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am 17. Mai 2012
Kripkes "Wittgenstein über Regeln und Privatsprache" ist eine sensationelle wenn auch kritisierte Interpretation, die das Regelfolgen zum zentralen Schlüsselproblem in Wittgensteins Spätphilosophie sublimiert. Das Buch ist ohne Vorkenntnisse von den Philosophischen Untersuchungen Wittgensteins nur schwer zugänglich, gewinnt allerdings - das sei hier kritisch gewürdigt - eine eigene Qualität, die mehr von Wittgenstein inspiriert zu sein scheint, als sein Denken tatsächlich zu interpretieren sucht!

Kripke führt ein mit Wittgensteins Regelparadox (§ 201 PU): "Unser Paradox war dies: eine Regel könnte keine Handlungsweise bestimmen, da jede Handlungsweise mit der Regel in Übereinstimmung zu bringen sei."
M.a.W., wir mögen eine Regel lernen und diese anwenden, aber die gelernten Anwendungen sind endlich, die Regel soll aber in unendlichen Anwendungen die Handlungsweise bestimmen. Wie kann ich mir also sicher sein, dass zukünftige Anwendungen mit dieser Regel in Übereinstimmung gebracht sind? Dies ginge nur dann, wenn wir Regel und Handlunsgweise zusammenfallen ließen, nur dann folgten wir keiner Regel mehr und wären irgendwie gezwungen, zu handeln, was den Begriff der Regel ad absurdum führen würde, denn Handlungsweisen sind ja kontingent. Abgesehen davon würde dies bedeuten, wenn jede Handlungsgweise mit der Regel in Übereinstimmung zu bringen sei, dann auch solche, die GEGEN die Regel sind, was wirklich paradox wäre. (Allerdings is mir nicht ganz klar, wie das gemeint sein soll: die Regel soll ja nur EINE Handlungsweise bestimmen, welche in unendlichen Fällen angewendet werden soll und diese Handlungsweise ist m.E. keine der Regel widersprechende. (Das Wort "jede" ist doch quantitativ und nicht qualitativ bestimmt, oder?)

Was heißt also dann Regelfolgen? Kripke veranschaulicht dies am Beispiel der Quaddition (ein Skeptiker fragt, ob wir nicht immer die Quaddition anstelle der Addition verwendet hätten). Der Beweis, der erklären soll vermittels faktischer Lösung, ist jedoch unmöglich. Kripke führt dies an mehreren Beispielen an (Verschiebung des Problems, infiniter Regress durch die Regelung der Regel, Dispostionstheorie etc.). Am Ende will Kripke dem Skeptiker mit einer skeptischen Lösung begegnen, indem er die "Öffentlichkeit" mit ins (Sprach-)Spiel bringt, d.h. Regelfolgen sei etwas "Öffentliches" (s. § 201 PU: "Darum ist 'der Regel folgen' eine Praxis. Und der Regel zu folgen glauben ist nicht: der Regel folgen. Und darum kann man nicht der Regel 'privatim' folgen, weil sonst der Regel zu folgen glauben dasselbe wäre, wie der Regel folgen."). Dieser Bezug auf das Privatsprachenargument vernichtet den skeptischen Einwand nicht gegenüber dem Individuum, aber gegenüber der Öffentlichkeit, die Kripke dem Skeptiker entgegenstellt.

Das klingt für mich nur schwer annehmbar. Die Übereinkunft zu einem Regelfolgen in einer Lebensform soll die Begründung dafür sein, dass ich einer Regel folge, weil mir sonst "Ausschluss" (ich bitte um Verzeihung für dieses wohl ungelungene Wort) droht? Dieser Konventionalismus würde die Fähigkeit des Einzelnen berauben, Regeln selbst festzulegen und zu folgen. Gerade bei mathematischen Operationen habe ich höchste Zweifel am Kripkeschen Zweifel, dass Vergewisserung konventional statthat, ja, ob denn logische wie mathematische Operationen überhaupt etwas mit REGEL-Folgen zu tun haben. Freilich könnte man sagen, dass ein einzelner quaddiert, statt addiert und man wüsste es nie, bis man dies vielleicht neurophysiologisch beweist. Ich gehe auch d'accord mit der heiklen Frage nach Notwendigkeit auch in der Mathematik und Logik allgemein. Dennoch ist dieser Skeptizismus für mich nur sehr schwer verdaulich...

Das Buch stellt insgesamt eine herausragende denkerische Leistung dar. Kripkes Werk ist somit nicht nur sekundär besprechend, sondern mittlerweile selbst ein Klassiker der analytischen Philosophie!
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am 6. Oktober 2015
Der Mystiker und Ethiker Wittgenstein wird hier - zum n-ten Mal - auf einen Sprachlogiker reduziert. Langweilig. Irrelevant. Nicht zielführend. Braucht man nicht. Zumal der gesamte Ansatz der analytischen Philosophie, Sprache zu verstehen, nicht durchdacht ist.

Bei Beveniste lernt man mehr über Sprache.
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