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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
42
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 20. November 2012
Äußeres Erscheinungsbild und allgemeine Informationen:
Das Buch "Ghetto - Oma. Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel" ist im rororo-Verlag erschienen und fasst etwa 330 Seiten. Die Titelseite ist vor allem in schwarz-weiß gehalten und zeigt eine Lehrerin aus vergangenen Jahrzehnten. Auf der Rückseite findet sich ein kleiner Ausschnitt einer im Buch vorkommenden Geschichte und der Hinweis, dass Frl. Krise seit mehreren Jahre unterrichtet und nun ein Buch herausgegeben hat.

Inhalt:
Frl. Krise erzählt in mehreren Kapiteln, die sich am Schuljahr orientieren (8. Schuljahr, nach den Herbstferien, etc.), kleine Geschichten aus dem Schulalltag, die jeweils mit einer Pointe enden. Die Protagonisten sind neben der Lehrerin die Schüler einer 8. bzw. später 9. Klasse einer Brennpunktschule. Es handelt sich also um nicht ganz einfache Schüler - meist mit Migrationshintergrund, die Frl. Krise bis zu deren Abschluss gemeinsam mit dem Co-Lehrer Karl Wolf unterrichten darf. Hin wieder werden Geschichten aus der Vergangenheit von Frl. Krises Berufsweg eingeschoben, in denen man den krassen Unterschied zu heute erwartet lesen zu können.

Eigener Leseeindruck:
Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr einfach und flüssig. Sie verwendet immer wieder Begriffe ihrer Schüler, was das Ganze authentischer macht und die Erzählweise auflockert. Sie wechselt zwischen Präsens und Imperfekt, was beim Lesen aber kaum auffällt.
Ich fand es allerdings schwierig, mehr als 12 - 15 Seiten pro Tag zu lesen, weil jede kleine Erzählung in 1 - 3 Seiten beendet wird und eine Handlung, die sich durch das komplette Buch zieht und damit den Lesedrang fördert, für mich kaum ersichtlich war.
Die Geschichten aus Frl. Krises Vergangenheit zeigen zwar, dass sich einige Dinge bei der Schülerschaft geändert haben, aber oft gab es auch vor 30 Jahren schon Probleme beim Wandertag oder dem Medienkonstun (damals Fernsehen, heute Internet). Diese Vergleiche waren doch oft sehr interessant.
Wirklich erschreckend fand ich, das Verhalten vieler Schüler. Wie kann man nur vergessen, dass man durchgefallen ist? Aber nachdem ich jetzt schon bei mehreren Rezensenten lesen konnte, dass Frl. Krise in den Schilderungen nicht übertreibt, glaube ich ihr.

Fazit und Empfehlung:
Nach einigem Herumstöbern im Internet habe ich herausgefunden, dass "Ghetto-Oma" auf einem Blog einer Lehrerin beruht. Ich frage mich, wieso dann ein Buch mit genau denselben Geschichten (zumindest kaum abgeändert) erscheinen muss? Des Geldes wegen? Der Blog ist frei zugänglich und macht für mich aufgrund der vielen kleinen Geschichten viel mehr Sinn: ab und zu eine aktuelle Erzählung zu lesen und Frl. Krises Leben mitverfolgen scheint mit interessanter zu sein, als das Buch dazu zu lesen.
Für mich führten einigen Geschichten immer wieder zu einer Mischung zwischen Staunen und Unglaube. Ich ging in einer sehr kleinen Stadt aufs Gymnasium und meine Schulzeit war eigentlich das komplette Gegenteil von der im Buch Beschriebenen (bis auf ein paar Ausnahmen, die jeder Schüler einmal erlebt). Daher bin ich froh, dass ich durch dieses Buch einen kleinen Einblick in den Alltag einer Brennpunktschule erhalten habe, der teilweise auch zum Nachdenken angeregt hat.
Als Geschenk eignet sich das Buch mit Sicherheit hervorragend, besonders für Lehrer!
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am 12. November 2012
Ich habe, als großer Fräulein Krise- Fan, mir dieses Buch sofort vorbestellt und somit pünktlich ab Veröffentlichung vorliegen gehabt.
Und was ich dann lesen musste, war absolut enttäuschend (also für mich). Insbesondere für all diejenigen die ihren Blog schon länger verfolgen, fühlt es sich wie böse gesagt- verarsche- an. Denn fast alle Episoden des Buches sind Original so auf dem Blog zu finden. Ganz umsonst, frei zugänglich für jeden. Und vor allem- bereits bekannt. Das hätte ich jetzt so nicht nochmal in Buchform gebraucht....
Das ich dafür tatsächlich Geld ausgegeben habe, ärgert mich im nachhinein wahnsinnig. Das einzig für mich Neue, waren die Rückblicke. Aber allein für diese lohnt es sich trotzdem nicht dieses Buch zu kaufen.

