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HALL OF FAMEam 10. Dezember 2002
Dieses Buch ist eine Bach-Bibel - nicht nur wegen des Umfanges (797 Seiten), der Komplettheit der Sammlung (allein die Personenregister, Literatur-Listen, Werkregister, Anmerkungen!) - dieses Buch ist auch wie eine Bibel, weil es das Resümee eines ganzen, auf Bach konzentrierten Forscherlebens darstellt. Nicht umsonst ist die kleinere bei Rowohlt erschienene Bach-Biographie von Martin Geck bereits in 12 Sprachen übersetzt: Prof. Geck ist einer der renommiertesten Bach-Forscher der Gegenwart, und sein 797-Seiten-Epos wird zum Beispiel in Japan als kostbare bibliophile, vierbändige Ausgabe präsentiert. Das Buch stellt aber nicht nur eine immense Odyssee durch das Bachsche Schaffen dar, sondern ist zugleich ein Beispiel moderner, furchtloser Wissenschaft, die weder Vernetzungen und Querverbindungen aller Art (Theologie, Philosophie, bildende Kunst, Psychologie) noch ein individuell mutiges Schreiben scheut. Das ist wohl auch der Grund, wieso diese Herkules-Arbeit auch einen Literaturpreis erhielt und für den amerikanischen Markt eine Übersetzerin gewonnen wurde, die bereits Günter Grass erfolgreich übertrug. Martin Geck, dem zuweilen "beflügelter Protestantismus mit unverkennbarer Achtundsechziger-Einfärbung" von knurrigen Feuilletonisten bescheinigt wird, hat halt neben Musikwissenschaft nicht umsonst gleichzeitig Theologie und Philosophie studiert: Man wird mit Bach nicht sympathisieren können, wenn man nicht in beiden Lagern wenigstens einmal nachgeschaut hat: in dem der höchst nüchternen musikologischen, fast mit mathematischer Präzision vorgehenden Wissenschaft einerseits und andererseits in jenem mehr inspirativ vorgehenden religiös-orientierten Lager, das vielleicht mit "frommer Gelehrsamkeit" umschrieben ist, eine Gelehrsamkeit, die sich dann immerhin hineinversetzen kann in jenen schwedischen Erzbischof Nathan Söderblom, der die "Matthäuspassion" wie ein "fünftes Evangelium" erlebt haben wollte. Eine Diskussion dieses Buches auf Augenhöhe mit seinem Verfasser dürfte schwer sein, lassen wir das, lehnen wir uns zurück und genießen wir einfach das Zusammengetragene - am besten parallel zu den besprochenen Werken in Ruhepose neben unserem CD-Player und mit übergestülpten Kopfhörern!!!
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am 15. Dezember 2002
Dieses Buch ist eine Schatztruhe für jeden, der sich intensiver mit Bachs Leben und Werk auseinander setzen will. Kenntnisreich und detailliert erzählt der Musikologe Martin Geck im 1. Buch vom Leben Johann Sebastian Bachs. Dieses bekommt lebendige Konturen, etwa wenn Geck die Mühlhausener Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit des „Feuerkopfes Bach" schildert oder den oft mühseligen Alltag der Kantorenfamilie in Leipzig darstellt. Der eigentliche Gewinn des Buches ist jedoch im 2. und 3. Buch zu finden, in denen Geck Bachs Vokal- und Instrumentalmusik schildert. Wann hat man je so Kluges über Bachs Leipziger Kantatenzyklen gelesen? Wo wurde man je so universal in Bachs Passionen eingeführt? Wo steht ähnlich Anregendes zu Bachs Instrumentalmusik? Diese Kapitel eignen sich nicht nur zur geordneten Lektüre; man wird dieses Buch zukünftig auch vor jedem Konzertbesuch mit Bachscher Musik zu Rate ziehen - ein echter Hausschatz eben.
