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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
8
4,0 von 5 Sternen
Die Billigesser (suhrkamp taschenbuch)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 6. Februar 2007
Thomas Bernard hat nicht nur in den letzten Jahren seines Schaffens ganz gegensätzliche Reaktionen hervorgerufen: sein Stil ist Geschmackssache; für Verehrer wie mich gibt es nur wenige Autoren, die Bernhard das Wasser reichen können. Der Stil, in dem auch "Die Billigesser" verfasst sind ist unbeschreiblich. Wie immer bei Bernhard handelt es sich um das Studium einer Nische in der besondere Vertreter unserer Zeitgenossen ihr ganz spezielles Dasein fristen: hier sind es "Billigesser", die sich zu ganz bestimmter Stunde in einer ganz bestimmten Straße, an einem ganz bestimmten Tisch in der WÖK, "Wiener öffentliche Küchen" treffen. Die Personen der Handlung sind durch die Bank "Käuze"; seltsame Kreaturen, die sich am Rand zur Profilneurose bewegen. Der Erzähler der Geschichte ist ein Bekannter von Koller, dem durch einen Hundebiss des Glasindustriellen Weller "das kollersche Bein" abgenommen werden musste, und der nach langem Aufenthalt im Spital die WÖK aufsucht und auf eine eingeschworene Gruppe von Billigessern trifft, die ihn wider seiner Erwartung (auf ihre Weise) herzlich in ihre Gruppe aufnehmen. Koller geht mit dem Gedanken schwanger eine "Physiognomische Studie über die Billigesser" zu verfassen. Dies, das kann verraten werden, wird durch den unerwateten Tod Kollers verhindert.

Es handelt sich um ein Buch, das kraft seiner Nicht-Handlung, seinem Bernhardischen-dahinfliessen, so möchte ich das mal nennen, besticht. Das alles im typischen Stil, den man nicht umschreiben kann; es gibt nichts vergleichbares. Textabsätze, Punkte und Kommas gibt es weniger als in vergleichbar starken Büchern. Dafür ist der Text typisch wiederholend-serpentinenartig verfasst, was so nur bei Bernhard gefunden wird.

Fazit: Ein weiteres sehr empfehlenswertes Werk, das im Regal von Bernhard-Kennern und solchen, die es werden wollen, nicht fehlen darf.
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am 31. Oktober 2014
Wer sich auch nur ein bisschen mit der Physiognomik beschäftigt hat, wird bei der Lektüre der Billigesser feststellen, dass der selbsternannte Physiognomiker Koller sich zwar des physiognomischen Schlusses vom Äußeren auf das Innere des Menschen bedient (Körper > Seele), ansonsten sich aber sein Vorhaben zu dem Lavaters umgekehrt verhält.
Die große Leistung des Buches ist es, dass es die Spannung aufrechterhält, obwohl - wie bei Bernhard so oft - das "Eigentliche", also ein Einblick in die Physiognomik Kollers bis zum Schluss immer wieder hinausgezört wird und dem Leser vorenthalten bleibt. Was die Spannung aufbaut, ist das gegenstandsunabhängig interessante Denken Kollers, das alle Ereignisse mit mathematischer Schärfe versucht als schicksalshaft und für seine Entwicklung förderlich einzustufen. Phänomene wie Krankheit, Verkrüppelung und Ausgrenzung - die zum Teil auch selbstverschuldet und von Koller selbst betrieben wird - werden als Bedingungen für eine gesteigerte Geistesexistenz neu formuliert. Und die größte Leistung des Buches ist es wohl, dass der Leser nicht herausfinden kann, ob diese Geistesexistenz eine Rationalisierung von außen wirkender gesellschaftlicher Kräfte darstellt und ein Hirngespinst, eine Vorspiegelung oder gar eine bewusste Lüge ist; oder ob diese tatsächlich in Koller auf die bezeichnete Weise vom Schicksal gefördert worden ist. Warum das offen bleiben muss, wird jeder neugierige Leser bei der Lektüre des Buches selbst herausfinden.
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am 8. Juni 2001
Eine wahnwitzige Studie über Physignomik anhand der sogenannten Billigesser, die naturgemäß im Dunkeln bleibt, bildet den Mittelpunkt dieses Buches, um das ein Kosmos skurriler Personen ensteht, natürlich geschildert mit Satzperlen, die an Komik nichts zu wünschen übrig lassen. Keine leichte Kost, aber köstlich.
