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am 14. April 2013
Mi diesem Schriftststeller würde man gerne im ehemligen Ostblock und im ungeordneten Balkan reisen: Er kommt überall hin, wo er hinkommen will, leidet mit wachem Blick und Empathie an der Schönheit und Armseligkeit. Wir im reichen Westen sollten uns eigentlich entschuldigen, dass wir nichts Besseres zustande gebracht haben.
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am 11. August 2013
Mit dem 2010 in Polen erschienenen und 2012 ins Deutsche übersetzten Prosatext „Tagebuch danach geschrieben“ legt der 1960 geborene polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk eine Art literarischen Reiseführer über den Balkan und ein Statement über seine Heimat vor, das sich als eine kulturkritische Betrachtung und zugleich eine unprätentiöse Liebeserklärung an Polen deuten lässt. Das Tagebuch besteht aus unchronologisch geordneten Reiseeindrücken, die Stasiuk auf seinen Balkan-Reisen zwischen 2004 und 2010 gesammelt hat. Der in drei Kapitel gegliederte Text ist zugleich ein Bekenntnis des Autors zu seiner mentalen Zugehörigkeit zum Osten als auch ein kritisches Nachdenken über Polen aus einer notwendigen Distanz. In dem kritischen Blick auf das Heimatland aus der Ferne definiert der Erzähler seinen Patriotismus: „Denn Polonia zu verstehen heißt so viel, wie sie von Osten her zu betrachten. Von Osten her zu sehen, wie sie sich verkleidet, sich drapiert, wie sie die hellblauen Hosen mit den goldenen Sternen anprobiert, um zu gefallen.“ (126)
Die Fixpunkte für das topographische Gerüst von Stasiuks Reiseaufzeichnungen bilden Dörfer, Städte, Metropolen und Landschaften Albaniens wie auch die des ehemaligen Jugoslawiens. Im dritten Kapitel erinnert sich der Erzähler, angeregt durch seine Südeuropa-Reisen, an das nordöstliche Masowien und Podlesien, an Grochów – den Warschauer Ortsteil im Stadtbezirk Praga Południe, wo er aufgewachsen ist – und an das polnische Dorf Licheń, einen Wallfahrtsort in Großpolen, vor dessen Hintergrund er über den polnischen Katholizismus reflektiert.
Dabei dienen dem reisenden „Tagebuch“-Erzähler Räume, Atmosphären aber auch eine wahrgenommene Leere als Medien der Erinnerung und der Geschichtsschreibung.
Balkan schreiben und Polen denken? Nicht nur. Stasiuk gibt jedem Europär einiges zum Nachdenken - über seine Herkunft, Identität und Zukunft. Es sind 174 Seiten, die sich nicht an einem Tag lesen lassen. Eine äußerst angenehme Lektüre für aufgeschlossene Leser.
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