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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
15
Aus Sicht des Gehirns (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 5. Dezember 2013
Sicher ist es ein etwas zweifelhaftes Unterfangen, so wie ich es tat, sich auf eine komplizierte Diskussion einzulassen, über ein Buch, das man nicht gelesen hat. Diesen schweren Mangel habe ich nun behoben.
Ich habe G. Roths Buch „Aus Sicht des Gehirns“ in der vollständig überarbeiteten Neuauflage von 2008 gelesen. Die erste Auflage von 2003 kenne ich nicht. Der Autor macht bereits im Vorwort zur Neuauflage deutlich, worum es ihm geht und was ihn bewog, diese Überarbeitung vorzunehmen. In erster Linie war es Kritik seitens der philosophischen Zunft.
Der Grundtenor des Buches ist ein ähnlicher, wie in seinem Buch >> Fühlen Denken Handeln <<, das durch eine Fülle von Details charakterisiert ist und ebenso eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und Historie der Hirnforschung gibt. Auch in >> Aus Sicht des Gehirns << wird auf vielfältige Untersuchungsergebnisse der Neurobiologie Bezug genommen und diese wiederum in den Fokus der aktuellen Diskussion gestellt. Es mag vielleicht sein, dass ich nun durch das erstgelesen Buch des Autors und einige andere Texte nun schon etwas besser mit der komplizierten Materie der Neurobiologie vertraut war oder aber, dass, das hier besprochene Buch tatsächlich besser verständlich geschrieben ist. Egal wie; es ist gut lesbar und die Materie scheint mir hier gut für den Laien aufbereitet zu sein. Den wichtigen und nicht verzichtbaren philosophischen Betrachtungen kann man gut folgen und erkennt durchaus die Linien, die von den bestehenden Vorstellungen zum Denken, der Vorstellung vom Bewusstsein unter Hinzunahme der neueren empirischen Untersuchungen des Gegenstands ausgehend, dann zu veränderten Interpretationen führen. Ja und hier beginnt dann der streitige Diskurs: -Führen sollen, müssen, nicht führen, Thesen ausschließen, verneinen, bejahen etc. Fakt ist: Auch dieses Buch beflügelt sicher weiter die Diskussion darüber in wieweit hier der Autor, seine Fachkollegen, die Innung als Ganzes wichtige Erkenntnisfragen liefern, diese vertuschen voreilig als gesetzt darstellen, grundsätzlich falsch liegen oder bereits aufgebrochene Traditionen nachhaltig bzw. gänzlich umreißen und so weiter und so fort.
Dies ist sicher die Kernfrage die direkt hinter dem Buch steht und die der geneigte Leser, so er das Buch und das Thema nach der ersten Lektüre nicht bei Seite legt, sich fragen darf, kann, sollte, muss.
Am Anfang machte ich deutlich, dass ich mich an dieser Stelle, vor dem Durcharbeiten dieses Buches, auf eine Diskussion eingelassen hatte, die im weitesten Sinne sich an der Frage, nach der Kluft zwischen empirischer Wissenschaft und Philosophie entzündet hatte. Dort wurde unter anderem Roth der Ideologie und der Unwissenschaftlichkeit sowie der Inkonsistenz seiner philosophischen Standpunkte angelastet. All von dem hier genannten fand ich weder in diesem noch im ebenfalls genannten Buch Fühlen Denken Handeln. Man braucht schon einigermaßen spitzfindig, verstellte Auslegungen, um Roth solche Attribute anhängen zu wollen. Ideologische Arbeiten sehen m. E. anders aus.
Roth hat zu Recht bereits auf Seite 7 hierzu Stellung genommen und schreibt: „ Ich hatte geglaubt, in beiden Texten [gemeint sind: Aus Sicht des Gehirns und Fühlen Denken Handeln] eine sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch ausgewogene Position zu vertreten. Das wurde aber von einer Reihe von philosophischen Kritikern nicht so gesehen; vielmehr unterstellen sie, dass ich – neben anderen Neurobiologen – Willensfreiheit komplett als >>Illusion<< ablehne und sogar die Existenz eines Willens in Zweifel ziehe.“ - Ein anderer Rezensent hat zu Recht auch genau diesen Hinweis Roths bereits geliefert.- Dies ist nur ein kurzes Statement. Das ausführliche stellt sich im Text selbst dar. Ich, für meinen Teil, habe Roths Anliegen genau in diesem Sinne als neutral und ausgewogen aufgenommen, und kann die geübte Kritik an seinen Büchern nicht teilen. Im Gegenteil!
