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Kundenrezensionen

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am 24. Januar 2002
Mit Siddharta zeigt Hermann Hesse, dass zu allen Zeiten in jeder kulturellen Umgebung, der Mensch, das Ich, der Wille und der unbeirrbare Glaube den Mittelpunkt des Universums bilden. Die Begegnungen mit Govinda in den verschiedenen Lebenssituationen Siddhartas spiegeln wider, dass man , obwohl dem Gefühl nach unverändert, für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbare und gar nicht rechtfertigungsrelevante Veränderungen erlebt. Die in den einzelnen Lebensphasendes Siddharta gesammelten Erfahrungen sind für mich persönlich je nach eigener Stimmung und Umfeld immer wieder die Komposition einer ganz neuen Geschichte. Mit diesem Buch hat Hesse mir unendlich viele Bücher geschrieben, die mir immer wieder Kraft und Freunde, aber auch Nachdenklichkeit bereiten. Die Leichtigkeit der Worte, die Beschreibung der ersten Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht, das Lernen der Liebeskünste und die Wichtigkeit der Unabhängigkeit der Seele sind so vollkommen zu erfahren, dass das Buch zu meiner "persönlichen Bibel" aufgestiegen ist. Ein hervorragendes Geschenk für Menschen die im Umbruch sind....und wer ist das nicht. Kamalas Liebeslehre, der Beweis, das Geld nicht Gottes Werk ist - denn durch Reichtum verlor Siddharta seine Tugenden (vorübergehend)- und die Anleitung, dass man mit denken, warten und fasten jedes Ziel erreichen kann,wie der ins Wasser geworfene Stein auf den Grund gelangt sind nur winzige Details, die mich immer wieder zum erneuten Lesen des Buches führen. Mit der Taschenbuchausgabe hat man in leichter Form auch auf Reisen "grosses Gepäck" ;-))
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am 29. Mai 2013
Mich hat das Buch Siddharta" von Hermann Hesse sehr berührt.
Zunächst war es für mich interessant, das Leben des jungen Siddharta zu verfolgen. Die ständige Unruhe des Knaben bemerkte ich rasch. Siddharta's einzige Möglichkeit war, sich von seiner Familie und seinem Volk zu trennen. Alleine mit seinem guten Freund ging er auf eine lange Reise. konnte sich den ständigen Gesetzen und Verhaltensweisen seiner Mitmenschen nur entziehen, indem er seinen eigenen Weg suchte.
Für mich sehr interessant und bewegend war es, dass der junge Siddharta nicht an den Lehren anderer interessiert war. Zu Beginn seiner Reise war ihm bewusst, dass er eine Vielzahl von Antworten nur in sich selbst finden kann. Verzicht, ein starker Glaube, intensives Denken und Warten waren zunächst seine ständigen festen Begleiter.

Die Geschichte des Siddharta wurde von Hermann Hesse sehr eindrucksvoll geschildert, weil er den jungen Mann auch in das weltliche Leben, also in das von Menschen mit Gelüsten, solchen die Geschäfte machen, sich amüsieren und ähnliches eintauchen ließ.
Eine gewisse Ohnmacht ließ Siddharta schließlich nach vielen Jahren erwachen und erneut seinen ursprünglichen Weg aufsuchen.

Mich hat bei diesem Buch sehr beeindruckt, dass sich häufig Gegebenheiten wiederholen. Entweder begegnen sich Menschen immer wieder oder aber Ereignisse wiederholen sich in ähnlicher Form. Als Leser gehe ich mit Siddharta durch ein Leben mit Höhen und Tiefen. An manchen Stellen denke ich so wie er, manchmal hoffe ich auch. Ich versuche mich in sein Denken und Handeln hinein zu fühlen und bin beeindruckt, weil er schließlich zu einem alten Freund und zu sich selbst zurückfindet.
Obwohl Siddhara als junger Mann nie die Möglichkeit in sich verspürte, andere Menschen lieben zu können, bemerkt er zum Ende des Buches, wie schwer es für ihn ist, seine gerade gewonnenen Sohn, loslassen zu müssen. Sehr spät erkennt er, dass auch sein eigener Vater ihn als Sohn verloren hatte, so wie Siddharta seinen Sohn in das ursprüngliche Leben in der Stadt zurücklassen muss. Es ist ein ständiges Abschied nehmen und neu begrüßen. Ein Neubeginn und Beenden.

