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Kundenrezensionen

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am 4. Oktober 2013
Während Jojo Moyes erster Bestseller Ein ganzes halbes Jahr die Leserschaft teilweise polarisiert hat (einige fühlten sich von der Geschichte kaum berührt, zu stark an Ziemlich beste Freunde erinnert oder waren "geschockt", weil sie etwas anderes erwartet haben), eröffnet uns die Autorin mit ihrem "Zweitlingswerk" Eine Handvoll Worte einen weitaus philosophischeren Horizont, der zweifelsohne von jeder Leserin und jedem Leser erblickt werden sollte!

Inhalt:
Das Buch handelt von zwei Geschichten: Ellie (in der Gegenwart) ist Journalistin und findet bei der Räumung des Archivs einen heimlichen Briefverkehr aus den 60er Jahren, der von der wohlhabenden Jenny mit einem liebevollen Unbekannten stammt. Jenny ist (so erfahren wir aus einem Zeitsprung in die Vergangenheit) bei einem Autounfall am Kopf schwer verletzt worden und beginnt sich nach und nach, wieder an ihre "Rolle" als vermögende Gattin und "perfekte Hausfrau" zu erinnern. Obwohl ihr alle Freundinnen versichern, dass sie vor dem Unfall "die glücklichste Ehefrau" und die "beste Gastgeberin" gewesen sei, fällt Jenny erstmals auf, wie oberflächlich ihr Leben in all dem Prunk doch eigentlich ist. Gekettet an die Seite eines besitzergreifenden Gatten und gefangen im goldenen Käfig der Ehe sehnt sich Jenny nach der Liebe zu einem Mann, der sie auf Händen trägt und sie so liebt, wie sie es verdient hat. Und findet irgendwann, in einem ihrer geheimen Verstecke, den Brief eines liebevollen Unbekannten, der zwar einst an sie adressiert war, an welchen sie sich aber nicht mehr erinnern kann ...
Da Ellie (die Journalistin) unter Zugzwang ihrer Chefin auf der Suche nach der "schnellen Story" ist, beschliesst sie kurzerhand, über diesen Briefverkehr zwischen Jenny und dem unbekannten Liebhaber zu recherchieren. Doch je tiefer Ellie gräbt, desto mehr wird sie ergriffen von der Intensität der romantischen Liebe, die diese zwei Menschen einst verband. Und so erkennt Ellie, dass ihre aussichtslose Affäre mit einem verheirateten Mann vielleicht doch nicht die wahre Liebe ist, an der sie in ihrem Leben festhalten soll. Obwohl sie das immer geglaubt hat.

Meine Gedanken dazu:
Das Buch wirft viele Fragen nach der Natur der Liebe, der Partnerschaft und der Freundschaft auf, die uns die Autorin mit viel Gefühl vor Augen führt. Wie lange kann man einen Menschen lieben? Wie verlässlich ist die Liebe? Und was tun wir, wenn wir jemanden plötzlich nicht mehr lieben? Wie lange lassen wir uns demütigen oder schlecht behandeln, ehe wir uns eingestehen, dass es keine Liebe sein kann? Und wie befreien wir uns davon? Gibt es wirklich Menschen, die ein Leben lang eine "romantische Liebe" leben, oder scheint das Gras auf der anderen Seite nur immer grüner? Was wiegt eine Freundschaft auf? Und was, wenn eine langjährige Beziehung für eine flüchtige Bekanntschaft auf's Spiel gesetzt wird? Fataler Fehler oder ein erster Schritt in die richtige Richtung? Als Zweites beleuchtet die Geschichte den Aspekt, dass wir die Suche nach unserer grossen Liebe selbst in der Hand haben und keiner von uns im Voraus weiss, ob sie es auch tatsächlich sein und bleiben wird.

