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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
73
4,4 von 5 Sternen
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Mit Physik hab ich eigentlich nicht viel am Hut, deshalb hab ich bei diesem Buch zu Beginn ein wenig gezögert, aber dann waren die 550 Textseiten in einem Zug durchgelesen. Der japanische Physiker Michio Kaku beschreibt den Alltag in 100 Jahren. Dazu hat er viele Wisenschaftler befragt um nicht in planlosem Gewirr und Wunschdenken zu enden.

Zuvor erklärt er genau in wessen Tradition er sich sieht. Bereits Leonardo da Vinci und Jules Verne haben Wissenschaftler ihrer Zeit befragt und konnten dann ihrer Zeit weit vorraus Entwicklungen beschreiben. Oft genug wurden sie als Spinner abgetan oder belächelt, aber fast all ihre Vorhersagen existieren längst. "Mit frappierender Präzision beschrieb Verne das Leben ... " und so entwirft jetzt der japanische Autor ein Bild von einem Lebensalltag in 100 Jahren.

Eingehend und höchst spannend, auch für jeden verständlich, beschreibt er die Zukunft des Computers - der Künstlichen Intelligenz - der Medizin - Nanotechnologie - der Energie - der Raumfahrt - Zukunft des Wohlstandes - Zukunft der Menschheit.

Es hört sich schon ziemlich faszinierend an, wenn ich da lese, dass Computer lautlos meine Gedanken lesen können, ja sogar meine Wünsche erfüllen. Ich werde Objekte allein durch meine Gedanken bewegen können, völlig neue Lebensformen werden kreiert. Das Wort Krebstumor wird aus dem Wortschatz gestrichen sein, weil lange vor Bildung eines Tumors der Krebs bereits wirksam bekämpft werden kann. Wenn ich Nachwuchs plane überlege ich zuvor welche Gene das Kind bekommen soll . . . All das hört sich faszinierend an und ich habe eigentlich auch keine Zweifel mehr daran, dass dies alles irgendwann einmal möglich sein wird, aber ob ich dann in so einer Zeit leben möchte? Gut, dass sich diese Frage nicht wirklich stellt!

Zwei Sachen sind mir beim Lesen einmal mehr sehr deutlich geworden. Zum einen wie rasant die Wissenschaft unseren Alltag verändert und wie hoch die Verantwortung der Wissenschaftler für das Fortbestehen der Menschheit ist. Vielleicht ist es doch nicht sinnvoll alles zu entwickeln was technisch möglich ist ...

Michio Kaku hat seinen Jules Verne Test sehr gut bestanden!
22 Kommentare| 75 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2014
Die Übersetzerin Monika Niehaus hat sich bei ihrer Arbeit an dem Buch wenig Mühe gegeben. Sie benutzt in der Fachsprache unübliche Begriffe (Vererden, Vererdung statt Terraforming), verfremdet Eigennamen (Star Trek: TOS wird zur "ursprünglichen Star-Trek-Serie"), baut reihenweise Rechtschreibfehler ein und erkennt nicht, wenn ihr Rechtschreibprogramm ein eigentlich richtiges Wort verschlimmbessert (DANN-Sequenz statt DNA-Sequenz). Einem sorgfältigen Lektorat hätte das alles auffallen müssen.

Des Weiteren führt der Titel "Die Physik der Zukunft" in die Irre. In dem Buch geht es hauptsächlich um ingenieurbezogene oder medizinische Anwendungen, aber kaum um Physik. Wenn ich ein Buch über die Physik der Zukunft aufschlage, möchte ich etwas über GUT-Hypothesen und TOE-Kandidaten lesen, will Stringtheorie mit Schleifenquantengravitation verglichen sehen, will etwas über verborgene Dimensionen lesen. Hin und wieder wird das im Buch angerissen, aber der Großteil des Buches behandelt Anwendungen von bereits vorhandener Physik, von Physik der Gegenwart. Natürlich kann Kaku nicht in die Zukunft blicken und künftige Theorien vorweg nehmen; hinter dem Buchtitel hätte ich aber wenigstens seinen best guess erwartet, womit sich die Physiker (und nicht die Schrauberlinge) der Zukunft beschäftigen werden.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. November 2012
Michio Kaku ist für mich mit Brian Greene der beste, produktivste, aber auch der am besten lesbare und verständlichste Autor populärwissenschaftlicher Bücher im Bereich theoretische Physik und Astronomie. Aber sein Einflussbereich und Wissen reicht weit über diese Themen hinaus wie man auch an der Themenvielfalt des vorliegenden Buches feststellen kann. Kaum ein anderer versteht es so gut, komplexe Zusammenhänge in einfachen Worten darzustellen ohne auf sachlichen Tiefgang zu verzichten. Zu bemängeln gibt es auch etwas auch wenn dies nicht entscheidend für die gute Bewertung ist. Oft erfährt man insbesondere am Anfang nichts neues und wer die Augen stets offen hält kennt vieles was Kaku dort anspricht schon zu genüge, seien es die Roboterhunde oder diverse andere Erfindungen. Zudem ist der Stil oft leicht chaotisch und ich hätte mir etwas mehr Struktur gewünscht und manchmal erwischt man sich dabei etwas von Absatz zu Absatz zu springen da Kaku leicht abdriftet und in Prosa verfällt.

