Herbst/Winter-Fashion Hier klicken Duplo Storyte Cloud Drive Photos Learn More naehmaschinen Hier klicken Learn More Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
15
3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Die Bedeutung dieses Buches würde eine Fünfsternebewertung locker rechtfertigen. Denn endlich gibt es vom Entdecker der Spiegelneuronen auch eine Publikation für das gemeine Volk. Und da sich inzwischen so viele Laien zu Experten erklären und mit Spiegelneuronen die absurdesten Theorien rechtfertigen, ist dieses Buch wichtig. Italienisch lautet der Originaltitel übrigens "So quel que fai. Il cervello che agisce e i neuroni specchio", was mir wesentlich besser gefällt.

Verfolgt man die Rezeption von Rizzolattis Forschungsarbeiten, hat man schnell das Gefühl, im menschlichen Gehirn gäbe es spezielle Nervenzellen, die eigens für die Seminar- und Beraterbranche geschaffen worden seien. Einfach das Richtige vormachen oder vorsprechen - und schon haben es die Teilnehmer begriffen. Spiegelneuronen gleich Lernen durch Imitation. Doch so einfach ist es nicht. Und wer sich beim Verkauf banaler Welt- und Denkmodell weiterhin auf die Spiegelneuronen beruft, wird sich künftig den Vorwurf gefallen lassen müssen, nie bei Rizzolatti nachgelesen zu haben, was es mit diesen Nervenzellen wirklich auf sich hat. Auch wenn die Lektüre leider sehr viel anspruchsvoller ist, als man es auf Grund des Klappentextes und der ersten Seiten erwarten könnte. Zur Schwierigkeit des Textes haben wohl verschiedene Gründe beigetragen. Giacomo Rizzolatti hat im Wissenschaftsphilosophen Corrado Sinigaglia einen Co-Autoren gefunden, der sich gerne in Formulierungen verliert, die in der deutschen Übersetzung schlecht wiederzugeben sind, wenn man sich allzu sehr an das Original hält. Kleist in Ehren, aber Schachtelsätze über eine Viertelseite eignen sich schlecht, um eine so komplexe Materie wie das menschliche Gehirn einem breiteren Publikum verständlich zu machen. Und was im Inhaltsverzeichnis noch sehr geordnet aussieht, erweist sich bei der Lektüre oft als ein bunter Wechsel zwischen anschaulichen Beispielen und neurowissenschaftlichen Berichterstattungen. Den roten Faden zu knüpfen, überlassen die Autoren grosszügig ihren Lesern. Zudem braucht es einiges an Vorwissen, um den Ausführungen der Autoren jederzeit folgen zu können.

Mein Fazit: Ein Buch, das alle lesen müssen, die Spiegelneuronen in ihre eigenen Erklärungsmodelle zum menschlichen Verhalten einbauen. Wer sich auf den nicht gerade einfachen Text einlässt und ein gewisses Vorwissen über die Funktionsweise des Gehirns mitbringt, wird meine Freude teilen, dass sich der Entdecker der Spiegelneuronen nun endlich selber zu Wort meldet. Schade nur, dass er einen Co-Autor wählte, der kaum darum ringt, komplexe Zusammenhänge möglichst anschaulich erklären zu können.
0Kommentar| 86 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2009
Vegesst alles, was ihr über Spiegelneurone gelsen habt und lest dieses Buch. Nicht nur das beste zum Thema. Die Autoren setzen hier Massstäbe für das ganze Genre popopuläre Naturwissenschaft. Hier werden nicht wie üblich fertige Erkenntnisse der großen Forscher ausgebreitet. Viemehr kann der Leser nachvollziehen welche Experimente gemacht worden sind, welche Ergebnisse sie gebracht haben, wie die Autoren die Ergebnisse interpretieren, auch in Konkurrenz zu andern, ebenfalls dargestellen Interpretationen. Persönliche Spekulationen stehen am Schluß und sie werden deutlich als solche gekennzeichnet.
Für jemanden wie mich, der die Anatomie des Primatengehirns nicht auswendig kennt, sind die ersten 10 Seiten etwas beschwerlich. Man kann sie aber ohne Schaden nur überfliegen. Im späteren Verlauf der Darstellung kann man immer noch darauf zurückgreifen. Auch wenn man als Nicht-Biologe einige Fachausdrücke nicht kennt, tut das dem Verständnis keinen Abbruch. Aus dem Zusammenhang wird fast immer klar was gemeint ist.
0Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2015
Wäre eventuell für Menschen ohne Wissen über Spiegelneurone ein wenig Informativ, wenn da nicht die vermutlich fehlende Lateinlehre wäre.
Auch ein wenig Englisch ist von Vorteil, wenn Wörter wie "grooming" anstatt zum Beispiel "Fellpflege", verwendet werden.
Tierversuche werden bis zum Erbrechen aufgeführt und wiederholt. Das praxisnahe zu unserer Realität fehlt fast gänzlich.
Würde man die Beschreibung der Versuche und deren tatsächliche Bedeutung in Verbindung zu Neurone zusammenfassen und nur einmal beschreiben, wäre das Buch nur noch ein viertel des Umfanges und vermutlich etwas spannender zu lesen.