Die bildgewaltige Sprache, die guten Dialoge und die vielen Gedankengänge zur Liebe und zur Partnerschaft machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis. Einfach wunderschön geschrieben, man kann es gar nicht in Worte fassen! Auch der verzwickte aber clever ausgedachte Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Es unterhält den Leser und schafft Spannung, ohne aber kompliziert oder konstruiert zu wirken. Durch die unterschiedlichen Zeitbezüge und Zeitsprünge zwischen den beiden Geschichten schafft Jojo Moyes ein sehr metaphorisches Abbild unserer Handlungsmöglichkeiten: Wenn wir die Chance in der Gegenwart nicht ergreifen, werden wir in Zukunft auf unsere Vergangenheit zurück blicken und vielleicht bedauern, nichts daran geändert zu haben. Die verwobenen Erzählstränge der beiden Schicksale laden dazu ein, Überlegungen von der einen auf die andere Geschichte zu übertragen und verleihen dem Ganzen einen zeitlosen und überdauernden Charakter. Sehr schön ausgedacht!
Auch eine zweite Gegenüberstellung gelingt Jojo Moyes: Der tragische Gegensatz der beiden Geschichten nämlich. Auf der einen Seite haben wir Jenny (1960), gefangen im goldenen Käfig der Ehe. Auf der anderen Seite Ellie (in der Gegenwart), die noch alles vor sich hat. Und obwohl beide Frauen dasjenige haben, was sich die jeweils andere wünschen würde, scheinen dennoch beide unglücklich. Wie kann so etwas sein? Und was ist das Geheimnis einer erfüllten Liebe?

Fazit:
Gerade im Vergleich zu Jojo Moyes erstem Roman bietet Eine Handvoll Worte enorm viel Spielraum für eigene Lebensereignisse, Gedanken und Überlegungen, weshalb jeder von uns die Geschichte auf persönliche Art und Weise "erleben" und "mitschreiben" wird. Liebevoll, schmerzhaft und noch bewegender als der Vorgänger. Egal ob alleinstehend, geschieden, in Partnerschaft, verheiratet, frisch verliebt oder von der Liebe enttäuscht: Das Buch betrifft und berührt uns alle! Eine sehr inspirierende Erfahrung mit vielen schönen, aber auch vielen traurigen Momenten sowie einem großen Finale! Unbedingt lesen!

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Nachtrag vom 21.10.2013:
Ich möchte (angeregt durch den Leserkommentar von Lisa Stagen) ergänzend vielleicht noch erwähnen, dass ich im Unterschied zu vielen anderen Lesern und Leserinnen kein so grosser Fan von Ein ganzes halbes Jahr war und stand mit meiner Drei-Sterne-Rezension damals ziemlich im Regen. Macht ja aber nix, da steh' ich auch zu. Schlussendlich lag es aber wohl einfach an der Natur der Thematik: Entweder man mochte die Story oder eben nicht. Die Fans z.B. konnten kaum genug kriegen von Lou & Will, fanden die Liebesgeschichte eine der Besten seit Langem und lobten die Autorin für das Aufgreifen der totgeschwiegenen Themen "Sterbehilfe" und "Freier Wille." Die stirnrunzelnden Kritiker hingegen fanden die Story zu eindimensional, rügten Moyes dafür, sich absichtlich eines heiklen Themas bedient zu haben und warfen ihr weiter Anlehnungen an Ziemlich beste Freunde vor. Nun denn, über Geschmack lässt sich streiten und das ist auch ganz ok so.

Mich persönlich hat deshalb tierisch gefreut, dass Eine Handvoll Worte so viel "losgelöster" und "themenungebundener" daher kam als der Vorgänger. Die Geschichte polarisiert viel weniger und verleitet die Leserin oder den Leser viel mehr dazu, in sich selbst zu gehen und über sich selbst nachzudenken, anstatt sich über etwas eine Meinung bilden zu müssen. Das mochte ich ganz speziell. Selbstverständlich gibt es auch hier Protagonisten, die einem u.U. missfallen können oder die man nicht so gerne mag. Das macht aber weiter nichts aus, da es über die Handlung hinaus so viele weitere Überlegungen gibt, denen Protagonisten, Sprache, Übersetzung oder Handlungsaufbau recht wenig anhaben können. Man könnte jetzt zwar argumentieren, dass das auch bei Ein ganzes halbes Jahr so war. Im Unterschied dazu wird man dort aber stärker zu einer Stellungsnahme gedrängt: Entweder, man anerkennt und akzeptiert Wills Entscheidung oder eben nicht. Dementsprechend fielen halt auch die Meinungen über das Buch aus, was eigentlich sehr schade ist, da die Kritik am Buch dann irgendwie ungerechtfertigt und politisch wird.

