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Martha C. Nussbaum ist eine kritische, moderne Aristotelikerin, die davon überzeugt ist, dass Tugenden für unser Leben wichtig sind und dass sich eine unviersell gültige Bestimmung davon geben lässt, was den Menschen zum Menschen macht und welche Fähigkeiten alle Menschen auszeichnen. Daraus wiederum gelingt es ihr dann Richtlinien aufzustellen, die nötig sind, damit wir alle in gerechten Verhältnissen leben können.

Das Buch um das es hier geht, ist eine Sammlung von fünf zwar außergewöhnlich verständlich geschriebenen Aufsätzen, die sich aber dennoch auf anspruchsvollem philosophischem Niveau befinden, eine tolle Mischung, die die Autorin hier gefunden hat! In ihrer Arbeit zeigt sich Frau Nussbaum auf der Höhe der Zeit, geht auf diverse moderne Kritikpunkte an Aristoteles Ethik ein und entwickelt daraus durchaus originelle eigene Ansätze, wie zum Beispiel ihre Liste der Grundstruktur der menschlichen Lebensform, die gerade nicht auf der Grundlage einer metaphysischen Biologie erstellt wurde, sondern auf den gemeinsamen Mythen und Geschichten unterschiedlicher Orte und Zeiten beruht und die sowohl Fremden als auch Freunden davon erzählen, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Diese, wie die Autorin meint, offene Liste (das meint sie ist offen für Ergänzungen oder Kürzungen) einer starken und vagen Theorie (die Autorin ist sich der Gefahr einer Instrumentalisierung einer solchen Liste durch Weltanschauungen bewusst und meint ihr zu entgehen), dient ihr letztlich als Orientierungspunkt um festzumachen, was zu einem geglückten Leben gehört und wie man ein solches geglücktes Leben letztlich auch erreichen kann. Was einem Menschen nicht fehlen darf, damit er auch wirklich noch als Mensch bezeichnet werden kann, sieht für sie so aus: Sterblichkeit, Körper, Fähigkeit zum Erleben von Freude und Schmerz, Kognitive Fähigkeiten, Frühkindliche Entwicklung, Praktische Vernunft, Verbundenheit mit anderen Menschen, Verbundenheit mit anderen Arten und der Natur, Humor und Spiel, Getrenntsein. Daraus sozusagen abgeleitet entwickelt sie dann eine Liste von Grundfähigkeiten, die der Mensch entwickeln sollte um ein glückliches Leben zu führen. Auch diese Liste ist vage genug um für spezifische regionale Besonderheiten noch offen sein zu können.

Ein wunderbares Buch und interessant auch gerade für Anhänger der Rawl'schen Gerechtigkeitstheorie, die sich von einem alternativen, sehr engagierten und sympathischen Gerechtigkeitsentwurf neu inspirieren lassen möchten.
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am 23. Mai 2011
Nussbaum geht in ihrem ethischen Ansatz vom Menschen selbst aus. Seiner Würde und seinem Personsein entspricht es, das bestmögliche, das ihm wahrhaft entsprechende aus seinem Leben zu machen. Ein Leben zu gestalten, das ihn zuletzt auf ein erfülltes zurückblicken lässt. Mit diesem humanistischen Ansatz macht sie zugeich deutlich, daß die Bedingungen für ein erfüllendes Leben über materielle Güter weit hinausgeht, also ein auf die gleiche Verteilung von materiellen Gütern begrenzter Ansatz zu kurz greift.
Für die Realisierung eines solchen Lebens verweist sie, Aristoteles folgend, auf die individuellen Begabungen und Fähigkeiten einerseits, aber auch auf die bedingenden Möglichkeiten des sozialen Umfeld andererseits, d.h. auch auf die Aufgaben des Staates. Rudimente von Fähigkeiten liegen im Menschen, es obliegt dem Menschen in seiner Entscheidungsfreiheit, sie zu aktivieren, Begrenztheiten zu überwinden und sein Leben erfüllend zu realisieren. Es ist aber notwendig für den Menschen, von außen dazu befähigt werden, sie auszuüben. Es geht um Fähigkeiten und Befähigung (capabilities) des Menschen, hin zu einem gelingenden, wahrhaft menschlichen Leben. Nur im Zusammenspiel beider Seiten gelingt ein '''''''''''''' '
Was ist die distributive Aufgabe des Staates dabei (und spätestens diese Frage verrät ihren aristotelischen Ansatz)? Jedem einzelnen genau das zu geben, was er zu der persönlichen Entfaltung braucht und was dem einzelnen genau die Möglichkeiten eröffnet, die seinen Begabungen entspricht und mittels derer er diese Fähigkeiten zu einem erfüllenden Leben realisieren kann. Genau darin liegt aber die Schwierigkeit. Wie soll ein Staatswesen das leisten? Diesem hohen Individualismus gerecht werden können? Die Unmöglichkeit dieser Forderung wird dadurch relativiert, daß Nussbaum auf eine Spezifizierung auf den einzelnen Menschen hin verzichtet. Stattdessen reduziert sie die Erfüllung des menschlichen Lebens auf die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse und ermöglicht damit zugleich einen Universalismus. Damit kann ihr Ansatz als einer gelten, der die Menschen verschiedener Länder, Rassen und Kulturkreise übergreift.
