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Kundenrezensionen

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am 30. März 2004
Auf Empfehlung eines lieben Bekannten hin hab ich "Narziß und Goldmund" gekauft und gelesen - mein erster Hesse.
Ich hätte nie gedacht, dass jemand mit Worten so sehr "malen" kann! Zu jeder Beschreibung entsteht ein genaues Bild vor Augen. Ein Buch, dass so viele versteckte Wahrheiten, Träume und Sehnsüchte in sich hat, ist mir noch nie untergekommen.
Auf der einen Seite ist der kühle, intelligente, wissenschaftlich-denkende Narziß, dem Logik alles bedeutet, und der doch einen Blick dafür hat, was in anderen Menschen vorgeht. Und auf der anderen Seite ist sein Freund Goldmund, der schöne, gefühlvolle, künstlerische, charmante Träumer. Er zieht durch die Welt, von Frauen geliebt, vom Leben gezeichnet, immer auf der Suche nach neuen Zielen und Emotionen. Zwei offensichtlich verschiedene Charaktere, die doch die Zuneigung zueinander gemeinsam haben.
Es ist ein Buch voller Wahr- und Weisheiten. Es regt an, über das Leben nachzudenken, über das Sein, über richtig und falsch...! Wenn man mit dem Buch fertig ist, ist man irgenwie von einer höheren Zufriedenheit erfüllt. - Ein schönes Gefühl!
Es ist ein Buch für jeden, der noch Emotionen in sich hat und wirklich leben will. Nicht nur seichte Ablenkung, sondern eine intensiv fesselnde Wirklichkeit!
33 Kommentare| 55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Februar 2009
Ich habe selten ein Buch gelesen, das die Widersprüche, Konflikte und Schönheiten des Lebens auf solch überzeugende Art und Weise zu einem Ganzen, Sinngebenden formen konnte.
Der junge hübsche Goldmund verkörpert die Seele eines Sinnesmenschen, der genießt und verschwendet, verführt und liebt, träumt und leidet, ganz und gar die Schöpfung eines Gottes in sich aufnimmt, an den er nicht glaubt.
Der stets beherrschte und streng gläubige Narziß hingegen steht für den Denker, dem sich die Welt in Form von Texten, Sprachen, Gebeten und Formeln erschließt. Alle Lebendigkeit, die sich den Trieben und Sinnen eines Menschen erschließt, verkörpert für ihn die Sünde.

Zwischen den beiden Figuren entsteht trotz oder gerade wegen ihrer Gegensätzlichkeit im Wesen eine tiefe Freundschaft und Liebe füreinander, in der jeder der beiden in der Bewunderung für den jeweils anderen aufgeht.

Goldmund zieht schließlich als Landfahrer in die Welt hinaus, während Narziß seiner Laufbahn im Kloster folgt und es bis zum Stand des Abtes bringt. Es vergehen viele Jahre bis die zwei auf unerwartete Weise und in einer verzwickten Situation wieder aufeinandertreffen und sich eine Menge zu erzählen haben.
Unter den vielen Fragen, die beiden auf der Seele brennen ist auch die alles Entscheidene Frage nach dem Sinn des Lebens, der hier vielmehr in der Überwindung des Vergänglichen gesehen wird. Diese Frage wiederum ist v.a. für den rastlosen Goldmund nur unter Beachtung des Konflikts zwischen dem Denker und dem Künstler zu beantworten, da es dieser Widerspruch ist, der ein ganzes Leben lang in ihm lodert. Er wäre gern beides, der Sinnesmensch, der das Leben in vollen Zügen mit aller Leidenschaft genießt und zugleich der Denker, der sich auf die gesammelten Eindrücke der Wanderschaft in aller Ruhe besinnen kann, um sie der Vergänglichkeit zu entreißen. Goldmund bedient sich hierbei der Bildhauerei und erschafft etliche Figuren, die verschiedenen bewegten Etappen seines Lebens entspringen und somit noch viele Jahre, mindestens sein Leben überdauern werden. Aber mit der Arbeit an seinen Figuren erschöpft sich auch sein Vorrat an Kraft, seine Eindrücke des Lebens und er wird von Neuem in die Welt hinausgezogen.
Narziß hingegen verbringt sein gesamtes Leben im Kloster, widmet es dem Lernen und Lehren von Schülern und entreißt der Vergänglichkeit somit auf ganz andere Art und Weise seinen Geist.