Bei Eine Handvoll Worte gibt es in diesem Sinne also kein "richtig" oder "falsch", oder ein "find ich auch" oder "find ich nicht." Es gibt höchstens ein "Stimmt, das ist bei mir auch so!" oder ein "Wie wahr! Diese Erfahrung musste ich auch machen!" Die einzige Kritik, die man hier also anbringen kann, ist dann wohl die Kritik an seinem eigenen Leben, wenn einem etwas aus der Geschichte bekannt vorkommt oder man etwas anders gemacht hätte.

Ich persönlich mag das.
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am 23. Oktober 2013
Inhalt

Im Jahr 2003 findet die Journalistin Ellie Haworth einen jahrzentealten Brief im Archiv der Zeitung für die sie arbeitet.
In diesem Brief bittet ein Mann eine Frau, ihren Ehemann zu verlassen, für ihn alles aufzugeben und mit ihm nach New York zu gehen.

Ellie fühlt sich davon sofort angesprochen, denn auch sie liebt einen verheirateten Mann. Also begibt sie sich auf die Suche nach der Empfängerin des Briefes und natürlich auch nach dem Schreiber. Sie möchte herausfinden wie es mit der Liebe der Beiden weitergegangen ist.

Dabei erfährt sie so einiges über eine tragische Liebesgeschichte, die sie tief berührt.

Meine Meinung

"Eine Handvoll Worte" stand schon auf meiner Wunschliste, seit ich "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen habe.
Im Gegensatz zu der ziemlich gängigen Annahme, ist dieser Roman nicht nach "Ein ganzes halbes Jahr" entstanden und im englischsprachigen Raum veröffentlicht worden, sondern davor und zwar schon 2010.

Natürlich sind die Erwartungen an einen Roman wie diesen hoch, wenn man von dem davor so begeistert war wie ich. Voller Freude habe ich das Buch vorbestellt und auch zügig mit dem Lesen begonnen und mich erstmal unglaublich enttäuscht durch das erste Drittel gequält. Die Story war zäh, irgendwie nichtssagend und konnte nicht fesseln oder begeistern.

Ich hatte schon fast mit dem Roman abgeschlossen, als sich das Blatt endlich gewendet hat. Es ist mir nicht mal möglich zu benennen was sich verändert hat, aber auf einmal wurde die Story interessanter, das Lesen fiel leichter und ich konnte ihr endlich etwas abgewinnen.

Dieser Roman ist generell nicht zu vergleichen mit "Ein ganzes halbes Jahr". Mir fehlte das gewisse Etwas, das den Roman zu etwas ganz besonderem macht und habe hier nur eine "normale" Liebesgeschichte vorgefunden, die sich nicht wirklich von anderen abhebt.
Dennoch hat die Autorin sehr interessante Charaktere geschaffen, die es vermögen zu berühren und in dieser Geschichte lebendig zu werden und genau das ist es, was diese Story für mich "gerettet" hat.
Das Ende mag ich wirklich sehr. Es ist ausgesprochen hoffnungsvoll und menschlich und hinterlässt beim Leser ein gutes Gefühl.

