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Kundenrezensionen

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Ein Blick auf die enthusiastischen Stellungnahmen bei Erscheinen des Buches vor nunmehr fast 40 Jahren – abgedruckt im Schutzumschlag - zeigt Einverständnis über die gelungene Form, über die ebenso gelungene Widerspiegelung der gesellschaftlichen Verhältnisse und darüber, dass hier zwei Opfer der Gesellschaft in ihrer Midlife Crisis die Chance zur Solidarität verpassen, der Oberstudienrat Halm als Vertreter des Scheins und der gleichaltrige Buch als ewig jugendlicher Aufschneider.

Wie stellt sich mir das Ganze aus heutiger Sicht dar? Ja, die Form erscheint mir nach wie vor gelungen: es handelt sich um einen intensiven, andeutungsreichen, gleichzeitig sparsam-verhaltenen Stil, der die spannungsreiche Geschichte gedrängt erfasst.

Zu den beiden Männern: Das Problem der beiden, nicht authentisch und ehrlich zu leben, ist für mein Gefühl zu dick aufgetragen, besonders im Falle des vitalistischen, ewigen Jugendlichen Klaus Buch. Seine "Entlarvung" durch seine betrunkene Frau Helen, als diese ihn für im See ertrunken hält, wirkt fast so drastisch wie im Kasperletheater. Was wir schon längst ahnten, dass es sich um einen alten Aufschneider und Schwächling handelte, wird von ihr noch einmal unverblümt formuliert, so dass auch der letzte Leser verstehen kann und soll, dass hier einer durch den Leistungsdruck in unserer Gesellschaft zu solchem scheinhaften Verhalten getrieben wird. Wir sollen es der angetrunkenen Frau zugutehalten, dass sie es dem Leser so überdeutlich beibringt. Eine etwas zynische Vermutung nebenbei: Vielleicht ist das Buch gerade deswegen so populär geworden?

Das vorangestellte Motto von Kierkegaard suggeriert, dass in dieser Novelle offen gelassen wird, welche der vorgestellten Personen die richtigere Lebensanschauung vertritt. Ja: Beide Personen leben nicht authentisch. Dennoch ist für mich deutlich, dass der Erzähler dem Helmut Halm mehr Glaubwürdigkeit und Substanz verleiht bzw. sich mehr mit ihm identifiziert. Das kommt bereits dadurch zum Ausdruck, dass Halm selbst der Erzähler dieser Novelle ist. Anders ausgedrückt: Walser überträgt Halm die Autorschaft. Am Schluss beginnt der nämlich die Erzählung, die dann die Novelle ausmacht, für seine Frau. Sie hat Aufklärung darüber gefordert, was zwischen den beiden Männern im Sturm in dem Boot auf dem Bodensee stattgefunden hat. Was hat stattgefunden? Halm hatte dem tolldreisten Klaus Buch, der leichtsinnig ihrer beider Leben riskierte, die Pinne aus der Hand geschlagen, so dass Buch über Bord ging und einige Tage als ertrunken galt. Danach bemüht sich der Oberstudienrat erfolgreich, das Geschehen, den halben Mord an dem lästigen Konkurrenten, zu verdrängen und zu überspielen.

Wobei ihm seine treue Frau Sabine – zwar etwas widerstrebend, aber letztlich doch bereitwillig – behilflich ist. Und das scheint mir aus heutiger Sicht so auffällig: Dass es dem Mann gelingt, seine Frau mit ein bisschen Charme und einigen blumigen Komplimenten auf seine Seite zu ziehen. Und letztlich auch den Leser. Denn der Oberstudienrat hat ein weit höheres Gewicht als der Aufschneider Klaus Buch: Er liest Kierkegaard, er wahrt die Form, den Schein, während der arme Schwätzer Buch, der sich sogar Rettung von Halm erhoffte, nur blamiert wird.

