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am 1. Juni 2011
Zunächst zeigt dieses Buch, dass es in vielen Lebensbereichen hilfreich sein kann, sich ein bisschen mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung auszukennen - sei es bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage oder beim Kauf eines Angelköders.
Dann wenden sich die Autoren ihrem Spezialgebiet, der medizinischen Forschung, zu und belegen, dass etwa die Aussage, das Ergebnis einer klinischen Studie verfüge über ein "Signifikanzniveau von < 5%", bei weitem nicht das hält, was sie zu versprechen scheint. So hinterfragen sie denn auch den derzeitigen Forschungsbetrieb und machen einen Verbesserungsvorschlag.

Eine besonders interessante Erkenntnis aus diesem Buch war für mich, dass es in vielen Fällen gar nicht möglich ist, sich eine fundierte Meinung zu bilden, wenn man nicht schon von einem Vor-Urteil ausgeht. So muss man beispielsweise, um die tatsächliche Irrtumswahrscheinlichkeit eines Studienergebnisses abschätzen zu können, eine Annahme treffen, wie hoch generell der Prozentsatz "guter Ideen" der betreffenden Wissenschaftler ist. Genauso wie man etwa auch den Informationsgewinn durch eine Zeugenaussage zur Identifikation eines Täters nur beurteilen kann, wenn man weiß, wie groß schon vor dieser Aussage die Wahrscheinlichkeit war, dass er die Tat begangen hat.

Gut gefallen hat mir vor allem, dass die Informationen nicht einfach aufgelistet werden, sondern immer in interessante und witzig geschriebene Geschichten verpackt sind.
Gestört hat mich allerdings, dass bei manchen Berechnungen (beispielsweise zum O.J. Simpson - Fall) nicht ganz nachvollziehbare oder zu spekulative Annahmen getroffen werden. Natürlich ist es verständlich, dass man irgendwelche Zahlen zu Grunde legen muss, um das Prinzip derartiger Rechnungen zu demonstrieren, trotzdem hätten sich die Autoren etwas mehr Mühe bei der Recherchearbeit geben können.

Dennoch ein gelungenes Wert, das es schafft, auch kompliziertere Themen auf vergnügliche Art zu präsentieren.
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am 26. März 2014
Nach dem Hund der goldene Eier legt mein zweites Leseevent über Fallen der Statistik. regt zum Denken an. Ich wünschte mir zu jeder Rundfunkmeldung über statistische Aussagen " Armut in Deutschland, Ausländische Studenten in Deutschland etc" einen Komentar wie die Zaheln entstanden sind.
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am 15. Juni 2013
Bücher kann man mit Sinn und Verstand gut lesen. Amüsant was das tägliche Leben und die damit verbundenen Interpretationen immer so bereit halten.
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am 5. Januar 2009
Die im Buch dargestellten Fälle sind hochinteressant und waren überwiegend für mich (zumindest in dieser Form) neu. Die Fallbeispiele sind verständlich, wenn sie sich auch m.E. zu oft wiederholen.

Was ich ärgerlich fand, ist die teilweise alberne und blöde Namensgebung (Syldawien, Leckerellen, Ekelitzen , um nur einige zu nennen). Man hat sich wohl erhofft, hierdurch eine gewisse Lockerheit und eine Prise Humor in das dröge Thema "Statistik" zu bringen. Dies ist leider nicht gelungen, es verklärt das ansonsten ordentliche Buch zu albernem Quatsch.
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am 20. September 2013
Leider vermischen die Autoren - in all ihren Büchern - die Bayes-Statistik auf unzulässige Weise mit dem Rationale des statischen Hypothesentests nach Neyman und Pearson. Ein diagnostischer Test bei einer Erkrankung mit bekannter bzw. sinnvoll schätzbarer Prävalenz ist prinzipiell etwas anderes als ein statistischer Hypothesentest. Das scheint den Autoren leider nicht klar zu sein. Insofern bezieht sich der provokative Buchtitel am Ende vielleicht auf die Autoren selbst? Vielleicht öfter mal einen Statistiker fragen. (Ich bestreite übrigens nicht, dass in der medizinischen Literatur erschreckend viel Pseudo-Wissenschaft publiziert wird, aber das Problem ist meist nicht das hier von Beck-Bornhold und Dubben bemängelte.)
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am 30. Januar 2002
Ich würde mich dann wesentlich wohler fühlen... und ab jetzt zu jeder Statistik mir mehr Gedanken machen.
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am 20. August 2009
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Den Inhalt könnte man zusammenfassen als das Aufzeigen von Fehlschlüssen im Alltag. Es werden Geschichten aus der Justiz, Medizin und Wissenschaft erzählt (teilweise echte, teilweise erfundene Geschichten), bei denen intuitiv richtige Schlüsse gezogen werden, die sich letztendlich doch als falsch herausstellen. Es ist locker geschrieben, anschaulich und abwechslungsreich. Die Autoren schaffen es, die Statistik so in den Inhalt einzuflechten, dass es kein langweiliges Mathe-Buch wird, man danach aber trotzdem tieferes Verständnis für die Materie hat.