Insgesamt war "Eine Handvoll Worte" enttäuschend, was nicht zuletzt auf meine Erwartungen zurückzuführen ist, aber dennoch auch gelungen. Wer über den schleppenden Einstieg hinwegkommt, der wird so manche kleine Überraschung erleben und die ihn doch noch mit der Story versöhnt.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
33 Kommentare| 112 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2017
Die Geschichte „ Eine Handvoll Worte“ wird in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt. Die 60er Jahre und die Gegenwart, welche hier 2003 spielt.
In der Vergangenheit lernen wir Jennifer Stirling kennen, welche nach einem Autounfall im Krankhaus erwacht und an Amnesie leidet. Dieses verbessert sich nach und nach, aber alle Lücken werden nie ganz gefüllt. Jennifer lebt ein gutes Leben und wie üblich zu dieser Zeit ist sie Hausfrau. Geldsorgen hat sie keine, da ihr Mann ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Aber Jenny kann keine Gefühle zu ihrem Mann aufbauen. War das schon immer so oder kann sie sich an die Liebe nur nicht erinnern. Beim Aufräumen findet sie Briefe. Liebesbriefe an sie gerichtet. Von wem sind diese Briefe? Wer schreibt mit so viel Gefühl und warum kann sie sich an ihn auch nicht erinnern? Und wo ist er?
Jennifer entwickelt eine Liebe zu dem Briefeschreiber, welche nicht weniger stark ist, als die früher empfunden wirkliche Liebe. Sie muss ihn finden.
2003 arbeitet Ellie bei einer Zeitung und soll für eine Sonderausgabe recherchieren. Im Archiv des Verlages stößt sie auf einen Liebesbrief. Wer hat diesen geschrieben? Ellie ist ergriffen von den Zeilen und möchte unbedingt mehr herausfinden. Mit Anfang 30 glaubt sie an die Liebe und denkt diese auch gefunden zu haben. Leider ist der Auserwählte verheiratet. Sie steckt privat somit in einer Zwickmühle und will zumindest mehr über die beiden Liebenden vor so langer Zeit in Erfahrung bringen. Gab es ein Happy End? Sind sie glücklich oder haben sie sich doch getrennt?
Ellie begibt sich auf die Suche.
Während dieser Suche kann der Hörer in der Vergangenheit nachverfolgen, was wirklich geschah und wie sich alles entwickelt hat. Die beiden Zeitepochen werden von Jojo Moyes zum Ende hin schön zusammen gefügt.

Das Hörbuch sowie die Geschichte fingen eher schleppend an. Die Hauptcharakterin der Gegenwart sowie der Vergangenheit blieben erst einmal sehr kühl und distanziert. Umso weiter die Geschichte voran schritt umso mehr Emotionen wurde bei mir geweckt. Zumindest Jennifer wurde mir immer sympathischer und ich war froh, dass so viel von ihr berichtet wurde.
Es gab bei der Geschichte viele Tiefen und ein paar Höhen. Zwischenzeitlich habe ich echt daran gezweifelt, ob man es jetzt noch mal in diese Richtung treiben muss, aber schlussendlich und alles in allem ist es eine schöne Geschichte. Für Frauen und Fan's von Jojo Moyes sehr zu empfehlen. Persönlich habe ich „Ein ganzes halbes Jahr“ von ihr ebenfalls gehört und mag die Hörbücher zu ihren Büchern. Ob ich das Buch wirklich gelesen hätte, weiß ich nicht genau. Vielleicht hätte mich der Anfang schon so gestört, dass ich es wieder weg gelegt hätte. Aber die Sprecherin Luise Helm war großartig. Ihre Erzählweise und ihre Stimme haben das Buch wirklich hörenswert gemacht. Sie schafft es Gefühle zu übertragen, so dass diese ankommen.
Das Cover lässt durch die grünen Töne Hoffnung erwachen und zeitgleich durch den Wind in den Bäumen mit einem Sturm rechnen. Die fliegenden Blüten bilden ein halbes Herz und deuten auf die Gefühle in der Geschichte hin. Der Titel „ Eine Handvoll Worte“ passt zur Geschichte, da damit vielleicht die Briefe gemeint sind.

