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am 7. April 2011
Trainergott José Mourinho vergleicht sich mit Jesus Christus. Weltstar Cristiano Ronaldo machtŽs eine Nummer kleiner und hält sich lediglich für Supermann. Fußball-Diva Diego Maradona ergreift sofort die Flucht, wenn er Bayern-Bomber Thomas Müller sieht. Und Schleifer Felix Magath sagt, dass er zwar schreit, kratzt und haut, sonst aber ein ganz ruhiger Typ ist.
Es sind schon interessante Einblicke in die Psyche der Großen des Fußballs, die Fußball - Das Allerletzte" gewährt. Und dieses ungewöhnliche Fußballbuch bietet noch eine Menge mehr: Der Leser erfährt, wie schamlos im Profigeschäft getrickst, gefoult, getäuscht und gelogen wird und bekommt so einen guten Eindruck davon, was hinter den Kulissen des Milliardengeschäfts mit dem Ball abläuft.
Ein reines Skandal- und Enthüllungsbuch ist Fußball - Das Allerletzte" aber nicht, denn neben den harten" Storys kommt auch der Humor nicht zu kurz - in Form von sehr witzig aufgespießten Intrigen, Gemeinheiten, Dummheiten und blöden Sprüche aus dem Fußball-Alltag. Mir hat diese Mischung richtig gut gefallen, auch wenn man sich daran gewöhnen muss, dass die Sprünge von einer Geschichte zur anderen manchmal ganz schön heftig sind. Da packt einen eben noch das Gruseln, weil aufgedeckt wird, dass die Fußballmafia auch vor Morden nicht zurückschreckt. Und nur ein paar Seiten weiter muss man laut lachen, weil die Geschichten über den Bundesligastar, der sein Geld im heimischen Keller einmauert, und den englischen Nationaltrainer, der die Geschicke seiner Mannschaft in die Hände einer Geistheilerin legt, einfach wunderbar ironisch und saukomisch erzählt sind.
Und es sind wirklich neue Anekdoten und nicht das, was man schon hundert Mal irgendwo gelesen hat. Noch ein paar Beispiele: Ein Torhüter macht splitterfasernackt Jagd auf einen Schiedsrichter, ein Nationalspieler geht auf Nummer sicher und erklärt gleich seine beiden Omas für tot, um sich vor einem lästigen Spiel zu drücken, ein Trainer heuert einen Schlägertrupp an, der aufmüpfige Spieler gleich auf dem Trainingsplatz krankenhausreif prügelt und, und, und. Eine sehr schöne Idee sind auch die umgedrehten Top-Listen. Es gibt z.B. eine Flop-Elf der schlechtesten Bundesliga-Keeper, eine für Promille-Profis und eine für die schnellsten Rot-Sünder.
Eine spannende Frage wird in Fußball - Das Allerletzte" allerdings nicht beantwortet: welcher bekannte Sportreporter" sich hinter dem Namen Marcel Dreykopf verbirgt. Immerhin liefert das Buch aber eine gute Begründung dafür, warum es offenbar besser ist, seinen richtigen Namen zu verschweigen, wenn man unangenehme Wahrheiten aus der Fußballszene ausplaudert. Denn gleich auf den ersten Seiten sagt Uli Hoeneß klipp und klar: Wenn er die Wahrheit darüber erzählen würde, was er im Fußballgeschäft alles erlebt hat, müsste er nach Australien auswandern. Mit diesem hervorragenden Fußballbuch würde ihm auf der langen Reise wenigstens nicht langweilig.
