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am 22. Mai 2014
Ich finde, dieses Buch hinterlässt einen schlechten Nachgeschmack und steckt sämtliche Väter, aber auch sämtliche Töchter, in Schubladen.... Wenn man versucht für sich ein wenig Abstand zu bewahren beim lesen, gibt es interessante Ansätze, aber durch die absolute und negative Einstellung der Autorin klappt man das Buch deprimiert und erschrocken zu.....
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am 1. Januar 2013
Ich bin kein Verteidiger des Patriarchats. Machos und Männlichkeitsrituale öden mich einfach nur an. Bis man mir das Gegenteil beweist, bilde ich mir ein, Frauen fair, respektvoll und gleichberechtigt zu behandeln. Zu meiner Tochter hätte ich gern eine liebevolle und freundschaftliche Beziehung. Aber nachdem ich Sigrid Steinbrechers Buch über die Väter als "Täter" gelesen habe, wünschte ich mir, als Mann nicht geboren zu sein, weil: "schuldig" a priori!
Auf der einen Seite bin ich sehr einverstanden, die Selbstherrlichkeit mancher Väter in Frage zu stellen und mögliche zerstörerische Folgen ihres Verhaltens im Leben der Tochter aufzudecken. Und dafür bringt die Autorin viele Beispiele. Auf der anderen Seite wird die Autorin durch ihre pauschale Verdammung des Vaters unglaubwürdig, etwa wenn sie schreibt: "Ich habe noch nie von Vätern gehört, die um Nachsicht und Verständnis ihrer Töchter nachgesucht haben." Noch nie? Der Vater erscheint denn auch im Buch folgerichtig als Unmensch, unfähig zu jeglicher Kommunikation und allein verantwortlich für eine massenhafte Traumatisierung der weiblichen Nachkommen. Für die Autorin ist der Vater schlechtweg der Dämon, von dem sich Töchter befreien müssen, um zu sich selbst zu finden, so ihre zentrale These.

Ich behaupte, es gibt nicht nur Vater-Wunden, es gibt auch so etwas wie eine Tochter-Wunde, nämlich dann, wenn es dem Vater trotz aller Bemühungen nicht gelingt, die Aufmerksamkeit oder gar Liebe seiner Tochter zu gewinnen. Er ist längst ersetzt worden und gilt als "schwierig", sobald er nicht nach dem Mund redet und sich nicht mit der ihm von der Tochter zugewiesenen Rolle als Statist in ihrem Leben abfinden will. Diesen ungeliebten, zurückgesetzten und vernachlässigten Vätern bleibt auch nur, von einer unerreichbaren Beziehung zu träumen. Zur Veranschaulichung braucht man auf der Seite 36/37 nur wenige Wörter zu ändern, und aus den "Vater-Träumen" werden "Tochter-Träume" eines überflüssigen Vaters:

"Seit ich dich als Tochter habe, träume ich davon, von dir geliebt zu werden - so richtig und ganz. Für dich wollte ich der glanzvolle Vater sein, so wie es deinem Bilde entsprach. Stolz wollte ich sein, gut und warmherzig, ein Vater, der für Menschlichkeit und Achtung eintritt - mutig und ohne Angst. Ich wollte tapfer sein, keine Schmerzen dulden, und vor allen Dingen wollte ich dir gefallen. Diesen Traum habe ich geträumt - nachts, wenn ich nicht schlafen konnte oder wenn (...) ich alleine war. Der Traum war prächtig, er glänzte in vielen Farben. Immer kam dieser wunderbare Vater darin vor, der ich einmal werden wollte - und dein strahlender Blick, der mich, deinen Vater, traf. Aus dem Traum wurde nichts. (...) Mein Tochter-Traum zerbrach, als meine Ehe zerbrach. (...) Und die Folgen meines Tochter-Traumes? Mein Leben ist zu einem Rollenspiel ausgeartet, bei dem ich die Regie abgegeben habe, nur um ein Ziel zu erreichen: meinen Tochter-Traum, der anscheinend bis heute seine Verheißungskraft nicht verloren hat. Ein glücklicher Vater? Nein, ich denke nicht. Mehr und mehr erkenne ich den unwiederbringlichen Verlust. Ich warte heute noch auf den strahlenden Blick, der mich trifft. Einfach so."
Für Sigrid Steinbrecher sicher unvorstellbar.
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am 15. März 2001
Dieses Buch veranlasst Frauen dazu, nicht nur über ihre Beziehung zum Vater, sondern auch über die Beziehung zum Partner, zu den eigenen Kindern und auch zu anderen Frauen nachzudenken. Die Erkenntnisse, die man beim Lesen gewinnt, sind mitunter sehr schmerzhaft und erschreckend. Doch dieser bitteren Realität sollte sich jede Frau stellen, wenn sie sich selbst und den Partner richtig kennenlernen will. Ich habe in dem Buch mich selbst und meine Gefühle dargestellt gefunden, und würde jeder Frau, die sich von Selbstzweifel und Abhängigkeiten befreien will, raten, es zu lesen.
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am 25. Juli 2013
Für mehr Freiheit und Gesundheit, im Geiste und im Körper, könnte das Buch von "Eckhard Tolle", "Jetzt" ein Weg sein.

