Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle Roosevelt festival 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
4.477
4,7 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. April 2013
Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein auf diese Elemente. Die tägliche Busfahrt wird zur Routine und selbst die Besucher in ihrem Café gehören inzwischen zur alltäglichen Langeweile. Doch sie ist scheinbar zufrieden... bis zum Tag ihrer Kündigung, mit welcher ihr Leben eine Kehrtwende vollführt...
Will hingegen ist das Abbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Er steht in der Blüte seiner Jahre, hat keinerlei Geldsorgen, eine schicke Freundin zu Dekorationszwecken und ein Leben geprägt von Reisen, Abenteuern und Eindrücken jeglicher Art. Er ist lebenslustig und glücklich bis ihn eines Tages ein Motorradfahrer ergreift und in einen Rollstuhl befördert...

Die Geschichte von Lou und Will ist keine gewöhnliche. Liest man den Klappentext und betrachtet das Buchcover, so freut sich die Mehrheit der Leserschaft zunächst bestimmt auf eine Liebesgeschichte mit „erschwerten“ Umständen. Doch weit gefehlt, wird der Rezipient nicht mit einer klischeelastigen Romanze unterhalten, sondern sieht sich plötzlich mit schweren Themen wie Behinderung oder Freitod sowie der Lust am Leben konfrontiert. Dabei verfolgt er die Protagonistin auf ihrem Weg zu einem neuen Ich, glaubt sich eng an ihrer Seite, zeichnet Jojo Moyes ein derart liebevolles und einfühlsames Bild der jungen Frau, dass der Leser das Gefühl entwickeln wird, Lou persönlich zu kennen.

Die Autorin versteht es den Leser auf eine geschickte Art und Weise zu fesseln und bewirkt mit ihren teilweise witzigen aber auch immer ernstgemeinten Worten, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Werk zu lesen. Ich möchte dabei nicht allzu viel von der Geschichte verraten, aber es sei gesagt, dass der Roman widersprüchliche Gefühle weckt. Einerseits möchte man die Seiten eine nach der anderen umblättern und im Buch voranschreiten, hat man jedoch gleichzeitig Bedenken, dem unumgänglichen Ende entgegenzusehen aus Angst vor dem Finale. Es hilft nichts, man muss es einfach gelesen haben!
1515 Kommentare| 972 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. April 2013
Inhalt:

Louisa Clark ist mehr als geschockt als sie quasi über Nacht ihren Job verliert. Nicht nur wegen des Geldes, was sie und ihre Eltern zweifelsfrei dringend benötigen, sondern auch weil sie ihn gern gemacht hat. Sie mochte es in einem Cafe zu stehen, mit Leuten zu reden und Wünsche zuerfüllen. Und wenn es auch nur kleine waren, nach Tee und Gebäck. Und sie mag den Ort in dem sie lebt. Eine Kleinstadt die nicht viel zu bieten hat, außer einer Burg die eher Touristen als Einheimische begeistert.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Jobcenter ihr auch nicht viel bieten kann. Nicht mehr als eine Stelle als Pole-Dancerin oder in einer Hühnerfabrik. Letzteres probiert sie sogar aus, mit Alpträumen als Folge.
Mit ein paar Umwegen und einigen Überredungskünsten landet Louisa schließlich im Haushalt der Traynors. Ihre Aufgabe besteht darin den Sohn der "Hausherrin" zu betreuen, oder vielmehr zu beobachten. Will Traynor. Will ist Tetraplegiker. Er kann sich nicht bewegen, während er bei vollem Verstand ist. An den Rollstuhl gefesselt müssen andere alles für ihn übernehmen. Zunächst versteht Louisa, Lou...ihre Aufgabe nicht. Denn die pflegerischen Notwenigkeiten werden vom medizinisch geschulten Nathan übernommen. Und Will scheint eindeutig kein Interesse an ihr, oder ihrer Gesellschaft zu haben. Im Gegenteil, er ist ziemlich unausstehlich und es dauert eine ganze Weile bis die beiden sich halbwegs aneinander gewöhnt haben.
Eher durch Zufall erfährt Louisa schließlich weshalb sie wirklich da ist. Sie ist nicht Beschäftigung für einen Behinderten, sondern der Babysitter eines Suizidgefährdeten. Denn Will hat eine Entscheidung getroffen, die ihn...wenn Lou es nicht verhindern kann...am Ende in die Schweiz führen wird. In ein Land, in dem ärztlich unterstützter Suizid legal ist. Und wie alle um Will herum, beginnt sie zu überlegen wie sie ihn umstimmen kann. Sie versucht sein Leben besser zu machen, ihm lebenswerte Augenblicke zu bescheren und ihn nicht nur an das Leben, sondern auch an sich zu binden. Denn innerhalb ihrer 6 Monate Dienstzeit...innerhalb eines ganzen halben Jahres....kommen die beiden sich so nah, physisch wie psychisch, dass Louisa sogar ihre 7jährige Beziehung beendet in dem Gedanken an ein Leben mit Will. Detailliert informiert sie sich über Möglichkeiten und Wege, Wünsche und Ziele, Gefühle und Gedanken....über alles was eine Tetraplegie anders oder schwieriger macht, einzig mit dem Ziel Will umzustimmen. Und als sie ihm schließlich ihre Liebe gesteht und ihm die Zukunft schildert wie sie sie sieht, mit all den Dingen die sie für ihn und für sich tun will, bittet er sie um etwas das ihre ganze Welt auf den Kopf stellen wird.