Als Fazit zum Schluss, eine Geschichte mit einem langsamen Start, welche mit der Zeit ein wenig an Fahrt aufnimmt und einer unglaublich tollen Sprecherin.
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am 27. Oktober 2016
Ach ja, die gute Jojo Moyes. Dieses Buch hat mir mal wieder sehr gut gefallen. Wobei ich zu Beginn ein paar Probleme hatten. Also fangen wir vorne an.
Der Anfang zieht einen sofort ins Geschehen und man hat Lust auf mehr. ABER. Die zeitliche Abfolge ist wirklich seht verwirrend. Es spielt zu unterschiedlichen Zeiten und teilweise habe ich Szenen in die falschen Zeiten geordnet, weil dies meistens einfach nicht in irgendeiner Weise gekennzeichnet wurde. Da hätte man wirklich mit einer Überschrift oder einer kleinen zu Ordnung im Kapitel wirklich dem Leser helfen können. Das ging ungefähr die erste Hälfte des Buches so. Da die Handlung aber so spannend war, las ich einfach weiter und überging diese nervige Verwirrung. Ab ca. der Hälfte hört das mit den nicht definierbaren Sprüngen auf und man weiß immer in welcher Zeit man gerade ist.
Die Story an sich hat mir wirklich sehr gut gefallen. Diese hin und hers und Verzweigungen über die Zeiten waren toll. Man will einfach wissen wie es weiter geht und vor allem ausgeht. Frau Moyes weiß einfach wie an Bindungen zum Charakter aufbaut und Emotionen rüber bringt. Man wird einfach gefesselt. Zudem gibt es so die ein oder anderen Wendungen mit denen man einfach nicht gerechnet hat und die einen einfach noch mehr ins Buch ziehen.
Der tolle, flüssige und fesselnde Schreibstil tut da natürlich sein übliches.
Die Charaktere sind sehr stark, wobei ich mir manchmal dachte "Wie doof kann man sein", aber das ist auch oft auf die Zeit zurück zu führen.
Man fiebert wirklich bis zum Ende mit und kann erst beruhigt sein, wenn man das Buch beendet hat.
Die Sprecherin dieses Hörbuchs ist meine neue Lieblingssprecherin. Sie liest so unglaublich toll und hat ne unglaublich angenehme Stimme. Ich habe es geliebt ihr zu zuhören. Ganz großes Kino!
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am 10. Februar 2014
Nachdem ich "Ein ganzes halbes Jahr" regelrecht verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf das zweite Buch der Autorin. Ich hatte trotz mancher Kritik an dem Buch dennoch hohe Erwartungen. Leider wurden diese nicht ganz erfüllt. Es gibt sozusagen zwei Geschichten in dem Buch. Einmal die Geschichte rund um Jennifer Stirling, diese spielt in den 60-er Jahren. Für die Geschichte würde ich dem Buch vier Sterne geben. Ich konnte mich gut in Jennifer, ihre Gefühlswelt und ihr Leben hineinversetzen. Aber dann gibt es noch die Geschichte um Ellie Haworth, die im Hier und Heute spielt. Diese hat mir weniger gefallen. Sie wurde mir mit den Seiten auch nicht sympathischer. Im Gegenteil. In ihrem Leben gibt es dann auch wieder zwei Männer und jede Menge Probleme... mich hat die Figur Ellie eher gestört muss ich sagen. Wie beide zusammenhängen, davon möchte ich noch gar nicht zu viel verraten. Das könnt ihr selber lesen. Was mich auch eher störte, waren die meiner Meinung nach unnötigen Liebesbriefe/sms/mails zu Beginn jedes Kapitels, in ein halbes Herz hineingeschrieben. Bei 26 Kapiteln also 26 dieser Briefe. Mich interessierten sie nicht, ich habe sie mit Fortschreiten der Seiten einfach überblättert. Ich möchte meine Worte zu dem Buch nun allerdings nicht zu negativ klingen lassen. Ich habe es trotz allem gerne gelesen und vergebe 3,5 von 5 Sternen.
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am 6. Juli 2014
Nach „Ein ganzes halbes Jahr“ musste ich unbedingt auch den nächsten Roman „Eine Handvoll Worte“ lesen, denn die Leseprobe und auch der Klappentext haben mich bereits sehr gefesselt.
Und ich wurde nicht enttäuscht: Wieder einmal ein wundervoller Roman von Jojo Moyes!
Ich habe ein bisschen gebraucht, um in diese neue Erzählweise rein zu finden, da sie doch sehr viel zwischen den Zeiten springt, aber auch das ist es, was das Buch ausmacht. Es sind so viele Geschehnisse miteinander verwoben, dass man den Überblick behalten muss und gleichzeitig baut sie so auch viel Spannung auf, in dem sie uns immer nur häppchenweise einen Blick in die Vergangenheit gewährt.
Doch immer schafft sie es, dass ich mich mit den beiden Hauptcharakteren Jennifer und Ellie identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen kann.
Die Einführung jedes Kapitels mit den Briefen ist ebenfalls eine gelungene Idee. Die wenigen Zeilen habe ich gerne gelesen und mich oft gefragt, was wohl der Hintergrund dazu sein mag. Und die Liebesbriefe in der Geschichte stachen einem mitten ins Herz.
Wieder mal ein Buch, das zum Nachdenken anregt und doch eine sehr schöne und herzzerreißende Liebesgeschichte erzählt, die ich unbedingt verfolgen musste.
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am 7. Januar 2016
Nachdem ich 3 Bücher voon Jojo M. gelesen habe (Ein ganzes halbes Jahr/ Leben danach/Weit weg und ganz nah) und mich über die pointierte Sprache und den Witz amüsiert habe, enttäuscht dieses Buch mich sehr. Liegt vielleicht an der Übersetzung. Kommt jedenfalls an die genannten Vorgänger (s.o.) nicht ran. Schade. Bei "Ein ganzes halbes Jahr" zeigt sie, dass man auch ernste Themen launig verpacken kann.
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am 4. Oktober 2013
Nach dem Bestseller "Ein ganzes halbes Jahr" lag die Messlatte für Jojo Moyes bei mir sehr hoch. Sie hat es voll erfüllt!!
Das Buch "Eine handvoll Worte" ist wieder ein sehr schönes, einfach zu lesendes Buch! Es erzählt mehrere Lebensphasen verschiedener Personen in verschiedenen Zeiten, was anfänglich vielleicht etwas irritierend, jedoch nach kurzer Einlesphase alles stimmig ist. In Jojo Moyes Buch geht es im Grunde um die geschriebene Sprache der Liebe - wie schön sie sein kann, jedoch auch falsch gedeutet werden kann. Dies packt sie in eine bzw. zwei wunderschöne schicksalhafte Liebesgeschichten!
Sehr zu empfehlen!!
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am 29. Dezember 2016
Ich habe diese beiden hinreisenden Liebesgeschichten - die eine aus dem Jahr 1960, die andere in 2003 - ziemlich rasch zu Ende gelesen.
JoJo Moyes verband beide mit großer kreativer Schreibkunst zu einem wunderbaren Liebesroman.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Der Roman ist randvoll mit zu Herzen gehenden Schilderungen der jeweils unglücklich Verliebten.
Die Geschichte selbst wurde schon vielfach beschrieben, so dass ich sie nicht mehr im Einzelnen interpretiere.

