen ist.
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Es ist doch ungeheuerlich, dass ein Buch, welches älter ist als ich, mich dermaßen zu fesseln vermag mit Scienes-Fiction aus einer Zeit, zu der man nicht einmal auf dem Mond gewesen ist!

Ein Raumkreuzer befindet sich auf der Suche nach seinem verschollenen Schwesternschiff, auf einem bisher noch unerforschten Planeten, der offensichtlich vor langer Zeit bereits hoch technologisch Lebensformen beherbergte. Dass diese jedoch nicht zwingend freundlich gesinnt sind, müssen die Mannschaft auf "Der Unbesiegbare" bald am eigenen Leib erfahren. Eine Art Wolke aus kleinsten miteinander agierenden Maschinen sind fähig, Erinnerungen zu eliminieren und erwachsene Männer zu unbeholfenen Säuglingen degenerieren zu lassen.

Ich war nicht mehr so angetan von einem futuristischen Buch. Den Stil würde ich umfassend einfallsreich, detailliert und gut lesbar bezeichnen. Ich kann es nur nochmals wiederholen, es ist für mich einfach genial, dass jemand Mitte der 60iger Jahres des letzten Jahrhunderts solch ein utopisches Werk verfassen konnte.

Fazit: Großartiges Werk eines außergewöhnlich visionären Autors
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am 1. Juli 2010
Der Roman wurde zwar in den 60ger Jahren geschrieben, doch an Aktualität hat er in nichts eingebüßt!
Klar Mikrofilm war Zukunftsansicht von damals, aber es gibt den Ganzen einen angenehmen Retro-Touch.

Trotzdem lässt sich noch genug aktuelle Science Ficion im Roman finden, die den heutigen SF-Romanen in nichts nachstehten.

Die Moral und die Beweggründe des Menschen beim Entdecken des Universums,des Fremden steht im Vordergrund
und regt viel zum Nachdenken an, was ein typisches und genial gestalltetes Merkmal von Lem ist.

Absolut lesenswert, zeitlos und packend
mit sehr vielen Denkanstößen!

Dazu empfele ich, auch von Lem, Solaris
- ein sehr anspruchsvoller Roman, der sich stark mit den menschlichen Grenzen der Wissenschaft und des Begreifens befasst
und den man stellenweise oder komplett ein 2tes mal durchlesen muss, um die Tiefe des Themas war zu nehmen.

Viel Spaß beim Lesen (Philosophieren)
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am 15. September 2012
"Der Unbesiegbare" ist wohl das Buch, das ich während meiner eindrücklichen Lesekarriere am Häufigsten gelesen habe, zum ersten Mal etwa mit 14, und seitdem in unregelmäßigen Abständen immer wieder.
Hier wird auf recht wenigen Seiten eine Geschichte vorgelegt, die es absolut in sich hat. Man rätselt genauso wie die Charaktere in der Geschichte, was auf dem besuchten Planeten vorgefallen mag und wie sich der Verlust des Schwesternschiffes ereignet haben mag. Mich hat die Entwicklung der Geschichte sehr zum Nachdenken gebracht - darüber, ob die beschriebene "Evolution" tatsächlich möglich wäre, ob dies als Evolution zu bezeichnen wäre und wie dann überhaupt die Definition von Lebewesen vorzunehmen sei.
Die in ein paar wenigen Rezensionen hier bemängelte "nicht abgeschlossene Geschichte" zählt da auch sehr mit dazu. Muss man aus Rachegründen, oder einfach, weil man es vielleicht kann, immer alles zerstören, was man nicht kennt oder nicht versteht? Ich fühle mich hier an den persischen König Xerxes erinnert, der das Meer auspeitschen lässt, weil ein Unwetter seine Kriegsflotte versenkt hat. - Sinnlos und lächerlich zugleich, von daher sehe ich nicht recht, was hier nicht abgeschlossen sein soll. Die Charaktere haben erkannt, dass es für sie auf dem Planeten nichts mehr zu tun gibt. Die Gründe für den Verlust des Schwesternschiffes sind geklärt, und die Vorfälle, die dazu führten, sind absolut anders als erwartet und unterscheiden sich zum Glück sehr von den in vielen Sci-Fi-Geschichten zu oft vorkommenden fremd- und bösartigen Aliens, die die Menschheit unterdrücken wollen.

Die "Technik" im Buch ist tatsächlich leicht überholt, aber für mich macht gerade dies auch einen Reiz des Buches aus. Ich entstamme einer Generation nach "tickernden Lochstreifen", und für mich ist es irgendwie ein Blick zurück in Omas Zeiten, zugleich aber auch ein Blick nach vorne, Thema Raumreisen, fremde Zivilisationen, die man nicht verstehen kann.
Bei manchen Geschichten sind solche Rahmenbedingungen völlig unwichtig, und sie bleiben klassisch-gut, egal welcher Epoche sie entstammen.

Das Buch ist in seinem Schreibstil tatsächlich nicht "episch", wie andere Rezensenten bereits schrieben, fallen Charakterhintergründe komplett weg - sie sind jedoch auch für den Stoff und diese Geschichte nicht wichtig.
In diesem Sinne nicht z. B. mit Stephen Kings ewig langem Atmosphäre-Aufbau und Vorstellung einzelner Charaktere vergleichbar. Oder, um bei Sci-Fi zu bleiben, zB. die Commonwealth-Saga von Peter F. Hamilton, wo sich die Handlung über Tausende Seiten teilweise auch recht langzieht.
Meiner Meinung nach macht das aber auch nichts aus. Man bekommt hier kurz und aufs Wesentliche beschränkt eine super Geschichte geliefert und das Buch ist perfekt so wie es ist.
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am 25. Juli 2003
"Der Unbesiegbare" gehört wie auch "Die Astronauten" zu den leichter verdaulichen LEMs, die Lem selbst in "Lem über Lem" als zu oberflächlich kritisiert hat. Trotzdem würde ich den Roman als idealen Einstieg in die Welten des Stanislaw Lem empfehlen, bevor sich der werte Leser an "Solaris", "Eden" oder etwa "Also sprach Golem" verschluckt und keine Romane dieses grossartigen Erzählers mehr in die Hand nimmt.
Der Roman selbst ist spannend und aktueller den je. Es geht um die Besatzung eines Raumschiffes, die sich zunächst noch allem gewachsen fühlt, sich dann jedoch mit einer bedrohlichen Maschienenevolution konfrontiert sieht.
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am 23. Juli 2015
was soll man zum Größten der anspruchsvollen SF sagen:

Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem, Lem ist einfach Lem,
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