Meine Frage ist immer, wie unterbreche ich die Fehler meiner Elterngeneration?
Wie muß ich anders leben, um die Fehler nicht weiter zu geben?
Wie lebe ich als Vorbild für unsere Kinder, damit diese nicht in die gleichen fallen laufen?
Wie gehe ich friedvoll mit mir und meinen Mitmenschen um?

Wann waren Sie das letzte mal gewalttätig gegen sich selbst und gegen andere Menschen?
Haben Sie es überhaupt gemerkt???

Ich lese die unverarbeitete Kindheit der Autorin und dass Sie mit Ihrer Zahl an Menschenjahren immer noch in
Ihrem eigenen Rad, von ungerechten Erlebnissen und der daraus endstandenen Not, sich im Kreise dreht.
Ihre Lebenserfahrung in diesem Buch zeigt viel studiertes Wissen, wenig eigene Freiheit und einen tiefen Schmerz.
Die Gefahr das viele andere Frauen sich in diesen Strudel des "ich arme", oder "ich kämpfe mich frei" hinein ziehen lassen ist groß.
In diesem Buch lese ich zu viel gewalt.
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am 10. Juli 2013
Habe mir dieses Buch vor Jahren mal angeschafft & mich nun in einem zweiten Versuch durchgerungen es zu lesen. & bin einfach nur erschüttert.
1.Die Autorin kritisiert zu Beginn maßgeblich die Beschrånkheit der freudischen ödipus-Theorie; verkauft gleichzeitig ihre «Erkenntnisse» als Absolutität- ist dabei aber völlig unreflexiert, weil sie meint die Erfahrungen die sie im Rahmen ihrer Therapie-Seetings gemacht hat, als allgemeine Standarts in der Vater-Tochter-Beziehung zu setzen -was mich zu meinem nächsten Punkt führt...
2.Ist es traurig in Zeiten der fortschreitenden Emanzipation, den Vater als Verantwortlichen fürdas Unglück seiner Tochter zu nennen, fraglich ist an dieser Stelle nåmlich inwieweit man einen Menschen aufgrund des Geschlechtes für sowas verantwortlich machen kann. Vielleicht ist auch einfach der Charakter einiger Väter für eine lieblos gestaltete Kindheit verantwortlich. Gleichzeitig ist es im Sinne der Sozialisation absolut undenkbar nur einen Faktor (den Vater) für die maßgebliche Entwicklung des Mädchen verantwortlich zu machen.
3. Das Buch ist absolut wertend & polemisch geschrieben, es weist somit nicht die Möglichkeit auf sich dem Thema auf eine sinnvolle Art auseinanderzusetzen, sondern befähigt Frauen ausschließlich sich der Selbstverantwortung gegenüber dem eigenen Leben zu entziehen, indem man den Vater als den Täter deklariert & die Schuld für Scheiternde Beziehungen somit ihm zuschiebt!
4. Man braucht kein Mann zu sein, um das Schema des Buches zu durchschauen...ich bin selbst Tochter & habe einen Vater, mit dem ich schöne Kindheitserinnerungen teile & ich nicht wie die Autorin schreibt, nach Liebe suchen musste die man nie bekam. Das Buch ist somit gleichzeitig eine Beleidigung gegenüber allen Vätern die ihre Töchter bedingungslos lieben, weil ihr Charakter eben dieses bedingt.
Also ich rate jedem der sich auf einer sachlichen Ebene mit dem Thema beschäftigen wollen von dem Kauf dieses Buches ab. Wer ein echtes Vater-Tochter-Problem hat, sollte lieber einen Therapeuten aufsuchen, als sich mit diesem pseudo-wissenschaftlichen Buch auseinanderzusetzen.
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am 5. September 2004
die bisher durchweg negativen rezensionen sind absolut nicht gerechtfertigt! dieses buch war extrem wertvoll für mich. ich habe viel über mich und die vorgänge in meinem inneren erfahren. zugang zu sich und gespür für sich selbst zu finden - dies ist für mich der sinn dieses buches. wieviele seriöse ratschläge zur änderung des eigenen lebens kann man denn von einem buch verlangen? wie sieht der leitfaden zum glücklichsein denn aus? dieses buch verdeutlicht opfern der vergangenheit die tatsache, dass sie in der gegenwart die möglichkeit haben, sich aus den alten zwängen zu befreien. sie selbst bestimmen ihren eigenen wert und den wert ihres lebens und sind endlich in der lage die verhasste innere leere aufzufüllen. das buch ist sensibel und anschaulich geschrieben. der tiefgang dieses buches ist mir auch von anderen personen bestätigt worden.
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am 1. August 2012
Ich habe mir die "Vaterfalle" von einer Arbeitskollegin ausgeliehen. Erhofft hatte ich mir durch das Lesen einen besseren Einblick in die (kindliche) weibliche Seele und dadurch möglicherweise auch ein besseres Verhältnis zu meiner Stieftochter.
Nach den ersten 25 Seiten allerdings schwanden meine Hoffnungen auf neue Erkenntnisse und nach weiteren 25 Seiten waren sie dann endgültig zu Grabe getragen. Trotzdem kämpfte ich mich durch die etwas mehr als 250 Seiten. Ein wenig stutzig machte mich bereits die Danksagung am Anfang des Buches, bei der die Autorin "seltsamerweise" weder für ihren eigenen Vater noch den Erzeuger(n)ihrer Kinder ein Wort des Lobes übrig hatte.