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am 26. September 2012
Die guten Rezensionen veranlassten mich, das Buch von Marcel Dreykopf zu kaufen. Nach der Lektüre kann ich das überschwängliche Lob allerdings nicht so ganz nachvollziehen. Der Untertitel „Intrigen und Dummheiten aus der Welt der Fußballs“ und der Hinweis des Verlages, der Autor habe das Buch unter seinem Pseudonym veröffentlicht, um weiter ungestört in der Szene recherchieren zu können, suggerieren, dass es sich bei dem Buch um ein aufklärerisches Werk über die Gepflogenheiten des (Profi-) Fußballs handelt. Tatsächlich enthält es eine oftmals zusammenhanglose Aneinanderreihung von bekannten und weniger bekannten Anekdoten und Zitaten sowie einige vom Autor erstellte „Flop“-Listen. Teilweise sind die Geschichten ganz interessant, insgesamt wird man die Publikation aber kaum als das Ergebnis einer investigativen Recherche bezeichnen können. Hinzu kommt, dass einiges in dem Buch beim besten Willen nicht zu dessen Titel zu passen scheint. Um nur ein Beispiel zu nennen, soll auf die „Flop-Elf der blödesten Stadionnamen“ verwiesen werden. Warum etwa die historischen Namen der ehemaligen Spielstätte des 1. FSV Mainz 05 („Stadion am Bruchweg“) und des Stadions des FC Energie Cottbus („Stadion der Freundschaft“) eine fußballerische Intrige und/oder Dummheit darstellen, erschließt sich dem Leser nicht ansatzweise.
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am 7. September 2011
Blätterte heute mal wieder in meinem liebsten Fußballbuch, Dreykopfs Allerletztem, nach wie vor ein einziges Vergnügen: Keine ausgelutschten Geistlosigkeiten wie Andy Möllers "Mailand oder Madrid?", sondern alles voller Spielwitz schnell und gezielt ins Schwarze. Mal Kurzpass, mal Steilpass und wenn vielleicht mal quer, dann zappelt er auch sofort im Netz. So wie der Satz über Arsenals Schönspielerei auf Seite 124Fußball. Das Allerletzte: Intrigen und Dummheiten aus der Welt des Fußballs: "Eunuchenfußball - viel Gefummel, keine Penetration". Genau das ist Wengers Problem: gestern, heute und wohl auch morgen.
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am 13. August 2014
Zwar zum kleineren Teil interessante Beiträge, die aber selbstgerecht und teils widersprüchlich kommentiert werden. Tatsächlich interessante Begebenheiten werden eindimensional betrachtet und bewertet, andererseits werden "Skandale" konstruiert. Auch journalistisch bzw. wissenschaftlich mangelhaft. Teils fehlen präzise Angaben (irgendwer hat erzählt, irgendeine Zeitung hat geschrieben etc.). Es scheinen oft nur die Details und Informanten gewählt zu werden, die eine krasse Geschichte entstehen lassen. Erinnert ein wenig an die Tageszeitung mit vier Buchstaben, allerdings versuchen die wenigstens nicht einmal, den Anschein von Seriosität zu erwecken.
Alles, was von FIFA und DFB kommt, scheint grundsätzich verurteilenswert und auch Ereignisse auf dem Platz werden bigott und willkürlich bewertet. Was vor allem gerne vergessen wird: übergeordnete Zusammenhänge und dergleichen mehr. Stattdessen werden Klischees und Schubladen bedient, gelegentlich mit fast schon als Allgemeinwissen einzustufenden bekannten Anekdoten aufgefüllt.
Habe nun wirklich viele Fußballbücher gelesen - von Hornby über Wilson hin zu Biermann (auch mit Fuchs) bis hin zu Redelings - und alle diese Werke würde ich, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Adressaten, wärmstens empfehlen, aber "Dreykopf" (ist ja nur ein Pseudonym, um den Autor zu schützen - wer das Buch gelesen hat, weiß nun wirklich nicht, wieseo da irgendwer des Schutzes der Anonymität bedarf) ist das m.E. mit Abstand schlechteste Fußballbuch. Ich werde es nicht mal ins Regal stellen, allenfalls einzelne Seiten nutzen, um selbiges in der Waage stehen zu haben.
Kurz: Hier wird nicht aufgedeckt, sondern aufgetischt, und zwar oft tendenziös und äußerst selbstgerecht, unausgewogen und oberflächlich.
