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am 1. April 2001
„Ihr Hauptleut, lasst die Trommeln ruhen Und lasst eur Fußvolk halten an: Mutter Courage, die kommt mit Schuhen In denens besser laufen kann. Mit seinen Läusen und Getieren Bagage, Kanone und Gespann- Soll es euch in die Schlacht marschieren So will es gute Schuhe han."
Mit diesen Anfangsversen beginnt das Lied der Mutter Courage, eine Händlerin, die im Dreißigjährigen Krieg mit den Soldaten Handel treibt, und nach und nach ihre drei Kinder dabei verliert. Das neben der „Dreigroschenoper" wohl bekanntste Werk Bert Brechts gehört zu den großen Antikriegsdramen der Weltliteratur und ist dem epischen Theater zuzuordnen. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leser nicht etwa wie beim klassischen Drama üblich in die Handlung hineingezogen wird, sondern aufgrund einer sachlichen Darstellungsweise der Beziehungen von Menschen zueinander, sowie deren materiellen Ursachen, den Leser zum Nachdenken und Verändern der eigenen Verhältnisse zu bewegen. Als Kathrin, die stumme Tochter der Mutter Courage, in einer Szene ihre Mutter, die sich gerade in einer Stadt aufhält, vor heranrückenden Soldaten warnen möchte, verlässt Brecht -bewusst oder unbewusst- diese neutrale Perspektive. Kathrin sitzt auf dem Dach eines alten Hauses und versucht mit Trommelschlägen die Stadt auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Die Schüsse, die von den Soldaten daraufhin auf Kathrin abgegeben werden, können sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Erst als sie beginnen den Wagen der Mutter Courage zerstören - das einzige, was ihre kleine Familie besitzt - beginnt sie zu weinen, hört aber immer noch nicht auf zu trommeln. Eine bewegende Szene...
Man muss dieses Buch gelesen haben.
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am 23. Februar 2015
Dieses Drama von Bertolt Brecht handelt von einer Frau, die mit ihren drei Kindern auf Wanderschaft ist um mit ihrer Ware zu feilschen.
Jedes ihrer Kinder von verschiedenen Väter symbolisiert, wie auch die Mutter eine eigenständige Begebenheit.
Die Handlung spielt in Mitten des Dreißigjährigen Krieg ...
Einfach gehaltene Schrift, wobei die in Dialekt geschriebenen Wörter, gekennzeichnet; und jeweils am Rand erklärt werden,
was ich sehr vorteilhaft finde, z.B. Bangert = ein uneheliches Kind, das auf einer Bank gezeugt wurde.

"Was eine Aufführung von Mutter Courage" schrieb Brecht einmal, "hauptsächlich zeigen soll: Daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleinen Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß."
Ich denke, dass es auch sehr gut zu den momentanen Entwicklungen in Sache "Weltfrieden" passt und daher finde ich es lesenswert, da sich
doch oft alles aus gleichen Gründen schlussfolgert, Früher wie Heute.

