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am 8. September 2009
Über den Roman als solches will ich gar nichts sagen, ein Klassiker, den jeder Interessierte einfach gelesen haben muss, um ein eigenes Urteil zu fällen.

Das man für 2,90 heutzutage jedoch noch ein gebundenes (!) neues Exemplar dieses Meisterwerks, dazu noch mit schön designtem Hardcover ins Haus geliefert bekommt, ist an sich fast genauso grotesk wie die Geschichte, die erzählt wird. Nur eben weitaus positiver.

Zwar fehlt es an einem Anhang mit Kommentar oder Ergänzungen, dieses in dieser Ausgabe für den Preis zu erwarten wäre nun aber auch sehr weltfremd; für den wissensdurstigen Leser gibt es dafür ja immer noch die kleinen blauen Reclam-Komplettlösungen, welche sich durchaus als Ergänzungslektüre anbieten.

Ein unschlagbarer Preis, der eigentlich dafür verantwortlich sein müsste, dass nun wirklich in jedem Bücherregal eine schöne gebundene Ausgaben des Prozesses zu finden sein sollte.
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am 21. September 2013
Sehr gut!
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am 18. April 2009
Interessante Idee, die wichtigsten 4 Szenen der Lektüre von Franz Kafka aus der Sicht Josef K.s darzustellen... Künstlerische Freiheit miteinbezogen! Diese 50_minütige Umsetzung versucht, die dem Leser fehlende Klarheit über K.s Gedanken zu vermitteln, indem er ihn als Hörer in die Gedanken eines Sichselbstentfremden, eines Ausgelieferten stellt
Das Hörbuch ist entweder so etwas wie der extra Mokka für Kafka-Kaffee-Genießer und für "Prozess-Fans" gemacht oder für diejenigen, die mal kurz und schmerzhaft in Kafkas Weltliteratur reinschmecken wollen.
Aufnahme von 1951, Köln. Hörfassung von Ernst Schnabel, gesprochen von Gustaf Gründgens
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am 17. September 2004
beschreibt Zustände und Literatur, die verwirrend und surreal sind. Kafka, nicht beabsichtigt, prägte diesen Begriff nicht zuletzt durch sein Werk "Der Prozeß". Während einem der Sinn von dem Werk "Die Verwandlung" sofort ins Auge springt, findet man diesen erst nach dem lesen des Romans, sofern man nicht eine Pause einlegt um den "Prozeß" zu verstehen.
Ich habe das Buch mittlerweile schon drei Mal gelesen und dabei für mich, unabhängig von den unzähligen Deutungsversuchen oder -vorschlägen, immer einen anderen Sinn gefunden. Es existieren Bücher, die es schaffen, einem Menschen in den unterschiedlichsten Situationen seines Lebens behilflich zu sein. Franz Kafka schafft es mit dem "Prozeß" und im Besoderen mit seiner Torwächter Parabel, innerhalb des Werkes, den Charakter eines Menschen fei zu legen. Es sei allerdings angemerkt, daß dieses Werk Kafkas, einem immer wieder die Schuldfrage neu stellt und man seine eigene Schuld, je nach Zustand seines eigenen Gemüts, wie ein Spiegel vorgehalten bekommt und man am Ende selbst Josef K. ist oder zu sein vermag. Durchalten heißt die Devise des siebten Kapitels das sehr lang und zäh geschrieben ist so, daß man am Ende vielleicht,wie Kafka, zu dem Schluß kommt "Wie ein Hund!" [...], es war, als sollte die Scham ihn überleben."
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am 29. August 2008
Inhalt: Josef K. wird eines Tages früh aus dem Bett geholt und verhaftet. Gegen ihn wird ein Verfahren eröffnet, es wird ihm aber erlaubt, sein Leben wie bisher weiterzuführen, zu wohnen wie bisher und seine Tätigkeit als Bankangestellter weiter auszuüben. Der Gehalt der Anklage bleibt ihm (und dem Leser) verborgen. K. nimmt den Prozess zunächst nicht sehr ernst, erst mit der Zeit versucht er sich zu verteidigen und Hilfe dafür zu bekommen. Zeitweise versucht er, die Berechtigung des Prozesses und dessen Relevanz für ihn in Frage zu stellen, immer wieder versucht er, das was ihm geschieht, (erfolglos) zu verstehen und zu erklären. Letztlich scheitert er (und mit ihm der Leser) in den Versuchen einen Sinn darin zu finden. Seine Versuche zu handeln scheitern, K. erweist sich im Umgang mit dem Gericht überfordert und dem Prozess hilflos ausgeliefert. Am Ende ist zweifelhaft, ob es hätte anders laufen können, ob K. so frei gewesen ist, sein Schicksal in die Hand zu nehmen und ob nicht alles so notwendig folgte wie es dann tatsächlich lief.