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am 7. August 2013
Seit Jahrzehnten verfolge ich schon die schaurig-schöne Fußballwelt, und es freut mich immer, wenn Bücher erscheinen, die ein wenig hinter die Kulissen der Glitzerwelt des Profifußballs schauen. Denn Fußball ist eben viel mehr als nur die Massenhysterie, die durch einzelne Topspieler und -vereine ausgelöst wird. Abseits davon gibt es eben ganz andere Schicksale, Dramen und auch Kuriositäten, von denen in diesem Buch zahlreiche Beispiele erwähnt werden. Das Buch ist ideal, wenn man nicht die ganze Nacht schmökern will, sondern einfach mal ein halbes Stündchen abschalten möchte. Die einzelnen Kapitel sind kurz, und da alle Geschichten in sich abgeschlossen sind, hat man nicht das Problem, beim nächsten Mal wieder den roten Faden finden zu müssen.

Dass ich dem Buch nur drei Sterne gebe, hat einen triftigen Grund, denn ausgerechnet eine der bekanntesten Geschichten im deutschen Fußball wird völlig falsch erzählt, und da stellt sich bei mir eben schon die Frage, wie weit es dann mit dem Wahrheitsgehalt bei den unbekannteren Geschichten her ist.

Was ist wirklich passiert? Im Pokalendspiel 1984 standen sich Bayern München und Borussia Mönchengladbach gegenüber. Nach 120 Minuten stand es 1:1 und es kam zum Elfmeterschießen. Lothar Matthäus bestritt sein letztes Spiel für Mönchengladbach, ausgerechnet vor seinem Wechsel zu den Bayern. Als sicherster Schütze seines Teams trat er als erster Schütze an und semmelte den Ball über das Tor. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch heute noch der berühmteste Fehlschuss der Pokalgeschichte ist. Die Spekulationen darüber, ob Matthäus in dieser Szene wirklich sein Bestes gegeben hatte und die Kuriosität der Situation mit dem unmittelbar bevorstehenden Wechsel führte dazu, dass viele Journalisten noch Jahre später behaupteten, Matthäus hätte in diesem Spiel den entscheidenden Elfmeter verschossen. Ich habe zu diesem Thema mehr als einen Leserbrief geschrieben und erfreut festgestellt, dass viele Medienvertreter inzwischen die Wahrheit verbreiten. Das Elfmeterschießen ging nämlich noch weiter. Bei Bayern verschoss Augenthaler und so stand es noch lange weiterhin unentschieden. Erst später, beim achten Elfmeter, traf Gladbachs Norbert Ringels den Pfosten und Michael Rummenigge verwandelte für Bayern zum Pokalsieg.

Was schreibt der Autor? Um zu erklären, warum der eigentliche Elfmeterschütze Lothar Matthäus im WM-Endspiel 1990 beim Elfmeter kurz vor Spielende lieber Andreas Brehme die Ausführung überließ, kommt Dreykopf auf eben jenes Pokalfinale 1984 zu sprechen. Schon damals hätte Matthäus bei der Drucksituation des ersten Elfers im Elfmeterschießen gekniffen und habe dann lieber später geschossen, dann allerdings den entscheidenden Elfmeter versiebt.
Die Geschichte um den verschossenen Matthäus-Elfmeter 1984 ist nun wirklich eine der bekanntesten im deutschen Fußball. Dass es so eine falsche Darstellung seitens des Autors sogar in die zweite durchgesehene (!) Auflage schafft, finde ich bedenklich. Dadurch wird für mich der Wahrheitsgehalt vieler anderer Geschichten, die ich eben nicht so gut kenne, in Frage gestellt. Wie sorgfältig mag der Autor wirklich recherchiert haben? Für Geschichten, die am Ende vielleicht nur halbwahr sind, ist mir meine Zeit dann doch zu schade. Falls es eine dritte überarbeitete Auflage geben sollte, dann bitte unbedingt diesen peinlichen Fehler ausmerzen.
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