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am 2. Januar 2013
Habe ich mir schon eine ganze Menge Bücher zum "Thema" Zen gekauft - und immer wieder gedacht, DAS ist das Beste, DAS ist das Richtigste -, mußte ich mir im Nachhinein eingestehen, es gibt nicht "DAS" Buch über Zen. Eigentlich sollte man Zen auch nicht lesen, sondern ausüben, so die alten Meister...
Ja und nein, so meine Meinung. Ich finde, es kann für die eigene Praxis durchaus hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen. Und da ich allein praktiziere, sind Bücher für mich ideal. Abgesehen davon, daß ich einfach auch sehr gerne lese.

Dieses Buch ist geeignet für Zen-Schüler und Menschen, die einfach ihren Horizont ein wenig erweitern möchten und Antworten auf die ewige Frage "Welchen Sinn hat das Leben?" suchen. Sympathisch und spannend geschrieben, bietet dieses Büchlein eine willkommene Abwechslung zu anderen Zen-Werken, die man oft zwei-, dreimal lesen muß, um den Inhalt einigermaßen zu verinnerlichen. Wie Zen selbst: eigentlich ganz einfach, nur recht schwierig, es in Worten auszudrücken.
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am 7. März 2013
(vom Autor von iZen): Die reichhaltige, praktische Zen-Erfahrung des Autors durchdringt das ganze Buch wie eine kühle Brise an einem schwülen Sommertag: Sehr wertvoll und tiefgründig, ein Text der wärmt und liebevoll versucht das mystische Thema "Glück" einzukreisen ... in den Zen-Kreis eben. Obwohl ich meterweise spirituelle Literatur kenne fühle ich mich hier besonders berührt. Der Aufbau, ein Wechsel zwischen autobiografischem Bericht eigener Klostererfahrungen und erleuchtender Philosophie, ist angenehm zu lesen und vermittelt ein spannendes Leseerlebnis. Allerdings kommt das WIE zur Erleuchtung (und damit Glücklichsein) wie bei 99% aller Bücher zu kurz. Dennoch stimmen Preis-Leistung bei diesem sehr empfehlenswerten Buch, auch für Zen-Kenner.
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am 30. August 2009
Ich glaube, dass das Glück ein Nebenprodukt ist, wenn wir auf die für uns richtige Weise leben - und so habe ich auch dieses Buch verstanden: Ein Grossteil wird darauf verwendet, dass wir von unserer irrigen "Glückssuche" ablassen und damit unserem Glück erst eine wirkliche Chance geben. Aber neben diesen generellen Betrachtungen gibt es auch sehr konkrete Anhaltspunkte in diesem Buch. Wie wichtig beispielsweise unsere Haltung (des Körper und des Geistes) für unser Leben ist und wie sehr sich alles um uns herum verändert, wenn wir unsere eigene Haltung verändern. Oder wie sehr Offenheit eine Bedeutung hat in unserem Leben. Beides sind natürlich sehr wichtige Themen beim Zazen, der Zen-Meditation. Durch sie verändern wir nach und nach unsere Haltung und entwickeln eine umfassende Offenheit dem Leben gegenüber.

Das Buch bietet auch eine Vielzahl klassischer Zen-Zitate aus der Feder von Dogen und Kodo Sawaki (beides bedeutenden Lehrer der Soto-Linie). Dazu kommen Anekdoten aus dem Leben des Autors, persönliche Erfahrungen, Gedanken über Unzufriedenheit und Zufriedenheit, auch das Thema Liebe wird ergründet, über Familie und Arbeit wird aus Zen-Perspektive philosophiert, und ganz zum Schluss wird noch kurz auf die Praxis des Zazen eingegangen. Es handelt sich also um eine Mischung aus persönlicher Biographie, Zen-Prinzipien, Gedanken zum praktischen Leben und Anleitung zur Praxis des Zazen (wobei die eher knapp ausgefallen ist und man da z.B. vielleicht zusätzlich noch zu "Zazen" von Taisen Deshimaru greifen sollte).