Die Autorin "wirkt" anscheinend als Psychotherapeutin (augenscheinlich aber nur für Frauen) und verleiht dem Buch daher den Anstrich eines psychologischen Machwerkes. Dies entspricht jedoch keinesfalls den Tatsachen. Mit viel gutem Willen könnte man "Die Vaterfalle" vielleicht noch als Polemik gegen eine "Männergesellschaft" bezeichnen, meiner Meinung nach jedoch handelt es sich hier um die X-te Auflage einer "Hassschrift gegen das männliche Prinzip". - Geschrieben von einer frustrierten Frau für frustrierte Frauen. Vorliegendes Buch gliedert sich in die Reihe jener Literatur ein, die aus der 68er -Bewegung" hervorgegangen ist, deren Kernprinzip der "Kampf gegen die Patriarchale Unterdrückungsgesellschaft" -mit allen Mitteln und deren hässlichen Konsequenzen vor allem in der Gegenwart- darstellte.

Nach Auffassung der Autorin gibt es offensichtlich keine liebenden Väter, sondern nur Erzeuger, die ihre Töchter, diese armen und bemitleidenswerten Geschöpfe, mit allen Mitteln von sich abhängig machen, mit Schuldgefühlen überladen und deren Selbstbewusstsein zerschmettern, um dem Vater schließlich als "brave Herzeigetochter" oder Mittel zur Mitleid-Erhaschung zu dienen. Die dadurch sturmreif geschossene weibliche Seele soll dann für den zukünftigen Gatten/Lebensgefährten eine gefügige Hausfrau abgeben, die DESSEN Kinder gebärt und großzieht. - Die Geburt einer Verschwörungstheorie.

