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Kundenrezensionen

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am 5. Juli 2016
zeitlos groß ist dieses Büchlein.

Mich prägen zwei Autoren ihrer Zeit in deutscher Sprache: Hesse und Zweig.

Während Zweig derzeit gesammelt erhältlich ist, ist Hesse gesammelt im letzten Jahr verschwunden. Warum? Todesdatum und -grund? Zulauf zu vermeintlich einfachen Antworten? Während Hesse .. nein lesen Sie Hesse und zwar nicht nur diese paar Seiten, die man alle zwei Jahre über Jahrzehnte lesen muss um nur eine Ahnung davon zu bekommen ob man eine Zeile verstanden hat - Weisheit ist gelebtes Wissen.

Ich stelle also hier meine Ansicht zum Thema Gesamtwerk Hesse oder Zweig zur Kenntnisnahme:

Heroisches Scheitern am Fallbeispiel oder zeitlose Weisheit? Was brauche ich um zu verstehen, dass der Fluss von Quelle bis Mündung eine Einheit ist vs. was brauche ich um ein Kabel über den Atlantik zu verlegen? Das Leben als Nutzen zum Erkenntnisgewinn, oder sich daran prüfen?
Zwei Leben abseits ihrer Zeit? Beide zeigen den Menschen in seiner Normalität, leider gibt es den nicht. Hesse deutet eine mögliche Wahrnehmung der Außenwelt an zu der er Distanz hält. Zweig in der Möglichkeit eines Erasmus oder eines Europas - beides scheiterte an einer Realität, die stattdessen gelebt wurde. Zweigs Welt ist echte Oberfläche, Hesses Welt ist ein Abstraktum. Beide scheitern, weil der Mensch, den Gipfel vor Augen, gemächlich in der Ebene Krieg führet.
Warum Hesse ? Falls Buddha der erstrebenswerte Zustand des Menschen ist hat wohl kaum jemand die deutsche Sprache so treffend verwendet um dies zu belegen. Hesse holt lesende Menschen ab egal ob sie 3 Jahre alt sind oder 145 – du kannst diese Texte alle 10 Jahre lesen und wirst immer ein neues Erlebnis haben. Ja, der Steppenwolf ist keine Kinderlektüre und ich weiß nicht, ob ich das Glasperlenspiel noch einmal im Stück lesen muss. Demian spürt sein Zeitalter, Nazris und Goldmund erkennen das Erkennen... ist es geradezu ein Privatissimum das Hesse verfasst hat als Wegweiser zur Erleuchtung?
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"Siddharta" kann der heute lebenden Jugend vielleicht sogar noch mehr geben, als es vor mehr als 80 Jahren der Fall war. Hesse beschreibt die lange Suche eines Mannes, des zukünftigen Buddhas, nach seinem persönlichem Glück. Er sucht es in der Askese, in der körperlichen Liebe, im Handel, im Alkoholrausch und im Glücksspiel. Doch jederzeit merkt er, dass ihn all dies nicht befriedigen kann. Erst ein jahrelanger Aufenthalt bei einem Fährmann am Fluss lehrt ihn, was für ihn persönlich Glück und Erfüllung bedeutet.
Sich im 21. Jahrhundert auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Unzählige Ideologien kämpfen darum, als einzig wahre Lehre annerkannt zu werden. Seien es die großen monotheistischen Religionen auf der einen Seite, die mit einem Absolutheitsanspruch und festen, nicht verrückbaren, Werten um die Gunst der Menschen buhlen, oder auf der anderen Seite die Theoretiker der Postmoderne, die zu negieren scheinen, dass es so etwas wie Wahrheit oder universelle Werte überhaupt jemals gegeben hat.
Was soll man also tun, um für sich persönlich so etwas wie eine Leitlinie im Leben zu finden? Das jeder Mensch so etwas braucht, ist, wenn man mal näher darüber nachdenkt, nicht zu bezweifeln. Doch wie kann man bis zu diesem Punkt gelangen, sein eigenes Glück, seine eigene Wahrheit zu finden?
Sicherlich ist nicht zu emphehlen Hesses "Siddharta" als Anleitung zum Glück zu lesen und sich, zum Beispiel, jahrelanger Askese oder gar intensiv dem Glücksspiel hinzugeben. Was uns diese kurze Buch aber heute mehr denn je sagen kann ist, dass es jeder Mensch selber in der Hand hat, seinen Weg, seine "Wahrheit, zu suchen und zu finden. Dies ist vielleich zu Beginn des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter von Massenmedien und Globalisierung, schwerer denn je, was aber die Suche nach eigenständigen Entscheidungen wichtiger denn je macht. Eine einzige Antwort auf die Frage, wie diese Suche zu gestalten ist, gibt es nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Antworten wie es Suchende gibt. Und dieses ist, meiner Ansicht nach, eine Erkentniss, die wir heute aus "Siddharta" schließen können.
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am 4. November 2013
ein Meisterwerk. wir alle, (die die so was suchen) kennen das: Worte die einen in der Seele berühren. Herrmann Hesse hat mit Siddartha ein Buch geschrieben das das SEIN, das EINS SEIN und den Ursprung bis zum ICH in seiner Ganzheit beschreibt. Obwohl mir nichts neu war was Hesse hier beschreibt, so hat er meine Seele und mein Herz erreicht. Ihm - egal in welcher Form er jetzt unterwegs ist - herzlichen Dank!
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am 15. Februar 2013
Der Inhalt ist unbestritten einzigartig und ein typischer Hesse: Bildstark, Überzeugend und ein Zeugnis der schönen Kunst der Melancholie. Ein kleines Highlight ist der Einband. Seidenpapier mit Metalleffekt welches die Wasseroberfläche wie er tastbar erscheinen lässt . Wunderbar. Nur SEHR empfindlich. Ein Tropfen Wasser hat die herrliche Illusion zerstört. ;(
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am 30. Juni 2015
Ich liebe dieses Buch! Wie oft habe ich es schon gelesen. Die Lebensgeschichte eines Suchenden, der sich dogmatischen Religionen hingibt, sich wieder abwendet, den Bhudda trifft und trotzdem seinen eigenen Weg geht, erfolgreicher Kaufmann wird und dann allem Wohlstand überdrüssig. Und dann müde bei dem alten Fährmann am Fluss Unterkunft findet... und letztendlich inneren Frieden ...oder wie soll man diesen Zustand beschreiben, der uns keine Ruhe lässt, bis wir ihn selbst finden? Und zwischendurch passiert noch eine ganze Menge mehr.
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am 23. April 2015
Einfach nur gut, das erste Mal fiel es mir im Alter von 16 Jahren in die Händen, irgendwann in der Oberstufe habe ich dann über Siddharta ein Referat gehalten und heute blicke ich darauf zurück und finde es mit dem Glasperlenspiel und Steppenwolf die besten Werke von Hesse. Ein Muss für alle Hesse Fans und auch Nicht Fans.
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am 5. Februar 2015
Das Buch Siddhartha ist die Geschichte eines Mannes, der sich aus familiären Vorgaben und gesellschaftlichen Konventionen befreit und seinen eigenen Weg geht. Der führt zu den Samanas, die nichts besitzen, bis zu den reichen Kaufleuten in der Stadt, die mit Geld nur so um sich werfen und am Ende in die Natur - zum Fluss als dem Sinnbild für Dauer und Wandel. Glücklich ist Siddhartha erst dort. Damit wird deutlich, dass weder Armut noch Reichtum die Voraussetzungen für den Seelenfrieden sind.
Das Buch ist ein Plädoyer gegen die Anpassung an die Gesellschaft, Traditionen und Unfreiheit. Dies ist, wie ich finde, die wichtigste Mitteilung an die Leser: Jeder sollte herausfinden was Seelenfrieden für ihn persönlich bedeutet und dann versuchen dieses Ziel zu erreichen.
Zusammengefasst ist Siddhartha ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Es vermittelt Spiritualität und nicht eine einzelne Religion. Ich empfehle es jedem, der den Sinn des Lebens sucht, oder ihn finden will.
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am 13. Dezember 2015
Hermann Hesse gehört zu meinen Lieblingsschriftstellern, und ich interessiere mich sehr für das buddhistische Gedankengut – das muss ich vorweg schicken.