Auch bin ich von der Anordnung der Kurzgeschichten nicht angetan. Es wirkt alles ziemlich durcheinnander, fängt mitten drin irgendwo an, hat keinen wirklichen roten Faden. Man merkt eben, dass es aus bereits vorhandenen, im Blog chronologisch geschilderten, Geschichten zusammengebastelt wurde.

Das ganze Buch liest sich somit ziemlich schlecht und auch abgehackt.

Dieses Buch ist also höchstens zum Verschenken an Lehrer bzw. Referendare gedacht, die kein Internet haben, und Kurzweile während S-Bahnfahrten benötigen.
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am 28. Oktober 2012
Als ich dieses Buch gesehen habe, war mein erster Gedanke: „Frl. Krise? Ist das nicht die Freundin von Frau Freitag?“ Und ja! Sie ist es. Wer meinen Blog liest weiß vielleicht, dass ich vor Monaten mal „Chill mal, Frau Freitag“ angefangen habe, aber nie dazu gekommen bin, es zu Ende zu lesen. Jetzt habe ich aber wieder richtig Lust darauf!

In diesem Buch erzählt also Frl. Krise aus dem Schulalltag. Sie ist seit fast 40 Jahren Lehrerin und hat so einiges zu erzählen. Dabei schildert sie abwechselnd aktuelle Geschichten und Vorkommnisse aus ihrer Anfangszeit als Lehrerin. Dabei stellt man fest, dass es einige Unterschiede gibt. Besonders was das Verhalten der Schüler und den Umgang zwischen Schülern und Lehrern betrifft. Auch Frl. Krises eigene Unterrichtsmethoden haben sich geändert und es ist interessant, das zu lesen.

Das Buch ist extrem witzig und sehr unterhaltsam. Es gab keine Seite, die langweilig war. Frl. Krises Schüler sind einfach der Hammer! Anders kann man es glaube ich nicht ausdrücken.
Ich finde es sogar witzig, wie sie sprechen. Nur 2 Schüler der Klasse sind Deutsche und selbst deren Deutsch ist nicht perfekt. Anfangs war es wirklich gewöhnungsbedürftig, sowas zu lesen (isch bin auch Genasium.) aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran. :)
Was ich allerdings festgestellt habe: Wenn ich während des Lesens angesprochen wurde, habe ich auch in diesem unkorrekten Deutsch gesprochen. Ich habe wirklich die Artikel einfach so weggelassen. Ich hoffe das legt sich wieder. :D

Was mir auch aufgefallen ist: Anfangs ist man mit den vielen Schülern und deren Namen etwas überfordert. Man braucht ein bisschen Zeit, bis man sie alle zuordnen kann, aber dann lernt man sie kennen und – so komisch das klingt – hat dann auch so seine Lieblinge, die man am sympathischsten klingt.

