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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
19
4,3 von 5 Sternen
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am 21. Februar 2012
In "Das Kalkwerk" geht es um einen "hochintelligenten Geisteskranken", der eine Studie plant, diese jedoch niemals zu Papier bringt. Protagonist Konrad ist seit langem davon besessen, eine epochale Studie über das Gehör niederzuschreiben. Die idealsten Bedingungen hierfür hofft er in einem abgelegenen Kalkwerk vorzufinden, das er für eine horrende Summe kauft. Als er gemeinsam mit seiner verkrüppelten und an einen Rollstuhl gefesselten Frau in das Kalkwerk zieht, vollzieht er an seiner Frau in sadistisch-beharrlicher Weise akustische Experimente, die er für seine Studie zu verwerten beabsichtigt. Konrad hofft, dass bald der ideale Zeitpunkt für die Niederschrift seiner Studie kommt. Dadurch, dass er sich jedoch immer wieder von Geräuschen, (eingebildeten) Gesprächen oder einem Klingeln an der Tür ablenken lässt, glaubt er, jeweils im besten Augenblick für ein gutes Gelingen der Niederschrift gestört worden zu sein. Ist Konrad mit den Reaktionen und der Mitwirkung seiner Frau bei dem Experiment zufrieden, liest er ihr zur Belohnung aus ihrem Lieblingsbuch, dem "Heinrich von Ofterdingen" von Novalis, vor. Stellt ihn seine Frau hingegen nicht zufrieden, liest Konrad ihr aus seinem eigenen Lieblingsbuch, dem "Kropotkin" vor. Konrads bis zur letzten Konsequenz verfolgte Obsession von der Niederschrift der Studie wird zur Zerreißprobe für ihre Existenz und trägt bereits den Keim ihres künftigen Niedergangs in sich...

"Das Kalkwerk" ist einer der radikalsten und verstörendsten Texte, die ich von Bernhard bisher gelesen habe. Radikal deshalb, weil dem Leser das zwanghafte Verhältnis zwischen Konrad und seiner Frau in teilweise quälend langen und nur schwer erträglichen Szenen vor Augen geführt wird. Beispielsweise wird in einer seitenlangen Szene geschildert, wie Konrads Frau ihrem Mann diesem eigentlich verhasste Fäustlinge strickt, die Wolle für diese Fäustlinge aber immer kurz vor Fertigstellung der Fäustlinge abwickelt und von neuem beginnt. Gleichermaßen sind die Hörexperimente, bei denen Konrad seiner Frau aus verschiedenen Richtungen Worte zuruft und ihre Reaktion abwartet, in der geschilderten Intensität nur schwer verdaulich. Trotzdem habe ich während der Lektüre eine Art morbide Faszination für "Das Kalkwerk" entwickelt, die von Seite zu Seite größer geworden ist. Der Leser taucht in eine völlig andere Welt ein, die letztlich nur Raum für den Wahnsinn des Protagonisten lässt. Faszinierend ist dabei vor allem die erbarmungslos-konsequente, aber keineswegs humorlose Art und Weise, in der Bernhard die Beklemmung und Kälte des Kalkwerks und seiner Personen durch den Text transportiert. Insgesamt ist "Das Kalkwerk" trotz der auf den ersten Blick etwas krude erscheinenden Thematik und seiner stellenweise grotesken Komik ein sehr empfehlenwertes Buch.
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am 10. Oktober 2004
Bernhards Stil ist keineswegs -- wie so oft behauptet -- der Sprache des Wahnsinns verhaftet, vielmehr bildet er den Sprach- und Gedankenfluss einer Wirklichkeit ab, die den Menschen auf Dauer in den Wahnsinn zu treiben vermag. Die Absurdität seines Schreibens verdankt sich der unerbittlichen Zuspitzung eines detailbesessenen Realismus, der alles Alltägliche der Neurose überführt.
Im "Kalkwerk" rekonstruiert Bernhard eine menschliche Tragödie, indem er sämtliche darüber kursierenden Gerüchte zu einer äußerst dichten, fast erdrückenden Schilderung der Umstände verknüpft. Das ist in dieser Konsequenz einmalig und nimmt selbst in Bernhard Schaffen einen herausragenden Platz ein.
Souverän führt der Autor seine Leser in die Ausweglosigkeit der Geschichte ein, und die einzige Möglichkeit, einen Zugang zum Buch zu gewinnen, besteht darin, sich dieser Ausweglosigkeit hinzugeben. Nur dann entfaltet der Roman nicht bloß seine umwerfende Komik, sondern überzeugt mit dem schonungslosen Bericht einer schleichenden Tragödie.
Wie auch sonst in seinen Werken stülpt Bernhard die Eingeweide des Alltags nach außen. Er schreibt gewissermaßen mit dem Skalpell, um zu enthüllen, was sich unter der Oberfläche verbirgt. Das geht buchstäblich unter die Haut. Daher ist das Buch weder für schwache Nerven noch für ungeduldige Gemüter geeignet. Schließlich assistiert der Leser hier der Obduktion einer in Verwesung befindlichen Wirklichkeit.
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am 5. April 2016
Meine einhundertste Rezension widme ich einem meiner Lieblingsautoren und einem seiner besten/stärksten Romane. Im Gegensatz zu seinem letzten Roman Auslöschung von 1986, dem ich aufgrund des lahmen Stils und Inhalts nur 3 Sterne geben konnte, ist "Das Kalkwerk" (1970) ein Bernhard allerhöchster Genialität. Zugleich ist Thomas Bernhard für mich einer der 5 besten österreichischen AutorInnen aller Zeiten.
Ich möchte zuerst kurz über ein paar Fakten über das Leben des Autors informieren, dann lässt sich sein Gesamtwerk besser verstehen:
Bernhard war zeitlebens Lungenkrank (Morbus Boeck = Sarkoidose) und starb daran fast im Alter von 18 ("tuberkulöse nasse Rippenfellentzündung"). Seinen leiblichen Vater hat er nie kennen gelernt. Aufgewachsen ist er zusammen mit seiner Mutter bei seinem Großvater, Johannes Freumbichler, selbst Dichter, der auf ihn nicht zuletzt großen philosophischen Einfluss hatte (Montaigne, Schopenhauer, Pascal). Als Bernhard 18 war und gerade selbst im Spital lag, starb der Großvater, ein Jahr später seine Mutter. Zusätzlich durchlitt er als Jahrgang 1931 eine nationalsozialistische Erziehung im Thüringischen Saalfeld (wohin er durch einen fatalen Irrtum kam) sowie im Salzburger NS-Internat Johanneum. Sein ganzes Leben war geprägt von einem tiefen Hass gegen Nazis und er thematisierte immer wieder die nicht durchgeführte Entnazifizierung in Österreich.