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am 16. Oktober 2003
Martin Geck, Professor für Musikwissenschaft an der Uni Dortmund und bekennender Christ, hat sich im Verlauf von vielen Jahren intensiv mit Johann Sebastian Bach und dessen musikalischem Schaffen befasst, davon zeugen viele Bücher und Schriften zum Thema. Im Jahr 2000 legte er "Bach: Leben und Werk" vor, ein 800-seitiger Schmöker, den man durchaus als Kompendium der Bach-Wissenschaft schlechthin auffassen kann. Es geht hier um weit mehr als eine Biographie oder um einen Abriss eines Musikerlebens. Hier findet sich vielmehr praktisch alles, was der Musikstudent, der Kirchenmusiker, der Chorleiter, der Organist und der Bach-Liebhaber über diesen alles überragenden Komponisten wissen muss. Über tausend Fußnoten mit Quellenhinweisen sowie unglaubliche 32 kleingedruckte Seiten Literaturverzeichnis zeugen vom unbändigen Forschungsdrang und vom ungeheuer breiten Wissen des Autors.
Inhaltlich ist das Buch in fünf Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil, "Prolegomena" überschrieben, fasst Geck die bisherige Bach-Forschung zusammen. Er geht dabei insbesondere auf die Leistung seiner großen Vorgänger Forkel, Spitta und Schweitzer ein und erläutert zudem kurz die Überlieferungsgeschichte der Hauptwerke Bachs. Im zweiten, etwa 250 Seiten umfassenden Teil liefert Geck eine äußerst gründliche, zugleich jedoch spannend geschriebene Biographie Bachs nach seinen Lebensstationen. Die Entstehung der Werke wird dabei sehr geschickt in den biographischen Rahmen eingefügt. Gecks flüssiger, stets äußerst sachlicher und dennoch ansprechender Stil sorgt dafür, dass man als Leser ob der Unmenge an Fakten und Zitaten nicht ermüdet, sondern das Buch vielmehr kaum aus der Hand legen kann.
Im dritten Teil bietet Geck eine musikwissenschaftliche Analyse der Vokalwerke Bachs; hier und im folgenden vierten Teil gibt es viele in den Text eingefügte Notenbeispiele. Besprochen werden ausgewählte Kantaten, die Passionen, das Weihnachtsoratorium, das "Magnificat" und Bachs Messen und Motetten. Die Fülle an Informationen und Anregungen, die man hier vorfindet, könnte einen tatsächlich bei einer durchgehenden Lektüre "erschlagen"; ich denke, von hier an handelt es sich eher um ein Nachschlagewerk. Oder man legt sich jeweils eine CD mit dem entsprechenden Werk auf und versucht, Gecks Ausführungen hörend nachzuvollziehen.
Das gleiche gilt für den vierten Teil mit Werkanalysen des Instrumentalschaffens. Das Buch schließt mit fünf verhältnismäßig kurzen Aufsätzen mit abschließenden Betrachtungen zu Bach als Künstler, als Rhetoriker und als Christ.
Dieses Buch dürfte über Jahre hinaus den Status eines musikwissenschaftlichen Standardwerks genießen. Es ist dem Verlag zu danken, dass es mittlerweile in einer preiswerten Taschenbuch-Auflage erschienen ist.
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am 28. März 2005
Leider kann ich nicht ein derart ungeteiltes Lob für Martin Gecks "Bach"-Buch aussprechen wie die Vorrezensenten, da mich doch einige Eigenheiten des Buches irritiert haben. Zunächst einmal ist die Sprache alles andere als angenehm zu lesen, da sie sich gerne in hypertrophen Fachtermini verliert, die zudem nicht einmal näher erläutert werden. Es wimmelt nur so von Ausdrücken wie "Topos", "Mythos", "sinnstiftender Logos" und dergleichen mehr.
