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am 8. Januar 2001
Was hier als Gedicht enstanden ist, mit den vielen Verweisen auf das, was man gemeinhin unter Literatur subsumiert, war seinerzeit ein "Donnerschlag". Heute ließt man es aus der zeitlichen Distanz aber immer noch mit Vergnügen, vor allem, wenn man es laut zitieren kann (im Original als Pflicht im Englisch-Unterricht eigentlich unverzichtbar). Was man wissen muß ist dies: Ezra Pound hat bei diesem Gedicht als "Geburtshelfer" fungiert, genauso wie bei Ulysses von J.Joyce. Und T.S. Eliot war ihm zeitlebens dafür dankbar. T.S. Eliot war ein zutiefst gläubiger, aber auch suchender Mensch, der von dem heutigen Stand der Kirchengeschichtsforschung profitiert hätte und zum Schluß seines Lebens nicht so unruhig gewesen wäre. Augustinus hat er verehrt. Hier sah er auch den Urquell unserer heutigen christlichen Denkweise. Das ist ganz wichtig zu wissen und erklärt auch in etwa seine und unsre Zerrissenheit mitunter. Ein herrliches Werk des letzten Jahrhunderts. Sein Katzenbuch ist ein Kleinod auch zum Vorlesen für die Kinder (und Erwachsenen).
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am 15. Mai 2008
1922 erschien wohl das bedeutendste Gedicht der Moderne schlechthin - T(homas) S(tearns) Eliots "Waste Land" (dt. "das wüste Land"). Die Struktur ist in fünf Teile gegliedert: The Burial of the Dead (Das Begräbnis der Toten), A Game of Chess (Eine Schachpartie), The Fire Sermon (Die Feuerpredigt), Death by Water (Tod durchs Wasser), What the Thunder said (Was der Donner sprach).

Schon bald wird klar, um konventionelle Lyrik im Sinne eines gepflegten Versmaßes geht es nicht. Auch nicht eine geschlossene Geschichte. Aber das sollte niemanden abschrecken, denn was Eliot in aller erster Linie bietet, ist ein wahrer Bilderrausch, bestehend aus zahllosen, aneinader gereihten Bild- und Dialogfetzen. Zitate aus der Bibel, aus Dantes "göttlicher Komödie", Shakespeare, Baudelaire oder aus Richard Wagners "Tristan und Isolde" durchziehen das gesamte Werk und erzeugen so einen regelrechten assoziativen Scherbenhaufen. Dabei versteht sich das Werk - der Titel macht es deutlich - als eine gesellschaftskritische Bestandsaufnahme.

Bereits der erste Satz "April is the cruellest month" verkehrt den freudigen Willkommensgruß an den April in Chaucers "Canterbury Tales" ins Negative. Auf den folgenden Seiten verdichtet sich der Eindruck einer Welt, deren Werte brüchig geworden sind und die ein anscheinend nur noch sinnentleertes Dasein ermöglicht. Diese Bestandsaufnahme verkündet uns Eliot manchmal poetisch "Oed' und leer, das Meer" oder in einer etwas längeren Passage reichlich zynisch:

"That corpse you planted last year in your garden,
Has it begun to sprout? Will it bloom this year?
Or has the sudden frost disturbed its bed?
Oh keep the Dog far hence, that's friend to men,
Or with his nails he'll dig it up again!"

An einer zentralen Stelle verbindet Eliot das menschliche Dasein mit einer Selbsterklärung seines Kunstwerks: "Son of man, you cannot say or guess, for you know only a heap of broken images..." ("O Menschensohn, du kannst nicht sagen, raten, denn du kennst nur Gehäuf zerbrochner Bilder..."). Das Gehäuf zerbrochener Bilder ist die Kunstform hinter diesem gewaltigen Gedicht, das die Inspiration des Lesers auf Reisen gehen lässt. Und auch die vieler Nachfolger von Eliot - man findet solche Bilder in der schonungslosesten und radikalsten Form etwa bei einer Sylvia Plath.