So witzig ich mir den Alltag in dieser Klasse auch vorstelle – ich bin froh, dass meine Klasse nicht so ist. :)
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am 1. Mai 2013
Manch ein Leser fragt sich, ob es gerechtfertigt erscheint, einen Blog oder Teile davon als Buch zu veröffentlichen. Meine Anwort: auf jeden Fall! Natürlich habe auch ich schon in diesem Blog gelesen; ich kam über Frau Freitags erfrischende Bücher bzw. ihren Blog dazu. Und doch: Mit dem Buch bin ich glücklicher. Ich kann darin während einer Zugfahrt, auf meinem Sofa und schließlich im Bett lesen, vor- und zurückblättern, meinem Mann etwas daraus vortragen und es ausleihen oder verschenken. Die Entwicklung der Problemklasse wird daraus deutlicher als in Blog-Episoden und auf dem Hintergrund der Rückblenden, ausgelöst durch aktuelle Situationen, kann ich Frl. Krises Entwicklung nachvollziehen.
Ich sehe also ein Buch als das Hauptwerk an und einen Blog als liebenswerte Zugabe und Überbrückung bis zu einem nächsten Band.
Was die Qualitäten dieses Buchs angeht, kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen. Hier spricht eine der vielen Lehrkräfte, die mit Humor, Vertrauen und Liebe zur Menschheit an der Schulfront tätig sind. Und das ungeachtet der Absurditäten, welche die Politiker- und Funktionärskaste gerade jetzt wieder verstärkt auf die Schulen loslässt, und zwar von Berlin bis Südbaden. Danke, Frl. Krise, dass Sie diesen Lehrerinnen und Lehrern eine Stimme geben.
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am 21. Dezember 2014
Mit Begeisterung habe ich die Bücher von Frau Freitag gelesen, die hin und wieder ihre Freundin und Lehrer-Kollegin Frl. Krise erwähnt. Nach dem gemeinsamen Krimi "Der Altmann ist tot" der beiden Lehrerinnen wollte ich nun auch endlich das "Solo"-Buch von Frl. Krise lesen. Ich war gespannt, inwiefern es sich von den Büchern von Frau Freitag unterscheidet. Prinzipiell ähnelt es ihren Büchern schon sehr. Auch sie erzählt von Erlebnissen aus der Schule, die richtig lustig sind, mich aber gleichzeitig dazu bringen, oftmals den Kopf zu schütteln, da man sich fragt, wohin das ganze mit unserer Jugend heutzutage noch hinführen wird. Neben dem Cover unterscheidet sich dieses Werk aber von Frau Freitags Büchern dadurch, dass Frl. Krise schon einige Zeit länger als Lehrkraft arbeitet und uns Einblicke in Zeiten liefern kann, die Jahrzehnte zurückliegen. Sie berichtet von Erlebnissen aus ihrem Referendariat und Anfängen als Lehrerin. Und schon damals war es nicht so einfach. Sie zeigt uns, dass es damals wahrscheinlich nicht besser war als heute und die Erde noch immer steht. Das gibt Hoffnung. Mir hat dieser Wechsel von heutigen zu vergangenen Zeiten sehr gut gefallen. So wurde es nicht langweilig. Insgesamt ist das Buch superwitzig und jeder, der einmal eine Schule von innen gesehen hat, wird sich damit amüsieren. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht, sodass ich es an einem einzigen Tag verschlungen habe.
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am 12. Dezember 2012
Ghetto Oma ist eine Sammlung von kurzen Einträgen aus dem Blog von Frl. Krise. Frl. Krise ist Lehrerin an einer Gesamtschule, an sich wäre das sicher nicht so lustig, doch an dieser Schule werden fast nur Ausländer unterrichtet und die haben hier so einige kleine Anpassungsschwierigkeiten.

Humorvoll und gnadenlos berichtet sie hier ihre Erlebnisse mit den eher schwierigen Kindern. Vom Türkisch im Unterricht, bis zum Vergessen, dass man sitzengeblieben ist, ist alles dabei.