Ich empfand einen Widerwillen gegen das Lesen des Buches, den ich darauf zurückführe, dass die Handlung im Ganzen wie in den Teilen irreal (oder "kafkaesk") wirkt. So befinden sich die Gerichtskanzleien auf dem Dachboden von Mietshäusern, immer wieder kennen Personen K. und wissen über ihn Bescheid, obwohl sie das realerweise eigentlich noch gar nicht können sollten, Kollegen sind bei seiner Verhaftung mit dabei und tauchen zufälligerweise später irgendwo auf, Onkel Karl heißt plötzlich Onkel Albert, usf.

Zugleich mit der Schilderung der vordergründig irrealen Handlung macht das Buch dem Leser jedoch auch einige "Sinnangebote", ergibt jedoch keinen kohärenten "Gesamtsinn". So könnte man den Prozess als einen eigentlich psychischen Prozess deuten, bei dem die einzelnen Personen (z.B. das Gericht, der Onkel, der Advokat, die Kollegen) Instanzen der Seele (z.B. das Gewissen, das Unbewusste) darstellen (allerdings fehlt der innere Konflikt). Zudem könnte man das Geschehen als Ausdruck innerer Prozesse deuten, etwa als Ausdruck eines Wahns (so hat man oft den Eindruck, als ob die ganze Stadt mitsamt seinen Menschen um K. zentriert ist und auf ihn hingeordnet ist, ja teilweise, als ob sein Bewußtsein das Sein der Dinge bestimmt). Und ebenso könnte man die Handlung als ein Bild für die Existenz, das Leben und das Sein des Menschen insgesamt halten und deuten. Zu berücksichtigen ist, dass nicht jede Schlußfolgerung Ks und Information der Beteiligten wahr sein muß, da der Erzähler sich als "unzuverlässig" erweist.

