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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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5,0 von 5 Sternen

am 3. Februar 2007
Harold Bloom ist amerikanischer Literaturprofessor in Yale. Neben zahlreichen Veröffentlichungen möchte ich zwei erwähnen: Lesen Sie GENIUS, lesen Sie seine Shakespeare Ausführungen.

So wie er in seinem Buch: >Einflussangst< bereits darlegt, dass ein Dichter nach Originalität strebt, so ist auch hier das Löslösen wollen und vielleicht nicht können vom geistigen Vater, Thema von Dichter und Dichtung. Nicht über die Dichter und die Großen, der Genuine der Welt, sondern über ihre Werke und deren Nachträglichkeit verbindet Bloom seine Gedanken. Bloom sieht nicht das einzelne Werk an sich. Bloom sieht wie einst Salomon, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt, er sieht es wie einst Emerson, dass alles Zitat ist. Nicht wörtlich, sondern in den wiederholten Sinnzusammenhängen.

Und so ist es ein Leichtes, den Revisionismus zum Thema zu machen, welches nicht mehr heißt, als etwas nochmals zu betrachten aus einer anderen Zeit oder aus einem anderen Winkel. Damit ist dieses prüfende Wiederhinsehen immer ein Hinsehen des Vergleichs, niemals ein ausschließliches Betrachten des einzelnen Dichters, eines einzelnen Werkes. Die Freudianische Psychologie der Nachträglichkeit macht dieses Buch zu einem Gewinn. Blooms brillante Sprachkunst, verbunden mit einer Wissensmenge über Literatur ist gleichzeitig der Eintritt in eine Arena, die die Dichter gegeneinander zum Kampfe führt. Im übertragenen Sinne, zum Kampf mit dem Wort, denn die Großen, die in der Geschichte verhaftet bleiben, sind die, die um die Ewigkeit gekämpft und diesen Kampf gewonnen haben. Aber, es musste ein anderer fallen. Die Menge der Ausschlüsse anderer scheint die Qualität eines Gedichtes zu bestimmen.

Die veränderte Reinkarnation eines Vorgängers ist die Revision, die erneute wertschätzende Betrachtung, Basis dieses Buches, welches nur aus dem Vergleich der Großen zur Größe der Literatur und ihrer Protagonisten kommt. Wer das Ozeanische nach Romain Rolland, die Empfindung der Ewigkeit, austrocknen lässt als Dichter, wird an Land geschwemmt, wer aber bis zum Hals im Wort steckt, dem schlägt die Stunde der wirklichen Geburt, ihm entsteht der dichterische Neubeginn, aus der empfundenen Hoffnungslosigkeit entsteht ein Metaleben, in dem Liebe und Tod um ihre Beute kämpfen.

Die Creme de la Creme der englischen und amerikanischen Dichter steht bereit zum virtuellen, posthumen Vergleich, aber unter Anleitung eines sehr wachen, intelligenten Ringrichters.
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