Teilweise habe ich mich schon gefragt, ob das alles so stimmen kann, aber in mehreren Rezensionen wurde genau das bestätigt.
Zwar besteht das Buch nur aus chronologisch zusammen gereihten Blogeinträgen, doch trotzdem ließ es sich für mich super lesen, vor allem als man merkt, wie sich Frl. Krise ihren Schülern immer mehr anpasst und ihr ebenfalls ab und zu ein "Vallah" herausrutscht.

Klar kann man die Blogeinträge auch im Internet lesen, doch ich persönlich lese nicht gerne am PC und habe viel lieber ein Buch in der Hand, zumal ich es bei mehr von dem Thema sicher irgendwann nicht mehr so lustig gefunden hätte. Und gerade, weil es nur eine Aneinanderreihung ist, kann man es auch gut etwas länger auf Seite legen und weiß danach trotzdem noch, worum es geht.
Etwas fürs Lachmuskeltraining für Zwischendurch, denn ich für meinen Teil habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und finde, dass man das Buch auch Nicht-Lehrern schenken kann ;)
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am 20. November 2012
Ghetto Oma - Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel ist ein humorvolles Buch.
Frl. Krise ist seit 39 Jahren Lehrerin, seit 2001 an einer sogenannten Brennpunktschuleit Migrationshintergrund. Sie berichtet über verschiedenste Situationen ihrer derzeitigen Klasse und ihren früheren Klassen. Wie sie alte Schüler trifft und welchen Unsinn sie hin und wieder in ihrer Freizeit macht.

Das Cover mit der angeschmierten Lehrerin und im Hintergrund die Tafel ist sehr passend zu dieser Lektüre.
Die Erzählungen von heute und der Vergangenheit sind klar abgegrenzt. Die Vergangenheit ist in Kursivschrift gehalten, so ist es gut zu unterscheiden. Die Erzählungen von heute gehen über mehrere Jahre, so lernt man immer wieder neue Schüler kennen. Hinten im Buch befindet sich ein kleines hilfreiches Glossar, da in dem Buch ein paar türkische Ausdrücke verwendet werden. In der Klasse gibt es nur 2 deutsche Schülerinnen. Frl Krise übernimmt beim Schreiben den ganzen Slang mit und man kann sich das alles richtig gut vorstellen. Frl Krise selbst übernimmt diesen Slang und oft genug redet sie wie die Schüler. Wenn ich das den ganzen Tag hören würde, würde ss mir nicht anders ergehen.
Gerade die Rückblendung von ihrer Anfangszeit oder die Zeiten der 90er find ich sehr lustig. Wie sich die Schüler und der Zeiten doch geändert haben. Die Ausdrucksweise allein schon. Frl Krise nimmt da auch kein Blatt vor dem Mund. Auch ist es sehr spannend zu sehen, wie eine Lehrerin mit Schülern umgehen die quasi schwer erziehbar sind. Sie haben keinen Respekt, ihnen ist alles egal. Aber doch auch schön zusehen das nicht alle Schüler so sind.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und es hat mich sehr gut unterhalten. Ich werde dieses Buch auf jedenfall weiter empfehlen.
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am 10. Januar 2013
„Liebe Referendare, die ersten zehn Jahre sind hart, aber dann wird’s langsam besser. Stellt euch gleich drauf ein!“

Frl. Krise unterrichtet seit fast 40 Jahre an deutschen Schulen. Zur Zeit der Entstehung des Buches unterrichtete sie an einer „Brennpunktschule“ in Hessen. Sie schrieb ihr Buch aufgrund von Anregungen der Kollegin Frau Freitag („Chill mal, Frau Freitag!“).

