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Kundenrezensionen

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am 29. September 2009
Robert Littell's Hauptfigur ist der in Brooklyn tätige Privatdetektiv Martin Odum. Sein aktueller Fall ist die Suche nach einem Ehemann, der seine Frau in Israel sitzen gelassen hat. Im Aufrag ihrer Schwester und des Schwiegervaters ist er ihm auf der Spur und soll ihn davon überzeugen, sich von seiner strenggläubigen jüdischen Ehefrau scheiden zu lassen, damit diese für eine evtl. neue Heirat wieder frei ist. Odum, alias Dante Pippen, alias Lincoln Dittmann, alias Josef Kafkor, ein ehemaliger CIA-Agent, der unter multipler Persönlichkeitsstörung leidet, ist in seinen ehemaligen Legenden regelrecht verfangen. Sie beeinflussen seine Person durch ihre verschiedenen Biographien, Einstellungen, Sichtweisen der Welt und Lebensauffassungen. Die Arbeit an seinem Fall trägt dazu bei, dass er seine vergangenen Legendenfiguren und ihre zurückliegenden Einsätze erneut durchlebt und sich dabei kennenlernt. Die weltweiten Nachforschungen nach dem verschwundenen Ehemann, der sich als enger Gefährte aus einem vergangenen Einsatz entpuppt, führen letztendlich dazu, dass Odum der Einfluss der CIA am wirtschaftlichen Niedergang Russlands in seine Erinnerung zurückgerufen wird. Dieses Wissen bedroht die Existenz der CIA und ist damit zugleich sein Todesurteil. Insgesamt ist Littell ein packender Spionageroman gelungen, der den Leser in verschiedene Regionen der Welt führt, wobei die Themenspanne von der Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion bis hin zum globalisierten islamistischen Terrorismus reicht.
Fazit: Der Roman hat zu Recht den Deutschen Krimipreis 2007 in der Kategorie "Internationaler Thriller" erhalten
meint Ralf Klewin-von Fintel.
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am 21. Juli 2006
Martin Odum ist eine Legende. Ausserdem Dante Pippin und Lincoln Dittmann. Diese drei Legenden versuchen in dem Roman herauszufinden, wer eigentlich nur ein Teil von wem ist und wer ursprünglich hinter allen drei Legenden steckt. Und: Gibt es vielleicht noch eine vierte Legende? Dies fängt sich an aufzuklären, als Martin Odum, Privatdetektiv aus Brooklyn, nach Israel fliegt, um einen untreuen Wiederzufinden, damit dessen Ehefrau sich von ihm ordnungsgemäss scheiden lassen kann.

Stellenweise zeigt sich gute Spannung wie man es von Top-Thrillern gewöhnt ist. Dann wieder Zeitsprünge, sinnieren des Hauptcharakters über seine Identitäten. Und dabei immer wieder die typische Verbindung zu Russen und muslimischen Terroristen, mit denen es ein Agent heutzutage zwangsweise zu tun haben muss. Manchmal verwirrt die ausgiebige Psychoanalyse Martin Odums und seiner Legenden, zieht sich hin, und nimmt somit ein bisschen die Spannung aus der Story. Zudem wird das Maß der Legenden etwas überreizt, auch wenn es eben zwangsweise um Russen und muslimische Fundamentalisten gehen Muß, man könnte diese Klischees etwas distanzierter angehen, aber hier wird mit Osama Bin Laden und Saddam Hussein, die erwähnung finden gleich voll in die Kiste gegriffen. Andererseits steigert dies allerdings die "legendenhafte" Atmosphäre der geschichte, ist also auch Vor- und nicht nur Nachteil. Auch stilistisch weiß der Autor gut die Charaktere zu beschreiben, und er erlaubt sich auch so angenehme effekte wie eben den Namen Lincoln Dittmann mit zwei T und zwei N, wie eben Littell mit zwei T und zwei L, dafür Kompliment.