Für Menschen die gerne einige Gehirnareale auswendig lernen wollen ist das Buch zwar nicht vollständig, aber die Zeichnungen dafür ganz witzig und einprägsam. Auch für die, die sich für den Zusammenhang zwischen Motorik, visuellem Erfassen und Koordination interessieren, ist das Buch zu empfehlen. Denn es handelt fast ausschließlich von diesem Thema.

Es wird ausführlich erklärt was sich jeder normal denkender Mensch sowieso erklären kann, aber es wird auch erklärt welche Ariale wann aufleuchten. Wer etwas über die detaillierte Funktion, die Verbindungen und Interaktionen der Spiegelneurone, auch mit anderen Zellen finden möchte, muss in einem anderen Buch suchen. So in etwa wird es im Buch auch immer wieder Beschrieben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. August 2009
Ausser bei den Sternen kann ich mich meinem Vorrezensenten Herrn Fuchs nur anschliessen. Dieses Buch scheint mir die mit Abstand tiefste und bedeutendste Darstellung der Thematik auf biologischer Ebene zu sein und ist ein wahres Geschenk für den Leser. Meine Begeisterung ist ungetrübt. Wenn man die oft verschraubte Ausdrucksweise romanisch-sprachiger Autoren in Betracht zieht, ist die Sprache dieses Buchs noch als harmlos zu bezeichnen und rechtfertigt für mich keinen Punkteabzug. Allerdings wenden sich die Autoren an Leser, denen Ausdrücke wie lateral oder rostral geläufig und die Grundlagen der Anatomie des Gehirns selbstverständlich sind.
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Oktober 2009
Beim Durchlesen, wenn man dann am Ende angekommen ist, meint man das Thema verstanden zu haben, und fühlt sich bereichert, ob der Informationen aus erster Hand.
Wenn man danach aber, wie ich im Moment, versucht, hauptsächlich auf der Basis dieses Buches, jemandem der es nicht gelesen hat, und dann auch noch in einer wissenschaflichen Arbeit, zu erklären, wie sich die Entwicklung der Erfoschung der Spiegelneurone nun abgespielt hat, dann steht man auf verlorenem Posten, weil der Text einfach nicht stringent ist!
Er fängt zwar beim Affenhirn an und arbeitet sich durch die Großhirnlappen und Areale hin zum Menschen, um immer gute, das kann man nicht abstreiten, Experimente zu erklären, doch! die Schlussfolgerungen, die er immer wieder zieht, sind oft so undurchsichtig, dass man auch bei mehrfachem Lesen es nicht wirklich "rafft", oder sie einfach verwirft.
Ich muss an dieser Stelle natürlich behaupten, dass das nicht ausschließlich an meinem geringen Intellekt liegt.
Nein wirklich, man merkt dem Buch an, dass es von zwei Leuten gleichzeitig geschrieben wurde. Sie fuschen sich so in die Angelegenheiten, oder, ich behaupte einmal, der Wissenschaftsphilosoph Sinigaglia, dem Rizzolatti, dass man es nicht wirklich nachvollziehen kann, und man sich daran gewöhnen muss, Unverständnis an einer Stelle, mit einem Aha-Effekt an anderer zu kompensieren.