Das Buch nimmt je weiter man voran kommt an Fahrt auf. Die Interessanten Fragen nach dem Willen, dem Bewusstsein, der Willensfreiheit sowie Fragen zu Schuld und Schuldfähigkeit werden gegen Ende des Buches aus Sicht des Autors behandelt. Sehr interessant und zugleich plausibel vorgestellt sein mit Michael Pauen entwickeltes Konzept des „Motiv-Determinismus“ mit dessen Hilfe sich viele Fragen, so der Autor, befriedigend beantworten lassen. Inwieweit dieses Konzept sich nachhaltig durchsetzt, muss man sicher abwarten. Es steht zur Diskussion! Weiter finden wir dann auch Themen behandelt, die einen groß Teil der Menschen heute bewegen dürften. Was sagt die Hirnforschung zur Frage nach Gott und den letzten Dingen, -den Nahtoderfahrungen-. Ob man dezidiert alle Positionen Roths teilt, mag jedem selbst überlassen bleiben. Hier geht es um „sein“ Buch und dem Anspruch, den er damit verbindet.
Gut finde ich auch die Einlassungen im Kapitel Schuld und Verantwortung (ab Seite 200) , an denen es auch etwas zu Kants Einsichten zu diesem Thema zu sagen gibt. Hier wird gut deutlich gemacht, dass Kant auf den Grundlagen seiner Zeit, wesentliche Merkmale des Zustandekommens von Willensentscheidungen nicht kannte,-nicht kennen konnte, und hier dann von unrichtigen Grundlagen ausgehend letztendlich auch unrichtige Schlussfolgerungen zog, -ziehen musste. (-Ich höre schon den Aufschrei der Zunft-)
Nach meinem Dafür ist Roth hier wieder ein ausgezeichnetes Buch gelungen, das dezidiert fachkundig, gut les- und verstehbar einen möglichen Ein- u. Ausblick auf die Neurobiologie zeigt. Er lässt viele unterschiedliche Positionen zu Wort kommen, macht dabei aber auch seine Haltung deutlich. -Das Recht und die Pflicht eines Autors von Rang.-
Ein ganz ausgezeichnetes Buch für alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen und darüber hinaus sich auch subtantielles Fachwissen aneignen wollen sowie Interesse an den abzuleitenden philosophischen Fragen haben.

Ein, m. E. ein durch und durch ideologiefreies Buch!

Ing.Pe.
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am 25. Mai 2013
Es wird viel zusammengetragen für den interessierten Leser.Vermutliche Zusammenhänge, vermutliche Funktionen
des Gehirns. Die sich hieraus ergebenden Mutmaßungen bzw. Resultate können wohl als Beginn der ernst zu nehmenden Gehirnforschung gesehen werden.Damit sollten vergleichende philosophische Denkansätze noch nicht wirklich zum Zuge kommen.
Wie sagt man in Bayern: Nix Genaues weis man nicht.
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am 3. Mai 2015
Als Einsteiger in die Thematik der Neurowissenschaften hat mich das Buch überwältigt: so viel Inhalt anhand von beweisbaren Fakten und Forschungsergebnissen auf so wenig Raum in einer konzentrierten Form, die dennoch nicht ermüdet. Wären da nicht die viel zu klein geratenen Abbildungen, 5 Sterne würden nicht ausreichen.
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am 13. Juni 2012
Dieses Buch richtet sich nicht ausschließlich an Fachkräfte (Hirnforscher, Psychologen) sondern kann durch seine gut beschriebenen Sachverhalte ein super Nachschlagewerk und Input für alle Interessierten sein - super Buch!
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am 7. März 2010
G. Roth gibt hier eine einfache und kurze Tour durch das Gehirn und beleuchtet dabei dessen Funktionsweise und Leistungen. Besonders interessant sind dabei die Überlegungen zu den Konsequenzen der Erkenntnisse der Hirnforschung für das Bild des Menschen. Er gibt dabei eine diesen Erkenntnissen entsprechende Interpretation des Begriffs der Willensfreiheit und analysiert, wie sich das menschliche Bewusstsein konstituiert. Dieses Buch ist für interessierte Laien gut verständlich und prägnant geschrieben.
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am 10. März 2016
Im Vergleich zu anderen Büchern über dieses Thema ist es mir zu kompakt und vor allem auch von der optischen Aufbereitung nicht gerade angenehm.
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am 29. Juli 2013
Wichtiges Buch. Jeder, der sich für "psy"-Fragen interessiert sollte es lesen! Schade, dass Herr Roth sich zu wenig mit dem Begriff "Soziales Gehirn" und mit den Konsequenzen der "begrenzten menschlichen Freiheit" auseinander setzt.
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am 24. Juli 2013
Ich habe das Buch auf einen Literaturhinweis in einer Zeitschrift hin gekauft. Die Arbeit unseres Gehirns finde ich sehr spannend.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 7. Oktober 2003
Gerhard Roth gheört zu den bekanntesten europäischen Neurologen. Und seine Bücher "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" sowie "Fühlen, Denken, Handeln" erlebten Auflage, die angesichts der komplexen Materie erstaunlich sind. Bestimmt haben all die Zuhörer seiner faszinierenden Referate zu diesem Verkaufserfolg beigetragen. Dennoch besteht offenbar ein Bedürfnis, die Erkennntisse der modernen Neurologie noch knapper und klarer in Buchform zu vermitteln. Jedenfalls gab der Bremer Professor dem Drängen des Suhrkamp Verlages nach, die wichtigsten Aspekte seiner Forschungstätigkeit in für Laien verständlicher Form aufzuarbeiten. Resultat: das gewagte Unternehmen ist geglückt. Wer die bisherigen Bücher kennt, wird aber nicht viel Neues erfahren, denn der Wissensstand der Hirnforschung lässt sich dem Verlag zuliebe nicht beliebig vermehren. 200 Seiten und zwölf Kapitel Wissenschaftsreport at it's best.
