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Kundenrezensionen

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am 19. September 2002
Wieviel Wert hat ein Beitrag zu Computer, Wissenschaft und Ethik aus dem Jahre 1977? Ich muss zugeben, dass ich das Buch in erster Linie deshalb in die Hand nahm, weil ich lesen wollte, welche Erwartungen man damals an die Entwicklung der Computertechnologie gestellt hatte.
Die Lektüre gestaltete sich erstaunlich: Wir haben es hier nicht mit einem amüsanten Zeitdokument zu tun, sondern mit einer grundlegenden Auseinandersetzung mit der Logik von Computern, die bis in die heutige Zeit aktuell ist. Mein Verständnis für Rechenabläufe, für Probleme zwischen der Grammatik von Computer- und lebendiger Sprache sowie für den Aufbau emotionaler Verhältnisse gegenüber dem Computer haben sich infolge dieses Buches emminent vertieft.
Ein klarer Lesetipp!
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Prof. Dr. Weizenbaum dokumentiert in diesem ebenso lesenswerten wie wichtigen Buch, dass man auch als fraglos fachkompetenter, anerkannter Wissenschaftler, der auch er erwiesenermaßen ist, nicht einem ebenso absurden wie gefährlichen Denkfehler unterliegen muss, der auch und vor allem in weiten Teilen der KI-Forschung & Robotik weit verbreitet ist, ernsthaft zu glauben, man könne mit wie auch immer gearteten Techniken das Mysterium Mensch in dessen Wesenskern vollständig erfassen.

Vielmehr übt sich Prof. Dr. Weizenbaum - nicht nur in diesem höchst wichtigen Buch - darin, bewusst bescheiden und achtsam zu agieren, indem er klar und unmissverständlich die Grenzen dessen absteckt, was mit Technik realisiert werden kann bzw. bereits realisiert worden ist, und solchen Aspekten, die sich aus prinzipieller Erwägung einer wesensmäßigen Erfassung mittels technischer Methoden entziehen.

Die Lektüre dieses sehr klugen Buchs ist ein intellektueller Hochgenuss, vorausgesetzt, man ist größenwahnsinnigen Allmachtsphantasien nicht bereits anheim gefallen, die offenbar kein Gespür mehr dafür haben, wie absurd und partiell gefährlich viele Aspekte sind, die von unkritischen Wissenschaftsgläubigen zumeist unreflektiert verbeitet werden.

Dieses Buch enthält eine Fülle höchst kluger Denkansätze, die es verdienen, achtsam und intensiv reflektiert zu werden.

Kurz: Ein grandioses Buch!
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'In diesem Buch geht es nur vordergründig um Computer' ' das ist der erste Satz eines Werks, dessen Titel das Gegenteil suggeriert. In der Tat hat Joseph Weizenbaum Grundsätzliches im Visier: die Autonomie des Menschen gegenüber der Technik, den gesunden Menschenverstand und nicht zuletzt den politischen Willen, den es braucht, um die Sachzwänge und Verselbstständigungstendenzen der Rechenmaschinen im Zaum zu halten. 'Ich bin kein Computerkritiker', entgegnete Weizenbaum stets, wenn er als solcher tituliert wurde, 'Computer kann man nicht kritisieren. Ich bin Gesellschaftskritiker.' Weizenbaum, der seine Autorität und sein Wissen aus der Tatsache zog, dass er als Computerexperte zu den Pionieren der Branche gehörte, stellt die Arbeitsweise des Rechners der menschlichen Vernunft gegenüber und skizziert die Entwicklung von 'judgement' zu 'calculation', also von einem komplexen, intuitiven Urteilen zum reinen Berechnen. Was auf dem Weg von der analogen zur digitalen Wahrnehmung an Wahrheit verloren geht, versucht dieses Buch festzuhalten. Eine eindringliche Warnung an die Adresse einer technokratischen Gesellschaft.
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am 5. Dezember 2008
Zusätzlich zu anderen Rezensenten, die korrekt die (überraschende) zeitlose Gültigkeit von Weizenbaums Betrachtungen hervorheben: Als (seinerzeit) Hacker fand ich darin eine schmerzlich zutreffende Analyse der psychologischen Haltung und Motivation von Hackern, die zu (er-)kennen mir sowohl in meinem persönlichen Leben als auch später beruflich als Projektleiter sehr hilfreich war.