Alles in allem ein schönes und wohltuend undogmatisches Buch, das einem zeigt, wie sehr Zen das Leben bereichern kann.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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am 4. September 2013
So stellt ich mir einen Zenmeister vor. Offen, ehrlich und bescheiden. Niemals perfekt, trotzdem viel Humor.Unglaublich lehrreich und gut geschrieben.
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am 13. März 2014
Dieses Buch ist im Wesentlichen autobiographischer Natur und beschreibt damit vornehmlich den Weg eines westlichen Menschen in ein asiatisches Kloster sowie die dortige Lebensweise auf praktischer Ebene. Dies geschieht durchaus unterhaltsam und informativ, insbesondere da der ursprünglich deutsche Autor mit Vorurteilen und falschen Vorstellungen aufräumt, die bei uns sicherlich weit verbreitet sind, von östlichen Autoren aber meist nicht hinreichend behandelt werden. Da gerade romantische Vorstellungen (die bei einem Kurzurlaub oder Besuch im Kloster durchaus zutreffend sein mögen) mit der Entscheidung sein Leben vollkommen umzustellen aber weitgehend ausgeräumt werden, wird hier eine eher verklärte Sichtweise beschrieben, die wenig Enthusiasmus fördert. Das mag durchaus realistisch sein, als Leser hatte ich jedoch nicht das Gefühl, dass mir hier auf überzeugende Weise "der Weg zum Glück" beschrieben wird. Muho macht auf mich durchweg einen ziemlich trübsinnigen und unglücklichen Eindruck. Tatsächlich bekennt er auch über längere Zeit unter Depressionen gelitten zu haben, scheint mir aber auch am Ende des Buches bestenfalls zu einem 'akzeptablen Kompromiss' mit dem Leben gekommen zu sein anstatt wirkliches Glück gefunden zu haben. Da der Text zweifellos auf jeden Leser eine andere Wirkung hat, war für mich das größte Manko allerdings, dass der philosophische Aspekt deutlich zu kurz kommt. Es wird weder versucht, dem Leser den Kern des Zen zu vermitteln, noch lassen sich an Hand der praktischen Umsetzung entsprechende Erkenntnisse ableiten.

Wer daran interessiert ist wie das Leben eines Mönchs in der Praxis aussieht wird hier gut bedient, wer versucht, dem Zen selbst näher zu kommen, sollte eher zu Suzuki greifen.
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am 3. April 2009
Das Buch hält, was der Titel verspricht wirklich zum Großteil. Der Autor schildert seinen Zen-Weg, der ihn schlussendlich nicht nur nach Japan gebracht hat, sondern auch dort sein Leben als Abt gestaltet. Kombiniert mit vielen Aussagen von Zen-meistern und Sprüchen liest sich dieses Buch sehr spannend. Ich habe selbst schon in Japan (Zazen-Erfahrungen eingeschlossen)gelebt und somit ist für mich vieles auch vertraut und nachvollziehbar. Er zeigt auch auf, warum es für in Europa lebende oft schwierig ist"glücklich" zu sein. Ebenso beschreibt er auch die Unterschiede in der Einstellung zu Arbeit, was mir sehr gut gefallen hat. Für alle, die sich mit Zazen beschäftigen, aber auch einen Japanzugang haben, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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am 18. Juli 2008
Ich habe Muhos Buch gelesen und fand es äußerst inspirierend und sehr gut lesbar. Seine Lebensgeschichte allein, die er ausführlich darstellt, liest sich wie ein spiritueller Roman, den man sich so nicht ausdenken kann, weil er authentisch ist. Seine Ausführungen über Themen wie Glück, Liebe, Leben, Familie, Arbeit, Zazen und Zen als Lebenspraxis sind intelligent auf eine natürliche und bescheidene Art und schöpfen ihre Weisheit wohl aus seiner Biographie, seinem radikalen Weg als Zenmönch und vor allem seiner Praxis. Ich habe Muho auf einem Sesshin erlebt und kennen gelernt als einen wunderbaren, authentischen Menschen und lese sein Buch gerade zum zweiten Mal mit großem Gewinn. Es wird nicht das letzte Mal sein, dieses Buch wird einer meiner absoluten Klassiker werden, so wie "Der leere Spiegel" vonn Janwillem van de Wetering oder "Reise nach Ixtlan" von Carlos Castaneda. Wer sich für Zenliteratur und Zenpraxis interessiert: Hier ist ein Deutscher ein japanischer Zenmeister geworden, er versteht Zen, Japan und uns und schreibt ein Buch - genau für uns, was will man mehr?
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am 6. Januar 2007
Ich habe das Buch mit Genuß gelesen. Der Inhalt wechselt zwischen Kapiteln in denen Muho seinen eigenen Weg zum Zen und schließlich nach Japan und nach Antaiji erzählt und Kapiteln, in denen er sich dem Glück als solches widmet ab. Ein Weg zum Glück ? Muho gibt dem Leser seine eindeutige Antwort, die in diese Richtung führen könnte. Ich denke, dass das Buch für jeden Leser zu empfehlen ist, ob er bereits mit Zen in Berührung gekommen ist oder nicht. Muhos Antwort spiegelt sich in vielen Beispielen aus dem Leben wieder, in denen sich jeder in gewisser Weise wiedererkennen wird. Ich habe das Buch mit einem Lächeln und viel Respekt zugeklappt und ich finde, dass das Buch mich, und vielleicht auch andere Leser zum "Handeln" inspiriert hat. In dem Sinne eine absolute Lese-Empfehlung !
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am 28. Januar 2007
Warum es in diesem Buch im Detail geht beschreiben die anderen Rezensionen schon ausführlich.