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am 25. Februar 2016
Mir als geborenen Döblinger und Schüler des erwähnten Gymnasiums sind die Schauplätze der Erzählung sehr vertraut und ich finde sie wirklich gut beschrieben. Ein 'Nichtdöblinger' wird an den Charakteren sein Vergnügen finden, denn hier werden originelle Menschen beschrieben, die sicherlich in ganz Österreich, wenn nicht sogar in ganz Europa vorkommen. Bernhard versteht es geschickt die Spannung bis zum verblüffenden Schluss zu steigern. Einfach lesenswert!
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am 7. Mai 2014
Ich bin ein grosser Fan von Thomas Bernhard, kaufe alles, was ich in die Finger bekomme und werde nie enttaeuscht
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am 30. Mai 2009
In diesem Buch passiert so gut wie gar nichts. Das ist selbstverständlich noch keine vollständige Kritik, gibt es doch genügend große Werke, die mit einem Minimum an Handlung auskommen. Allerdings sollte man dann wenigstens erwarten, dass man durch Sprachwitz, durch Atmosphäre oder durch lebendige Charaktere entschädigt wird. Davon enthält dieses Buch leider ebenfalls nichts. Die Sprache ist hölzern; unnötig lange Sätze mit ständigen Wiederholungen in Inhalt, Form und selbst einzelnen Präpositionen machen das Lesen zu einer rechten Qual. Noch dazu gehen einem nach einer Weile die grammatikalischen Fehler auf die Nerven, dass sich die Fußnägel kräuseln - beliebt ist bei Bernhard der "doppelte Perfekt": er hatte gemacht gehabt. Die Personen bleiben bis zuletzt undurchsichtig und flach. Allein durch die Fähigkeit, einen Satz mit hanebüchenen Konstruktionen auf zwei Seiten ausdehnen zu können, kann man mich nicht begeistern. Dieses Buch liest sich wie ein kaputter Kassettenrekorder, der gerade einen ordentlichen Bandsalat verursacht hat.
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am 10. Dezember 2010
Die Billigesser gibt vor von Einzig, Goldschmidt, Grill und Weninger zu handeln, jenen vieren die regelmäßig in der Wiener öffentlichen Küche in der Döblinger Hauptstraße zu Mittag essen. Jedoch ist nur das letzte Fünftel der Erzählung den Billigessern selbst gewidmet, die Erzählung dreht sich vielmehr um Koller, den Autor der gleichnamigen wissenschaftlichen Studie über die Billigesser, über dessen Leben der namenlose Erzähler berichtet. Koller ist, wie viele von Bernhards Antihelden, ein Besessener, einzelgängerisch, introvertiert, oder, wie Bernhard selbst schreibt, ein "Geistesmensch" und "Geisteskranker". Wenn Bernhard Kollers Denken beschreibt, wenn er vermittelt wie sich Kollers Leben im Rückblick logisch zusammenfügt, lernt man seine Erzählkunst zu schätze, seine Fähigkeit Denken, Gedanken, Handlungen und Ursachen zu beschreiben, die ihn von allen anderen deutschsprachigen Autoren abhebt. Eine relativ kurze (150 Seiten), nie langatmige sondern stets reichhaltige, nachdenklich machende und dennoch zutiefst unterhaltsame Erzählung über Geistesmenschen, Krankheit und Scheitern.
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am 15. Januar 2000
Koller wurde vom Wellerschen Hund ins Bein gebissen und erhält seitdem eine monatliche Rente, von der er sich gemeinsam mit den Billigessern Einzig, Goldschmidt, Weninger und Grill täglich das billigste Essen in der WÖK (Wiener Öffentlichen Küche) leistet. Was in Kollers Kopf vorgeht und vor allem, was es mit seiner Schrift über die Physiognomie letztendlich auf sich hat, bleibt dem Leser bis zum Schluß ein Rätsel. Auch die Person des Ich-Erzählers erscheint seltsam merkwürdig und auf undurchschaubare Weise von der Person Kollers beeinflußt. Thomas Bernhards Werk liest sich schleppend. Die nicht enden wollenden Sätze sind gefüllt mit hartnäckigen Wiederholungen, so daß die Suche nach den wenigen neuen Informationen müßig wird. Die wenigen handlungsgetragenen Momente der Erzählung haben eher skurrilen, beinahe schon Slapstick-Charakter. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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