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am 20. Juni 2009
Die Fragen, die Wittgenstein sich stellt sind folgende: welche Bedeutung hat die Sprache für die Philosophie? Gibt es einen Missbrauch der Sprache? Für Wittgenstein ist das meiste, was Philosophen je geschrieben haben nicht falsch sonder unsinnig. Ihre tiefsten Probleme sind keine Probleme. Die herkömmliche Philosophie beruht auf einem logischen Missbrauch der Sprache. Deshalb beruhen viele Probleme in der Philosophie auf sprachliche Missverständnisse. Die Gedanken, die normalerweise eher verschwommen und trüb sind, sollen durch die Philosophie eine Klärung und scharfe Abgrenzung erfahren. Nur Sätze der Naturwissenschaft sind sagbar und sinnvoll. Wittgenstein geht sogar so weit, dass er behauptet dass die alleinige Tatsache, dass die Welt ist, etwas Mystisches ist. Was sich sagen lässt, so Wittgenstein, das lässt sich klar sagen und über das "Nicht Sagbare" muss überhaupt in der Wissenschaft geschwiegen werden. Wittgensteins Philosophie durchläuft zwei Stadien. Die erste Phase seines Philosophierens besteht in der genauen Analyse des Sagbaren und schlägt sich in seinem Hauptwerk "Tractatus logico philosophicus" nieder. Die zweite Phase ist bedingt von einer Infragestellung seiner bisherigen Ergebnisse und ist gekennzeichnet durch die Annahme einer doch metaphysischen Welt. Die Philosophie seiner zweiten Phase ist in dem zweiten Werk "Philosophischen Untersuchungen" enthalten.
Wittgenstein I: Der "Tractatus logico philosophicus" (1918 abgeschlossen, 1921 mit Hilfe von Bertrand Russell zunächst als Zeitschriftenbeitrag unter dem Titel "Logisch-Philosophische Abhandlung publiziert, später auf Vorschlag George Edward Moores, anlehnend an Spinozas Tractatus Theologico-Politicus, mit heutigem Titel versehen) besteht aus einer Reihe von Tagebucheintragungen. Deshalb ist das Werk nicht in Kapiteln eingeteilt sondern besteht aus einer Folge nummerierter Abschnitte, die oft nur einen einzigen Satz enthalten. Der Tractatus umfasst 80 Seiten und beginnt mit dem ersten Satz "Die Welt ist alles, was der Fall ist". Im Vorwort schreibt Wittgenstein: "Das Buch behandelt die philosophischen Probleme und zeigt, ... dass die Fragestellung dieser Probleme auf dem Missverständnis der Logik unserer Sprache beruht. Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwas in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen".Ich bin also der Meinung, die Probleme im Wesentlichen endgültig gelöst zu haben.".
Wittgenstein beschäftigt sich im Tractatus mit den Beziehungen zwischen der Sprache und der Wirklichkeit. Ein Hauptmerkmal seiner Philosophie ist, dass die Welt uns nur durch den Filter der Sprache zugänglich ist. Die Logik benutzt Wittgenstein dazu, Grenzen und Möglichkeiten der Sprache aufzuzeigen. Ursprünglich hatte er seinem Werk den Titel "Der Satz" zugedacht. Es geht einerseits um logisch-grammatikalische Strukturen bzw. um die Zuordnung von Satzelementen zueinander, andererseits um die "abbildliche Beziehung zwischen Sprache und Wirklichkeit". Für Wittgenstein ist der Elementarsatz, die kleinste Erkenntniseinheit. Auf dem Elementarsatz können alle komplexen Strukturen zurückgeführt werden und über die Analyse von Sätzen ist es möglich zur Erfassung der Wirklichkeit und somit zur Erfassung der Welt der Sachverhalte zu gelangen. Sachverhalte sind Tatsachen. Eine Tatsache ist das, was in einem wahren Satz behauptet wird. Wenn man hingegen etwas behauptet, dass noch nicht als Wahrheit erwiesen ist, dann spricht Wittgenstein von Sachverhalte. Die Aussage: "Der Baum vor meinem Fenster ist kahl", beschreibt einen Sachverhalt, nämlich "Kahlsein des Baumes vor meinem Fenster". Hat sich dieser Sachverhalt als wahr erwiesen, ist der Baum also tatsächlich kahl, ist der Sachverhalt zu einer Tatsache geworden". Eine Tatsache ist zum Beispiel, dass ein Tisch braun ist. Nicht der Tisch selbst ist eine Tatsache, sondern dass er bestimmte Eigenschaften hat. Deshalb wehrt sich Wittgenstein auch gegen das Modell von Platon, wo jeder Tisch an einem idealen Tisch teilhat. Für Wittgenstein bedeutet die Existenz des Tisches etwas Metaphysisches. Der Satz besteht somit aus nicht weiter analysierbaren Namen. Zeichen bzw. Namen sollten als Symbole der Wirklichkeit fungieren: Bei einem Satz wie "Der Tisch ist sauber" sind die einzelnen Zeichen und die Verbindung dieser Zeichen Wirklichkeitsnahe, man kann sich den sauberen Tisch vorstellen. Bei einem Satz wie z.B. "Sokrates ist identisch" ergibt die Verbindung der Symbole keinen Sinn, d.h. der Satz ist unsinnig. Der Satz muss laut Wittgenstein auf Ja oder Nein hin über den Vergleich mit der Wirklichkeit überprüft werden, was Wittgenstein wiederum Verifikation eines Satzes nennt. Der Satz muss die Möglichkeit seiner Wahrheit