Was Inhalt und Handlung des Kalkwerks betrifft: es geht um das Ehepaar Konrad - der Ehemann hat kurz vor dem Einsetzen des Romans seine kranke Frau erschossen -, sowie um seine im Kopf fertige Gehörstudie, die er allerdings nicht niederschreiben kann. Der Inhalt dieser Studie, um die sich seit langem sein ganzes Leben dreht, wird zwischendurch kurz umrissen. Im Großen und Ganzen geht es im Roman wie so oft um Existenz, das Scheitern bzw. das Ende dieser, sowie um zwischenmenschliche Beziehungen.
Bernhard lässt uns das ganze Buch über in einer Art Suada, sowie mithilfe des Konjunktivs 1 in indirekter Rede, an Konrads Leben und Gedanken teilhaben, nahezu vollständig mittels Zitaten über Bekannte nacherzählt (siehe hierzu "Inquit-Formel"). In Bernhards Büchern, so auch hier, wimmelt es außerdem von Übertreibungen und Superlativen. Und nicht zuletzt seien seine teils ewiglangen Satzkaskaden erwähnt, welche die Lektüre sowie das Verständnis erschweren können und ein weiteres Erkennungsmerkmal der bernharschen Literatur bilden.
Das Kalkwerk ist daher kein einfaches Buch und sollte nicht als Einstieg in die Poesie bzw. Dichtkunst Bernhards genommen werden. Nichtsdestotrotz ist es Pflichtlektüre für alle, die Thomas Bernhard am frühen Höhepunkt seines Schaffens kennenlernen bzw. studieren möchten. Das Kalkwerk ist ein im Prinzip nicht in andere Sprachen übersetzbarer Höhepunkt der deutschen Literatur.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. März 2013
Im Laufe seiner Studie über das „perfekte Gehör“ erschießt der Privatwissenschaftler Konrad seine im Rollstuhl gefesselte Frau, die er monatelang im ehemaligen Kalkwerk mit seinen Experimenten traktiert hat. In der Rekonstruktion des Hergangs durch verschiedene „Zeugenberichte“ möchte man Konrads Sätze schnell lesen, weil sie das Tempo und die Aggressivität von Ohrfeigen haben, die man sich aber gleichzeitig mehrmals geben lassen muss... Thomas Bernhards „Geistesmensch“ erforscht sein Thema wieder einmal bis in die Verrücktheit und Redundanz hinein irritierend genau und bildet damit auch eine Herausforderung für den eigenen Intellekt!