Meinung:

Als ich das Buch gekauft habe wusste ich nur zwei Dinge darüber. Das es ein Spiegelbestseller ist und was der Klappentext sagt. Ich wusste nicht auf was ich mich einlasse.
Ich fing an zulesen und war ziemlich schnell enttäuscht, weil es sich im ersten Augenblick anfühlte wie "Zwei ziemlich beste Freunde" und ich dachte der einzige Unterschied wird sein, dass diese Freunde sich am Ende lieben werden. Weit gefehlt... Es ging um viel mehr als Freundschaft oder Liebe, um etwas weitaus wichtigeres. Es geht um das Leben. Um den freien Willen. Um Entscheidungen und das Sterben. Um das was die Menschen ausmacht und die Dinge die der Geist will und der Körper einem verwehrt. Es geht um Zwischenmenschlichkeiten die tiefer gehen als Ozeane und um eine die Bitte die für den einen das Größte und für den anderen das Schrecklichste bedeuten.
Dieses Buch zwingt einen sich damit auseinander zusetzen was Leben ist. Und was unser eigenes, ganz persönliches Leben ausmacht. Auf was wären wir bereit zu verzichten und wo ist unsere Grenze zwischen lebenswert und nicht auszuhalten. was würde uns brechen? Und wenn wir an die denken die wir lieben, oder die uns lieben.... Wären sie genug zu bleiben, wenn uns sonst nichts bleibt?
Das Thema mit dem Moyes sich befasst ist schwere Kost und polarisiert mit Sicherheit. Aber sie hat es nicht als eine einzige Provokation verpackt. Sie bietet jeder Meinung Raum. Sie beschreibt Will's Wunsch und gleichzeitig die Gedanken all jener die damit leben müssten, wenn er es wirklich tun würde. Aber es findet zum Beispiel auch seine Mutter Gehör, die nicht will das ihr Sohn stirbt und aber dennoch nur das Beste für ihn will. Und muss nicht jeder selbst entscheiden was am besten für ihn ist? Moyes lässt nichts außer Acht und schreibt sogar Gedanken die man sich selbst verbieten würde. Denn einen Behinderten, vollkommen auf Pflege angewiesenen Sohn Zuhause zu haben, stellt Familien vor Herausforderungen und schränkt Leben ein. Nicht nur dem Behinderten selbst werden Freiheiten genommen, jeder opfert etwas... Aber darf man darüber nachdenken, dass diese Opfer nach einem Suizid nicht mehr nötig wären?
Ich möchte nichts dazu sagen wie die Geschichte ausgeht. Aber ich möchte sagen wie dieses Buch für mich geendet hat. Ich habe die letzte Seite zugeklappt und danach ganz still auf meinem Bett gelegen. Ich habe versucht mich nicht zubewegen. Ich wollte Will sein. Gefühlt habe ich es zehn Minuten getan. Tatsächlich waren es 3 Minuten. Wäre ich Will, mir käme ein ganzes halbes Jahr wie ein ganzes halbes Leben vor. Ob ich seine Gedanken deshalb verstehe? Das ist mein eigenes Geheimnis. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Buch auseinander zu setzen weil es eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben ist.
Von mir gibt es trotzdem nur 3 Sterne, denn auch wenn es berührt....dieses Thema geht uns eigentlich alle an. Und es in eine Lovestory zu packen und in einem Einband zu verstecken der vermutlich zu 90% Frauen anspricht...das geht nicht. Und eigentlich geht es auch nicht, die Brisanz des Inhaltes mit keinem Wort auf dem Klappentextes zu vermerken. Denn Sterbehilfe ist nunmal kein Thema mit dem sich jeder auseinander setzen will. Und es ist kein Thema was man in einem Buch mit dieser Aufschrift und diesem Cover vermutet. Die Entscheidung sich damit und somit mit seinen eigenen Vorstellungen zum Leben auseinanderzusetzen sollte jedem selbst überlassen sein.
4141 Kommentare| 787 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2016
Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Ich musste es fertig Lesen , da sich diese Story 1. von vielen anderen “Liebesgeschichten“ unterscheidet und 2. einen ernsten Hintergrund hat. Ich konnte sowohl seine, als auch ihre Gedanken zum Thema Sterbehilfe verstehen und nachvollziehen. Wenn man selbst Angehörige hat, die in einer ähnlichen Situation sind schwangt man auch zwischen das Leben ist nicht mehr lebenswert und ich will nicht, dass dieser Mensch stirbt, beide Sichtweisen sind sehr gut rausgearbeitet
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2014
Von dem Titel hatte ich schon einiges gesehen, als ich das Buch plötzlich im nahen Shopping Center vor mir gesehen habe. Nicht lange überlegt (der SuB war gerade soweit geschrumpft, dass ich Angst vor einer buchlosen Woche hatte), gekauft – und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.