enthalten aber nicht mehr als die Möglichkeit. Kein Satz ist a priori, also von vornherein wahr. Wittgenstein unterscheidet zwischen Sätzen und Namen insofern, dass bei ihm Sätze bipolar sind, das heißt sie können entweder wahr oder falsch sein, während Namen einpolig sind und entweder einen Sinn haben oder keinen. Der Unterschied zwischen einem Namen und einem Satz besteht darin, dass der Name in seiner Bedeutung verstanden werden muss, während der Satz auf seinem Sinn verstanden werden soll. Die Beziehung zwischen Sprache und Welt bezeichnet Wittgenstein mit dem Wort "Abbild-Bild". Mit Bild meint er nicht ein Gemälde sondern eher Bilder die auch bei Gericht verwendet werden um Tathergänge nachzuspielen. Steine, oder Kegeln z.B., die für Menschen oder Dinge stehen und die dazu verwendet werden den Tathergang nachzuspielen. "Bei der so genannten Abbildtheorie von Wittgenstein geht es zum einen um die interne logische Struktur des Satzes, den Satzbau, zum anderen um die Beziehung der logischen Struktur zum Sinn des Satzes, der zunächst immer nur ein möglicher ist und wahr wie falsch sein kann, und zum dritten um die Beziehung dieses Sinnes des möglichen Satzes zum wirklichen Sachverhalt, um die Frage nach der Wahrheit oder Falschheit des Satzes als Bild der Wirklichkeit." Wittgenstein hat eine Logik entwickelt, die sich mit der Wahrheit und Falschheit von Sätzen beschäftigt. Philosophie wird mit Wittgenstein zur reinen Sprachanalyse. In Anlehnung an Bertrand Russell geht Wittgenstein davon aus, dass sich sowohl die Welt als auch die Sprache in kleinste Einzelbestandteile wie die Atome zerlegen lassen. Im Tractatus nimmt Wittgenstein immer wieder Bezug auf die Unterscheidung zwischen dem "Sagen" und dem "Zeigen". Im Zeigen und nicht im Sagen liegt für Wittgenstein der Zugang zu ethischen und religiösen Problemen. In Kunst und Religion werden immer wieder Dinge sichtbar und erfahrbar, die sich nicht sagen sondern nur zeigen lassen. Über diese Erfahrungen soll geschwiegen werden. Wittgenstein vergleicht den Tractatus mit einer Leiter, die man besteigt und dann wegwerfen kann. Er entwickelt seine Philosophie als Sprungbrett zur unsagbaren Welt. Mit dem Tractatus ist schon alles gesagt, aber die wirklichen Probleme wie Tod, Glaube, Gott, Hoffnung sind damit noch nicht einmal berührt. Diese Lebensprobleme, wie auch der Sinn des Lebens, liegen jenseits von Wissenschaft und Philosophie. "Wie in Dantes Göttlicher Komödie Vergil als Repräsentant der menschlichen Vernunft den Menschen nur bis zum Rand des Paradieses begleitet und dort seine Führung abgeben muss, so kann die Logik im Tractatus den Menschen nur bis zum Rand des Sagbaren bringen ... Das Ethische ... fängt also erst an der Außengrenze dessen an, was Wittgenstein Welt genannt hat. ...Der Sinn der Welt muss außerhalb ihrer liegen.". Sprache und Welt sind eng miteinander verbunden.

Aus dem Tractatus logico-philosophicus:

Alle Philosophie ist Sprachkritik
Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken.
Die Philosophie begrenzt das bestreitbare Gebiet der Naturwissenschaft.
Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies zeigt sich, es ist das Mystische.
Die Welt ist alles was der Fall ist.
Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen.
Wir machen uns Bilder der Tatsachen.
Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit.
Alles, was überhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen.
Die Gesamtheit der wahren Sätze ist die gesamte Naturwissenschaft.
Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig.
Wir fühlen, dass selbst, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.
Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems.
Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie - auf ihnen - über sie hinaus gestiegen ist.
Die Lösung des Rätsels des Lebens in Raum und Zeit liegt außerhalb von Raum und Zeit.
'nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern dass sie ist.
An einen Gott glauben heißt, die Frage nach dem Sinn des Lebens verstehen. An einen Gott glauben heißt sehen, dass es mit den Tatsachen der Welt noch nicht abgetan ist. An Gott glauben heißt sehen, dass das Leben einen Sinn hat.
Gott offenbart sich nicht in der Welt.
Gott ist wie sich alles verhält.
Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
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am 8. Juli 2016
Ich bin sehr zufrieden mit dem Buch. Die sendung wurde erfolgreich gemacht, obwoll ich auf der anderen seite de Welt wohne. Vielen Dank
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am 23. Mai 2014
Wer was braucht, was er immer wieder lesen kann und wem die Bibel zu schwer ist - Wittgenstein. Sozusagen "Eine kurze Geschichte der Zivilisation".
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