Als ich „Siddharta“ zum ersten Mal las, war ich nicht nur 30 Jahre jünger als heute, sondern auch verwirrt und etwas enttäuscht. Dieser Siddharta entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen von Buddha, und die Umwege, die Hesse seinen Protagonisten nehmen lässt, kamen mir unpassend und zum Teil abstoßend vor. Doch mit der Zeit reifte mein Verständnis (oder meine Toleranz), und heute zähle ich dieses Buch zu den tiefsten und mir liebsten.
Die etwas weitschweifige Sprache, mit der der Leser gleich zu Beginn des Buches konfrontiert wird und die sich an verschiedenen Stellen der Geschichte verstärkt wiederfindet, erinnert an die Lehrreden Buddhas mit ihren unermüdlichen Aufzählungen und häufigen Wiederholungen. So finden wir uns nicht nur thematisch, sondern auch sprachlich in die Zeit Buddha Gautamas zurückversetzt.
Der Buddha-Weg, den Hesse beschreibt, ist mir heute menschlich viel näher gerückt. Das Ziel Siddharthas war Zeit seines Lebens Erlösung (vom Leid). Dass er sich ihm nahe stehenden Personen gegenüber „gefühlskalt“ verhält, zeigt meines Erachtens nur die Stärke seines Wunsches nach Erlösung und bereits zu Beginn seiner Suche eine gewisse buddhistische Reife. Denn der Verlust von Liebem ist Leid, Begehren verursacht Leid… Also enthält sich der nach Erlösung Strebende dem Anhaften an Liebem, Familie, Freunden, Besitz...
Siddhartha geht den Weg des Buddha. Und er erkennt, dass das selbst Erfahrene die wertvollste Lektion ist. So wie jedes Kind durch Fallen lernt, dass dies Schmerzen verursacht. Wir alle wissen, dass die Dinge, die wir selbst und tatsächlich „verstanden“ haben, die tiefsten Wurzeln in uns schlagen. Und so kann sich Siddharta nicht mit dem bloßen Wort Buddhas zufrieden geben, sondern muss die Erlösung durch und in sich selbst erfahren – so wie Buddha es tat. Dass er auf dieser Suche durch sämtliche menschliche Höhen und Tiefen geht, scheint mir nur zu verständlich und macht die Geschichte so nachvollziehbar – auch wenn Hesse hier den historischen Rahmen sprengt. Sind wir nicht alle auf der Suche? Und gehen wir denn immer den „richtigen“ Weg? Wer von uns hat noch nicht über die Stränge geschlagen oder sich einfach mal falsch verhalten?
Siddharta geht SEINEN Weg, verliert dennoch nicht das Ziel aus den Augen – auch wenn es manchmal arg vernebelt wird. Die letzte „Prüfung“ war für mich die ergreifendste – das Lösen vom Liebsten, das man sich vorstellen kann, wenn man selbst Kinder hat.
Die tiefe Ruhe und Erkenntnis, die er letztlich erlangt, ist für mich als Leser eine Erlösung. Könnte das, was Buddha ihn zu lehren vermocht hätte, größer sein?
Hesse hat der Geschichte Buddhas eine sehr persönliche Nuance gegeben und auch dadurch, dass er Buddhas Geschichte mit der Wärme und Menschlichkeit (die auch Irrungen und Fehlverhalten beinhaltet), die wir aus dem Christentum kennen, verbindet, ein einmaliges Werk geschaffen. Es bewegt mich auch nach mehrmaligem Lesen immer wieder tief und lässt mich Manches neu sehen.