Ich habe die 3 Bücher "Der Schein der Weisen", "Der Hund, der Eier legt" und "Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit" gelesen, und bin von allen begeistert. Die Inhalte überdecken sich teilweise, sodass man imemr wieder auf schon Bekanntes stößt, es sind aber auch immer wieder neue Geschichten zu finden. Es ist nicht so dass die Bücher aufeinander aufbauen würden, wer also mehrere davon lesen wird, kann bei einem beliebigen beginnen. Ich würde sogar sagen, man könnte die Bücher in ein großes zusammenfassen.
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am 29. Mai 2013
Wer die populär geschriebenen Statistikbücher von Walter Krämer durch hat, kann hier den nächsten Level erobern.

Das Buch ist von seinen Beispielen her anspruchsvoller, aber wenn man sich die Zeit nimmt, sehr lehrreich und zeigt, wo man sonst noch mit statistischen Tricksereien auf's Kreuz gelegt werden kann. Das (ich glaube 2. Kapitel, Gebietsleiter Versicherungen) mit den Mittelwerten ist schon eine Gaunerei für sich. Die Methode wenden auch private Krankenversicherungen an, um Einsteigern günstige Prämien anzubieten (siehe de.wikipedia.org/wiki/Simpson-Paradoxon)
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am 26. September 2004
Die Autoren vom "Hund, der Eier legt" setzen hier noch eins drauf: Unterhaltsam und verständlich präsentieren sie hier Kriminalfälle, wissenschaftliche Forschungen, medizinische Tests, Börsen- und sonstigen Alltag: und meist kommt es anders, als man denkt.
Denn Dubben und Beck-Bornholt entführen uns in die Welt der Wahrscheinlichkeiten. Man erfährt, warum ein positives Testergebnis bei der Krebsvorsorge noch kein Grund zur Panik ist, warum eine belastende Zeugenaussage manchmal für den Angeklagten spricht, warum man Beweise gleich einschätzen und trotzdem zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann, was es mit dem Beschuß der chinesischen Botschaft in Belgrad (anno 1999, Kosovo-Krieg) auf sich hatte und warum klinische Studien längst nicht das halten, was sich viele Forscher von ihnen versprechen. Wie man durch Aussortieren "schlechter" Schüler an Real- und Hauptschulen Erfolge an allen Schulformen vermelden kann - ohne daß ein Schüler mehr gelernt haben muß. Und ähnliche "Tricks" mehr, mit denen man sich und andere uns regelmäßig übers Ohr hauen.
Hinterher versteht man ein bißchen mehr von Statistik und Stochastik, und eine Menge mehr von der Welt, in der wir leben. Für staunende Laien (Erwachsene, und Schüler etwa ab Klasse 9) wie sich wundernde Fachleute gleichermaßen geeignet.
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am 7. September 2003
Ein wenig Begeisterung für die Mathematik sollte man schon aufbringen, um Gefallen an den Erkenntnissen zu finden, welche die Autoren in amüsante Geschichten verpackt darbieten. Es schadet auch nicht, wenn man gewillt ist, das Buch ein wenig als Lehrbuch anzusehen. Denn die Erläuterungen zur Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge irrt, dem Angler der richtige Fisch an die Angel geht, der das Haus verschattende Baum aus Zufall abstirbt oder ein Patient trotz positiver Diagnose doch nicht krank ist, bauen aufeinander auf.
Insbesondere Juristen und Ärzte profitieren von diesem Buch, da es ihnen vor Augen führt, wie schnell sie einem Fehlurteil unterliegen. Aber die Irrtümer sind, wie schon der Titel sagt, auch im alltäglichen Leben nicht fern und so staunt der Leser immer wieder, wo er sich hinsichtlich einer Einschätzung doch grob verschätzt hätte.
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