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Kundenrezensionen

2,8 von 5 Sternen
4
Standardsituationen der Technologiekritik: Merkur-Kolumnen (edition unseld)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

TOP 500 REZENSENTam 2. April 2013
Die Riesenmaschinistin Kathrin Passig hat die Diskussion über Fluch und Segen der modernen Kommunikationstechnologie auf handliches Westentaschenformat eingedampft. Herausgekommen ist ein Büchlein, das sich auch dann vergnüglich liest, wenn man mit der Autorin nicht übereinstimmt, vor allem weil sie die Stammtischparolen der verschiedenen Lager sehr schön auf den Punkt bringt.

Als Einstieg zeigt sie, wie schon immer diverse technische Neuerungen (z. B. Schusswaffen, Telefon, Tonfilm, Automobil und, natürlich, das Internet) von maßgeblichen Meinungsführern als sinn- und zukunftslos eingestuft wurden. Das ist natürlich aus der bequemen Rückbetrachtung nicht ganz fair und könnte, wenn man sie nicht längst vergessen hätte, durch eine sicher ebenso lange Liste von Erfindungen ergänzt werden, die wieder in der Versenkung verschwunden sind.

Trotzdem lässt sich daraus aber ableiten, wie es am Ende doch Energieverschwendung ist, sich gegen Entwicklungen zu sträuben, die man nicht ändern kann. Die Art, wie wir in Zukunft an unsere Informationen gelangen und wie wir miteinander kommunizieren werden, gehört mit Sicherheit dazu. Man muss ja nicht alles mitmachen (z. B. beabsichtige ich im Gegensatz zu Frau Passig, weiterhin dem gedruckten Buch treu zu bleiben, und ich kann mir auch nicht vorstellen, an Kurztexten, die ständig von Gartenzaunelementen zerhackt werden, Gefallen zu finden), oder man muss zumindest nicht alles großartig finden.

Sehr interessant fand ich den Abschnitt zum Qualitätsmanagement von Internetforen, wobei mir insbesondere die Anregung gefallen hat, eben nicht dort herumzulungern, wo einem das intellektuelle Niveau nicht gefällt (es sei denn, man gewinnt seinem eigenen Missfallen noch ein perverses Vergnügen ab, was ja das Verhalten mancher Forensiker nahelegt).

Die geänderte Beziehung zwischen Autor und Leser ist Thema des vorletzten Kapitels, in dem stellenweise auch die Sorge um das eigene Überleben im teildigitalisierten literarischen Haifischteich zum Ausdruck kommt. Wobei bei dem relativ hohen Preis des reclamheftschlanken Büchleins das Zeilenhonorar angesichts der Kürze derselben so schlecht nicht gewesen sein kann (s.u.).

Das letzte Kapitel fällt etwas aus dem Rahmen. Unter dem Titel "Unsere Daten, unser Leben" hätte ich jetzt eher etwas über Datenmissbrauch und transparente Nutzer erwartet, tatsächlich geht es hier um die Erfassung von persönlichen Biodaten mit dem Zweck, ein in weitesten Sinn verbesserter Mensch zu werden. Es muss tatsächlich Leute geben, die ihr aktuelles Gewicht und ihre Schlafrhythmen oder noch Intimeres mit ihrem virtuellen Freundeskreis austauschen. So weit bin ich jetzt noch nicht.

Man mag sich angesichts der Schmalheit des Buchs und dessen nicht kleinen Preises ein wenig übervorteilt vorkommen, die Relation wird aber auch mit der Fähigkeit der Autorin definiert, sich prägnant und ballastfrei auszudrücken. Und das ist doch ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Merkurlesern mit gutem Gedächtnis ist vom Kauf abzuraten, denn dort sind die sechs Essays in den Jahren 2009 bis 2012 erschienen. Für alle anderen mit Spaß an knackigen Formulierungen eine klare Empfehlung.
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am 12. Mai 2013
Auch wenn es sich um keine wirklich neuen Erkenntnisse handelt, sind die Texte durchaus lesenswert und regen zum Nachdenken an. Den Kritikern wird der Wind aus den Segeln genommen - dennoch gelingt es der Autorin die Themen objektiv zu beschreiben. Lesenswert!
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am 24. März 2013
Was der Titel verspricht, hält das Buch bei weitem nicht. Eine Reihe von Zeitungsbeiträgen zusammengefasst macht noch kein Buch zum Thema Technologiekritik. Dass die Kolumnen sich im Wesentlichen auf das Internet konzentrieren und in recht oberflächlicher Art das Thema behandeln ist mehr als ärgerlich. Der Verlag, dessen "edition Unseld" bisher als qualitativ hochwertig galt, hat sich und seiner Edition mit diesem "Werk" einen Bärendienst erwiesen.
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am 8. Juli 2013
Leider sehr oberflächlich und streckenweise sehr unwissenschaftlich. Obwohl gute und richtige Thesen fehlt oft eine strukturierte Herführung und Argumentation. Schade.
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