Das ist so ein typisches Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen mag. Dabei ist es nicht mal spannend: Die Geschichte von Will und Lou plätschert in einem gemütlichen, angenehmen Tempo vor sich hin und sorgt dafür, dass man sich ständig denkt „nur noch die nächste Seite“. Und dann muss man aber doch weiterlesen, auch wenn man eigentlich am nächsten Morgen zur Arbeit muss.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leser permanent positiv bleiben will. Lou und Will wachsen einem so sehr ans Herz, das man sich schon von der ersten Seite an wünscht, alles möge gut werden, weil sie es verdient haben. Die Nebencharaktere sind nicht immer sympathisch, dafür aber mit einer sehr eigenen und vor allem echten Note. Sie kommen sehr authentisch rüber und geben dieser Geschichte ein bisschen Würze, weil sie manchmal auf eine Art und Weise reagieren, die man nicht erwartet hat.

Für mich war es das erste Buch, indem die Pflege eines Behinderten wirklich so getreu erzählt und geschildert wurde. Ich hatte keine Ahnung, worauf man achten muss, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob in dieser Hinsicht alles korrekt verlaufen ist. Für mich gab es keine Stelle, an der ich sagen musste „Huch, das kann jetzt aber nicht sein“, im Gegenteil. Die Feinfühligkeit der Geschichte hat mich sehr beeindruckt.

Gut finde ich auch, dass das Thema Sterbehilfe innerhalb der Geschichte nicht zur Grundsatz-Diskussion geworden ist. Alle Parteien haben ihren Standpunkt deutlich gemacht, der eine mehr, der andere weniger, aber es gab kein ethisches Hin und Her, was auch überhaupt nicht in dieses Buch gepasst hätte.