Ein insgesamt schon lesenswertes Buch, das allerdings hier und da Schwächen zeigt und für einen Thriller einen Tick spannender sein könnte. Für jemanden, der in Agententhriller sein Genre gefunden hat, dürfte allerdings noch genügend Spannung vorhanden sein, auf dass sich dieses Buch für ihn lohnt, denn die Darstellung der CIA und der restlichen Geheimdienste und ihrer Methoden ist durchaus gelungen.
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am 16. März 2008
Legenden werden von Geheimdiensten erfunden, um ihre Agenten vor Überprüfungen zu schützen, wenn ihre falschen Pässe aufgeflogen sind, sie ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen müssen. Robert Littell erzählt in seinem Roman das faszinierende Leben Martin Odums. Oder besser Dante Pippen. Heißt er nicht eigentlich Lincoln Dittmann? Er wird auf die Fährte eines verschwundenen Ehemanns gesetzt, dessen Ehefrau sich scheiden lassen will, da die Ehe nicht vollzogen wurde, er leider jedoch spurlos verschwunden ist. Damit beginnt für Odum eine Odyssee, die ihn nach Israel, London in die ehemaligen Länder der Sowjetunion führt. Gleichzeitig entspinnt Littell nach einer grandiosen Eröffnungsszene ein Verwirrspiel, das vor und zurück springt, dass Odum selbst bei einer Psychologin zeigt, die herausfinden soll, ob er noch bei Sinnen ist oder dazu neigt, die geheimen Machenschaften der CIA zu enttarnen. Dahinter steckt ein amerikanisches Komplott gegen das neue Russland, dass man als gegeben ansehen muss, auch wenn es hart an der Grenze des Vorstellbaren liegt. Dass einen das neben manch anderen Unwägbarkeit, wie den vielen ausweglosen Situationen, aus denen Littell Odum zu befreien vermag, in diesem meisterhaft komponierten Thriller nicht stört, ist ein Verdienst Littells, der uns nicht nur in die Praktiken der Legendenbildung einweiht, uns vielmehr eine multiple Persönlichkeit vorführt, die unliebsame Erinnerungen so verdrängt hat, dass er nicht mehr weiß, wer er wirklich ist. Mit Augenzwinkern streut Littell dabei einige Menschen aus dem normalen Leben ein, die genauso gut verrückt sind, da sie behaupten Schachgrößen oder Ehefrauen von liquidierten ehemaligen Politikern zu sein, und ihr Leben auf den nächsten Seiten bereits in Zweifel gezogen wird. Ein wunderbares Changieren, bei dem keine Langeweile aufkommt.
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am 13. Juli 2011
Ein russischer Böser wird von noch Böseren lebendig begraben, der abgetakelte CIA-Agent Martin Odum zieht auf seinem New Yorker Hausdach Bienen, arbeitet nebenbei als Detektiv und nimmt widerstrebend einen dubiosen Auftrag an, der ihn um die halbe Welt führt, von -zig staatlichen und privaten Geheimdiensten gejagt, und ihm hilft, seine abgelegten und verdrängten Idenditäten, 'Legenden' im CIA-Jargon, aufzudecken. Es versteht sich, daß Odum und Co. stets knapp dem Tod entgehen, ringsum aber oft und grausam gemordet wird und viele faszinierende Details aus dem Agentenmilieu vorgeführt werden.

Wir erfahren eine Menge über das Entstehen der russischen Kleptokratie, tschetschenische Killer, palästinensische Attentäter, Talibans, sizilianische Mafia, erleben einen Besuch bei Osama bin Laden -das Buch stammt von 2005- und haben stets das Gefühl, hier werden die Fakten hinter den offiziellen Nachrichten vorgeführt.

Die Handlung scheint zunächst verwickelt, wird zum Finale hin immer klarer und bleibt spannend und temporeich. Man liest sie gerne und mit neuen Einsichten mindestens ein zweites Mal.
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am 5. März 2013
Mir ist schleierhaft, warum dieser Thriller mit dem "Deutschen Krimipreis 2007" ausgezeichnet wurde. Ich finde die Geschichte nicht stringent genug, sie zerfällt immer wieder durch unmotivierte Kapitelenden und bietet insgesamt zuwenig, um wirklich spannend zu sein. War schon ein paarmal knapp dran, das Buch wegzulegen, aber jetzt, nachdem ich mich durch 3/4 durchgequält habe, ist es wirklich soweit.

Als weiteren Negativpunkt möchte ich die meiner Meinung nach sinnlosen, in rauher Menge auftretenden und äußerst brutal dargestellten Morde nennen. Die meisten davon sind für den Fortgang der Story völlig irrelevant.

Wesentlich bessere Thriller, die mich wirklich gefesselt haben, gibt es haufenweise (um nur einige zu nennen: "Operation Schneewolf" oder "Double Cross").
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am 13. Februar 2010
Vorweg es ist ein gutes Buch. Der Plot ist gut und ideenreich aufgearbeitet. Auf den ersten 250 Seiten entwickelt sich eine starke Geschichte. Martin, Lincoln und Dante sind ausgefeilte Charaktere und Stella akzeptiert sie alle. Gute Mischung aus Fiktion und tatsächlichem Geschehen in der ehemaligen UDSSR.
Als Odum zu Kafkor wechselt wird es surrealistisch. Die Insel im Aralsee und das Dorf in Litauen und die dazugehörigen Verwicklungen sind echt kafkaesk.
Trotzdem spannend und empfehlenswert.
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am 31. Juli 2013
Robert Littell, der spätestens nach seinem Erfolg "The Company" einem Weltpublikum bekannt geworden sein dürfte, schafft es mit "Die kalte Legende" wieder einmal seine Leser zu verzaubern. Der Roman spielt in 90er Jahren vor dem Hintergrund des Zerfalls der Sowjetunion, einer neujustierten US-amerikanischen Außenpolitik und den wachsenden Konflikten im Nahen Osten.