Eine kleine Anmerkung liegt mir grundsätzlich zur Sprache Hesses noch am Herzen. Der etwas detailliertere Stil mit dem ein oder anderen zusätzlichen Adjektiv ist, verglichen mit dem heutigen Schreibstil, sicher nicht „modern“. Aber Sprache ist nicht nur das Vermitteln von Informationen. Sprache kann wie Musik auch einfach schön sein, harmonisch und klangvoll. Und so geht es mir besonders häufig speziell bei Hesse, dass ich einen schönen Satz oder Abschnitt einfach nur genieße...
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am 22. August 2015
Ein wunderbares Buch über die Geschichte und das Leben von Siddartha. Wenn man sich an Hesses Schreibstil gewöhnt hat, kann man wunderbar in die Geschichte abtauchen. Ich habe viele Passagen gefunden, die mich nachhaltig bewegt haben und die ich gern in meine Yogastunden einbaue.
Ein Buch, das ich bestimmt immer mal wieder lesen werde.
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am 8. Oktober 2006
Gibt es eine Einheit im Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln? Gibt es im Gang durchs Verstehen und Vernünfteln den Weg zur Wahrheit? Oder ist schon der Weg das Ziel? Oder ist es schon die ganze Täuschung, weil 'nicht im Reden, nicht im Denken (die Größe liegt), nur im Tun, im Leben'. So entführt uns Hermann Hesses Buch Siddharta in die Welt der indischen Religionen, der indischen Wahrheitssuche, hinweg aus dem Abendland, wo man seit Sokrates die Wahrheit im unendlichen Gang durch Dialog, Dialektik und Disput gesucht hat. Und nichts fand, als vielleicht den erhebenden Gedanken, dass am Ende, irgendwo draußen in der Zukunft, all die Wunden heilen. Als dem Weg zum weisen, erleuchteten Menschen, der auch lebt, was er gelernt hat, weil er liebt, wie die Welt ihm geworden ist. Auch wenn uns solches Denken fremd ist, wenn es sich nicht mit der kühlen Verstandeslogik fort bewegt, auch wenn dieses uns heute noch schwerer fällt oder als pure Neuromantik vorkommt, so hat es doch viel Versöhnliches, Gütiges, Schönes. Denn der Weg durchs Leben ist der Weg zur Liebe. Ebenso schön wie das Buch, ein Werk für sich, das der Suhrkamp Verlag mit dieser Ausgabe geschaffen hat.

Andere interessante (spirituell-philosophische) Literatur vom Wandern, die den Geist Herrmann Hesses atmet:
Burkhard Wittek: Zu Fuß von München nach Venedig. Reise- und Erlebnisbericht vom Traumpfad über die Alpen. Wiesenburg Verlag, 2007.
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