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am 20. November 1998
Kein anderes Buch vermag es die Grausamkeiten des Holocaust so realistisch wiederzugeben, wie die "Die Ermittlung" von Peter Weiss. Grundlage des Buches war der Auschwitz - Prozeß von 1965. Das Buch zeigt in seinen 11 Gesängen den Leidensweg der Juden von der Ankunft bis zum Tode und der Verbrennung . Die wenigen Opfer die überlebt haben, schildern ihre Erlebnisse dem Gericht und klagen ihre Peiniger an, obgleich diese nichts von ihrer Schuld wissen wollen. Gerade die unabdingbare Wahrheit des Geschriebenen ist es, die das Lesen so schwer macht. Oft genug schüttelt man den Kopf und fragt sich wie der Massenmord im dritten Reich möglich gewesen ist uns wie er solche Ausmaße annehmen konnte. Doch nicht nur das dritte Reich und seine willigen Handlanger werden angeklagt, sondern auch die Bundesrepublik Deutschland. Nämlich die Tatsache, daß viele Mitwisser und Täter nach dem Krieg in höheren Positionen arbeiten beweist : Nach 1945 hat es keine Stunde Null gegeben. Fazit : Ein Werk auf das kein Mensch (und besonders die Deutschen) verzichten sollte, denn es zeigt alle schrecklichen Einzelheiten des Holocausts und hilft vielleicht gegen noch bestehendes oder aufkeimendes Greuel / Unrecht vehement zu kämpfen.
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am 15. Januar 2000
Eigene Notizen von Peter Weiss, Presseberichte zu dem 1963 bis 1965 geführten Frankfurter „Auschwitz-Prozess" und Literatur über den Holocaust bilden das Ausgangsmaterial und somit die stoffliche Grundlage für Die Ermittlung. Der Prozeß stellt ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte dar. 22 Personen wurden des Mordes oder der Beihilfe zum Mord angeklagt, und mehrere hundert Zeugen wurden zu ihren Erfahrungen im Konzentrationslager Auschwitz vernommen. Durch den Rückgriff auf Protokolle des Auschwitz-Prozesses und den an eine Gerichtsverhandlung erinnernden Aufbau des Stückes versucht Weiss jedoch nicht, das tätsächliche Geschehen im Gerichtssaal zu rekonstruieren, sondern vielmehr ein „Konzentrat der Aussage" zu erstellen. In Anknüpfung an den musikalischen Charakter eines Oratoriums ist Die Ermittlung in 11 Gesänge gegliedert, die sich wiederum aus jeweils 3 Teilen zusammensetzen, so daß sich insgesamt 33 Sequenzen ergeben, in denen der Leser, bzw. Theaterbesucher mit den Schrecken des Konzentrationslagers konfrontiert wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. Oktober 2005
Wie so oft, wenn ein Buch in der Schule gelesen werden soll, war ich auch bei "Die Ermittlung" von Peter Weiss skeptisch. Bereits der Titel klingt nicht sehr spannend, ist aber Programm:
Das gesammte Drama, dass "11 Gesängen" besteht, ist von äußerster Sachlichkeit geprägt. "Die Ermittlung" thematisiert die organisierte Vernichtung von Menschen in den KZs der Nazis und deren Aufarbeitung.
Handlungsort ist eine Gerichtsverhandlung, bei der nur die Kommentare der Beteiligten (Angeklagte, Zeugen, Richter, Staatsanwaltschaft, Verteidigung) wiedergegeben werden. So kommt eine unglaubliche Objektivität zustande, die dennoch durch die unvorstellbaren Fakten und Eindrücke der Überlebenden sehr bewegen. Teilweise so sehr, dass ich mich zwingen musste, weiterzulesen.
Neben der menschlichen Komponente (beispielsweise leugnen alle Angeklagten schuldig zu sein, obwohl die Beweise gegen sie schier erdrückend sind) werden auch eine Menge Informationen transportiert.
Meine anfänglichen Zweifel haben sich alle nicht bestätigt. Im Gegenteil: Ich denke, dass das Buch gelesen werden sollte (auch in Schulen), um die damalige Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ich fand es wesentlich eindringlicher als so manche Fernsehreportage.
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am 6. Mai 2016
Das Theaterstück "Die Ermittlung" des deutsch-schweizerischen Schriftstellers Peter Weiss (1916 - 1982) hat den Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main (Dezember 1963 - August 1965) zum Inhalt. Das Bühnenspiel, es wird dem dokumentarischen Theater zugeordnet, wurde 1965 gleichzeitig an 15 Orten uraufgeführt. Von der Rampe bis zur Todeskammer: in einem "Oratorium in 11 Gesängen" lässt Peter Weiss die Vertreter der Anklage und der Verteidigung, die Angeklagte und Zeugen über die "Hölle auf Erden", meint Auschwitz, verhandeln. Die von den Nationalsozialisten maschinell betriebene Tötung von Millionen völlig unschuldiger Menschen bleibt freilich unfassbar. Vor allem die Aussagen der Zeugen gingen mir in Mark und Bein. Das ist alles ganz furchtbar. Noch schlimmer: es ist die Wahrheit. Filme, Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen haben das unfassbare Gräuel zigfach bestätigt. Erklärbar wird das grundlos Böse damit nicht. Diese Lektüre hat mich sehr nachdenklich, regelrecht erschüttert zurückgelassen. Dieses Stück gebietet Schweigen. Nicht, um zu vergessen. Sondern aus Trauer und Scham.