Roth beginnt seine faszinierenden Lektionen mit einer kleinen Hirnkunde. Kompakter, verständlicher und präziser habe ich eine solche Einführung bisher nicht angetroffen. Gerade mal zwanzig Seiten und einige Illustrationen benötigt Roth, um Newcomers in die Welt des menschlichen Gehirn einzuführen. Klar verwendet er die lateinischen Begriffe für die vielen Einzelteile. Aber in wenigen Sätzen und anschaulichen Metaphern wird die Fachterminologie in unsere Umgangssprache übersetzt. Auf dieses Kapitel folgt "Welt, Körper, Ich", eine Darstellung der Bereiche, die wir in unsere Alltagserfahrung mit dem Gehirn in Zusammenhang bringen, ohne jeweils genaue Abgrenzungen treffen zu können. Im 3. Kapitel geht Roth darauf ein, was uns Menschen neurologisch vom Tier unterscheidet. Katzen- und Hundefreunden seien diese Ausführungen speziell empfohlen. Um die Frage, ob wir die Welt abbilden oder konstruieren geht es im 4. Kapitel, das schwierige und missverständliche Begriffe klärt. Damit ist der Weg frei, um sich intensiv mit dem Gedächtnis zu beschäftigen, genauer gesagt mit den verschiedenen Arten der Informationsspeicherung. Die ewige Frage, ob Gene oder Umwelt unsere Persönlichkeit, unser Verhalten bestimmen, ist Gegenstand der 6. Kapitels und bleibt letzlich offen. Erziehende und Lehrende werden nach der Lektüre nicht mehr unbedarft mit Prozentzahlen und Scheinwahrheiten um sich werfen oder jedes eineiige Zwillingspaar als persönliche Versuchskaninchen betrachten. Was Neurologen unter "Geist" verstehen wird danach vermittelt, um dann auf die Freud'schen Begriffe "Ich und Es" einzugehen. Psychologen, die sich noch nie mit Neurologie beschäftigten^und alten Begrifflichkeiten nachhängen, müssen Roths Ausführungen einfach lesen. Wie ein weiterer Grabenkrieg gelöst werden kann, zeigt uns Roth im 9. Kapitel, wo es um Verstand und Gefühle geht. Die neu entdeckte Macht der Emotionen wird uns bestimmt noch lange beschäftigen und lieb gewonnene Denkmuster in Frage stellen. Die Frage, wie weit Erwachsene ihr Verhalten überhaupt grundsätzlich ändern können, leitet zum 10. Kapitel über, das sich dem Themenkomplex "menschliche Freiheit" widmet. "Über die letzten Dinge" lautet der Titel des zweitletzten Kapitels und gibt Roths Auffassungen zu Religion und Wissenschaft wieder. Und weil die Neurologie so viele Denkgebäude ins Wanken bringt, geht Roth im 12. Kapitel noch auf die Frage ein, was Wahrheit im wissenschaftlichen Sinn ist.
Gerhard Roth hat mit seinem neusten Buch Massstäbe gesetzt. Denn bislang waren es vor allem Wissenschaftsjournalisten, die einer breiten Öffentlichkeit Einblick in die Neurolgie verschafften. Wenn es aber ein Fachmann schafft, Spezialistenwissen allgemein verständlich zu reduzieren, ist die inhaltliche Substanz klar grösser. Zum Glück hat der Suhrkamp Verlag Gerhard Roth "genötigt", aus zwei Büchern eines zu machen. Und zum Schönen dieses Unterfangens gehört, dass der Preis moderat angesetzt wurde.
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am 15. Februar 2016
Aufgrund der Artikelbeschreibung und des Preises ging ich davon aus, einen neuen Artikel gekauft zu haben. Leider wurde ich heute enttäuscht. Das Buch-Cover ist an allen 4 Ecken bereits eingedrückt und scheint abgenutzt zu sein (An den besagten Ecken ist die schwarze Färbung des Covers schon soweit abgenutzt, dass die weiße Farbe der Pappe bereits zu sehen ist). Zudem ist der obere Buchrücken eingedrückt.
Mir ist bewusst, dass es sich bei diesen beschriebenen Mängeln um normale Gebrauchsspuren handelt, welche auf kurz oder lang sowieso entstehen würden und diese nicht den eigentlichen Kaufgrund, den Inhalt, beeinflussen. Allerdings sprechen diese ,,Schäden" nicht für ein Neuprodukt.
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