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am 25. Juli 2017
Kann man Starrköpfe überzeugen – und wenn ja, wie? Sebastian Herrmann beschäftigt sich in seinem Buch mit meist sehr dicken Brettern vor der Stirn von Zeitgenossen, welche bevorzugt an das glauben, was dem gesunden Menschenverstand unzugänglich ist.

Einigen Unsinn, den viele Menschen für bare Münze nehmen, kannte ich natürlich: Verschwörungstheorien zum 11. September oder zur Mondlandung, die jeglicher Wissenschaft widersprechenden Überzeugungen der Impfgegner, die Leugnung von Klimawandel und Evolution, die verbohrten Glaubenssätze von Esoterikern und Sekten.

Ich gestehe aber, dass mir so mancher hoch gefährliche Unsinn völlig neu war, zum Beispiel die Gilde der „AIDS-Leugner“, welche diese Krankheit als überhaupt nicht existent betrachten oder – wie der Virologe Peter Duesberg – abstreiten, dass HIV der Auslöser ist. In manchen afrikanischen Ländern wurde dies sogar offizielle Regierungspolitik – mit fatalen Folgen.

In Südafrika beispielsweise störte man sich an wissenschaftlichen Aussagen, welche auch die dortige Sexualmoral (vor allem die schwache Rolle der Frauen in einer polygamen Gesellschaftsstruktur) für die hohe Infektionsrate verantwortlich machten. Die Sichtweise der AIDS-Leugner war da angenehmer: Erst der westliche Einfluss mit „Drogen, Sex und Rock’n Roll“ habe zu den Erkrankungen geführt!

Das Beispiel illustriert eine Kernaussage in Sebastian Herrmanns Buch: Im Zweifel hält man nicht das für wahr, was der Intellekt (vielleicht nach schwieriger Überprüfung) für wahr hält, sondern das, was sich gut anfühlt. Hernach sucht unser Intellekt die Argumente dafür zusammen.

Die Menschen glauben lieber an Dinge, von denen sie sich wünschen, dass sie wahr wären: An die heilende Kraft von nahezu wirkstofffreien Zuckerkügelchen, die gesundheitsfördernde Wirkung von Bio-Lebensmitteln oder die „Tatsache“, dass Frauen mehr reden als Männer. Alles zwar ohne realistischen Nachweis, aber angenehm und schön klingend…

Aufbauend auf diesen und vielen anderen Zusammenhängen bietet Sebastian Herrmann eine Reihe von Gegenstrategien an – denn auch Starrköpfe sind nicht gefeit vor psychologischen Mechanismen.

Insgesamt habe ich schon lange kein Sachbuch mehr in der Hand gehabt, welches eine solche Dichte an Informationen unterhaltsam und verständlich vermittelt. Hilfreich für den Überblick sind auch die Schlusszusammenfassungen am Ende der Kapitel. Über den Hauptzweck seines Buches schreibt der Autor:

„Es geht um mehr, als nur recht zu behalten – und es geht schon gar nicht darum, anderen zu beweisen, dass sie Idioten wären. Es mag sich pathetisch überhöht anhören, aber funktionierende Demokratien sind darauf angewiesen, dass ihre Bürger gut und vor allem richtig informiert sind.“

Legenden sind meist sehr einfach gestrickt, während die Wahrheit oft entsetzlich kompliziert ist. Seinen Rat, sie möglichst einfach und verständlich zu formulieren, hat Sebastian Herrmann mit diesem Buch sehr gelungen umgesetzt!
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am 11. Juni 2017
Hatte mir eher was sarkastisches drunter vorgestellt - ich mag halt gerne was zum Lachen wenn ich sowas lese. Aber das ist einfach nur langweilig.
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am 20. September 2013
Gekauft habe ich mir das Buch, um tatsächlich Tricks zu erfahren, wie ich im Internet besser mit Starrköpfen argumentieren kann. Bekommen habe ich ein Buch, dass mir darüberhinaus auch sehr viel über das Funktionieren des menschlichen Geistes erklärt. Warm wir alle starköpfig sind, und warum wir es selbst nicht merken.