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am 22. Oktober 2014
Über den Holocaust hat jeder schon gelesen, gehört, gesehen, geredet - vor allem in der Schule aber auch in den Medien ist das Thema immer mal wieder präsent und wird von der einen oder anderen Seite beleuchtet. Was leider häufig dabei ist, ist die die Anonymität der Masse - aber nicht bei "Die Ermittlung", hier geht es um Einzelschicksale. Kaum ein Mensch kann sich Millionen Tote vorstellen, daher wird im Einzelnen alles viel greifbarer. Die Art und Weise des Vortrages lässt einen dann noch sehr, sehr nah an Täter und Opfer heranrücken, so nah, dass das Ausmass des Leids fühlbar und damit auch das gesamte Verbrechen mehr fassbar wird - so sehr, dass mir zeitweise übel geworden ist. Ich habe schon viel über die Zeit gelesen, habe mehrere KZs besucht, mit Zeitzeugen geredet, Filme gesehen etc. - nichts bringt für mich die beklemmende Grausamkeit des Systems zu rüber wie dieses Hörspiel. Somit, ein Meisterwerk.
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am 25. Dezember 2007
Ich hatte eine wunderbare Deutschlehrerin und wir haben das Buch bereits 1974 !! im Deutschunterricht gelesen, da war ich 15. Ich hatte meine Ausgabe gehütet wie einen Schatz, dann doch irgendwann hergeborgt, dann war es ja jahrelang vergriffen. Ich stelle fest - das Buch erschüttert mich immer noch wie kein anderes zu diesem Thema (habe daheim ungefähr 2 Meter Literatur zum Holocaust). Dieses Buch war als Teenager mein Einstieg in das Thema, hat mich später nach Israel geführt und mich sogar mal mit Hebräisch beginnen lassen. Ein Buch, das das alles vermag, ist wohl mehr als ein Buch.
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am 1. Oktober 2014
Sind zahlreiche Rezensionen verfasst worden.
Als Deutsch- und Geschichtslehrerin setze Ich dieses Werk je nach Lerngruppe ein.
Es bewegt die Jugendlichen und regt zur Auseinandersetzung mit diesem duesteren Kapitel Deutscher Geschichte an.
Immer wieder empfehleswert.
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am 13. Februar 2016
Die DVD des Fernsehspiels Pete Weiss " Die Ermittlung" dokumentiert eines der wichtigsten Theatestücke der Nachkriegszeit; leider ist es total
in Vergessenheit geraten, unverdientermassen.
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am 18. August 1999
Das eigentlich Erschütternde an diesem "Oratorium" ist die nüchterne, kalte Wiedergabe von Teilen der Protokolle aus den Frankfurter Auschwitz-Prozessen von 1965/66. Die Zeugen belegen durch ihre Aussagen die unvorstellbarsten Grausamkeiten in Auschwitz, während die angeklagten Mörder und Folterer alles abstreiten, leugnen oder sich sogar amüsieren. Der bereits vorhandenen ersten Rezension kann ich mich im wesentlichen nur anschließen, möchte aber noch eine Information zu zwei im Buch genannten Hauptangeklagten nachreichen und mit einem Zitat abschließen: Oswald Kaduk wurde des zehnfachen Mordes und der Beihilfe zum Mord in über eintausend Fällen für schuldig befunden. Josef Klehr wurde des Mordes in 475 Fällen und der Beihilfe zum Mord in 1980 Fällen für schuldig befunden. Beide starben in Freiheit. Klehr und Kaduk wurden aus gesundheitlichen Gründen 1988 und 1989 aus der Haft entlassen. Die meisten Mörder wurden überhaupt nie gefaßt. "Wer oder was war schuld am Versagen der Justiz? Die Jahre der Verzögerung, als die Jäger andere Beute verfolgten? Die Findigkeit opportunistischer Anwälte und wohlwollender Ärzte? Übertriebene Achtung gegenüber demokratischen Verfahrensweisen ...? Ich ... will darüber nicht urteilen. Das Böse ist ein zu verwirrendes Phänomen. Es hat allzu viele Gesichter." (Zitat aus Peter Wyden: "Stella", Taschenbuchausgabe 1995, S. 323) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 31. August 2005
Peter Weiss` Dokumentartheater "Die Ermittlung" handelt von den Ausschwitz-Prozessen in den 60er Jahren. In einem Frage-Antwort-Spiel zwischen Ankläger und Angeklagte (ehemalige KZ-Aufseher, KZ-Ärzte) - ergänzt von Zeugen - kommt die ganze Grausankeit des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau ans Licht. Peter Weiss gilt keineswegs als "Autor" der Ermittung, sondern er hat aus den originalen Gerichtsprotokollen ein Werk "zusammengesetzt", das wegen der sprachlichen Schlichtheit ungemein "kaltblütig", jedoch vollkommen wahr ist. Untergliedert in 11 "Gesänge" dokumentiert es den Alltag im Lager, im Krematorium, bei ärztlichen "Untersuchungen" uvm.
Fazit: Jeder, der die Wahrheit über den NS-Genozid wissen möchte und nicht allzu zart besaitet ist, soll dieses Buch lesen. Es ist Allgemeinbildung und warnt - noch 40 Jahre danach - vor einer ähnlichen Entwicklung !
5 Sterne
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