In DIE PHYSIK DER ZUKUNFT hat er sich aber nicht nur auf seiner Expertise verlassen, sondern auch 300 andere Forscher nach ihren Erkenntnissen über das Leben in den nächsten 100 Jahren befragt und in dem vorliegenden Buch verarbeitet. Darunter finden sich Koryphäen und Preisträger wie Murray Gell-Mann, Freeman Dyson, J.R. Gott III, S.J. Gould, Brian Greene, Alan Guth, Douglas Hofstaedter, Seth Lloyd, Lisa Randall, Sir Martin Rees, Carl Sagan uvm. von denen der Leser dieser Zeilen sicher das ein oder andere Werk zu Hause hat.

Wer Michio Kaku in den Interviews oder seinen Dokumentation sieht weiß, wie positiv und inspirierend er dort wirkt. Demgemäß ist sein Ausblick fast rundum positiv: Roboter werden uns schwere und repetitive Arbeit abnehmen und die diversen Geräte um uns herum werden sich in Bezug auf die Bedienung nach uns richten und nicht umgekehrt. Medizinische Nanobots sorgen sich ständig um unser kurz- und langfristiges Wohlempfinden. Reisen, Kommunikation, die Einwirkung der Umwelt auf uns und andere soziale Errungenschaften werden durch Technik und Fortschritt deutlich einfacher werden.

Dadurch hat der Mensch mehr freie Zeit um weiterhin noch persönlich mit anderen Menschen zu kommunizieren und sich zu treffen. Das unterlässt er nämlich nicht. Nicht alles wirklich neue Erkenntnisse, aber ich habe sie selten so amüsant und fundiert und in kompakter Form vorgefunden. Die Grundtendenz ist bei Kaku fast immer positiv geprägt und ich vermisse das ein oder andere alternative Szenario der fortschreitenden Polarisierung der Menschheit in arm und reich - was sich ja heute schon andeutet – und die daraus entstehenden sozialen Konflikte, Verteilungskämpfe und eben auch der Zugang zu den von ihm beschriebenen guten neuen Technologien.

Schön wäre es auch, wenn sein Ausblick auch die kulturwissenschaftlichen Bereiche beinhaltet hätte. Aber da gibt es andere Spezialisten und ich kann für bestimmte Aspekte z.B. Georg Seeßlen und seine diverse Werke empfehlen. Man bedauert regelrecht den Umstand wenn man das Buch durchgelesen hat da es unglaublich Spaß macht und geistig anregt seinen Worten zu folgen. Die rund 550 reinen Textseiten mit nur vereinzelten Bildern gliedern sich in 10 circa gleichgewichtige Kapitel

Einleitung – die nächsten 100 Jahre
Die Zukunft des Computers
Die Zukunft der künstlichen Intelligenz
Die Zukunft der Medizin
Nanotechnologie
Die Zukunft der Energie
Die Zukunft der Raumfahrt
Die Zukunft des Wohlstands
Die Zukunft der Menschheit
Ein Tag im Jahr 2100

4,5/5 Sternen
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am 3. Oktober 2015
Ich kenne den Autor schon aus dem Fernsehen und auf dieses Buch bin ich gestoßen nach der Lektüre des Romans "Control" von Daniel Suarez. Im Anhang zu "Control" wird es in seiner Leseliste genannt, er hatte es zu Recherchezwecken gelesen. "Die Physik der Zukunft" hat mir größtenteils gut gefallen: der Autor berichtet von seinen Gesprächen mit Nobelpreisträgern und von seinen Besuchen aktueller Forschungseinrichtungen. Man erfährt, an welchen Projekten derzeit geforscht wird und in welchen Zeiträumen uns diese Innovationen zur Verfügung stehen werden und wie sie möglicherweise unser Leben beeinflussen werden. Das liest sich alles sehr interessant. Sehr aufschlußreich fand ich die Erklärungen, inwiefern unsere Vergangenheit als Höhlenmenschen immer noch unser Verhalten steuert (erklärt die Unmöglichkeit auf Papier zu verzichten oder typisch menschliches Verhalten an der Börse). Ich habe viel Neues erfahren.
Teilweise hätte der Stoff etwas spannender oder fesselnder geschrieben sein können - manche ökonomischen Zusammenhänge wurden für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt, das hätte auch kürzer abehandelt werden können. Alles in allem aber eine gute und interessante Lektüre; sehr empfehlenswert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2013
Das umfangreiche Buch von Michio Kaku ist wirklich sehr unterhaltsam und aufschlußreich, denn im Gegensatz zu den Ideen vieler Science-Fiction-Autoren basieren seine Annahmen auf schlüssigen und nachvollziehbaren Annahmen. Der Mann ist eben Wissenschaftler und kein Fabulant.
So gliedert sich das Buch in verschiedene Bereiche und es ergibt sich ein wunderschön detailliertes Gesamtbild der Zukunft, wie der Autor sie sich vorstellt.