Als Narziß und Goldmund schließlich wieder zusammentreffen, beneidet einer den jeweils anderen, denn beiden wurden Opfer abverlangt. Narziß hat nie die Lebendigkeit der Welt und seiner selbst , Goldmund hingegen nie die Wärme einer Heimat, Sicherheit und Geborgenheit spüren dürfen und doch muss man den beiden zugestehen die jeweils richtige Entscheidung getroffen zu haben. Am Ende steht die Erkenntnis, dass jeder sich entsprechend seines Gemüts und Geistes im Leben und auf Erden verwirklicht hat und es ihnen einzig dadurch gegeben war, ein Stück ihrer selbst und des Lebens der Vergänglichkeit, dem Tod zu entreißen und die Nachwelt mit sinnlicher und wissender Erfüllung zu bereichern.

Fazit:
Dieses Buch ist auch sprachlich meisterhaft geschrieben und ein wirklicher Genuss. Ich kann es nur jedem empfehlen, der nach einem Werk sucht, welches den Geist nicht mit dem Zeigefinger sondern auf liebevolle Art und Weise bereichert und gleichzeitig unterhaltsam ist.
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am 5. Dezember 2006
Hermann Hesses "Narziß und Goldmund" ist eine einzige Schönheit, sprachlich wie inhaltlich gesehen. Dabei ist es kein Roman im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Studie und eine Verbeugung vor der menschlichen Seele und ihrer verschiedenen Charakterzüge. So verschwendet Hesse hier auch nicht viel Zeit mit Zeit- und Umgebungsbeschreibungen, vielmehr konzentrieren sich Hesse und der Leser gleichermaßen auf die beiden Hauptpersonen und somit auf zwei Grundformen des Menschengeschlechts: Narziß ist ein Denker und konzentriert viel Zeit und Mühe auf die Arbeit und seine Taten, anstatt seinen Gefühlen freien Raum zu lassen. Ihm gegenübergestellt wird Goldmund, der ein Träumer ist, also voll von Leidenschaft und Gefühlen, aber auch voll von Lastern.

Diese beiden, der Denker und der Träumer, so unterschiedlich sie auf den ersten Blick sein mögen, finden bei Hesse zueinander. So finden die beiden vor den Augen Hesses und des Leser heraus, dass zwischen ihnen ein Band geknüpft ist, dass sie sich brauchen und dass sie in ihren Grundzügen verwandt sind, obgleich sie doch das genaue Gegenspiel des anderen sein sollten. Sie finden heraus, dass sie beide Stärken und Schwächen haben, dass sie jedoch auch beide ein "Daseinsrecht" besitzen.

Der Leser ist gefesselt von diesem Blick in die Seele der Schöpfung Mensch und erkennt sich in dem Buch desöfteren wieder. So geht Goldmund auf Wanderschaft, mit dem Ziel ein Bildnis seiner Mutter (die für Liebe, Leidenschaft, Tod, Leben, Trauer, Freude und andere Gefühle und Sehnsüchte des Menschen steht) zu finden und ihre wahre Gestalt zu ergründen. Der Leser folgt ihm, doch nicht durch die Lande, sondern durch die Seele. Dies ist für den Leser keine Reise durch die materielle Welt, sondern wir unternehmen eine Reise durch die Geistes- und die Gedankenwelt. Und so erkennen wir am Schluss, zusammen mit Goldmund und Narziß, das Geheimnis der Mutter und somit das Geheimnis des Lebens und der Suche des Menschen nach einer Lösung für die Komplexivität des Lebens.