Doch ganz so allein mit den zerbrochenen Bildern lässt Eliot seinen Leser dann doch nicht. Immerhin gibt es im wüsten Land einen Suchenden. Wer ist dieser Kerl eigentlich? Nun, wer den Kommentar betrachtet, der stößt auf den Titel "From Ritual to Romance" von Jessie Weston, woran sich Eliot teilweise orientierte. In jenem Text wird beschrieben, dass Arthus- und Gralsdichtung dem Gralshelden die Aufgabe der Wiederherstellung der Lebenskraft seines Landes ist. Die Suche, die sich durch die fünf Teile hindurch zieht, ist in diesem Sinne als Suche nach dem Rezept zur Heilung der Gesellschaft zu verstehen, in gewisser Weise zur Wiederherstellung der Moral. Ob's für ein Happy-End reicht, das zu erfahren sei jedem Leser selbst überlassen. Und wem das Ganze zu pessimistisch ist, der sollte nicht vergessen, dass auch ein Scherbenhaufen noch nützlich sein kann: "These fragments I have shored against my ruins" ("Diese Scherben hab ich gestrandet, meine Trümmer zu stützen").
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am 4. Oktober 2011
Die größte Inspiration für mich als Autorin. Mittlerweile habe ich es sicher 20 mal gelesen bzw. durchstudiert. Für mich eines der besten Bücher, das jemals geschrieben wurde. Zu empfehlen nur für LiebhaberInnen der schwierigen Literatur, die viel Geduld und Freude am Lesen haben. PS: Dieses Buch ist alles, nur kein Gedicht!
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Dieses Werk ist ein Hauptwerk des Symbolismus, enthält also viele Symbole, die zu deuten eigentlich schwer sind und die Forschung hat sich und wird sich damit weiterhin verdient machen.
Wahr ist, daß dieses Buch nach seinem Erscheinen besonders bei der gebildeten Jugend Englands und auch sonst weltweit einen ungeheuren Eindruck hinterließ, ja die Verse wurden oftmals lauthals bei passenden und unpassenden Gelegenheiten zitiert.
Dabei ist es ungemein wichtig, die Anmerkungen des Autors:
"Notes on the Waste Land"
am Ende des kleinen Werkes zu lesen, um alles besser verstehen zu können.

Die vielen Verweise auf Geschichtliches und Zeitgemäßes, hauptsächlich in Bezug zur Kultur, zur Geschichte, zum Gelesenen und zum Verarbeiteten des Ganzen (in diesem Buch!) ist vielversprechend.
Auch heute noch, nach so vielen Jahren, hat dieses große lyrisch-epische Werk der Weltliteratur seine Bedeutung nicht verloren, wenn man allein den Beginn sich vor Augen hält bzw. vor Ohren:
"April ist der grausamste Monat, er treibt
Flieder aus toter Erde, er mischt
Erinnern und Begehren, er weckt
Dumpfe Wurzeln mit Lenzregen."
Schon dieser Introitus erweckt in demjenigen, der es spürt, eine Versuchung, weiter zu lesen und sich forttragen zu lassen in eine Welt des Seins, die aber auch das erhellt, was hinter ihr liegt.
Und das ist oft erschreckend, aber das wissen wir ja.
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am 13. September 2000
Dieses Gedicht muss man einfach "lesen" um es zu verstehen. Und mit Lesen meine ich nicht nur einmal, sondern mehrmals; innehalten und nachdenken. Dies ist kein Gedicht, wie man sich ein Gedicht vorstellt; es beschreibt vielmehr die Realität und das exakt, wenn man weiß Vergleiche zu ziehen und die Worte des Gedichtes durch andere zu ersetzten. Entschlüsseln Sie dieses Rätsel selbst und nehmen Sie sich ZEIT zu "lesen"!!!
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