Wärmste Empfehlung für Betroffene und Manager
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am 14. März 2001
Weizenbaum fordert die "Einführung des ethischen Denkens in die naturwissenschaftliche Planung". Und auch wenn das Buch 1977 erschien, hat das Werk des Dozenten für Informatik am MIT keinerlei Reiz verloren. Wissenschaft gezielt einzusetzen, und diese nicht ohne Gedanken an Folgen und Konsequenzen zu betreiben, sollte kein Diskussionsstoff sein, sondern wie der hypokratische Eid von Ärzten von jedem Wissenschaftler verlangt werden. Joseph Weizenbaum fordert diese, einzige Möglichkeit Wissenschaft dauerhaft für den Menschen und nicht gegen den Menschen zu betreiben, im letzten Abschnitt des Buches deutlichst, und erklärt uns vorher Stück für Stück an Themengebieten der Computerwissenschaft verdeutlicht, warum er dies fordert.
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am 22. September 2013
Am bemerkenswertesten finde ich, was der Verfasser anno 1976 vorausgesehen hat, was inzwischen Wirklichkeit georden ist. Viele geniale philosophische Betrachtungen!
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am 23. November 2006
Joseph Weizenbaum hatte mit seinem nachweislich sehr einfachen Sprachdialogprogramm „Elisa“ einen Boom und eine Euphorie hinsichtlich der Intelligenzbegabung von Maschinen ausgelöst: Denn dieses Programm „Elisa“ schien zum allerersten Mal, so wie Chomsky 1957 vorhergesagt hatte, den Therapeuten durch die Maschine und ein Programm, also einen programmierten Computer, ersetzbar zu machen; und das gerade in den Augen der zu Therapierenden. Aber Weizenbaum war es auch selbst, der sehr schnell erkannte, welche Gefahren in dieser Ansicht über programmierte Computer steckten: welche Gefahren darin steckten, wenn Maschinen den äußerlichen Anschein erweckten, intelligente Leistungen des Menschen, hier des Therapeuten, ersetzen zu können, oder Menschen daran glaubten, dass Maschinen intelligent seien, wenn sie sprachliche Leistungen immitieren konnten, wofern diese weit davon entfernt waren, dass sie allein schon aufgrund des äußerlichen Anscheins, den sie erhoben, intelligent redeten, besser als Kasparow Schach spielten oder noch ganz andere Dinge tun könnten. Aber in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo man zum ersten Mal auf den Mond flog, schien alles möglich zu sein, selbst Künstliche Intelligenz. Doch Weizenbaum, der selbst an technologisch vorderster Position forschte, sah auch die Gefahren, die hier für die Menschheit drohten: zum Beispiel direkt drohten aus den Chef- und Marketingetagen großer Konzerne und der Politik. Nämlich ein Orwellsches 1984, sofern man den Gefahren nicht sachlich in die Augen sah oder sehen wollte. Es kam zwar ganz anders, aber dieses Buch ist nach wie vor ein wichtiger Markstein in der Wissenschafts- und Forschungsgeschichte, eben ein Klassiker, der uns auch heute noch Hinweise für den seriösen und verantwortlichen Umgang mit neuen, vorhersagbaren technischen Fortschritten und ihren tatsächlichen Möglichkeiten geben kann; ein Werk für ernsthaften und verantwortlichen Umgang mit uns und unseren kreativen Möglichkeiten und Chancen.
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am 27. August 2013
Das Buch kam schnell und sicher an.

Das Produkt ist ein Dauerbrenner und für jeden empfehlbar :-)

Ich würde jederzeit wiederbestellen.
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