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (Matthäus 7,3 EU) - Weil dies arg menschlich ist. So ticken wir.

Wer also wissen möchte, warum eine Sekte trotz ausbleibenden Weltuntergang weiter treue Jünger hat, warum Leute viel Geld für heilendes Wasser ausgeben oder an "gechannelte" Aussagen irgendwelcher Aliens/Engel glauben, der sollte dieses Buch lesen.

Doch wer schon im Thema ist, der könnte enttäuscht sein: Es ist mehr eine Einführung für Laien, so wie ich einer bin. Und ich bin sehr zufrieden.
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am 30. September 2014
Hilfreich für Menschen, die mit anderen kommunizieren müssen. Also für alle :-) Viele verschiedene spannende Denkmodelle, teilweise wissenschaftlich hinterlegt.

Zwei Sterne Abzug gibt es für das ständige Abschreiben bei Daniel Kahnemann und das bescheuerte Cover.
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am 21. Juli 2015
Das Buch ist locker und leicht geschrieben und bringt auch einiges an Information darüber, wie man klug argumentieren kann.
Der Abzug von zwei Sternen hat folgende Gründe: Der Autor hat sich an drei Themen festgebissen und dieses wirkt mitunter so polemisch, dass sich eine Skepsis gegenüber seiner Argumentation einstellt.
Er zitiert aus Youtube-Filmchen und teilweise hat man das Gefühl, dass er das, was ihm so auf Facebook begegnet ist, zusammengefasst hat. Seine argumentativen Verknüpfungen sind teilweise recht unwissenschaftlich, obwohl er doch gerade die Wissenschaft über alles stellt. Kurz er hält sich selbst häufig nicht an die eigenen Empfehlungen.
Außerdem zitiert er Kahnemann so häufig, dass man sich wünschte, gleich Kahnemann gelesen zu haben.
Trotzdem gibt's noch drei Sterne, weil es eben eine recht amüsante Zusammenfassung ist.
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am 18. Januar 2014
Der Autor lass zweifelsohne viel gutes wissenschaftliches Zeug: Verhaltensforschung, Neuroforschung etc.. Sogar vermerkte er in den Verweisen, was er genau las, was von einer Professionalität spricht. Jedoch muss man bedenken, dass das Verhaltensforschung und Neuroforschung nicht viel mit Starköpfen zu tun hat, sondern mit dem ganz normalen manipulierbaren Mensch / Käufer / Partner / Wähler. Denn nicht die Starköpfe insbesondere, sondern alle Menschen kaufen, verhandeln, wählen und man versuchte in der Forschung die Masse besser verstehen und berechenbarer machen. Starköpfe sind ein Volk für sich, oft reicht das am öfftesten bei Herrmann angepriesenes "Storytelling" nicht aus, obgleich es für das gemeine Volk / Publikum ausreicht. Bei manchen Starköpfen kommen Sie eben nicht ohne Fakten und Argumenten, gut belegt, herum. Nicht alle Starköpfe sind dumm. Und in manchen Situationen kann auch gar nichts helfen, auch diese Erkenntnis mit den Starköpfen muss man akzeptieren.
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am 10. November 2013
Beruflich habe ich mit dem einen oder anderen Starrkopf zu tun und war daher an Ratschlägen für den Umgang interessiert. Nach dem Lesen bin ich ernüchtert: Im Grunde - so mein Fazit - lassen sich Starrköpfe so gut wie gar nicht überzeugen; bestenfalls Starrköpfe mit Zweifeln können von einer abweichenden Meinung überzeugt werden. Und das wahrscheinlich nur mit viiiel Geduld. Immerhin weiß ich nun, warum Menschen sich bestimmte Meinungen aneignen und so schwer wieder davon abzubringen sind (selbst wenn alle Fakten der Welt dagegen sprechen): weil Menschen affektgesteuert sind, weil Aussagen geglaubt werden, wenn sie sich wahr ANFÜHLEN. Weil Menschen ihr positives Selbstbild aufrechterhalten müssen. Oder weil Ansichten schlichtweg populär sind. Kann man zum Verzweifeln finden, ist aber scheinbar so.