Martin Odum, Ex-CIA-Agent und mittlerweile Privatdetektiv, leidet an einer gravierenden Persönlichkeitsstörung und vermag seine Identität nicht von seinen zahlreichen "Legenden" -so nennt man im Geheimdienstjargon falsche Identitäten, unten denen ein Agent in Einsätzen auftritt- zu unterscheiden. Als ein Auftraggeber ihn engagiert um einen Mann ausfindig zu machen, bricht Odum auf nach Israel- und wird dort mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

Von nun an beginnt der Roman ein äußerst intelligentes Katz- und Mausspiel, in welchem Odum einerseits nach der Zielperson fahndet, andererseits seine Vergangenheit wieder entdeckt. Robert Littell springt häufig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, um Martin Odum und seine Legenden zu erzählen. Dabei präsentiert der Autor seinen Helden mal als Martin Odum, dann als Dante Pippen, ehe er als Lincoln Dittmann auftritt- wer ist Odum wirklich? Oder ist Odum auch nur eine Legende?
Was bei anderen Autoren verwirrend und ungläubig anmuten würde, wird bei Littell zu einem einzigartigen Leseereignis, indem sich alle Fäden letztendlich geschickt verweben.

Dieser Spionagethriller, der in seiner raffinierten Machart, dem tiefgründigen Plot und der nüchternen Erzählweise, an die Werke der Altmeister John le Carré und Frederick Forsyth erinnert, wandelt auf der Handlungsebene die Schauplätze so schnell wie ein Ian-Fleming-Roman. Dabei ist der Held alles andere als ein James Bond, wenngleich seine Fähigkeiten ihm nicht nachstehen.

Klare Leseempfehlung!
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am 17. Juli 2015
wie viele hochgelobten (ein neuer John Lecarré), aber in meinen Augen überschätzten Thriller und Krimis, ich gelesen habe, dann möchte ich für diesen Roman ein positives Votum abgeben. Zuerst einmal kann der Autor schreiben, und dann auch noch verwirrend. Ich kann nicht verstehen, wie das negativ eingeschätzt wird. Oft möchte ich zum Autor (nicht zu diesem) sagen: Überforder mich. Wirr und nicht stringent, das ist nix. Ich habe die Gewaltszenen auch nicht als ausgewalzt oder besonders grausam empfunden. Jede Folter oder Tötung ist schrecklich, hier gehört sie eben zum Genre. Wer das nicht lesen will, muss die Finger von dieser Art Romane lassen.
Littell hat ein faszinierendes Verwirrspiel um seine drei (!) Protagonisten aufgezogen. Es ist ein psychologischer Roman, der die Grenzen einer Personen und die Konsequenzen einer intensiv gelebten Legende aufzeigt. Es ist ein Geheimdienstroman, der die Allmachtsphantasien in dieser Welt ausreizt. Es ist ein politischer Roman, der den Niedergang der Sowjetunion auf seine Weise erläutert und ein interessantes Licht auf Israel wirft. Und es ist ein Roman, der es schafft, für seine Protagonisten eine akzeptable Fallhöhe zu entwickeln. Natürlich ist der Ausflug an den Aralsee surrealistisch, aber das kann man auch von einigen anderen Szenen sagen. Lesenswert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. April 2008
Das Buch hat mir gut gefallen.Ein ehemaliger Geheimagent erhielt mehrere Identitäten von seinem Arbeitgeber,der CIA.Er kann zwischen diesen regelrecht hin und her springen,will wissen,welche seine echte Identität ist.Dieses ungewöhnliche Thema ist in eine konventionelle Detektivgeschichte eigebettet.Der Agent ist jetzt Privatdetektiv und soll den verschwundenen Mann der Schwester seiner Autraggeberin finden.Diese Geschichte ist nicht umwerfend spannend,eine Schnitzeljagd,bei der der Held laufend knapp zu spät kommt.Aber dafür kommt er der Auftraggeberin näher.Die Rückblenden zu den verschiedenen Identitäten hab ich viel spannender und interessanter empfunden,zumal die Jetztzeithandlung immer unglaubwürdiger daherkommt und aufdeckt,dass eine Abteilung der CIA den Zusammenbruch der Sowjetunion zusammen mit ein paar Gangstern initiiert haben soll,recht utopisch und ungewollt lustig.Wäre die Jagd spannender gewesen,hätte es 5 Sterne gegeben.
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am 13. Juni 2015
Dieses Buch ist ein sehr guter Thriller, der durch seinen Protagonisten mit mehrfach gespaltener Persönlichkeit besticht. Es ist hochspannend und die Idee, dass je nach Situation die eine oder andere Persönlichkeit von Vorteil ist, finde ich genial. Wer Agententhriller mag, der sollte diesem Buch sein Augenmerk widmen.
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