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Kundenrezensionen

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am 6. Oktober 2015
Kubins Roman, der 1909 erschien, ist am ehesten mit dem klassischen englischen und amerikanischen Horrorgenre verwandt. Die stets vorhandene, unheimlich - bedrohliche Hintergrundstimmung erinnert an Stevensons Schatzinsel, an Dracula oder auch an Dr. Frankensteins Monster. Auch Kubins Protagonisten verlassen ihr zuhause, sie wenden sich müde ab von der Zivilisation, die sie verwöhnt und großgezogen hat, und gehen auf die Reise - in diesem Fall gen Osten in ein abgelegenes Territorium, gekauft von Claus Patera, "ein Mann mit dem vielleicht größten Vermögen der Welt". Bei diesem Gebiet irgendwo in den Weiten Asiens handelt es sich um einen vollständig abgeriegelten Mini - Staat, genannt "Traumland". In dessen Hauptstadt, Perle, wird den Bewohnern das Paradies versprochen, doch bei der Ankunft ist Perle zunächst nichts anderes als eine schäbige Kleinstadt mit schmutzigen Hotels und Straßen mit kleinen, dürftig möblierten Häusern. Dazu passt der unnatürliche und unheilverkündende erste Eindruck: diese Stadt liegt im ewigen Dämmerlicht. Das mitgebrachte Eigentum seiner zukünftigen Bewohner wird konfisziert, da man im Traumland "nichts vermissen" werde. Nach wenigen Wochen wird immer deutlicher: Für keinen seiner Bewohner ist dieser Zwergstaat ein verheißungsvoller oder gewinnbringender Ort, vielmehr beginnt er sich allmählich in eine skurille Hölle von Chaos, Armut und Unterdrückung zu verwandeln.

Die Authentizität, die diesen Roman so überaus reizvoll macht, entsteht durch die empörte Naivität des Protagonisten über diesem Staat voller Schrecken, aus dem er schließlich alleine fliehen kann - seine Frau hat den Aufenthalt im vermeintlichen Paradies nicht überlebt, und durch die Schilderung der sozialen Nöte seiner Bewohner und den kargen Bedingungen, in die sie sich fügen müssen. Am Ende des Buches steht fest: Das von Menschenhand gebaute Traumreich war ein krankes Projekt, kläglich gescheitert - ein größenwahnsinniges Experiment einer Einzelperson.

Kubins Sprache ist unmittelbar, beinahe journalistisch, Bram Stokers flüssige Diktion oder Stevensons elegante Ironie fehlen ihm gänzlich (macht nichts, Kubin war ja auch keine Brite, sehen wir es Ihm also nach), aber dafür lässt seine einfache Sprache, die der Einfachheit seines biederen, nicht sehr heldenhaften Protagonisten entspricht, die Geschehnisse wirklich und dem erstaunten Leser so nah und nachvollziehbar werden.
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am 29. Mai 2013
Während der Handlung wechselt Traum und Realität. Kubin hält sich an seine Geschichte; ohne zusätzliche Reiseberichte. Zwischendurch beschreibt er grundsätzliche Begebenheiten in deutlicher Sprache formuliert.
Die eigentliche Handlung des Buches (zunächst die Reise in das Traumreich) erscheint dem Leser meist sehr real. Stimmungen erlebt man bewusst mit.

Die zahlreichen Zeichnungen Alfred Kubins machen das Buch zu etwas Besonderen!

Alles scheint eine Seele zu besitzen.

Alfred Kubin beschreibt Personen in der Handlung des Buches sehr detailliert. Die äußere Erscheinung sowie die Verfassung werden dem Leser nahe gebracht. Ich erlebe so jeweilige Situationen und die Menschen mit (Freude, Angst, Trauer, Besorgnis).

Ich erlebe das Buch sehr bewusst und lasse mich vom Autor führen.

