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am 17. März 2004
Wer sich von diesem Buch eine umfassende Einführung in die Soziologie verspricht, wird sicher entäuscht sein, es wird keine Einführung in einzelne Teilbereiche der Soziologie, wie z.B. Stadtsoziologie, Industriesoziologie geboten. Vielmehr liefert es eine gelungene Einführung in das Denken der Frankfurter Schule unter Theodor W. Adorno. Leitende These der Vorlesung, die Adorno im Sommersemster 68 an der Uni Frankfurt gehalten hat, ist, "Soziologie soll sich mit wesentlichem beschäftigen". Was ist aber dieses Wesentliche? Es sollen die Grundzüge der Gesellschaft, das Latente beleuchtet werden, dazu bedarf es kritischer Reflektion, die auch die Rolle des Forschers selbst einschließt.
Neben der durchaus gelungenen Einführung in die kritische Gesellschaftstheorie ist dieses Buch ein wichtiges Zeitdokument. Es ist die letzte Vorlesung, die Adorno vor seinem Tod 1969 gelesen hat, der Werturteilstreit in der deutschen Soziologie, der auf dem vorherigen Soziologentag ausgefochten wurde, ist Gegenstand der Vorlesungen. Spannungen mit dem Konstanzer Soziologen Ralph Dahrendorf treten hervor, wie auch Unverständnis über die verzerrten Berichterstattung über den Werturteilsstreit. Frage war, was soll Soziologie und was darf Soziologie. Adornos Vorstellung von Soziologie ist die, einer Aufklärungswissenschaft, die helfen soll, eine besseres Leben zu führen. Damit hat Adornos Soziologieverständnis eine gewisse Nähe zur Philosophie, da die Lehre vom "richtigen Leben" genuin eine Philosophische Frage ist.
Insgesamt ein Lesenswertes Buch für alle die schon über Vorkenntnisse im Fach Soziologie verfügen und ihre "Adorno-Kenntnisse" aufbessern wollen. Da es sich um die Mitschrift einer Vorlesung handelt, ist dieses Buch leichter verständlich, als viele andere Werke Adornos.
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am 26. Januar 2008
Es stimmt: Eine Einleitung, wie man sie heute in der modernen Soziologie an den Universitäten zu hören bekommt, ist diese Vorlesung sicher nicht. Aber genau aus diesem Grund wird man bereichert durch das Lesen dieser zu Papier gebrachten Tonbandaufnahmen. Der Logos der Societas, also die immanente Logik der Gesellschaft, ist der Gegenstand der Soziologie. Das ist es, was Adorno als "das Wesentliche" bezeichnet. Auf dieses Wesentliche muss alle Anstrengung in der Soziologie hinauslaufen. Einzelne Teilbereiche aneinanderreihen, ohne ihren Zusammenhang aufzuzeigen, ist für ihn, wie schon damals für Hegel, "schlechte Unendlichkeit" und birgt keine Erkenntnis über unsere gesellschaftliche Totalität. Ohne ein angemessenes Erfassen dieser Totalität bleibt jede spezifische Erkenntnis, wie richtig sie auch für sich genommen sein mag, ungenügend im Licht des Ganzen durch das alles Einzelne vermittelt ist.
Nicht nur ist es ein Vergnügen, Adorno auch mal unmittelbar zu verstehen (was man von vielen seiner Werke nicht wirklich immer behaupten kann) sondern es ist auch eine Freude eintauchen zu können in eine Art Vorlesung, wie es sie wohl nie wieder geben wird an einer Universität.
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