Gegen Gecks Ansatz, sich vor allem Bachs Werk und weniger seinem Leben (das allerdings auf 300 Seiten detailreich geschildert wird) zu widmen, habe ich nichts einzuwenden, allerdings war ich doch einigermaßen von den Werkbesprechungen enttäuscht. Denn diese bewegen sich auf einem intermediären Niveau und sind eigentlich "weder Fisch noch Fleisch". Martin Geck setzt einerseits als gegeben voraus, dass der Leser mit Ausdrücken wie "Ripieno" etc.. und barocken Kompositionsmodellen wie der vielfach erwähnten "vivaldischen Konzertform" vertraut ist. Somit wendet er sich bereits an den musikgebildeten Laien. Andererseits aber gibt es keine einzige Besprechung, die wirklich tief in die Materie eindringt und ein gegebenes Musikstück, wie etwa eine der Orgelfugen oder eine der Fugen des WTC, durchgehend analysiert (ein einziges Notenbeispiel zur Veranschaulichung ist sicher nicht genug).
Weiters sind Gecks häufige Vergleiche der Werke Bachs mit denen Beethovens meiner Meinung nach völlig unangebracht. Denn wenn man bei der Besprechung der Brandenburgischen Konzerte mehr an Beethovens Fünfte denkt denn beispielsweise an Zelenkas, übrigens ganz vortrefflich kontrapunktisch gearbeitete, Instrumentalmusik, dann drängt sich einem der Verdacht auf, es könne sich hierbei um ein Beispiel des alten deutschen Titanenkults handeln, der am liebsten eine direkte (aber völlig unplausible) Achse zwischen Bach, Beethoven und Wagner/Brahms sehen würde. Ähnliches gilt auch für Gecks Besprechung der h-moll Messe: die ca. um die selbe Zeit entstandenen letzten drei Messen Zelenkas, die ebenfalls ein Beispiel für den "stylo mixto" (also der Kombination galanter und altherhergebrachter Stilelemente) darstellen, werden mit keinem Wort erwähnt - dafür natürlich die "Missa solemnis". Zelenka lebte übrigens nur wenige Kilometer von Bach entfernt in Dresden und war mit diesem persönlich bekannt.
Auf der "Haben-Seite" gibt es natürlich auch viel gutes zu erwähnen: Martin Geck schildert Bachs Leben und Werk umfassend ohne mit seinen privaten moralischen oder ästethischen Ansichten den Leser in eine bestimmte Richtung drängen zu wollen. Begriffe wie "schön", "gut", die sich einer objektiven Analyse entziehen sind sehr sparsam angewandt. Weiters ist die Fülle an Material, auf die sich Geck beruft, durchaus beeindruckend und zeugt von einer tiefen Durchdringung des Themas.
Bei einer neuen Auflage des Buches würde ich mir trotzdem wünschen, es gäbe eine grundsätzliche Einführung in die damals gültigen Kompositionsmodelle, um Bachs Eigenheiten bzw. Eigenwilligkeiten deutlicher hervortreten zu lassen.
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am 7. Juni 2014
Wer sich in den großen Musiker einlesen möchte, fängt vermutlich nicht mit diesem Werk an, das sehr wissenschaftlich, detailliert und musiktheoretisch an Bach und sein Leben herangeht. Den umfassenden, großen Überblick erhält man nicht bzw. verliert ihn schnell bei all der Detailfülle. Oft wird im Text vorweggegriffen auf spätere Stationen, Stil ist sehr dicht und trocken und das Buch schreibt sich eher in den musikwissenschaftlichen Diskurs ein als dass es dem etwas unbedarfteren Leser oder interessierten Bachliebhaber einen Überblick bzw. Einblick gibt.
Von daher: nicht als erste Lektüre wählen, aber für vertiefte Bachforschung durchaus zu empfehlen.
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am 7. November 2015
Der Artikel kam nicht an bis jetzt. Wie soll ich etwas bewerten, was gar nicht da ist? Das geht nur sehr schlecht.
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am 15. Mai 2000
Man sollte das Komplettwerk Bachs stets im Kopf haben, was nicht so schwer sein kann, denn Bach ist 'nicht als Vielschreiber bekannt'. Das Leben Bachs scheint in seinem Werk unterzugehen!
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