Somit ist "Narziß und Goldmund" ein außergewöhnliches Buch, ein Blick in die Menschen, dass ebenso rührt und verzaubert, wie es zum Nachdenken anregt. Ich vergebe fünf Sterne und meine Hochachtung vor diesem literarischen und psychologischen Meisterwerk.
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am 9. Juli 2004
Dieses Buch von Hesse ist einfach fantastisch.
Hesse will uns keine Geschichte erzählen. Er will den Leser mitnehmen in die Gedanken- und Gefühlswelt von Narziß und Goldmund. Er will uns zeigen was sie treibt und was sie bewegt. Und dies gelingt ihm mit seiner genialen poetischen Sprache wunderbar.
Und noch etwas versteht Hesse hervorragend. Er zeigt uns die Gefühle der Menschen als Spiegelbild ihrer Umgebung. In dem einen Augenblick ist Goldmund glücklich und um ihn herrum blüht die Stadt, ist voller Leben und der Fluß schimmert golden. Wenig später ist er betrübt und traurig, und um ihn ist alles still und dunkel, und der Fluß ist schwarz. Diese Gefühle nach außen zu transportieren ist genial.
Dieses Buch ist absolut lesenswert. Allein der erste Absatz des Buches über den alten Kastanienbaum. Genial.
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am 5. Januar 2008
Dieses Buch hat nicht erst dann Ausstrahlung, wenn man es bis zum Ende gelesen hat. Es hebt sich seine Schönheiten genauso wie seine Weisheiten genauso wie seine Schrecklichkeiten nicht bis zum bitteren Ende auf. Wie das Leben geht hier alles auf und ab und bleibt doch ein ewiger Lauf, in dessen Bahn die einzige Möglichkeit das Weiterlaufen ist. Es ist die Geschichte von Narziß, dem Denker und Gelehrten, und seinem Schützling Goldmund, dem emotionalen Gefühlsmensch und Abenteurer. Von Narziß lernt man viel von der Vernunft-Seite des Lebens, die aber Menschlichkeit und Liebe nicht ausschließt, im Gegenteil, denn aus diesen Quellen wächst Narziß' Beständigkeit - und von Goldmund lernt man zu leben, sich tragen zu lassen und trotzdem selbst aktiv zu sein; im Grunde genommen spiegelt er auch die Unbeständigkeit des Lebens wider.
Das Buch beginnt mit dem außergewöhnlichen Narziß, erzählt die Lebensgeschichte von Goldmund, und endet auch wieder mit Narziß. So spannt dieser Roman einen Bogen, der getragen wird durch die beiden Charaktere und ihre herzliche, nie endende Freundschaft, die aber erst ganz am Schluss ihre größte, deutlichste Erfüllung findet. An diesem Punkt des Buches, als man schon alles miterlebt und miterlitten hatte und mit dem Helden Goldmund weinen und lachen musste, wo sich diese innige Freundschaft erfüllt, da hat mich das Buch dank Hesses Kunst der Geschichtenerzählung sogar zu Tränen gerührt. Alles in allem ist es schon fast ein Märchen.
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am 3. August 2015
Zum Inhalt:

Zwei Novizen an der Klosterschule Mariabronn werden Freunde und gehen einen Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Narziss sich der strengen Klosterdisziplin unterwirft und mit Verstand, Selbstbeherrschung und Disziplin nach Erkenntnis strebt, folgt Goldmund dem Lustprinzip und lässt sich von Erfahrung zu Erfahrung treiben. Und doch verbindet beide eine tiefe, echte Freundschaft, die ein Leben lang währt und ihre unterschiedlichen Lebenswege am Ende wieder zusammenführt.

Meine Meinung:

Narziss und Goldmund habe ich mit sechzehn Jahren zum ersten Mal gelesen und die Schreibweise sowie die Geschichte dieser ungewöhnlichen Freunde hat mich schon damals extrem berührt. Hesse lässt eindrucksvolle Bilder im Kopf entstehen. Schon der erste Satz - der ungefähr eine halbe Seite lang ist - katapultiert einen direkt hinein in die mittelalterliche Welt, in der sich das Leben der beiden unterschiedlichen jungen Männer abspielt. Fasziniert hat mich, dass beide Freunde eigentlich viel gemeinsam haben. Beide suchen einen tieferen Sinn im Leben, verborgene Geheimnisse und das Göttliche in der menschlichen Existenz. Beide beschreiten dafür vollkommen unterschiedliche Wege. Der Weg des einen wäre für den jeweils anderen falsch und würde ihn nicht weiterbringen. Keiner der Wege erscheint besser oder schlechter und bei all ihren Unterschieden und unterschiedlichen Ansichten und Einstellungen verbindet die beiden Respekt und Bewunderung füreinander, Liebe und Freundschaft bis ans Lebensende. Eine wunderschöne Geschichte.