Sehr empfehlenswert!
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am 25. Februar 2003
Anscheinend haben meine Vorredner nicht viel verstanden!!! Die Songs zum Beispiel sind ein altgediegenes Mittel des epischen Theaters, um den Zuschauer die Möglichkeit zu geben, Transfer auf die eigene Situation zu leisten. „Mutter Courage und ihre Kinder" ist ein Lehrstück. Der Zuschauer soll nicht aus dem Theater gehen mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach dem Motto; mein Gott war das aber ein schöner Abend, sondern er soll sich seinen Teil dazu denken. Darüber hinaus scheint es mir so , dass die Tatsache, diese Drama schulischen Zweckes lesen zu müssen, zu einer Abwertung geführt hat. Schließlich ist ja alles was mit Schule zu tun hat langweilig uns sinnlos.
Dieses Drama ist ein typischer Brecht und eignet sich gerade für Anfänger, da die Kernaussage nicht gerade schwer zu deuten ist. Seinen Reiz verliert es dadurch trotzdem nicht. Wer gerne Knobeln möchte, kann ja Kreuzworträtsel lösen gehen, aber soll Rätsel nicht in diesem Stück erwarten.
Die Kernaussage findet sich in vielen kleinen Details wieder, die man erst mal entdecken muss. Es macht durchaus Spaß, sich das, was Brecht sich dabei gedacht hat (die Idee des Kommunismus zu verwirklichen), Reepheu passieren zu lassen; im Hinterkopf die zeitgemäße Tatsache, dass der Kommunismus nicht funktioniert hat. Mich hat es auf jeden Fall zum Denken angeregt und dazu geführt, unser jetziges Gesellschaftssystem in Frage zu stellen.
Ich würde jeden empfehlen, wenigstens einmal ein Drama von Brecht zu lesen. Und warum nicht dieses???
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am 19. August 2001
Das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder", das von einer Marketenderin während des 30jährigen Krieges handelt ist ein großer dichterischer Wurf. Die Zeit in der es spielt ist eine schwarze Stunde der deutschen Geschichte und das wird auch von Brecht nicht durch unangebrachtes Pathos übertüncht. Die Figur der Courage macht ihr Geschäft mit dem Krieg und hat einen bitteren, düsteren Sinn für Humor ohne ein Unmensch zu sein. Dieser Roman in Dialogform beeindruckt gerade durch seine realistischen Figuren. Was das Leseerlebnis noch abzurunden vermag sind die Quellentexte im Anhang dieser Ausgabe. Neben Wot- und Sacherklärungen sind es aufschlußreiche Theaterkritiken des Stücks, die unterschiedliche Meinungen zum Inhalt und zur Form des epischen Theaters äußern, die so dem Leser zu tieferen Einsichten verhelfen. Kaum ein literarisches Stück hat mir den Krieg so deutlich als wahnsinniges und grausam lächerliches Unterfangen vor Augen geführt.
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Die Figur der Mutter Courage könnte nicht typischer sein für das epische Theater Bertolt Brechts: Anna Fierling, so ihr eigentlicher Name, ist zwar die Titelheldin des Stücks, bietet dem Publikum aber wenig Gelegenheit zur Identifikation. Ihren Spitznamen trägt sie, weil sie als Händlerin unerschrocken mit ihrem Planwagen über die Schlachtfelder des Dreißigjährigen Krieges fährt, sich zugleich aber auch um ihre drei Kinder zu kümmern versucht. Ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen: Der Krieg kostet alle drei das Leben. Mutter Courage lernt nichts daraus: Allein und verarmt schleppt sie sich auch am Ende des Stücks weiter zum Handel auf die Schlachtfelder. Die kleinen Leute können nie und nimmer Kriegsgewinner sein, so könnte die Moral des Stücks lauten, das Brecht 1939 im schwedischen Exil schrieb. Krieg und Faschismus waren für ihn Symptome der rücksichtslosen Gewinnsucht der herrschenden Klasse. Brechts Stücke waren während des Krieges in Deutschland verboten, die Uraufführung der "Mutter Courage" fand 1941 am Schauspielhaus Zürich statt. Erst nach dem Krieg kehrte Brecht nach Deutschland zurück und eröffnete - eben mit diesem Stück - sein einflussreiches Berliner Ensemble. Mutter Courage ist heute unbestritten ein Klassiker des 20. Jahrhunderts.
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am 19. April 2011
Auf den Mund gefallen ist sie nicht, die oft von Helene Weigel verkörperte Marketenderin Anna Fierling alias Mutter Courage, die mit ihrem fahrenden Kramladen quer durch das vom Dreißigjährigen Krieg verheerte Deutschland zieht und vor lauter Geschäftsgebaren nach und nach ihre drei unehelichen Kinder an den Krieg verliert. In 12 locker aneinander gereihten Szenen folgt der Zuschauer/Leser Mutter Courage über den Zeitraum von 12 Jahren (1624 bis 1636) durch das Auf und Ab des Krieges.