Siddharta hat die Möglichkeit, sich von seiner einstigen Liebe (Kamala) und Lehrerin verabschieden zu können.

Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei um ein Buch, das man ohne weiteres öfter lesen kann. Vielleicht erkennt man beim nächsten Lesen andere Dinge, die wichtig sind, die den eigenen Weg in gewisser Weise zeigen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der bereit ist, nachzudenken, über den Inhalt dieses Werkes und vielleicht auch über sich selbst.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass es auch bei Hermann Hesse's Werk Siddhara" wichtig ist, nicht immer alles verstehen zu wollen. Manchmal ist es von größerer Bedeutung die Botschaften in sich wirken und reifen zu lassen.

Es ist ein sehr gutes Buch!!!

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Maier
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am 19. November 2007
Ich habe das Buch gebraucht von einem alten Freund erhalten - eine Ausgabe aus den 60er Jahren, schon etwas abgegriffen und zerfleddert. Ich war damals 16 jahre alt als ich es zum ersten Mal gelesen habe und es hat mich ganz tief im Herzen berührt. Ich war verzaubert und hab die Welt aus anderen Auge gesehen. Es ist so toll aus der Alltagshektik in die Welt Siddarthas abzutauchen, sich an seine Hand nehmen zu lassen und von der Ruhe, dem Frieden zu kosten, den man den niedergeschriebenen, differenzierten und einfühlsamen Zeilen/ Gedanken findet.
Ich habe es immer wiedergelesen und es ist das wunderbarste Buch, das ich kenne und kann es nur weiterempfehlen- zum Selbstfinden oder einfach nur zum Abhängen. Ein ganzer Himmel voller Sterne für dieses kostbare Stück Literatur und Weltanschauung.
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am 11. Dezember 2007
Es war mein erstes Buch, welches ich von Hermann Hesse gelesen habe. Für jemanden wie mich, der Bücher in dieser Schreibform noch nicht gelesen hat, war es am Anfang ein wenig schwer. Aber die Geschichte lies mich sehr schnell eintauchen in die Welt von Siddhartha.

Oft lies mich dieses Buch lächeln, aber oft musste ich auch weinen. Nicht weil es so traurig ist, sondern weil es Hermann Hesse gelingt, die Gefühle und Emotionen der Menschen zu berühren.

Dieses Buch hat das Tiefste meiner Seele gestreichelt. Es ist so beeindruckend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe mich mit zwei Freundinnen über dieses Buch unterhalten und erstaunlicherweise haben wir drei alle etwas anderes aus diesem Buch für uns heraus gezogen. Das macht dieses Buch sicher auch zu etwas ganz Besonderem. Jeder findet Parallelen zu seinem Leben und seiner Denkweise.