Einige Ungereimtheiten machten mich nachdenklich:
Weshalb hat Jennifer ihren Geliebten plötzlich Boot genannt? Man erfährt erst sehr viel später, dass das ein Spielchen zwischen ihnen war.
Warum heißt der neue Freund von Ellie zum Ende eigentlich Ruaridh, vorher hat er Rory geheißen?
Dann machte ich mir jedesmal Gedanken darüber, von wem eigentlich die eingestreuten Liebesbrief-Botschaften waren und an wen?

Wegen dieser Punkte kann ich dem sonst wirklich klasse geschriebenen Buch leider nur vier Sterne geben.
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am 21. Februar 2014
Die Autorin versteht es, ihrer an sich ziemlich kitschig-altmodischen Liebesgeschichte durch Zeitsprünge , die sie einbaut, Leben einzuhauchen. Die Art der Geschichte ist einem nicht fremd, so etwas hat man schon 100 mal gelesen, so etwas hat man auch schon selber erlebt - sowohl aus Jennifers als auch aus Ellies Sicht - insofern erzählt Jojo Moyes also nichts wirklich Neues oder Spektakuläres. Aber sie versteht ihr Geschäft, sie erzählt anrührend und vermag es, ihre Protagonisten sympathisch zu zeichnen.
Die Zeitsprünge halten die Story einerseits zwar am Laufen, andererseits sind sie auch etwas irritierend, und es empfiehlt sich, das Buch in einem Rutsch durchzulesen oder zumindest nicht allzu lange Pausen zwischen den einzelnen Lesephasen einzulegen, denn sonst verliert man - trotz der eigentlich vorhersehbaren Story - relativ schnell den Faden.
Für 4 Sterne reicht die Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz - trotz Jojo Moyes wirklich sympathischer Art, zu schreiben. Mir persönlich ist der Plot durch zu viele Zufälle und Verluste und auch durch zu viele künstliche Verzögerungen etwas zu aufgebläht, und das kann - so finde ich jedenfalls - nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass die Autorin letzten Endes halt doch nur eine relativ einfache und recht vorhersehbare Herz-Schmerz-Story erzählt.
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