Schon in Szene 1 verliert sie ihren Ältesten, Eilif: Das kühnste und klügste ihrer Kinder lässt sich von der Armee anwerben. Acht Jahre später (Szene 8) wird seine Mutter die Gelegenheit haben, Eilif wiederzusehen, kurz vor seiner Exekution wegen Viehdiebstahls. Doch es kommt nicht dazu. Da nach dem Tod des Schwedenkönigs Gustav Adolf kurzzeitig Frieden herrscht, befürchtet sie einen Preisverfall und sucht ihre Waren in der Stadt günstig an den Mann zu bringen. Der Tod Eilifs wird anschließend vor ihr verborgen.
Bereits zuvor, im Jahre 1629, ist ihr zweiter Sohn Schweizerkas getötet worden. Als Zahlmeister eines finnischen Regiments geriet er in die Gewalt der katholischen Gegenseite, weil die es auf die von ihm verwahrte Kasse abgesehen hatte. Die Chance, ihn durch Verpfändung ihres fahrenden Verkaufsstands an ihre Freundin Yvette Pottier und deren Vermittlungsbemühungen freizukaufen, vertut Mutter Courage durch langes Feilschen um die Höhe der Auslöse. So bleibt ihr von ihren Kindern am Ende nur die stumme und nach einem Zwischenfall am Kopf verunstaltete Tochter Kattrin.

Zwischendurch unterhält sich Mutter Courage immer wieder mit Soldaten und ihren Reisegefährten - zunächst ein Feldprediger ohne Einheit, später ein zwielichtiger Koch, dem sie zu Beginn des Stücks (Szene 2) zum Wucherpreis Geflügel verkauft hat - über Schad' und Nutzen des Krieges (z.B. Szene 6, S. 66). Prediger und Koch machen ihr nacheinander Avancen. Der Koch, von Yvette als unsolider Geselle enttarnt, bietet ihr, nachdem er den Prediger vertrieben hat, sogar ein gemeinsames Leben in einem geerbten Wirtshaus in Utrecht an. Doch der Plan hat einen Haken: Der Koch möchte Kattrin zurücklassen. Mutter Courage lehnt ab. Wenig später kommt jedoch auch Kattrin um. Als 1636 Halle von den Katholiken überfallen zu werden droht, wird die Stumme zur Kriegsheldin: Es gelingt ihr, vom Stalldach einer Bauernfamilie aus, die sie und ihre Mutter unterstützt hat, die bedrohte Stadt mit lautem Trommeln zu warnen. Auch diesmal ist Mutter Courage, die Waren einkauft, geschäftlich gebunden und abwesend, als eines ihrer Kinder seine Verwicklung in den Krieg mit dem Leben bezahlt. Am Ende bleiben der tragischen Titelheldin nur ihr Planwagen - und der Krieg.

Brechts parabelhaftes Theaterstück, das den Krieg als materialistische Schlacht um Besitztümer und Privilegien entlarvt, die die Grundbedürfnisse des menschlichen Lebens (Essen, Unterkunft, Partnerschaft und Familie) pervertiert zu einer von Geld und Gut, Essen und Trinken dominierten Instinkt-Kultur, ist von zeitloser Qualität, auch wenn die konsequent zur Anwendung gebrachten Prinzipien ("V-Effekte") des epischen Theaters (Texttafeln mit Inhaltsangaben, Lied- und Moritat-Einsprengsel) heute schon reichlich angestaubt und fast so kindlich-naiv anmuten wie die mit ihnen bezweckten Mobilisierungsversuche, die sich gegen Krieg und Kapitalismus als zwei Seiten derselben Medaille richten. Beide sind Auswüchse letztlich desselben Grundübels: einer falschen Gesellschaftsstruktur. Heute sind wir schlauer und wissen: Durch den Umbau einer Gesellschaft lassen sich Raffgier, Selbstsucht und Gewinnstreben keineswegs austreiben aus der menschlichen Natur.
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am 23. Mai 2011
Das Drama zeigt das Leben der Mutter Courage, einer Marketenderin, und ihrer drei Kinder Eilif, Schweizerkas und die stumme Kattrin im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1624 und 1636. Der Mutterinstinkt der Courage steht aber im krassen Widerspruch zu ihrem Geschäft mit dem Krieg. So zieht die Mutter mit ihrem Rollwagen herum und verliert ein Kind nach dem anderen und zwar jeweils an ihren "Tugenden": Eilif, der Älteste, wird gleich zu Beginn für die Kriegsdienste angeworben und fällt als Marodeur, eine Tat für die er in Kriegszeiten ausgezeichnet wurde. Schweizerkas wird Zahlmeister und stirbt an seiner Gewissenhaftigkeit, da er die Regimentskasse in Sicherheit bringen will und dabei erwischt wird. Kattrin hilft ihrer Mutter und opfert sich in der Nacht, als die Feinde vor den Toren der Stadt stehen, indem sie trommelt, um die Schlafenden zu warnen und wird dafür erschossen. Nur Mutter Courage überlebt und denkt trotz aller Not weiterhin an ihr Geschäft.