Inhalt:
Frl. Krise unterrichtet an einer Gesamtschule und berichtet von den täglichen Erlebnissen mit ihren Schülern. Dabei handelt es sich sowohl um Unterrichtserlebnisse, als auch um Klassenausflüge oder Gespräche mit Schülern. Schnell hat auch der Leser Emre, Fuat, Ömur und all die anderen in sein Herz geschlossen.
Frl. Krise erzählt den Großteil des Buches von ihrer aktuellen achten Klasse, blickt aber auch immer wieder in die Vergangenheit, zu den Wurzeln ihres Lehrerseins, zurück.

Obwohl der Buchmarkt aktuell von „Lehrer-Büchern“ nur so überflutet wird, hat mir „Ghetto-Oma. Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel“ von Frl. Krise, die übrigens eine langjährige Freundin von Frau Freitag ist, sehr, sehr gut gefallen. Immer wieder musste ich laut lachen, hatte das Bedürfnis, jemandem die lustigen Passagen laut vorzulesen und musste Dinge herausschreiben.

Frl. Krise erzählt herrlich ironisch von ihrer verrückten Klasse, die man einfach lieben muss!
Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, da die einzelnen Kapitel maximal drei Seiten umfassen, in denen Frau Krise meist zu einem Thema (z.B. dem Betriebspraktikum) berichtet.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass man aufgrund der Überschriften nicht sofort auf den Inhalt des Kapitels schließen konnte. So heißt ein Kapitel z.B. „Whiskey“, bezieht sich aber nicht auf das Getränk, sondern auf den Schulfotografen, der will, dass alle Schüler statt „Cheese!“ „Whiskey!“ sagen.
Sehr gut gefällt mir auch, dass das Buch nach dem Schuljahr aufgeteilt ist: Es beginnt mit dem achten Schuljahr, woran sich die Sommerferien anschließen. Dann folgt das neunte Schuljahr, mit Herbst- und Weihnachtsferien, Osterferien und wieder den Sommerferien. Frl. Krise blickt nicht immer nur auf ihre aktuelle Klasse mit Fuat, Ömur, Jenny, Hanna, Emre usw., sondern sie vollzieht auch immer wieder Blicke in ihre Vergangenheit, der dann immer in kursiver Schrift gedruckt ist. Frl. Krise berichtet aus ihrem eigenen Referendariat, von ihrer ersten Klassen und ersten Klassenausflügen. Frl. Krise fragt sich aber auch, wann die ersten Kopftücher in den Klassen auftauchten und wann die modernen Kopierer das Lehrerleben vereinfachten.

Im Gegensatz zu „Chill mal, Frau Freitag!“, das ich nur einige Woche vorher gelesen hatte, gefiel mir Frl. Krises Buch deutlich besser. Ähnlich wie Frau Freitag schildert Frl. Krise das Chaos des alltäglichen Schullebens, jedoch unterlässt sie langweilige Erzählungen aus ihrem Privatleben! Sollte sie dennoch eine Passage aus ihrem häuslichen Umfeld berichten, so hat dies direkt mit der Schule zu tun (z.B. ein Alptraum, in dem sie ihre gesamte Klasse adoptieren will).

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass an manchen Stellen eine kleine Kritik am deutschen Bildungssystem erkennbar war: „Rahim ist ein niedlicher, kleiner Kerl, aber er ist verhaltensoriginell (früher nannte man das ja völlig gefühllos verhaltensgestört).“

Mir hat auch der Schreibstil Frl. Krises sehr gut gefallen: wundervoll ironisch! Wer muss nicht lachen, wenn er liest, dass Galileo „so eine Art Sendung mit der
Maus für unterbelichtete Erwachsene“ sei?