Dieses Buch werde ich sicher noch sehr oft zu Hand nehmen und auch immer wieder lesen. Ein wundervolles Buch!
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am 24. August 2001
Für mich ist Siddharta zur Religion geworden. Religion nicht im Sinne von Nachbeten, sondern im Sinne von Lebensleitfaden. Das Buch alle 1/2 Jahre zu lesen, erleichtert die Seele, nimmt Scheuklappen und gibt neue Kraft und Zuversicht.
Das ich steht im Mittelpunkt, aber nicht als Egoist, sondern als Verständnis der Welt. Bevor ich mit mir nicht im Reinen bin, kann ich es mit niemandem anderen sein.
Dieses Buch ist jedem, der auch nur ganz kurz über sich und seine "Rolle" nachdenkt Pflicht, denn es befreit.
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am 4. Dezember 2012
Hesse erzählt. Wie aus einer anderen Welt vor unserer Zeit und doch gegenwärtig erzählt er den geistigen Weg eines suchenden Menschen, der schon am Anfange seines Weges immer voller Sehnsucht wünscht, dessen Ende früher oder schneller zu finden als ihm vorgegeben ist. Der Name dieses vor Jahrtausenden in Indien die Erfüllung suchenden Mannes ist Siddhartha. Er wächst in einem unbeachteten Dörfchen als finanziell armer, jedoch geistig reich begabter Sohn eines Brahmanen, also eines Hindu-Priesters auf, gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Freunde Govinda. Als junge Männer ersehen sie, dass sie in dem verschlafenen Nest das von ihnen Gesuchte nicht finden werden, und verlassen es gemeinsam. Sie gehen in den Wald zu den besitzlosen Asketen (den "Samanas") und kasteien sich drei Jahre lang, bis Siddhartha wiederum bemerkt, das gesuchte große Glück sei auch dort nicht zu finden. Sie brechen auf und begegnen dem Buddha. Seine Lehre ist so lieblich geistvoll, dass sie Govinda bewegt, dort zu bleiben und als Schüler des Buddha das Glück zu suchen. Siddhartha hingegen ersieht, dass er nicht durch die Lehre eines anderen Mannes sein großes, geistliches Glück finden könne und verlässt Govinda und den Buddha.
Er gerät in eine große Stadt, begegnet der schönen Kamala, lässt sich ihretwegen von einem reichen Händler als Gehilfe anstellen und verdient viel Geld. Siddhartha und Kamala werden ein inniges Liebespaar, ohne einander jedoch geistlich zu lieben. Immer schmerzt trotz höchster Lust der Stachel der Sehnsucht des nicht gefundenen großen, geistlichen Glückes, das der Friede der unkörperlichen Liebe ist. Schließlich, nach Jahren, zeugt Siddhartha in einem letzten Rausch der Wollust unwissentlich einen Sohn und verlässt Kamala und den Händler, sein Geld und sein Haus. Es treibt ihn - innerlich hundeelend - zu dem großen Strom, über den er einst übersetzte, um zu der Stadt zu gelangen, und begegnet dort dem alten Fährmann von damals wieder. Dieser zog ihn schon damals wegen dessen friedlicher Heiterkeit an. Siddharta wird nun der Gehilfe des Fährmannes und beginnt zu lernen, vom Strome Weisheit zu erlauschen. Dieser endlose Fluss, so schaut Siddharta nach und nach, ist immer da, von seiner Quelle bis zu seiner Mündung in die See. Sein ganzes Dasein ist nicht in Abschnitte zerteilt, sondern als Ganzes immer da. Siddhartha nimmt dem Strom als geistliches Sinnbild für das ganze Leben: Auch dies ist immer da, nicht in Abschnitte zerteilt, wie dies die unbedachten Menschen stets tun und sich um die Abschnitte sorgen und vor dem Ende ängstigen. Auch der alte Fährmann geht eines Tages fort, um zu sterben. Als Siddharta allein den Dienst versieht, begegnet er Govinda, der über den Strom gesetzt zu werden wünscht. Govinda, der den Ort des gestorbenen Buddha verließ, erkennt nun in einem Wunder die strahlende Heiligkeit seines Jugendfreundes Siddharta.
In schöner, einfacher Sprache erzählt Hesse mit vollem Verständnis der indisch religiösen Welt- und Seinsdeutung den Weg der Suche bis zur Findung des liebevoll erfüllten Friedens. Dabei ist folgender Gedanke wichtig: Als Siddharta und Govinda die Asketen verließen, hatten sie bemerkt, dass das eigentliche Hindernis auf dem Wege zum Frieden das Ich sei. In allem Fasten und Meditieren hatte sich das Ich als Täter des Fastens und Meditierens versteckt. Auch als Schüler des Buddha kann sich das Ich hinter der Wortlehre des Lehrers verstecken, ja durch diese auswendig gelernte Wortlehre sich sogar gegen die Mitmenschen festigen. Auch als der Täter des Suchens ist das Ich gegen seine Überwindung oder Niederlegung gewappnet. Erst in der Einsicht, nicht suchen zu müssen, weil immer schon Alles da ist, wie es der große Fluss ihn lehrt, findet Siddhartha den ersehnten Frieden.
So einleuchtend dies ist oder zumindest klingen mag, so wenig fand Hesse den Frieden. Das Buch erschien anno 1922. Aller Kampf gegen das Ich, wie er im Steppenwolf" (1927) ausgetragen wird, und alle Heimatlosigkeit, wie sie in "Narziss und Goldmund" (1930)durchlitten wird, liegen noch vor Hesse. Wer "Siddhartha" in den Worten genau liest, der bemerkt die vielen Verwechselungen oder Gleichsetzungen der Seele und des Iches, die Hesse nicht bemerkte. Da wird etwa "die unzerstörbare Einheit des Lebens" als Erkenntnis benannt und im selben Atem redet Siddharta über "sein Leben", das er also ichgemäß aus der Einheit heraustrennt. Das ist ja gerade das Ich: der erdeutete Gedanke, aus der Einheit herausgetrennt eigenständig wahr zu sein. Die Seele hingegen als Tropfen des unendlichen, unvergänglichen Stromes des Lebens bleibt stets Teil dessen. So erzählt Hesse in einem nur hundertzwanzig Seiten starken Büchlein die Mär einer Findung, die er seinerseits zwar erträumte, jedoch nicht erlebte. Dennoch ist dies wunderschöne Buch ein einzigartiges Zeugnis für den geistigen Weg des suchenden Menschen.
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am 15. Januar 2012
Wie kann man zu diesem Buch eine Kritik schreiben. Sollte man nicht alles nur mit Demut und Stille in sich aufnehmen. Ich hatte jedenfalls beim Lesen die Welt um mich herum teilweise kurz vergessen.
Das Gelesene ist noch sehr frisch und deshalb noch voller Gefühle.
Eine wunderbare Geschichte und Sprache ,zur Suche die viele von uns antreibt.
Ich kannte Herrmann Hesse nur als großen Namen und weder den Denker noch eines seiner Bücher. Wahrscheinlich war ich erst jetzt dazu bereit. Jeder der dieses Buch mit seinem Herzen liest erkennt sein eigenes Leben. Ich habe meine Schicksalsschläge und meine Suche darin wieder gefunden. Meine Liebe zum Buddhismus und Indien obwohl ich noch nie dort war. Auch ich habe Personen, wie im Buch beschrieben, verloren . Das größte Unglück aber auch gleichzeitig der Anfang einer großen Reise.
Ich möchte gar nicht mehr so viel schreiben. Man muss beim Lesen nur zu sich selbst ehrlich sein und man erkennt den vorgehaltenen Spiegel. Jeder erkennt die Etappen in dieser oder einer anderen Reihenfolge in seinem Leben. Ich habe mich jedenfalls der einen oder anderen Träne nicht geschämt, da ich auch den Fährmann in mir gefunden habe.
Ein ganz außergewöhnliches und wunderbares Buch oder 'das Buch' überhaupt in meiner Sammlung und Leben.
Eine Lesung wie Yoga und Meditation. Alles wiederholt sich und alles fließt.
Eine Bereicherung für jedes erwachte Leben.
Gerade in der jetzigen Zeit kann man sich leicht in der scheinbar negativen Welt und Zeit verlieren. Dann ist dieses Buch wie eine Therapie sein Lächeln wieder zu finden. Man hört das" Lachen des Flusses".
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am 15. Juli 2014
Ein Buch,so tiefgründig und schön,dass man nach Luft schnappt ohne es überhaupt mitzubekommen.Selten habe ich ein Buch gelesen dessen Worte mich so fesseln und dessen Charaktere mich so berühren.

Der Schreibstil Hesse's ist für mich immer wieder eine Reise in die verborgene Schönheit der Sprache und eine Reise in das eigene Ich.
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am 30. Juni 2016
Ich kannte Hermann Hesse nicht, bis ich vor Jahren auf sein Gedicht "Glück" gestoßen bin, was seither mein Lieblingsgedicht ist und einen Platz tief in meinem Herzen einnimmt. Mit wenigen Worten hat er darin die Eckpfeiler zum Glücklichsein gesetzt und Stimmungen in mir erzeugt, wie es sonst nur Rumi vollbringt.

Durch meine geweckte Neugier auf mehr, bin ich dann irgendwann auf Siddhartha gestoßen.

Siddhartha ist eine wunderschöne Erzählung, die mit einer nach einem greifender Tiefe und Weisheit daher kommt, sodaß man auf den Punkt aufmerksam sein muß, um keine Weisheit zu verschütten. Oft habe ich mich dabei ertappt Seiten oder Absätze mehrfach zu lesen, um den Genuß noch einmal in mir aufsteigen zu lassen und auch sicher zu gehen alles verstanden zu haben, nichts zu verschwenden.
Hätte ich mich nicht schon jahrelang mit non-dualen Lehren beschäftigt, dann hätte ich mit Sicherheit hier und da das Geschriebene nicht verstanden, oder hätte es aufgrund meines fehlenden Wissens anders gedeutet. Damit will ich nicht sagen, daß die Erzählung nicht für jeden etwas wäre, non-dual vorbelastet oder nicht.
Es gibt sehr viel zu finden, zu verstehen und zu denken. Am Ende bleibt Wehmut. Wehmut darüber, dass der Durst nach mehr Weisheit nicht durch diese Erzählung gestillt werden kann, sondern nur durch das eigene Leben.