Brecht zeigt den Krieg von der wahren Seite, der Seite der Leidtragenden, dem Volk, und nicht den Heldenepos. Er verstand seine Dramen als Instrument der Aufklärung, und um aufzuklären, müsse beim Zuschauer ein Denkprozess ausgelöst werden. Die Courage lernt nichts" (Brecht). Sie glaubt zu Beginn des Stücks, dass ihr der Krieg Profit bringen wird, und sie glaubt es auch am Ende des Stücks, als ihre drei Kinder bereits tot sind. Das Publikum soll aus der Tatsache lernen, dass die Courage aus dem Krieg nichts lernt. Dies schafft das epische Theater. Es soll in seiner Form erzählend sein, die Aktivität des Zuschauers wecken, ihn zu Entscheidungen führen und ihn dem Gezeigten gegenüberstellen. Der Leser soll beunruhigt und zum Nachdenken angeregt werden. Er soll das Dargestellte als Parabel auf allgemeine gesellschaftliche Verhältnisse sehen und sich fragen, wie etwas an den dargestellten Missständen verändert werden könnte.
Eine wesentliche Methode des epischen Theaters ist die Verfremdung:
Formale Verfremdungen wie Titelüberschriften und kurze Inhaltsangaben unterbrechen die Handlung, sodass der Leser eine kritische Distanz einnehmen kann.
In den Liedern (mit meist ironisch moralisierendem Inhalt) sollen die Prinzipien des epischen Theaters auf die Musik übertragen werden. Dafür schuf Brecht die Bezeichnung Misuk. Seine Ablehnung richtete sich gegen die Emotionalisierung, die aufgrund von unreflektiert eingesetzter Musik entsteht.
Bedeutungsumkehr und Veränderung sprachlicher Wendungen und Sprichwörter erzielen Irritation (Beispiel in der Mutter Courage: Ein bekanntes mittelalterliches Zitat: Der Mensch denkt, Gott lenkt." Brecht kehrt die Bedeutung mit Einfügen eines Doppelpunktes um: Der Mensch denkt: Gott lenkt")

Brecht verfasste das Drama im schwedischen Exil 1939 nach der Vorlage des Gedichts Lotta Svärd" von Johan Ludvig Runeberg. Am 19.4.1941 wird es in Zürich uraufgeführt.
Das Geschehen kann als Warnung an die kleinen Leute verstanden werden, die hoffen, durch geschicktes Handeln mit dem Hitlerkrieg umgehen zu können. Gleichzeitig richtet es eine Warnung an die skandinavischen Länder, in denen Unternehmen darauf hofften, am Zweiten Weltkrieg verdienen zu können. Brechts Absichten gehen aber darüber hinaus: Er will eine wirkliche Abscheu vor dem Krieg vermitteln.