Fazit: Identifikatorisches Potential bietet der Roman u.a., wenn man ihn als eine Darstellung eines anonymen und menschlichen Waltens liest, dem man hilflos und überfordert ausgeliefert ist, und das man nicht versteht. Die Handlung wirkt allerdings vordergründig "irreal" und auch die möglichen Deutungsansätze bieten keinen kohärenten Sinn. Diese Irrealität und Sinnlosigkeit des Geschehens empfand ich als frustrierend.
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am 9. März 2005
Ein sehr gebildeter Mensch hat mal gesagt, Kafka kann man mit 15 lesen, aber vestehen erst mit 50.....ich denke das dass genauso stimmt. Kafka ist ein Genie,der leider viel zu jung starb (41 Jahre). Er hatte ein sehr merkwürdiges Problem mit Frauen, was man in seinen Büchern immer wieder bemerkt. Die Art und Weise wie er sich auszudrücken versteht ist einzigartig. Man mus ihn einfach mal gelesen haben. Allerdings ist es wohl so, dass man ihn nur lieben oder hassen kann...ich liebe ihn
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TOP 500 REZENSENTam 7. März 2005
Fragt man den Experten zu seinem Urteil über Kafkas "Der Prozeß" wird der einem wahrscheinlich sagen, dass dieses Werk gute Literatur sei. Aber was ist das, gute Literatur? Gibt es hierfür objektive Kriterien?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und die Qualität eines Werkes von Leser zu Leser unterschiedlich bewertet wird. Dennoch, "Der Prozeß" verdient dieses Prädikat aus folgenden Gründen:
1) Bei Kafka sieht man, wozu die deutsche Sprache eigentlich fähig ist. Da heutzutage jeder unterklassige Möchtegernsuperstar die Öffentlichkeit mit seiner Biographie belästigt, darf dieser Aspekt nicht unterschätzt werden.
2) "Der Prozeß" erlaubt es dem Leser nicht, den Text einfach nur passiv zu konsumieren. Die hier präsentierte Welt ist zu komplex, grotesk, irreal (kafkaesk eben), um sie zu akzeptieren oder sich von ihr unterhalten lassen. Um sich seine Interpretation herzuleiten, muss der Leser versuchen, das ihm vorgesetzte Rätsel zu lösen, es in seine, die "reale", Welt zu übersetzen. Wofür steht K.? Ist er die Verkörperung einer Generation, oder gar der ganzen Welt, die sich gegen, ja gegen was eigentlich, schuldig gemacht hat? Wieviel von K. steckt in mir? Bin auch ich irgendwie schuldig?
Und so weiter und so fort. Um dieses Buch zu verstehen, muss sich der Leser mit der vorgesetzten fiktionalen Welt auseinandersetzen und sie, mit den ihm gegeben Voraussetzungen, in seine Welt transferieren. Das heisst, jeder ist dazu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Teile seines Leben in dem von K. wiederzufinden.
Das führt dazu, dass man regelmäßig das Buch sinken lässt und gedankenverloren seine Blicke im Zimmer schweifen lässt und einfach nur denkt. Und wenn Literatur das schafft, verdient sie, meiner Meinung nach, die Bezeichnung "gut".
PS: Zwecks Bequemlichkeit habe ich nur männliche Pronomina benutzt. Natürlich sind aber beide Geschlechter angesprochen!
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am 12. April 2018
Jahr für Jahr werden Schüler mit diesem kafkaeskschen Schwachsinn gequält und sollen einen Sinn aus diesem Mist herauslesen. Es gibt weitaus bessere zeitgenössische Romane, die sich auch interessanter und spannender lesen als dieser alte Käse. Siegfried Lenz oder Martin Walser finde ich weitaus besser als diesen blöden Kafka. Fragen Sie mal die Schüler, was die davon halten!
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am 16. November 2004
Wer schon einmal einen Gerichtsprozess am eigenen Leibe verspürt hat, selbst schon einmal die hohlen Kammern der scheinbar sinvollen Administration von Recht und Gesetz miterlebt hat, befindet diesen Roman nur zu wahr. Im Grunde geht es tatsächlich nicht darum, Recht zu schaffen oder wiederherzustellen, sondern durch immer spitzfindigere Formulierungen und Lösungsversuche, den anderen zu übertreffen. Kafka hat dies meiner Meinung nach aufs Beste beschrieben. Dass die Frage der eigenen Schuld, bzw. das Aufsichnehmen einer Schuld, die man eigentlich gar nicht zu tragen verpflichtet ist, dabei eine zentrale Rolle spielt, ist im Prinzip ein Beiwerk, das langwierige Prozesse automatisch mit sich bringen. Dadurch ist Kafka aktueller denn je, beschreibt haarklein eine völlig normale Absurdität, in der man sich durchaus wiederfinden kann.
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Es ist ein typisch deutscher Fehler im Prozeß - der selbstverständlich ein über jede anmaßenden Wertungsversuche erhabener Klassiker ist - eine Bürokratiekritik zu sehen. Die Faszination des Kafkaschen Werks ergibt sich ja gerade aus der - vom Autor sicherlich auch gewünschten - Vieldeutigkeit, um nicht zu sagen undeutbarkeit seines Werkes. Im Prozeß eine "Beamtenkritik" sehen zu wollen ist, genauso abstrus, wie zu behaupten, in der Verwandlung würde das Patriarchat oder "In der Strafkolonie" der Strafvolzug kritisiert. Die kafkaschen Werke gehen immer hinter diesen vordergründigen Plot, sie gewinnen eine Eigendynamik die immer ins Unendliche tendiert (Wie der Aufbau der Bürokratie im Schloß/Prozeß). Es ist mehr als bezeichnend, das Kafka nahezu alle seine Werke unvollendet lies. Sie "liefen ihm auseinander", er "konnte sie nicht mehr umfassen". Es bedarf eigentlich keiner allzu großen Geistesanstrengung, um zu begreifen das, es sich bei den Kafkaschen Texten um Gleichnisse handelt. Ich empfehle dringenst eine Lektüre des Gleichnisses "Von den Gleichnissen" in den gesammelten Kurzgeschichten unseres hoch verehrten Genius F.K..
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