Sehr erhellend fand ich die Erkenntnisse, dass Fakten-Mythen-Darstellungen das Gegenteil bewirken, dass Gegenargumentationen mit zunehmender Anzahl der Argumente in der Summe schwächer werden, und dass sich Menschen lieber auf persönliche und völlig subjektive Einzelfälle verlassen statt auf Statistiken und Fakten. Die Erkenntnisse sind manchmal schwer zu akzeptieren - wenigstens macht Autor Sebastian Herrmann es durch seinen Erzählstil leicht, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen.
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am 15. Dezember 2014
"Starrköpfe überzeugen" ist etwas vom besten das ich die letzten Jahre gelesen habe. Sebastian Herrmann stellt einen breiten Werkzeugkasten vor für die Argumentation mit Leuten die einem Mythos anhängen. Er zeigt dabei an praktischen Beispielen, wie der Mensch in der Lage ist, die unglaublichsten Märchen zu glauben. Er untermauert dies mit vielen Studienergebnissen aus der Psychologie. Als Anschauungsunterricht dienen im dabei die gängigsten Wissenschafts-Mythen der heutigen Zeit. So bekommen Klimaskeptiker, Homöopathen, Verschwörungstheoretiker, AIDS-Leugner, Gentech-Gegner, Kryon-Anhänger und weitere ihr Fett ab. Das wird denn auch den einen oder anderen Leser auf die Palme bringen, der einem dieser Mythen glauben schenkt :-). Lesenswert ist das Buch aber trotzdem!
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am 20. September 2013
Großartiges Buch. Manchmal fühlt man sich ein bisschen als Depp, weil man merkt, wie oft man selbst auf all die Psychotricks von anderen reinfällt. Aber hey, das ist nur menschlich und es geht uns allen so, gibt einem der Autor immer wieder zu verstehen und gibt Tipps, wie man sich in der nächsten Diskussion mit einem Starrkopf besser schlagen kann. Gut gefällt mir, dass man seriöse Wissenschaft mit einem Haufen Studien geboten bekommt, aber am Ende jedes Kapitels auch ein übersichtliches Fazit und klare Ratschläge. Vielleicht kann man nach diesem Buch noch nicht jeden Partner, Chef oder Verschwörungs-Gläubigen von der eigenen Meinung überzeugen. Aber allein um zu wissen, warum der andere so tickt, lohnt sich die Lektüre. Außerdem macht sie einfach Spaß, weil der Autor witzig und mit viel Verständnis für die Sturheit des Menschen schreibt(und offensichtlich auch um seine eigene Starrköpfigkeit weiß).
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am 12. Dezember 2013
Über einen wissenschaftlichen Blog bin auf diesen Buchtipp gestolpert, und aus reiner Neugier landete es sodann in meinem Briefkasten.

Zusammenfassend gesagt: Das Buch liest sich sehr locker und flüssig. Die Beispiele des Autors regen zum Denken an und es kommt öfters vor, dass man sich selber ertappt über Situationen, wo man sich als Starrkopf verhalten hat. Ebenfalls werden Beispiele aus der Forschung gebracht, die je nach Ort und/oder Forscher genannt werden. Sollten man sich für die Details bestimmter Studien interessieren, ist es anschließend über eine kurze Internetrecherche ohne Probleme möglich. Die Tipps am Ende eines Kapitels fand ich ebenfalls hilfreich.
Was mir persönlich nicht gefallen hat, ist das Cover und der Titel; denn es ist viel zu aggressiv. Man sollte daher nicht erwarten, dass man sich in einen Experten verwandelt, nach der Lektüre dieses Buches.
Es bringt eher einen zum Schmunzeln, über sich und seine Freunde/Familie usw. Und den einen oder anderen Tipp behält man im Kopf. Für den Einstieg zum Thema Psychologie ist es optimal. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht.
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