Das Hörbuch kommt in mp3-Form daher, so dass es nur eine einzige CD umfasst, was ich persönlich ganz praktisch finde. Die meisten CD-Player haben ja heute kein Problem mehr mit mp3 und ich höre ohnehin ganz gerne auf dem Rechner Hörbücher und Musik. Gelesen wird das Hörbuch von Gert Heidenreich und ich finde seine Stimme angenehm und passend zum Text. Kann ich also durchaus empfehlen.
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ZUM HÖRBUCH: Gert Heidenreich liest souverän mit seiner ruhigen, wohlklingenden Stimme Hermann Hesses "NARZIß UND GOLDMUND", knapp 12 Stunden lang - auf einer einzigen mp3-CD. Ein großes Hörerlebnis ! Heidenreichs Stimme dürften viele kennen, auch diejenigen, denen sein Name nichts sagen wird: man hört Heidenreich (z.B.) regelmäßig auf Bayern-2-Radio.

Narziß und Goldmund - der eine ein sehr junger Lehrer an einer Klosterschule, der andere ein Schüler, der ausbrechen wird, ausbrechen aus dem Klosterleben. Am Ende des Weges, als Goldmund schwer krank ist und sterben wird, finden sie sich wieder (ohne zuvor einander vergessen zu haben). Ein echter, typischer Hesse, zu dem eigentlich schon alles gesagt wurde - und auch ein Hesse der polarisiert (wie man den vielen Besprechungen hier im Netz entnehmen kann). Ende der 1920er-Jahre ist diese lange Erzählung entstanden. Das Hauptstück des Textes ist diese Wanderschaft Goldmunds durch eine nicht näher definierte Landschaft: Wälder, Wiesen, einsame Bauernhöfe, Güter, kleine Dörfer und viele Frauen ....... und eben in der Ferne dieses Kloster, das im Buch "Mariabronn" heißt. Ein optimaler Text zum Vorlesen lassen; gerne und mit großem Genuss hört man Gert Heidenreich zu; hört ihm auch lange zu, das Lesen braucht nicht unterbrochen zu werden bei mp3, man muss keine CD wechseln. Bei Hesses Romanen und Erzählungen ist dies besonders wichtig (genauso wie bei Proust oder Stifter !).

Obwohl "Narziß und Goldmund" kein früher Hesse mehr ist, so kommt aber auch hier seine Vorliebe für Landstreicher und das Landstreicherleben zum Ausdruck (wie im KNULP, einem frühen Hesse Text).

Mit der Stimme Gert Heidenreichs geht auch der Zuhörer auf eine lange Wanderschaft. Vielleicht erreicht durch das Format Hörbuch/Lesung dieses Buch nun auch diejenigen, die es nicht gelesen hätten.

( J. Fromholzer )
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am 16. April 2016
Ulrich Noethen macht das natürlich absolut professionell, und der grundlegende Faden der Handlung bleibt auch erhalten ... dennoch fehlt ein wichtiges Kapitel, nämlich das, wo Goldmund während seiner ersten Reise zu einer Burg kommt und dort die ältere Tochter des Burgherrn verführt ... viel später, nach seiner Rückkehr nach Mariabronn, schnitzt er eine Madonnenfigur, deren Gesicht - und auch Gesichtsausdruck - nach dem Antlitz jener Rittertochter geformt ist: Goldmunds Meisterstück. Daß man das weggelassen hat, ergibt einen vollen Stern Abzug.
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am 14. Februar 2014
Aus diesem Buch kommt eine Hand und zieht einen mit in die Geschichte. Wer weg vom Altäglichen will, wird mit dieser Geschichte sehr gut bedient werden. Ein wunderbares Buch, das man nicht so schnell aus der Hand geben möchte.
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am 5. Februar 2006
Uneingeschränkt empfehlenswert!
Das Hörbuch profitiert sehr durch den erfahrenen Schauspieler Ulrich Noethen. Durch seine ruhige, sonore, angenehme Stimme gibt man sich schnell der Geschichte entspannt und gerne hin.
Er liest ruhig, gut artikuliert und verständnisvoll. Er hält sich soweit zurück, um sich selbst in die Geschichte eindenken zu können und artikuliert die einzelnen Personen soweit unterschiedlich, um sie auf Anhieb auseinander zu halten.
Die Aufteilung der einzelnen Titel einer CD ist gleichmäßig und erlabt gut Unterbrechungen zwischendurch.
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