Die beiden Frauen sind für mich heute am befremdlichsten: Beide sind brave Dienerinnen ihrer schwachen Männer. Am krassesten fällt dies bei Helen, der Frau von Klaus Buch, auf. Für den Schwätzer und Aufschneider gibt sie ihre eigenen musikalischen Ambitionen auf. Walser scheint die Ungerechtigkeit, die darin liegt, zu sehen, aber er scheint sie ebenso wie etwas Natürliches hinzunehmen. Ich glaube, er hat damit unbewusst Auffassungen reproduziert, die zu seiner Zeit noch gang und gäbe waren. Und heute?
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am 10. Juli 2013
Inhalt:
Sabine und Helmut machen Urlaub am Bodensee. Sitzen immer zur Nachmittagsstund am See weil Sabine gerne Leute beobachtet. Helmut der notgedrungen dabei sitzt macht sich seine Gedanken über das Leben. Wie oft tat er Dinge nur um nach außen hin ein Anderer zu sein. Ja um den Schein zu wahren. Manches tat er auch weil es ihm gefiel als ein Anderer gesehen zu werden. Er denkt weiter nach über seine Wirkung auf andere Menschen. Bis ein Mann vor ihm stehen bleibt. Als Freund aus der Schulzeit stellt er sich vor. Klaus Buch sei sein Name, doch bei Helmut klingelt nichts, auch nicht bis zum Schluss, bis auf ein paar kleine Erinnerungsfetzen. Helmut will keine Zeit mit diesem Mann verbringen und seiner Frau die er so anziehend findet. Doch er wird gerade zu von Klaus Buch dazu genötigt und das immer wieder. Bis zu einem Segelausflug, sich der Bodensee von seiner rauen Seite zeigt. Ein Sturm kommt auf. Wellen schlagen übers Boot. Klaus Buch geht über Bord.
Fazit:
Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Buch klar zu kommen. Ich las es verstand es auch, doch mir ist es wohl zu hoch um den Sinn dahinter zu verstehen. Es war trotz seiner nur 150 Seiten ein langes und quälendes Lesen.Nur die Beschreibungen vom Bodensee nahmen mich in meine Heimat mit und versöhnten mich mit dem Buch.
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am 31. Juli 2005
Beim anfänglichen Lesen dieses Buches, das ich übrigens wahllos aus der Büchersammlung eines Bekannten gefischt hatte, kam mir der Eindruck, dies sei ein einfach zu lesendes, von der Handlung her dahin plätscherndes, unspektakuläres Buch, das man schnell mal zwischen "größere" Werke schiebt. Erst zum Ende der Geschichte hin formte sich ein tieferer Eindruck, der das Buch nicht einfach so in der Reihe meiner gelesenen Werke untergehen lässt. Die Lektion, die "Moral von der Geschicht", ist doch eine interessante, die zum Nachdenken anregt: wie verschieden sind die Lebenswege zweier Männer , die mal vor zwei Jahrzehnten dieselbe Schulbank gedrückt haben? Und wer hat "mehr" geschafft? Oder kann man das gar nicht so sagen? Woran macht man den im Leben erlangten Erfolg eigentlich fest? Ist einer "glücklicher" als der andere oder sind sie beide unterschiedlich glücklich bzw. unglücklich? Diese Lektüre ist eine weitere, die manches Schwarzweißdenken etwas aufrüttelt und zeigt: so einfach ist es nicht - deswegen finde ich sie lesenswert. Geht schnell und regt zum Denken an - optimal.
Kristin Hogk, Übersetzerin, Korrekturleserin, Editorin
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Oktober 2012
Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Film zuerst gesehen habe und dann das Buch gelesen habe. Ich habe ständig auf Szenen aus dem Film gewartet, die dann nicht gekommen sind, bzw. nicht so und so habe ich es das Buch nicht wirklich unvoreingenommen gelesen.

Die Novelle startet mit einem Zitat von Sören Kierkegaard. Wie ich jetzt bei einer Lesung von Martin Walser erfahren durfte, schätzt er diesen ungemein. „Man trifft zuweilen auf Novellen, in denen bestimmte Personen entgegengesetzte Lebensanschauungen vortragen“. So auch hier. Zwei Ehepaare treffen unverhofft im Urlaub am Bodensee aufeinander. Die beiden Männer sind gemeinsam zur Schule gegangen, haben dann aber unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Die Charaktere der beiden Herren sind gut dargestellt, die Frauen hier nur schmückendes Beiwerk. Helmut und Sabine Halm mit Hund Otto und Klaus und Helene Buch. Klaus drängt sich den Halms regelrecht auf und es war mir sogar beim Lesen zu aufdringlich. Sie verbringen notgedrungen ein paar Urlaubstage gemeinsam und messen sich ständig gegenseitig. Ein Segeltörn der Herren bringt eine entscheidende Wendung in die Beziehung. Und auch ins Leben der Halms, denn sie brechen plötzlich mit der jahrelangen Routine.

Walser lässt im Buch Helmut im Urlaub die Tagebücher von Kierkegaard lesen, den er ja sehr verehrt und beschreibt ihn als einen Jungen, der schon mit 15 Jahren Zarathustra gelesen hat.
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am 7. Dezember 1999
"... diese Geschichte könnte zu dem gehören, das einmal übrigbleibt von einem Jahrhundert." hat die Stuttgarter Zeitung einst über dieses Buch geschrieben. Das ist masslos übertrieben. Sicher, Martin Walser schreibt nicht schlecht. Seine Novelle liest sich leicht, manchmal locker und gelegentlich tatsächlich spannend. Es ist ein empfehlenswertes Buch, empfehlenswert vor allem für Mitvierziger, die gerade mit ihrer Midlife-Crisis kämpfen. Denn um nichts anderes geht es in diesem Bändchen. Eine Viereckskonstellation wird beschrieben, zwei Ehepaare mit Jugenderinnerungen, und die Konfrontation mit dem, was aus diesen Jugenderinnerungen geworden ist, kurz: der Verlust jeglicher Träume im Alltagsleben. Resignation und Aufbäumen, ein entlaufenes Pferd, ein Sturm auf dem Bodensee, das alles lässt auch tief hinein in Martin Walser blicken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. Januar 2000
Zufällig treffen sie sich während ihres Urlaubs in der Nähe des Bodensees, das Ehepaar Halm und das Ehepaar Buch. Die Männer sind vor fast 30 Jahren zusammen zur Schule gegangen und haben auch zusammen studiert. Nun, nach so langer Zeit, verbringen sie einen Großteil ihres Urlaubs miteinander, tauschen sich über alte Zeiten aus, machen Ausflüge zu viert, gehen segeln ... Langweilig? Nicht die Spur. Die Geschichte lebt von der Darstellung aus der verqueren Perspektive des Helmut Holm, der in seiner Welt aus Mißtrauen, Verfolgungswahn und der Angst, seine Gefühle bloß zu legen und durchschaut zu werden, gefangen ist. Bei all seinen Versuchen, sich anders zu geben, als er ist, wird er mehr und mehr er selbst. Seine Abneigung gegen Klaus Buch, seinen alten Schulkameraden, kann nicht echt sein, ist aber eine Sicherheit. Vielleicht aber auch nur Eifersucht auf die um einige Jahre jüngere Frau Buchs, die zum Inhalt der erotischen Gedanken Helmut Halms wird, genauso wie seine eigene Frau Sabine der jugendlichen Anziehungskraft Klaus' erlegen scheint ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. November 2007
Ich möchte den Inhalt nicht weiter kommentieren als mit der Bemerkung, dass es sich um ein großartiges Werk handelt, das es verdient hat, gelesen zu werden.

Zur äußeren Form der Suhrkamp-Taschenbuchausgabe von 2007:
Mag die filmische Umsetzung von Kaufmann (mit Katja Riemann als Sabine) auch "kongenial" genannt worden sein, das Buch ist auch ohne diese Verfilmung künstlerisch wertvoll und hat keinen Hinweis auf die filmische Fassung nötig (ich möchte sogar sagen: verdient). Daher die Frage an die für den Einband Verantwortlichen: Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht? Hoffentlich einfach gar nichts, das wäre noch am schmeichelhaftesten.

Ich finde das Buch in dieser Aufmachung nicht vorzeigbar.
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am 20. Mai 2006
Kurzweiliger Stoff der nei wirklich spannend ist aber auch nicht langweilig. Wie ein Film den mar zwar gesehen hat aber nicht genau weiss warum aber das ist einem dann auch wieder egal.

Normalerweise schaue ich nicht auf das aber mir hat einfach der Titel des Buches gefallen. Die beiden Hauptakteure haben es mir überhaupt nicht angetan. Beide haben irgendwelche Probleme, Midlifecrisis oder sonst was, mit dem ich nicht so recht etwas anzufangen weiss.

Ich geh lieber selbst zum Bodensee...
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