Das "Kalkwerk" gehört dabei für mich zu einem von seinen Besten, gerade weil es nachhaltig verwirrend und verstörend ist.
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am 14. Juli 2007
...die Studie niederschreiben; mit dem ersten Satz beginnen und dann die erste Hälfte niederschreiben und dann die zweite; aber einfach die Ruhe finden, sich hinsetzen und in einem Zuge die Studie niederschreiben...das wünscht sich ein Herr Konrad, Hauptaktuer des Buches. Konrad ist ein Privatgelehrter, der wie er selbst behauptet über ein absolutes GEHÖR verfügt; Konrad hört alles: er hört selbst "etwas aus der Tiefe des Wassers herauf"; andere außer ihm hören dies und anderes nicht. Und Konrad möchte eine Studie über Das GEHÖR verfassen; darüber nachdenken muß er nicht mehr, er habe die Studie seit Jahren vollständig im Kopf: nur niederschreiben, einfach in einem Zuge die Studie niederschreiben: das ist ihm bisher nicht möglich gewesen. Und er hat -weiß Gott - wirklich alles dafür getan: zuletzt hat er das ehemalige Kalkwerk gekauft (ist dadurch bankrott), um die nötige Abgeschiedenheit für das Niederschreiben der Studie (einfach in einem Zuge) zu finden. Aber er findet diese Ruhe nicht: mal ist es der Baurat, der an die Tür klopft (Konrad kann das Klopfen nicht ignorireren), mal Konrads Frau, die nach ihm läutet, mal der Höller, der im Garten Holz hacke, mal der Rauchfangkehrer, mal der Wind und manchmal schlicht zuviel Ruhe, die verhindert, daß er die Studie (einfach in einem Zuge) niederschreiben kann. Bis auf die Tatsache, dass Konrad (fast) niemanden mag, seine Frau mit seinen Experimenten mit der urbanschitschen Methode terrorisiert und dass er seine Frau zuletzt erschossen hat, ist er eigentlich ganz in Ordnung. Wie immer bei Bernhard haben wirs bei Konrad mit einer Persönlichkeit zu tun, die ständig am Rande des Wahnsinns ("am Wendepunkt" wie ich es öfter aus eigener Erfahrung nenne) spazieren geht. Und der Roman ist "einfach in einem Zuge" niedergeschrieben: fast keine Absäze, ellenlange Sätze, in denen man auf 5 Doppelseiten z.B. erfährt wie Konrad seine Jagdstiefel einwichst, und dass er das grundprinzipiell mit seinen Handballen macht. Oder dass man im Kalkwerk nur bewaffnet hrumlaufen könne, dass er schwerste Eisengitter und Riegel habe einbauen lassen. Das alles erfährt man auf typische bernhardsche Weise: mit dem sprachlichen Hammer. Das Buch ist ein absolutes Novum wie alle Bücher von Bernhard, meiner bescheidenen Meinung nach aber auch ein absoltes Muss.
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am 14. Mai 2007
zwei Mal gelesen, ein Mal als Hörbuch (ebenfalls ausgezeichnet) gehört und immer noch übt diese eigenwillige Geschichte einen großen Reiz und eine Faszination auf mich aus. Dieses Buch muß man gelesen haben, wenn man über Literatur mitreden möchte, das behaupte ich jetzt einfach mal ganz frech.
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am 8. Dezember 2016
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, das leider mit dem gedruckten Buch nur wenig gemein hat - der Regisseur und Bearbeiter der "inszenierten Lesung", Ulrich Gerhardt, hat den Text nicht nur sehr stark gekürzt, sondern dabei grausam zugerichtet und verunstaltet, indem wesentliche Elemente gänzlich unterschlagen, andere dadurch überbetont und ihres Zusammenhangs beraubt werden - wie wenn aus den Trümmern eines eindrucksvollen Gebäudes eine windschiefe Bruchbude zusammengekloppt worden wäre. Hinzu kommt die völlig sinnfreie "Inszenierung", die ausschließlich darin besteht, dass der Ton einmal aus dem rechten, dann plötzlich aus dem linken Stereokanal kommt, ohne dass diesem Hin- und Herspringen - mitunter in ein und demselben Satz! - irgendeine erkennbare Logik zugrunde läge. Ein ebenso billiger wie abstruser Nicht-Einfall - offenbar soll dem monologisierenden Text eine Art Dialogcharakter verpasst werden, der aber völlig an dem vorbeigeht, was Thomas Bernhard zu Papier gebracht hat. Grauenvoll! Der an sich vorzügliche Sprecher Ulrich Matthes wurde vom Regisseur wohl angehalten, einige Passagen ruhig und zurückhaltend zu lesen (linker Kanal), andere lauter und bestimmter (rechter Kanal) - albern und sinnfrei. Wenn Sie sich für den Roman interessieren: lassen Sie bitte die Finger von diesem völlig missratenen Hörbuch, kaufen das Taschenbuch und lesen selbst. Es lohnt sich!
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am 16. Dezember 2001
Der 1970 erschienene Roman von Thomas Bernhard handelt wie oft in seinen Werken von intelektuellen Künstlern, die sich in der Welt nicht zurechtfinden.
In dem Fall ist es Konrad. Konrad ist schon im fortgeschrittenem Alter. Im Mittelpunkt seines Lebens steht die Studie. Die Studie über das Gehört. Seit fast 3 Jahrzehnten beschäftigt er sich mit dem Gehör. Tag ein, Tag aus. Seine Gedanknen konzentrieren sich fest darauf. Doch er hat ein Problem. Er schafft es nicht, die Studie auf Papier zu bringen. All seine Gedanken stecken in seinem Hirn.
Am Anfang wird erzählt, wie Konrad seine Frau, sein Versuchsobjekt, umbringt. Im Folgenden wird durch Fro und Wieser die ganze Geschiche Konrads samt Studie und die Besinnung des Kalkwerks, wiedergegeben. Alles in indirekter Rede mit seitenlangen Sätzen und unendlich vielen Wiederholungen. Einfach genial, wie Thomas Bernhard es schafft, seine Sprache der Denkweise Konrads anzupassen.
Es wird über seine Frau gesprochen, warum gerade sie, und wie er sich zu ihr verhält. Warum er gerade das Kalkwerk gekauft hat, warum Konrad sich mit dem Gehör beschäftigt, warum Konrad alleine lebt und innerlich emigriert. Diese und jene Fragen werden beantwortet.
Letzten Endes erhält man einen guten Schnitt aus Konrads Leben. Sein Ziel, die Studie niederzuschreiben, ist sein Lebensziel.
Insgesamt betrachtet, liegt hier, finde ich, ein wahres Meisterwerk vor. Thomas Bernhards Satzkonstruktionen, seine Sprache und seine Ideen, die Konrads Gedankenwelt beschreiben sind einzigartig.
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am 18. März 2013
Spannend von der ersten Zeile bis zum Schluss ! Eines der besten Bücher von Thomas Bernard. Auch absolut empfehlenswert : Autobiographien (5 Bände) von Thomas Bernard.
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am 20. September 2014
Ich habe eben eine Bühnenfassung von "Das Kalkwerk " in Berlin gesehen. Es war ein Einpersonenstück zunehmend frei nach dem Roman, bei dem sich der Schauspieler zum Schluß mit Wasser übergossen hat, sich dann in Mehl, Eigelb und Semmelbröseln gewälzt hat und somit selbst paniert hat. Insgesamt eine gute Inszenierung. Einer der besten Ideen war, dass Roman-Protagonist Konrad und seine Frau eigentlich ein und dieselbe Person sind, oder wenigstens eine Einheit. Aber ich schweife ab bevor ich richtig begonnen habe.