Um Ihre wilden Theorien zu untermauern, ergeht die Autorin in ständigen Wiederholungen und ist sich noch nicht einmal zu blöde, SICH SELBST aus IHREN Vorgängerwerken zu zitieren. Allerdings kommt beim aufmerksamen Leser ohnehin niemals der Verdacht der Objektivität auf, da Steinbrecher nicht nur die Erkenntnisse richtiger Psychologen auf jenem Gebiet (zB Sigmund Freud) kleinredet, sondern in ihrem hysterischen Emanzengedöns kaum ein negatives Synonym für Männer auslässt.

Bei meiner Recherche über Sigrid Steinbrecher stellte ich zudem fest, dass im Internet so gut wie keine Informationen über diese Frau zu finden sind. Dies erstaunte mich dann doch einigermaßen, da sonst über jeden Autor eines noch so unwichtigen Groschenromans Einträge in Wikipedia ect. zu finden sind. "Was soll hier versteckt werden?", fragt man sich da zu Recht. Einzig ein Interview mit "dem Spiegel" gab mehr Einblick in die Denkweise der Autorin, wurde ihr dort schließlich eine Plattform geboten, auf der sie männliche Impotenz als von Männern bewusst eingesetztes "Machtmittel" gegen selbstbewusste und erstarkte Frauen "demaskieren" konnte. Lächerlicher geht es einfach nicht mehr!

Es gäbe noch sehr viel zu diesem Thema zu schreiben, aber ich belasse es an dieser Stelle damit, interessierten Lesern zu dem Thema wirkliche Qualitätsliteratur zu empfehlen. Zum Thema Kindererziehung kann ich die Bücher von Annete Kast-Zahn oder Rudolf Dreikurs ans Herz legen. Eric Berne, ein RICHTIGER Psychologe, klärt in seinen Büchern in verständlicher Sprache über die Hintergründe menschlichen Zusammenlebens ("Spiele") auf. Wer Interesse daran hat, die negativen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf unsere Gesellschaft durch die betriebene Männer- und Väterhatz zu verstehen, sollte das Buch "Die vaterlose Gesellschaft" von Matthias Matussek lesen.
Wer verstehen will, wes Geistes Kind die Autorin (geb. 1944) ist, kommt an dem umfassenden Werk "Unser Kampf 1968" von Götz Aly nicht herum.

Abschließend möchte ich mich an die -offensichtlich vorhandenen- begeisterten Leserinnern wenden: Glauben Sie als erwachsene Frau wirklich, dass für sämtliches Unglück in Ihrem Leben, Ihr Versagen in der Partnerschaft, schlechter Umgang mit den eigenen Kindern und verpatzten sozialen Kontakten zu anderen Frauen ausschließlich ein Mann (insbesondere ihr Vater bzw. Gatte/Lebensgefährte) verantwortlich gemacht werden kann? Machen sie es sich da nicht ein wenig zu einfach? Natürlich ist es verführerisch, ähnlich wie beim Kaffeeklatsch, über die bösen Männer herzuziehen - Steinbrecher macht in ihrem Buch genau das. Übernehmen Sie doch einmal selbst Verantwortung und stehen Sie zu ihren Taten, nur so können Sie die Dinge zum Besseren wenden und auch zu mehr Harmonie, insbesondere in der Partnerschaft finden! Dies gilt übrigens für Frauen und Männer gleichsam.
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am 29. Mai 2009
Ich denke, die Argumentation der Autorin geht sehr einseitig zu Lasten der Väter. Diese werden hier auf ihre Vaterrolle reduziert. Nicht einmal ansatzweise wird in Rechnung gestellt, dass auch Väter eine schwere Kindheit haben können, dass sie das Leben mit Problemen konfrontiert, dass sie Belastungen tragen müssen - und gleichzeitig sollen sie perfekte Väter sein.

Wie sah denn das Leben z.B. meines Vaters aus? Er wuchs in kärgsten Verhältnissen auf, hatte Eltern, die kaum Gefühle zeigen konnten. Dann wurde er, nach kurzer Kindheit, die ausgefüllt war mit ein paar mageren Schuljahren und selbstverständlicher Mitarbeit zu Hause, zum Kriegsdienst eingezogen. Es folgten viele Jahre harter Gefangenschaft - und seine Jugend war verloren. Aus der Heimat vertrieben, war er nach seiner Entlassung gezwungen, in einem fremden Land als Flüchtling ganz von vorne anzufangen und sich mühsam eine Existenzgrundlage zu schaffen.