Während des Lesens fühlt man sich aus meiner Sicht getragen; düstere Erlebnisse erscheinen nicht unmittelbar. Als Leser fühle ich fühle mich im Schutz des Autors und erlebe die Handlung immer mit einem positiven Blick zur Sonne/zum Guten.

Auch die Tiere werden äußerlich und in ihren Eigenschaften bildlich beschrieben.

Bis zum allmählichen Zerfall des Traumreiches fühlt man sich meiner Meinung nach, zu jedem Zeitpunkt getragen und von positiver Energie begleitet.

Mit dem Zerfall der Traumstadt Perle" verändert sich in gewisser Weise die Sprache des Romans. Die Veränderungen in Form von großen Ängsten und dem gewaltsamen Tod von Mensch, Tier und Pflanzen werden vom Autor bewusst beschrieben. Scheinbar entsteht ein negativer Strudel, der einen gefangen nimmt. Erst mit der Rettung des Künstlers und einer entfernteren Sichtweise der Dinge befindet man sich erneut in dem Schutz der Dinge". Positive Mächte tun sich auf.

Das Buch hat mich sehr fasziniert!!
Es regt zum Nachdenken an und verzaubert zugleich.

Es ist ein tolles Buch!!!

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Maier
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am 7. Oktober 2013
Wenn man bedenkt, dass Kubin dieses Werk fünf Jahre vor Meyrinks 'Golem' schrieb und sechs Jahre vor Kafkas 'Prozess', mutet einen diese expressionistische Dystopie schon fast epochal an. Auf jeden Fall ist es eine Leseerfahrung, die den Vergleich mit den beiden berühmteren Werken nicht zu scheuen braucht und unverdient lange Zeit in Vergessenheit geriet.

Diese Ausgabe enthält Kubins originale Zeichnungen zu dieser fantastischen Geschichte, welche für das Verständnis dessen, was vor sich geht, unverzichtbar sind. Deshalb ist diese Ausgabe der Taschenbuchausgabe von Rowohlt vorzuziehen. Ich selbst habe ein Faksimile der Originalausgabe erworben. Angesichts des hohen Preises der Suhrkamp-Ausgabe lohnt es sich, einem solchen Exemplar nachzuforschen. Außerdem wird einem in diesem Fall das Winkler-Nachwort erspart, welches nicht besonders informativ ist und - wie so viele schlechte Nachwörter - den Leser zu einer bestimmten Interpretation des Romans zwingen will.
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am 27. März 2011
dieses buch ist ein lesemuss für jedermann! nicht nur ein einfaches märchen für erwachsene, es regt gleichermaßen zum nachdenken an...
habe das buch gut und gerne gelesen und sicherlich nicht das letzte mal. kann ich nur empfehlen. auch die aufmachung und gestaltung ist sehr schön und eignet sich meines erachtens daher auch ideal als geschenk.
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am 19. Juli 2009
Das Buch ist sehr interessant, wenngleich ich zum besseren Zugang Interpretationen und Biografisches von Kubin benötigte. Sonst wären mir einige Zusammenhänge in dem hochgelobten expressionistischen Werk wohl nicht klargeworden.
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am 3. April 2010
Kubins einzigster Roman und ich muss sagen er hat mir sehr gut gefallen. Fast autobiographisch beschreibt er das Leben eines Künstlers im Traumreich von Claus Patera. Bei jeder seiner Beschreibungen musste ich an die für Ihn berühmten Tusche-Illustrationen vieler anderer Bücher (z.B. Edgar Allen Poe) denken. Ich habe den Roman im Rahmen des Literaturkreises der Phantastischen Gemeinschaft Rodgau e.V. vorgestellt und der Roman fand regen Anklang. Sehr zu empfehlen.
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am 22. September 2009
Die Idee des phantastischen Romans ist deutlich,die Handlung im Ablauf psychologisch interessant, aber mit rassistischen Gedanken durchsetzt, die es mir schwer gemacht haben, den Roman bis zu Ende zu lesen.Alles in allem war ich mehr als enttaeuscht.
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