Meine Empfehlung wäre es, die Erzählung einfach zu genießen, wie eine gute Schokolade und zuzusehen, was sie mit einem macht.
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am 8. November 2014
Siddharta folgt als Kind den Lehren seines Vaters, der Brahmanen und verlässt sein Elternhaus, um sich den Lehren der asketisch lebenden Samanas zu widmen. Drei Jahre verbringt er mit seinem Freund Govinda mittellos im Wald und nimmt den Glauben der Samanas bis zur Vollendung an - bis die beiden Freunde endlich Gotama Buddha, dem Erhabenen begegnen. Dort trennen sich die Wege der Gefährten. Während sich Govinda Gotamas Lehren ganz und gar hingeben möchte, gewinnt Siddharta die Überzeugung, dass ihn kein weiterer Unterricht voranbringen wird, weil er fühlt, dass man den letzten Schritt zur Erkenntnis nur in sich selbst erfahren wird. Kein Lehrmeister der Welt kann einen auf diesem Weg unterstützend begleiten und so verabschiedet er sich von allem, um allein nach dem Pfad der Erleuchtung zu suchen.

Was er allerdings findet, ist eine Kurtisane, die verspricht ihn in der Liebeskunst zu unterrichten, wenn er sie dafür bezahlt. Da Siddharta nichts weiter gelernt hat außer denken, fasten, dichten und auf Almosen angewiesen ist, vermittelt ihm die schöne Kamala einen Broterwerb bei dem Kaufmann Kamaswami. Dort erlernt Siddharta die Kunst des Handels und verfügt von nun an über eigenes Geld, welches ihm ein nie zuvor gekanntes Leben mit allen Sinnen zwar eröffnet, aber nicht die gewünschte Erleuchtung bringt.

Er nimmt Gewohnheiten an, die er vorher verabscheut hat und nach viel zu vielen Jahren der Fülle, des Überflusses und des Überdrusses, packt ihn plötzlich der Ekel vor sich selbst, vor den Menschen und vor der Stadt - er flieht zurück in den Wald, wo ihm der Fluss, in welchen er sich eigentlich lebensmüde stürzen wollte, plötzlich einer Eingebung folgend, das Leben rettet.

Nach einem langen Weg der Einigkeit und Zerrissenheit, der Freude und Trauer, Liebe und Tod bei dem alten und weisen Fährmann Vasudeva erreicht Siddharta im hohen Alter doch noch die Vollendung. Am Ende der Geschichte erklärt er seinem Freund Govinda, dass die Suchenden, so wie Govinda einer ist, sich selbst die Möglichkeit des Findens nehmen, weil sie immer nur nach einem Ziel streben. Wer ständig sucht, kann nichts finden, denn das permanente Suchen führt unbewusst zu Engstirnigkeit. So paradox es auch klingt, aber nur wer nichts sucht, frei und offen für alles und jeden ist, wird finden. Das hat Siddharta selbst erfahren dürfen. Und hier schließt sich nun der Kreis der Erzählung, denn wie Siddharta als junger Mann bereits vermutet hat, kann man Weisheit und Erleuchtung nicht lehren, man kann beides nur finden. Für Govinda ist diese Ansicht albern und verrückt. Ein Nachteil, den Weisheit oft mit sich bringt, dass man zwar für närrisch oder ein wenig einfältig gehalten wird, aber auf Grund der vollkommenen Ruhe, des inneren Strahlens und des festen Selbstbewusstseins trotzdem einen tiefen Eindruck hinterlässt.

Letztendlich ist es so und das hat Hermann Hesse in seiner kleinen, aber feinen Geschichte wunderbar herausgearbeitet, wer zu viel Zeit mit seinen Gedanken verbringt, statt sich auf seine Intuition zu verlassen, wird nie weise werden. Solange der Mensch keinen Abstand zu Vergangenheit und Zukunft gewinnt und lernt sich vorwiegend im Jetzt aufzuhalten, solange wird er immer ein Suchender bleiben und nie finden. In diesem Sinne: Hört auf zu suchen und Ihr werdet finden. Om.
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