Es ist keine (direkte) Anleitung zur Praxis des Zazen, davon gibt es eigentlich auch schon genug. Es ist eine wunderbar zu lesende Ausführung über die Zen-Philosophie im Leben des Einzelnen und eben auch im Leben von Muho, ohne dabei so schwer verdaulich zu sein wie manche andere zen-philosopische Schriften. Man kann es entspannt und konzentriert ohne Anstrengung, aber mit Genuss lesen und sich davon motivieren lassen. Gerade zu erfahren wie Muho zu Muho wurde wäre schon ein eigenes Buch wert.

Ich muss zugar zugeben, dass ich zuerst nur jedes zweite Kapitel gelesen habe, den im Buch wechseln sich immer Kapitel mit der Beschreibung des "Werdeganges" von Muho mit seinen Texten über Glück (oder Zufriedenheit, ganz allgemein gesagt) ab. Sein Leben ist schon extren faszinierend, ein Europäer, die die harte Schule des japanischen Kloster-Zen durchlaufen hat und sein ganzes Leben dem Zen widmete, und das schon in jungen Jahren und dafür sogar Japanologie studierte.

Den "anderen" Kapiteln tut man aber unrecht wenn man sie überspringt. Beim zweiten Lesen habe ich alle Kapitel chronologisch gelesen. Das, was Muho über Glück sagt, ist nichts außergewöhnliches, nichts, worauf man nicht auch selbst kommen könnte. Aber gerade deswegen lohnt es sich, es immer und immer wieder gesagt zu bekommen, vielleicht erkennt man dann ja tatsächlich eines Tages, dass das Glück nicht immer in der Zukunft oder weit entfernt hinter dem Horizont liegt.

Solche Ausführungen stellen zwar im "Nur-Sitzen-Zen" immer noch etwas eher ungewöhnliches dar, sie sind aber zumindest hier ein wahrer Genuss zu lesen.
Sowohl ein Anfänger, der noch nichts über Zen und Zazen weiß, als auch ein Praktizierender erfahren viel und verstehen vielleicht mehr.

Dies ist ein Buch, welches somit auch immer wieder dazu motiviert, sich wieder auf's Safu zu setzen und zu praktizieren.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Mai 2012
Ich habe als Jugendlicher über die Celestine-Bücher zum esoterischen Denken gefunden. Irgendwann aber wollte ich mehr und tiefgründiger mich selbst entdecken. Auf der Suche danach, bin ich auf die vielen Bücher und Gedichtbände des Zen-Buddhisten Thich Nhat Hanh gestoßen, die ich an dieser Stelle allen ans Herz legen möchte, die sich für Zen und Zen-Buddhismus und insbesondere für das Thema Glück finden, interessieren.
Über dieses Buch bin ich aufgrund der vielen positiven Berichte gestolpert.

Das Buch Zazen oder der Weg zum Glück ist kein Buch über Zazen im praktischen Sinn. Der Autor zeigt seinen philosophischen Weg und seine Botschaften zum Thema Glück auf und verpackt es am Ende des Buches in die Ausübung der Zan-Zen-Meditation. Bücher zu Za-Zen gibt es wirklich nur wenige. Das liegt wohl eher daran, das es nicht viel zur Handlung Zazen zu betreiben zu wissen gibt. Die richtige Philosophie dabei muss klar sein. Und einen solchen sehr gut geschriebenen Weg zeigt der Autor Abt Muho hier auf. Das Buch läßt sich nicht so einfach weglesen, sondern regt zum nachdenken an. Man läßt sich gerne viel Zeit beim Lesen des Buches, denn es lädt den Leser zum Glücklichsein ein und regt dazu an, sein Leben und Handeln positiver zu sehen.
Das Buch hat mir selbst sehr viel gebracht, weil der Autor eine sehr philosophische Ader hat und sein Buch mich zum Nachdenken und Verändern angeregt hat. Es ist eine Bereicherung für jeden, der nach mehr im Leben strebt als nur seinen "Besitz" zu vermehren. Das Buch ist zeitlos und für jeden geeignet, der in die Tiefe seines Herzens schauen möchte.

SEHR EMPFEHLENSWERT
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