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David Harvey ist ein englischer Sozialwissenschaftler, der unter anderem in Oxford und an der London School of Economics lehrte.
REBELLISCHE STÄDTE ist ein ganz aktuelles Buch, in einer Zeit in der Städte in unterschiedlichen Regionen zu Chiffren von Rebellion und von Demonstrationen werden.
Der Syntagma-Platz in Athen, Tahrir-Platz in Kairo, die Placa Catalunya in Barcelona, Plaza del Sol in Madrid etc. waren öffentliche Plätze, die zu urbanen Gemeingütern wurden, als die Menschen sich dort im Protest versammelten.

Schon während der sogenannten Caracazo-Riots in Caracas, während der *Wasserkriege* von 2000 in Cochabamba, den Widerstandsbewegungen in El Alto auf der Hochebene über La Paz (die letzten Endes in den Sieg von Evo Morales mündeten), wurden der Widerstand der Bevölkerung und die blutige Unterdrückung durch die Ordnungskräfte in den Städten ausgetragen. Aber zentrale Plätze als Kulminationspunkt des urbanen politischen Widerstands sind auch in ihrer Häufigkeit eine höchst aktuelle Erscheinung.

David Harvey sieht das *Recht auf Stadt* als ein kollektives Recht, im Gegensatz zum vorherrschenden Recht auf Privateigentum und auf Profitrate, das im Kapitalismus andere Rechtsvorstellungen überdeckt:

*Das Recht auf Stadt ist weit mehr als das Recht auf individuellen oder gemeinschaftlichen Zugriff auf die Ressourcen welche die Stadt verkörpert: es ist das Recht, die Stadt nach unseren eigenen Wünschen zu verändern und neu zu erfinden. Es ist ein kollektives Recht, da das Neuerfinden der Stadt unvermeidlich von der Ausübung einer kollektiven Macht über Urbanisierungsprozesse abhängt*.

Einerseits sind die Atmosphäre und Attraktivität einer Stadt ein kollektives Produkt ihrer Bewohner, wie es Harvey ausdrückt, andererseits wird die Stadt verändert durch das Bestreben im Kapitalismus, profitable Terrains für die Produktion und Absorption von Kapitalüberschüssen zu finden.

Harvey geht nicht so sehr auf diese Widersprüche in den Städten im Einzelnen ein, sondern zieht einen weiten Bogen von den Kämpfen der Pariser Kommune in den Straßen von Paris 1871, bis zu den heutigen Besetzungen zentraler Plätze und den Demonstrationen vor den Glaspalästen von Banken in Europa.

Die zunehmende Rebellion macht nach Harvey die Stadt wieder sichtbar zum Gemeingut, auch wenn es derzeit nicht darum geht, eine Revolution anzuzetteln, sondern um Rechte einzufordern.

Insgesamt ein nützliches und interessantes Buch über die Orte an denen Rebellionen heute stattfinden, und gleichzeitig auch ein Buch über die Gründe WARUM sie dort stattfinden.
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am 18. Juli 2013
Harveys kleines Buch liest sich leicht, hat es aber in sich. Eine marxistisch inspirierte Analyse gegenwärtiger globaler Stadtentwicklung jenseits oberflächlicher Gentrifizierungsthesen bietet er. Das ist tief in der Politischen Ökonomie und Sozialgeschichte verankert. Ein utopischer Schlenker 'jenseits des Kapitalismus' am Ende darf nicht fehlen. Lesenswert!
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