Ansonsten ist das Buch wirklich ein Muss, denn im Gegensatz zu Bauer: Warum ich fühle was Du fühlst, hat es wissenschaftlichen Anspruch und man kann vertiefende Fachliteratur überhaupt erst darin finden, weil die Fussnote an der richtigen Stelle ist. Bei Bauer dagegen ist das allermeiste "einfach" in die Literaturliste geschmissen, sodass man davon ausgehen muss, dass er das wirklich alles gelesen hat.
(Bauer muss man danach lesen! Denn die Beispiele aus dem Leben eines Mediziners, Psychotherapeuten sind wahrscheinlch in Ahnlehnung richtig interpretiert, aber leicht esotherisch argumentiert.)
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2013
Schwer lesbar, sperrige Sprache, hier kann man der Übersetzung leider kein Kränzchen winden. Wer sich dennoch durchkämpft, wird nur stellenweise mit intelligenter Argumentation belohnt. Ein Schwachpunkt des Buches ist auch, dass es die Autoren zugunsten einer reisserischen These mit der Wissenschaftlichkeit nicht mehr ganz genau genommen haben. Fazit: Intelligente Zusammenfassung lesen genügt auch.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2011
... trotzdem kann es keinen Zweifel geben dass die Spiegelzellen eine epochal wichtige Entdeckung waren. Dieses Buch hier stammt vom Entdecker der Zellen (Rizzolatti). Leichter lesbar ist allerdings Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneuronevon Joachim Bauer
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Januar 2011
... für jeden der sich mit dem Thema Neurologie auseinandersetzen möchte oder muss. Da es sich hier um prmäre Forschungsergebnisse handelt ist das Lesen nicht immer ganz einfach. Dafür bekommt der LEser einer tiefen Eindruck vermittelt, auch in die Forschungsmethoden die zur Entdeckung der Spiegelneuronen geführt haben.

KAUFEN!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 26. Februar 2013
Die Forschergruppe um Giacomo Rizzolatti an der Universität Parma hat um die Mitte der 1990er Jahre Nervenzellgruppen beschrieben, die eine eigentümliche Funktion zeigen: Die Nervenzellen scheinen gleichermaßen in motorische und perzeptive Vorgänge eingebunden zu sein. Der eigene Vollzug einer Handlung und die Beobachtung dieser Handlung bei einem anderen Organismus lösen identische Erregungsmuster aus. Die betreffenden Nervenzellen nannte Rizzolatti schließlich "mirror neurons" ("Spiegelneurone"). Mit ihrer Entdeckung habe man Zugang zur neuralen Basis von Phänomenen wie Empathie, Nachahmung und soziales Lernen. Darüber hinaus ist die Entdeckung der Spiegelneurone aber auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Revision eines herkömmlichen Modell des Geistes, das nach dem Schema "(sensorischer) Input → (kognitive) Verarbeitung → (motorischer) Output" konstruiert ist. Rizzolattis Forschungen sind ein bedeutsamer Beitrag zur Neubewertung der Rolle des motorischen Systems im Funktionsganzen des (menschlichen) Geistes.

Das Buch richtet sich an ein nicht fachwissenschaftlich gebildetes Publikum, ist aber durchaus anspruchsvoll geschrieben. Es schadet nicht, wenn man bereits mit Grundbegriffen der Hirnanatomie vertraut ist. Allerdings finden sich im Buch eine ganze Reihe hilfreicher Graphiken sowie ein Glossar. Sowohl Rizzolatti als auch seinem Koautor, dem Wissenschaftsphilosophen Corrado Sinigaglia, ist jede wilde Spekulation über Spiritualität usw. grundsätzlich fremd. Das Buch ist eher als Therapeutikum gegen die Vielzahl parasitärer Diskurse zu begreifen, die sich oft ohne jegliche Sachkenntnis auf die Spiegelneuronenforschung beziehen, um esoterische Ideologien mit dem Nimbus von Wissenschaftlichkeit zu umgeben.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2010
Hatte nach einem Buch über Spiegelneuronen gesucht, um ggf. in der Praxis einen Nutzen daraus zu ziehen oder zwischenmenschliche Zusammenhänge erklären zu können. Man kennt das ja: Irgendwie ist einem jemand symphatisch oder zuwider, mittels dieser Information wollte ich dies begründen können.

Leider ist dieses Buch rein technischer Natur. Es erklärt wissenschaftlich, was in unserem Hirn abgeht, fast schon wie eine Maschine, reproduzierbar.

Der "spirituelle" Aspekt, die Möglichekiten, Verhaltensmusteranpassung ect. werden völlig ausgeklammert.

Deshalb für mich quasi unbrauchbar, für denjenigen, der eine Studienarbeit darüber schreiben muss, sicherlich ein fundierter Hintergrund zur Funktionsweise unseres Gehirns.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden