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am 12. Juni 2004
Günther Netzer beschreibt den Weg eines der ungewöhnlichsten Fussballer, die Deutschland je hatte. Seinen Weg. Diese Beschreibung ist nüchtern, klar mit einer Spur von Distanz und trotzdem konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.
Da schreibt kein Verbissener, kein Besessener, da schreibt einer, der die Schönheit des Lebens zu schätzen weiß, jene, die abseits des Sports liegt und die, die im Fußball selbst zu finden ist. Netzer beschreibt seinen Hang zur Bequemlichkeit, ja zur Faulheit, seine manchmal übergroße Sorglosigkeit, seinen oft fehlenden Ehrgeiz und seine ebenso oft fehlende Kondition. Er beschreibt die Trainer, die ihn zu Anstrengungen zwingen, die er von sich aus nicht auf sich nehmen wollte und schildert Begegnungen mit Menschen in seinem Leben, die immer wieder zum rechten Zeitpunkt, gerade das in ihm entdeckten und von ihm brauchten, was er selbst noch gar nicht als eigene Fähigkeit entwickelt hatte.
Aus alldem, besonders aus den spezifischen Netzerschen Schwächen; lässt sich vielleicht verstehen, warum gerade Netzer es war, der die legendäre Gladbacher Fohlenelf und später die ebenso legendäre 72er Nationalmannschaft zu einer Spielweise führte, die seither nicht mehr erreicht wurde, zu einem leichtfüßigen, kombinationssicheren, offensiven und fast übermütigen Fußball, den zu betrachten eine reine Freude war. Damals hieß es, dieser Fußball sei Ausdruck der gesellschaftlichen Veränderungen Anfang der 70er, der Aufbruchsstimmung, der neuen Offenheit, des revolutionären Aufbruches.
Netzer schildert natürlich auch seine Begegnung und Auseinandersetzung mit dem berühmten Hennes Weisweiler, die in seiner Selbsteinwechslung im DFB-Pokalsieg gegen Köln mit dem anschließenden Jahrhunderttor in der Verlängerung gipfelte (und endete). Er beschreibt Weisweilers Taktik, die aus Netzers Sicht im wesentlichen darin bestand, neunzig Minuten am Stück Hurrafussball zu spielen, hin und her zu rennen und lieber 5:4 zu gewinnen als 1:0. Netzer hielt das ( gerade aufgrund der eigenen Bequemlichkeit) interessanterweise für falsch und doch ist wohl aus beider Zusammenarbeit eine Spielkultur entstanden, die unvergesslich bleibt.
Alles in allem ein schönes (Fußball-) Buch, gerade für die, die sich an die 70er Jahre erinnern.
Mir persönlich gefällt Netzers oft lakonische Nüchternheit, auch im Umgang mit Schicksalschlägen, eigenen oder fremden Schwächen. Er beschreibt sehr geradlinig und ohne Schnörkel ein gelungenes Leben auf und abseits des Fußballplatzes.
Wer sich für die in Biographien so selbstverständlich gewordenene schmutzige Wäsche interessiert, wird hier nicht bedient. Wer noch einmal aus der Sicht eines ihrer wesentlichen Protagonisten ein Stück Fußballhistorie genießen will, wird seine Freude an diesem Buch haben.
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am 5. Juli 2004
Günter Netzer gilt gemeinsam mit seinem Fernseh-Gesprächspartner Delling zu recht als Fußball-Kommentatoren-Instanz des deutschen Fernsehens. Mir - als jüngeren Fußballfan und Leser, der Günter Netzer nicht aus seiner aktiven Fußballzeit kennt - war immer schleierhaft gewesen, woher das fußballerische Weltwissen des Günter Netzer denn eigentlich kommt. Nach Lektüre seines Buches weiß ich, dass die Weisheiten zu einem großen Teil dem Leben selbst entnommen sind - obwohl... man darf ja Autobiographien nie 100% für voll nehmen, schließlich sind sie seit jeher ein probates (aber natürlich auch: ein legitimes) Mittel der Geschichtsfälschung.
Vergessen darf man hier aber nicht: es erzählt ein deutsches Fußballdenkmal seine Geschichte! Und selbst wenn man nicht alles glauben darf, eines ist vollkommen sicher: Günter Netzer war und ist schon ein schweinslässiger Typ, der uns mit seinen Erzählungen noch einmal vor Augen führt, warum wir alle davon träumen, Stars zu sein.
Dass uns das von Günter Netzer vor Augen geführt wird und nicht etwa von anderen ehemaligen Fußballern, die in diversen Runden als "Fußballexperten" durch die Talkshows geistern, dafür können wir uns wirklich nur bedanken, was ich auch hiermit tue: Danke, Günter Netzer!
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am 12. April 2006
Der zweitberühmteste Seitenscheitel der Nation gehört Günter Netzer. In den Siebzigern waren die Haare noch länger, da rannte die coole Sau mit wehender blonder Mähne über den Platz. Obwohl „rennen" nicht das richtige Wort ist. Netzer, bekannt für seine notorische Lauffaulheit, verteilte als Mittelfeldregisseur von Borussia Mönchengladbach und später Real Madrid die Bälle an seine Mitspieler. Daher der Titel der Autobiographie: „Aus der Tiefe des Raumes". Diese Pässe waren Netzers Spezialität. Dass sie nicht immer gelangen, belegt die folgende Äußerung seines Trainers Hennes Weisweiler: „Abseits is', wenn dat lange Arschloch zu spät abspielt." Diese und andere launige Anekdoten weiß Netzer zu berichten, er erzählt mit einer charmanten Mischung aus Selbstironie und Selbstdarstellung von den drei großen F seines Lebens: Fußball, Ferraris, Fic..., äh, Frauen. Wer aufgrund seiner Nähe zur linken Boheme der Siebziger und seines Rufs als Rebell Tiefgründiges erwartet, wird enttäuscht. Netzer outet sich ganz unprätentios als ein intellektuell wie politisch vollkommen Ahnungsloser. Nach dem Ende seiner Profi-Karriere verliert auch die Autobiographie deutlich an Schwung. Dennoch ein lesenswertes, kurzweiliges Buch. Schöne Fotos sind auch drin.
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am 4. Dezember 2016
Wer auf dicke Hose steht? Dann ist das die Lektüre. dann bitte lieber Sepp Maier lesen. Aber das erste von 78. Ich bin doch kein Tor.
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am 31. Dezember 2006
Ich (Jahrgang 79) kannte Günter Netzer nur aus dem Fernsehen (mit Delling) und habe seine großen berühmt-berüchtigten Zeiten leider nicht miterlebt. Um so mehr habe ich die Lektüre des Buches genossen. Ob nun alles der Wahrheit entspricht, manches vielleicht ein wenig geglättet wurde, ist letztlich egal - es macht einfach Spaß, aus Netzers verrücktem Leben zu erfahren und zu glauben, dass man Netzer nun richtig gut kennt.

Obwohl Netzer schonungslos mit sich umgeht, keinen Skandal auslässt und man sich wirklich nicht wünscht, sein Trainer gewesen zu sein (Basler zu trainieren, muss dagegen erholsam gewesen sein), kann man gar nicht anders, als diesen Mann zu mögen. Was sicherlich auch durch die zeitliche Distanz erleichtert wird: Worüber in den 70er Jahren geschimpft wurde, ist dreißig Jahre später einfach amüsant.

Besonders gefallen hat mir die Geschichte von seiner Reise zur Hochzeit von Tina Sinatra und zum Comeback-Konzert ihres Vaters in Las Vegas - obwohl Netzer als Spieler von Real Madrid seinen Reisepass beim Verein hinterlegen musste. Wäre die Reise bekannt geworden, hätte er seine Koffer dort sicher endgültig packen müssen. Doch sie blieb geheim, obwohl die Ehefrau eines Spielers meinte, ihm bei der TV-Aufzeichnung des Konzerts gesehen zu haben.

Bei allem Spaß stellte sich mir v.a. eine Frage: Wären all diese Eskapaden und Erlebnisse heute noch möglich? In einer Medienwelt, in der eigentlich nichts geheim bleibt?

Ein herrliches und sehr unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem auch die Wahrheit über das Verhältnis zwischen Netzer und Dellig verraten wird.
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am 8. Februar 2013
... das Buch bietet tiefe Einblicke in den werdegang vom Menschen G. Netzer. Hoch interessant seine Beschreibungen aus der Madrider Zeit, sowie über die Verpflechtungen von kontakten, die ihn später weiterbrachten. Besonders interessant dabei auch sein Aufenthalt in der Schweiz. Lesen lohnt...
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am 27. Mai 2014
Das Buch ist sehr gut geschrieben für Fußballerverhältnisse, N wirkt sehr authentisch und ehrlich. Mit dem Geschreibsel von Dumpfbacken wie Effenberg nicht zu vergleichen, wirklich erhellend. Wahre Fans sollten es aber ergänzen durch "Rebell am Ball"
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am 9. Juli 2013
Super erzählt, manches wahrscheinlich auch ein wenig verschönert, weil die Wahrheit wahrscheinlich viel schlimmer war, aber toll geschrieben. Kann ich nur empfehlen.
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am 30. Dezember 2014
ich mag den herrn mit seiner art, deshalb hab ich mir dieses buch gekauft. war auch tollzu lesen die geschichten als es noch nicht wirklich ums geld ging im fussball. bis meine tochter das buch entdeckte, ich weiss nicht warum aber sie liebt das buch. sie ist 4 und kann noch nicht lesen, aber das buch mit überall mit hin ( zum schlafen, beim auto fahren, zum einkaufen, neben der wanne liegt es wenn sie badet, mal ist es eine speisekarte oder das rezeptbuch...)
leider komme ich deshalb nicht zum schluss des buches.
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am 2. November 2014
Ein sehr gutes Buch - leicht zu lesen.
Günter Netzer ist ein interessanter Mensch von dem man sehr viel lernen kann, egal ob man selbst mit Fußball zu tun hat oder - wie ich - nicht.

Interessanter Mensch - interessantes Leben - interessante Lektionen.
Für alle die sich noch weiter mit der Person GN beschäftigen möchten, empfehle ich das Markus Lanz Interview, sowie die GN Doku auf youtube.

Vielen Dank an Günter Netzer!
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