Einen Punkt muss ich aber auch negativ anbringen, denn Michio Kaku ist in meinen Augen etwas zu sehr fortschrittsgläubig. Die Auswirkungen der Wissenschaft und Technik in der Zukunft werden allesamt positiv geschildert. Man hat zweitweise den Eindruck, man lese eine Propagandaschrift für die Schöne Neue Welt.
Er hätte durchaus auch auf die Risiken der entsprechenden Techniken eingehen müssen. Er hat recht, wenn er sagt, dass die ganzen Weltuntergangs-Szenarien Blödsinn waren. Aber man muss auch anerkennen, dass alles, was bis dato möglich war/ist, auch angewendet wurde (siehe Atombomben-Abwurf, NSA-Abhörskandal, InVitro-Fertilisation, Gen-Sequenzierung ...). Das bedeutet, dass auch die negativen Auswirkungen in der ein oder anderen Ausprägung, sei es durch mutwilligen Missbrauch oder durch (tragische) Unfälle zum Tragen kommen werden!
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am 9. Dezember 2014
Das Buch haut einen von der ersten bis zur letzten Seite aus den Socken...zumindest ging es mir so. Eine genaue Analyse des heute technisch Erreichten und des zukünftig Möglichen. Da werden viele Dinge die er schreibt in den nächsten Jahren wohl auch eintreten. Manch sind es bereits heute. Sehr zu empfehlen!
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am 6. Oktober 2014
Kaku schafft es, Unverständliches aus der Physik verständlich zu machen und die Zukunft zu skizzieren. Ob sie so oder anders kommt, interessiert vielleicht meine Kinder. Offen ist auch, ob die Menschen das angesichts der Veränderung erleben können.
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am 18. September 2015
Ein tolles Buch mit starken Zukunftsvisionen, die mir aber auch teils Angst bereiten. Die Frage ist: wollen wir in Zukunft so leben? Dieses Buch ist wirklich sehr fundiert. Keine Art von "PM-Magazin"-Report.
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am 19. Juni 2015
Der Autor des Buches, Michio Kaku, ist ein amerikanischer Quantenphysiker. Für sein Buch 'Die Physik der Zukunft' hat er Wissenschaftler vieler Fachgebiete befragt, welche Neuerungen und Entwicklungen in den nächsten 20, 50, 100 Jahren zu erwarten sind.

Der Schwerpunkt des Buches liegt nicht auf der 'Physik' als Wissenschaft, sondern auf den technischen Anwendungen, die aus heutiger Sicht im 21.Jahrhundert zu erwarten sind. Vieles davon hat man da und dort schon einmal gehört, aber von einem seriösen Wissenschaftler systematisch zusammengestellt eröffnet sich hier ein Kaleidoskop faszinierender Perspektiven, die den eigenen Blick auf die Zukunft verändern können.

Vieles scheint möglich, was wir bisher nur aus amerikanischen Science-Fiction Filmen kannten. Letztere, vor allem Star Trek, werden vom Autor ständig und teils ausführlich als Vergleich herangezogen, wie überhaupt das gesamte Buch nicht mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise, sondern im Stil einer amerikanischen TV-Doku geschrieben ist. Viele Leser dürften sich dadurch eher unterfordert fühlen.

Mit seinen Aussagen zu gesellschaftlichen Fragen verlässt Kaku sein Metier. Der Kapitalismus und gesellschaftliche Strukturen (der westlichen Welt) werden nicht in Frage gestellt. Dass einige Berufe nicht durch Maschinen ersetzt werden können, und dass durch die verlängerte Lebensspanne mehrere berufliche Karrieren möglich werden, sind hier die einzig bedeutenden Aussagen.

Mit '"Wir werden"'', beginnt der Autor viele seiner Sätze. Doch das 'Wir' scheint sich mir, auch angesichts der Überdrehtheit mancher technischer Spielereien, ausschließlich auf leitende Angestellte der Industrieländer zu beziehen. Es ist kaum anzunehmen dass die gesamte Erdbevölkerung von diesen Neuerungen profitieren wird, man muss sich dazu nur die heutige Welt ansehen.

Wichtig dagegen ist sein Plädoyer für Bildung und Forschung, den wahren Quellen unseres Wohlstandes.

Fazit: Ein faszinierender Blick in eine schöne neue Welt, die eigentlich die alte ist. Leicht verständlich, aber wenig visionär.

P.S.: Wer auf der selben Linie weiter denken möchte, sollte Kim Stanley Robinsons Roman '2312' lesen.
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am 19. Juni 2015
Ich war neugierig, wie ein Wissenschaftler die Zukunft sieht. Michio Kaku hat mich nicht enttäuscht. Sein Buch ist leicht verständlich und regt die Fantasie an. Wer ebenfalls neugierig darauf ist, wie es einmal sein könnte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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