Hier sind die 4 Ebenen die ich meine:

Dieses Buch ist eine Horrorgeschichte, in der ausführlichst geschildert wird, wie Konrad seine Frau quält wenn nicht gar foltert, und sie auch nicht zu knapp auf ihm herumhackt.

Es ist ein Künstlerrroman, bei dem ein ambitionierter Literatur- oder meinetwegen Naturforscher sich selber quält um etwas zu leisten, sein Lebenswerk zu schaffen.

Andererseits ist es auch die Karikatur einer Horrorgeschichte:

Andererseits ist es eine Karikatur eines Künstlerromans. Der Laienforscher kriegt einfach nichts gebacken.

Es ist irgendwie seltsam weil man als Leser ständig gezwungen ist zwischen diesen Ebenen zu wechslen. Es passieren ja ziemlich krasse Dinge die da vor sich gehen (Horror), Da sind die vielen langen Schachtelsätze in indirekter Rede in der alles extrem zugespitzt wird und auch der Lächerlichkeit preisgegeben wird (Karikatur). Zwiespältig, da nichts zum schaudern, aber nichts zum Totlachen.

Künstler und Wissenschaftler gehören hier irgendwie zusammen, ergeben aber nur eine verzerrte Fratze, irgendwie die Perversion eines Künstlers. Auch das ist m.E. ein aktuelles Thema.

Ich habe es aber wiederholt nicht geschafft, das Buch richtig durchzulesen, daher nur 4 Sterne.
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