Ein wichtiges Thema ist für Nussbaum die Rolle der Geschechter und die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Daß Emotionalität stark den Frauen zugerechnet wird, hält sie für unangemessen und daß Frauen daraus ein gesellschaftlicher Nachteil erwächst, hält sie für sozial ungerecht. Der Weg einer Klärung und Er-klärung führt sie auch hier zurück auf das zutiefst Menschliche. Im Schnittfeld von Philosophie, Soziologie und Psychologie kommt sie auf den Grund menschlicher Regungen und Reaktionen und kann darlegen, daß nicht die Emotionalität als solche eine unterschiedliche ist zwischen Mann und Frau, sondern der unterschiedliche Umgang mit bestimmten Wahrnehmungen wie Abhängigkeit, Verletzbarkeit und Unvollkommenheit, die entsprechende Emotionalitäten freisetzen oder auch nicht freisetzen können/dürfen. Ob und inwiefern Emotionalitäten geäußert werden können und geäußert werden, hält sie für ein gesellschaftliches Problem, da die Abwertung von Emotionalität gesellschaftlich verankert ist. Insofern kann ihrer Ansicht nach auch nur eine Veränderung der Gesellschaft in Form einer umwertenden Erziehung das Problem lösen.
Auch für andere soziale und kulturelle Zusammenhänge hält sie eine Umwertung und Erneuerung der Gesellschaft durch eine gleichberechtigende Erziehung für die Lösung des Problems. Das ist innerhalb ihres Gedankengangs auch stringent, da sie die Befähigung des Menschen und seine Erfüllung durch die Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse als Zentrum ihres Ansatzes sieht. In diesen basalen Bedürfnissen und Lebensäußerungen sind sich Mann und Frau gleich. Insofern kann soziale Gerechtigkeit hergestellt werden, indem gesellschaftliche Fehlprägungen durch umwertende Erziehung über wenige Generationen ausgemerzt werden, und indem jedes einzelne Individuum durch innere Motivation einerseits und Befähigung durch den Staat andererseits zu einem individuell erfüllten, die eigenen Möglichkeiten und Chancen ausschöpfenden Leben gelangen.
Das aber wäre für Nussbaum die Erreichung sozialer Gerechtigkeit, wenn jeder Mensch den ihm weitestmöglichen Horizont der Lebenserfüllung eröffnet erfährt und darin seine Fähigkeiten zur vollen Entfaltung bringen kann.
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am 23. Juli 2005
Das Bändchen von Suhrkamp wird eingeleitet durch eine kompakte, aber nicht leicht verständliche Einführung von Herlinde Pauer-Stauder, die glücklicherweise auch Schwachstellen von Nussbaums Argumentation hervorhebt und daduruch ein differenziertes Lesen ermöglicht. Weiter beinhaltet das Buch fünf Aufsätze, die alle das Thema Gerechtigkeit zum Thema haben mit deutlich feministischem Einschlag und stets von Aristoteles herkommend.Schwierigkeiten bereitet manchmal die Übersetzung, die für Nussbaum zentrale Begriffe nicht immer deutlich werden lässt. Insgesamt ist eine deutsche Übersetzung als löblich zu bewerten, jedoch bei Nussbaums klarem Stil nicht zwingend notwendig und verwirrt an dieser Stelle ein wenig.
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am 25. Februar 2013
Das Buch eröffnet neue Blickwinkel und Ansatzpunkte für wissenschaftliche Debatten im sozialpolitischen Bereich! Sprachlich ist es manchmal schwer verständlich, aber es lohnt sich trotzdem sehr.
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am 14. November 2013
da habe ich einen super kauf getätigt. bin mit allem zufrieden. es verlief wirklich alles super und mein einkauf gefällt mir.
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