Das Drama ist sehr verständlich geschrieben und aufgrund von kurzen Szenen sehr leserfreundlich. Dies ermöglicht, dass der Konflikt zwischen der Courage als skrupellose Geschäftsfrau und der als Mutterfigur und damit die Problematik der Einheit von Krieg und Geschäft unmissverständlich klar wird. Man erhält ein detailliertes Bild vom Leben im Krieg. Das Werk ist ein allgemeingültiges, gegen den Krieg und gegen unmenschliche Profitsucht gerichtetes Gleichnis. Leider ist die Warnung des Werkes heute nicht überholt, denn nur der dargestellte Krieg und der Krieg, vor dem es einst warnte, sind vorbei, aber neue Kriege können immer wieder heraufziehen.
Da das Buch zusätzlich noch eine Zeittafel zum 30-jährigen Krieg und zur Entstehungsgeschichte, sowie J.L. Runebergs Vorlage, Dokumente der zeitgenössischen Wirkung und Selbstaussagen Brechts enthält, kann man sich mehr mit dem Buch auseinandersetzen und erhält einen differenzierteren Eindruck.

Leseprobe: S. 11-13
Diese Passage zeigt den Witz und die Gewandtheit der Mutter Courage, doch auch den nötigen Schutz für sich und ihre Kinder. Der Ausschnitt stellt die Personen vor und ist sehr amüsant, v.a. für Altöttinger"(S. 11, Z. 31).
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am 28. November 2005
Bertold Brecht stellt den Krieg in Muter Courage und ihre Kind als lächerlich und grausam dar.
Er möchte offensichtlich den gerade begonnenen zweiten Weltkrieg (Brecht schrieb das Drama 1939) kritisieren und den Pathos für Hitler und seine Ideen eindämmmen.Er nimmt als Schablone zur Kritik den Dreißigjährigen Krieg,indem er zeigt,wie die Marketenderin Anna Fierling,die in dem Buch Mutter Courage genannt wird, die vom Krieg lebt,erst ihre Kinder und dann ihr Geschäft verliert und wie durch den Krieg ihr Leben zerstört wird.Das Buch,das mitunter auch humorvolle Züge aufweist,in der schrulligen Art Mutter Courage's,in den eindeutig ironisch Äußerungen über den Krieg und in der Sprache.Ein Feldprediger,der, um nicht zu verrecken, den Pfaffen für das Militärlagerlager spielt, preist mit eindeutig ironischem Unterton den Krieg als Glaubenskrieg,der Gott und seinen Untertanen zur Ehre gereiche.Mutter Courage verliert an den Krieg ihren ersten Sohn,an das Heer, ihr zweiter Sohn wird mit ihrer Kasse vom Feind erwischt und getötet und ihre Tochter wird getötet bei dem Versuch,ein Dorf vor einem feindlichem Massaker zu retten.
In diesem Meisterwerk kritisiert Brecht den Krieg als lächerlich,grausam, nur dazu da um Macht zu bekommen und Geld.
Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Weise die schreckliche Seite des Krieges und kann nur empfohlen werden.Man muss sich aber auf Brecht in seinem Stil,seiner Sprache und seiner Art,das epische Theater zu gestalten,einlassen.
Der Kommentar ist übersichtlich und gut und dieses Taschenbuch sollte für diesen recht geringen Preis gekauft werden.
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am 2. November 2003
Ich glaube auch, dass die eigentliche Nachricht hinter Brechts Stücken oftmals gar nicht wahrgenommen wird. Er liefert vor seinen Theaterstücken nicht ohne Grund eine kurze Inhaltsangabe. Die Spannung wird bewusst in den Hintergrund gestellt, damit sich der Zuschauer eigene Gedanken machen kann und sich nicht an der Handlung festklammert. So kann jeder sich ein eigenes Bild machen. Man sollte wenigstens versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen, bevor man negativ urteilt.
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am 28. November 2014
Als Schullektüre für den Sohn gekauft - schwere Kost. Wer Brecht mag und gern philosophiert wird es mögen.
Die Qualität des Buchmaterials ist natürlich gewohnt unantastbar gut.
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