Vielen seiner Altersgenossen ist es ähnlich ergangen. Wer von Ihnen hätte wohl je etwas gehört von den psychologischen Feinheiten, die bei der Erziehung ihrer Töchter zu berücksichtigen wären? Damals war es nicht gang und gäbe, dass an jeder Ecke eine Meinung zu diesem Thema feilgeboten wurde. Diese Männer gaben die Erziehung, die sie selbst erhalten hatten, ganz selbstverständlich an ihre Kinder weiter. Ihre Lebenssituation, ihre Zeit und ihr Umfeld waren nicht sehr dazu angetan, sie auf die Idee zu bringen, die Richtigkeit ihres Verhaltens bei der Erziehung ihrer Töchter zu hinterfragen.
Wir, die wir nicht in der Weise gezwungen sind, uns um die reine Existenz zu sorgen, wir haben Zeit, uns mit psychologischen Problemen auseinanderzusetzen. Doch das ist erst möglich auf dem Boden einer gesicherten materiellen Grundlage und einer Schulbildung, die uns heute in weit höherem Maß zugänglich ist, als dies bei unseren Eltern der Fall war.

Auch ich bin der Meinung, dass Väter große Macht über die Gefühle ihrer Töchter haben und dass durch ihr Verhalten oft tiefgreifende Schäden im Seelenleben der Töchter entstehen. Doch ich kann der Autorin nicht folgen in ihrer meines Erachtens undifferenzierten, selbstgerechten, ja fast rachsüchtigen Argumentation gegen die Väter. Ich denke, es ist wichtig, sich über die richtige Erziehung Gedanken zu machen, denn von ihr hängt letztendlich das Wohl unserer Gesellschaft ab. Aber mit allzu hochgeschraubten Ansprüchen einerseits und ungehemmten Schuldzuweisungen andererseits macht man es sich wohl doch zu einfach.

Es sind ja nicht nur die Töchter, die durch ihre Erziehung Schaden nehmen, auch jeder Vater ist durch seine Erziehung geprägt und leidet vielleicht ein Leben lang darunter. Auch der Mann ist, wie die Frau, gefangen in seiner Rolle, die eine jahrhundertelange patriarchalische Ordnung zementiert hat. Wir müssen uns um eine verständnisvolle und das Kind achtende Erziehung für alle, sowohl Mädchen wie Jungen, bemühen, dann können wir vielleicht erreichen, dass zukünftig bessere Väter und auch Mütter heranwachsen. Wir, die wir heute in einer für psychologische Fragen hochsensibilisierten Zeit und in relativer materieller Sicherheit leben, haben diese Möglichkeit eher als unsere Eltern.
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am 13. August 1999
Als Vater einer siebenjährigen Tochter war ich beeindruckt wie Sigrid Steinbrecher auf alle Fehler, die man als Vater machen kann eingeht. Es rührt nicht nur zum Nachdenken an sondern auch zum Umdenken. Es regt auch zu einer Reflexion über das Verhalten zum Partner an. Meiner Meinung nach ein muß für jeden Vater einer Tochter. Ich habe es mittlerweilen dreimal gelesen und entdecke immer wieder neues.
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am 25. April 2006
Über den Inhalt des Buches wurde bereits genug geschrieben, daher hier ausschließlich meine Bewertung:

- Zum einen habe ich den Eindruck, dass die Autorin dem männlichen Geschlecht grundsätzlich schlechtes unterstellt.

- Zum anderen hatte ich das wesentliche nach 1/3 des Buches begriffen. Was dann folgt, waren immer wieder andere Beispiele, die die einmal getroffene These untermauern sollen.

Mir hätte es - nachdem das Problem erst mal erkannt war - wesentlich mehr geholfen, wenn sich Frau Steinbrecher danach auf Lösungsstrategien fokussiert hätte.
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