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am 17. November 2012
Als Daniel neun ist, scheint es für seinen Vater Fil nur ein Motto zu geben: "No risk, no fun." In den 80ern engagierte Fil sich in der Berliner Linkenszene, besetzte Häuser und plünderte Supermärkte. Jetzt liegt er, den Daniel fünfzehn Jahre nicht gesehen hat, im Koma. Dabei ist Daniel gerade extra nach Berlin gezogen, um sich dem abwesenden Vater wieder anzunähern. Er zieht in Fils Wohnung, beginnt Nachforschungen über die Vergangenheit seines Erzeugers anzustellen, ist fasziniert von dessen politischen Engagement, versucht ihm sogar nachzueifern, aber findet doch keinen Zugang zum Leben des anderen.

Raul Zelik erzählt zwar eine klassische Vater-Sohn-Geschichte, im Wesentlichen geht es aber um eine kritische Betrachtung zweier Jugendbewegungen, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Die linksgerichtete Sponti-Szene der 80er vs. die null politisch engagierte Facebook-Generation der Gegenwart. Das ist spannend, aufschlussreich und sehr ehrlich, fast pragmatisch erzählt, ohne eindeutig Position zu beziehen. Seine Hauptfigur Daniel scheitert und macht doch eine Entwicklung durch.

Damit unterscheidet sich dieser Generationenroman von den Werken vieler junger Autoren, die sich zwar kritisch mit ihrer gesellschaftlichen Rolle auseinandersetzen, z.B. mit dem heutigen Bildungs- und Leistungsdenken, aber nicht politisch schreiben. Erst Raul Zelik, Jahrgang 1968, schafft es oder traut sich, die Brücke zwischen Gesellschaftskritik und Politik zu schlagen. Ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Sein Ansatz ist nicht lösungsorientiert, sondern hinterfragend.Mehr solcher Romane wären wünschenswert.
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