„Ghetto-Oma“ ist wundervolles und lustiges Buch und ich empfehle es dringend weiter – an alle, die wirklich wissen wollen, was an deutschen Schulen abläuft!
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am 4. November 2012
Das Buch „Ghetto-Oma“ von Frl. Krise ist im Rowohlt Taschenbuchverlag erschienen.
Frl. Krise ist Lehrerin und hat so einiges erlebt. Sie blickt auf fast vierzig Dienstjahre als Lehrerin zurück. Freute sie sich am Anfang darüber, dass sie endlich wissbegierigen Schülern wichtige Dinge beibringen konnte, war es nach kurzer Zeit schon soweit, dass sie hoffte den Schulalltag bis zu den nächsten Ferien zu überleben.
Ihre Schülern waren zwar irgendwie liebreizend und wuchsen ihr ans Herz, aber keinesfalls wissbegierig, lernfreudig geschweige denn oft in der Schule anzutreffen.
Hatte sie früher zwei muslimische Schüler in ihrer Klasse, waren es nach ihrem Wechsel an eine andere Schule nur noch zwei deutsche und die waren alles andere als Musterschüler.
Trotzdem Frl. Krise lässt sich davon nicht ab- oder gar aufhalten, sondern gibt ihr Bestes ihre Schüler auf den richtigen Weg zu führen, trotz des Risikos eines Herzinfarkts. Ausflüge werden zur Zerreißprobe, Praktika zu einer schier unüberwindbaren Aufgabe und Zeugnisse werden so ernst genommen, wie die Tatsache, dass der Unterricht um acht Uhr und nicht um acht Uhr dreißig anfängt. Aber bei aller Aufregung, wachsen Frl. Krise ihre Schüler ans Herz, sodass auch Träume in denen sie ihre Klasse adoptiert bald Einzug finden.
Zumindest ist es alles andere als langweilig, denn wer kann schon behaupten Schüler zu haben, die wissen, dass Frau Merkel, den Verlobungsring von Herzogin Kate bezahlt hat oder die ein kleines Feuerchen im Klassenraum entstehen lassen.
Ganz davon abgesehen, dass man nebenbei auch noch ein bisschen Türkisch lernt, ohne eine Sprachschule besuchen zu müssen. Vallah, was das?

Das Buch Ghetto Oma ist wunderbar witzig und erzählt erfrischend von dem ganz normalen Schüler- Lehrer Wahnsinn an Schulen. Frl. Krise nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt auch von Eigenarten der Lehrer und das nicht nur Schüler zu Weilen schwierige Zeitgenossen sein können. Beim Lesen des Buches muss man nicht nur Grinsen, sondern auch an vielen Stellen laut lachen. Frl. Krise schafft es durch Ironie, Leichtigkeit und Leidenschaft den Leser in ihren Bann zu ziehen und das ohne böse zu sein oder Schüler bloß zu stellen.
Ein fabelhaftes Buch!
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am 18. November 2012
Seit vielen Jahren unterrichtet Frl. Krise und hat nicht nur viele Schüler kommen und gehen sehen, sondern auch einige Trends beobachtet. Ihre Erfahrungen hat sie nun in dem Buch „Ghetto Oma“ niedergeschrieben.

Zum Schmunzeln hat mich das Buch einige Male gebracht. Sicherlich handelt es sich hier nicht um einen fesselnden Krimi, den man kaum zur Seite legen kann. Allerdings sind die kurzen (und kurzweiligen) Episoden perfekt für eine schnelle Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und als Lektüre kurz vor dem Einschlafen. Ich fand das Buch sehr interessant und fühlte mich gut unterhalten. Frl. Krise unterrichtet offensichtlich an einer Schule mit vielen Kindern mit Migrationshintergrund. Dies erweckt manchmal den Eindruck von „denen“, was ich sehr schade finde. Das Herausstellen der Unterschiede, hier nur zu nennen das ausgedehnte Berichten über Anhängerinnen der „Trachtengruppe“ versus des „Disko-Islam“ (in der Episode „Kopftuchdesign“ ab Seite 118), verschärft diesen Eindruck manchmal leider noch mehr. Das (durchaus korrekt widergegebene) fehlerhafte Deutsch kann daran auch nichts ändern.

Alles in allem ein netter, aber nicht allzu ernst zu nehmender Spaß.
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