Fazit: Absolut lesenswert! Hat dafür gesorgt, dass jetzt alle anderen Bücher von Jojo Moyes auf meiner Wunschliste stehen.
0Kommentar| 69 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2016
Ich wollte unbedingt das Buch lesen, bevor ich mir den Film ansehe und nachdem ich das Buch gelesen habe, freue ich mich nur umso mehr auf den Film. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte von Louisa Clark und Will Traynor gepackt.
Louisa Clark ist 26 Jahre alt, lebt in einer kleinen Stadt mitten in England und arbeitet in einem Cafe, bis sie erfährt, dass das Cafe schließt. Sie begibt sich auf die Suche nach einem neuen Job und bewirbt sich auch als Pflegekraft. Sie hätte nie damit gerechner den Job zu bekommen, doch ab sofort ist sie für 6 Monate für Will Traynor zuständig.
Will Traynor liebte das Leben. Er ging Skilaufen, Fallschirmsprigen und er liebte sein Motorrad, bis ein Unfall all das veränderte. Er konnte nicht mehr laufen und sich auch sonst kaum noch bewegen, wodurch er bei fast allem was er tut auf Hilfe angewiesen ist. Louisa ist anders als andere Frauen, die er kannte. Sie hat einen schrägen Modegeschmack, redet ununterbrochen und hat noch nichts von der Welt gesehen.
Beide sind sehr unterschiedlich, aber es war einfach toll zusehen, wie sich ihre Beziehung entwickelt und auch wie sich Lou im Laufe der Geschichte verändert. Sie wird mutiger und fängt endlich an zu leben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und man hat die Entwicklungen von Lou und auch von Will miterlebt.
Nur wenige Bücher schaffen es, mich emotional zu packen, aber dieses gehört definitiv dazu. Jojo Moyes hat mit 'Ein ganzes halbes Jahr' eine Liebesgeschichte geschaffen, die einen zum Nachdenken bringt. Eine Geschichte, die nicht nur oberflächlich etwas ankratzt, sondern sich auch mit ernsten Themen auseinander setzt. Ein Buch, das einen einfach nicht mehr loslässt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2016
Ich bin nicht so ein Mädchen das Liebesromane und so ein Zeug gut findet.
ABER... herrje war das toll...
"Du musst das unbedingt lesen" wurde mir gesagt, als ich mit einer Freundin im Kino saß und der Trailer des Films lief.
Irgendwann habe ich dann nachgegeben und es gekauft.
Jojo Moyes schreibt einfach richtig gut. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, meine Zugfahrten wurden immer kürzer und fastschon zu kurz, ich wollte doch weiter lesen...
Man kann einfach richtig mitfühlen. Dieser Moment in dem klassischen Konzert.. ich wusste ganz genau was sie meint.
Die letzten 50 Seiten habe ich dann aber ganz bewusst und nicht im Zug gelesen, wird man doch schon schräg angeschaut, wenn man mal laut lacht im Zug ;) Ich hab da durchaus das ein oder andere Taschentuch benötigt.
Die Story ist jetzt nicht ganz so super-mega-neu-noch-nie-gelesen. Hat mich hier und da an das ein oder andere Buch oder den ein oder anderen Film erinnert, aber das war ganz egal.
Ich würde es jederzeit wieder kaufen und lesen. Und bin eigentlich ein bisschen enttäuscht, dass es schon zu Ende ist..
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. April 2013
Inhalt:
Will führt ein tolles Leben auf der Sonnenseite. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine hübsche Freundin, Urlaube verbringt er in den exotischsten Ländern mit allerlei Abenteuern. Bis zu diesem einen Tag, der sein Leben vernichtet. Übrig bleibt ein querschnittsgelähmter Mann, ein Tetraplegiker, der in allem auf fremde Hilfe angewiesen ist. Mit diesem Dahinvegetieren, als das er es empfindet, kann er sich nicht abfinden. Da will er lieber sterben.

Louisa stammt aus bescheidenen Verhältnissen, gibt sich mit wenig zufrieden. Mit 26 Jahren lebt sie noch bei den Eltern und jobbt in einem Café. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist alles andere als aufregend oder romantisch. Doch Lou wäre nie auf die Idee gekommen, etwas an ihrem Leben zu ändern, wenn das Café nicht geschlossen worden wäre. Die von der Arbeitsagentur vermittelten Jobs sind alle nicht besonders toll. Da ist der Job als Pflegehilfe noch das geringste Übel, zumal er auf sechs Monate befristet ist.

Wird es Lou mit ihrer frischen, ehrlichen Art gelingen, Will aus seiner Lethargie zu holen und wieder für das Leben zu begeistern?

Meine Meinung:
Jojo Moyes‘ Roman enthält so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Frau und Mann, Unterschicht und Oberschicht, lebensfroh und lebensmüde. Nach anfänglicher Abneigung sehen die beiden in ihrem Gegenüber allmählich auch das Positive, sie lernen sich schätzen und respektieren. Und obwohl Lou eingestellt wurde, um Will aufzumuntern, ist am Ende sie diejenige, die am meisten profitiert. Denn Will bringt sie dazu, endlich etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Moyes thematisiert zum einen die alltäglichen Probleme von Behinderten, die man sich als Nichtbehinderter gar nicht bewusst macht, die man als Außenstehender vielleicht auch gar nicht erkennen kann. Zum anderen geht es um Sterbehilfe. Äußerst geschickt gelingt es der Autorin, diese sensiblen Themen in einen unterhaltsamen Roman einzubauen, ohne dass sie irgendwie aufgesetzt oder fehl am Platz wirken. Und ja, der Roman ist unterhaltsam. Es gibt witzige Dialoge und Szenen, wo man einfach grinsen muss. Und der Roman ist traurig. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem ich mehr geweint habe. Er ist emotional, und die Emotionen stehen nicht nur auf dem Papier, sie führen direkt in das Herz des Lesers, einfach wunderbar!

Die Charaktere sind tiefgründig beschrieben, vor allem natürlich Lou und Will, wobei der Hauptteil des Buches mit Lou als Ich-Erzählerin angelegt ist. Doch auch einige der Nebenfiguren kommen in jeweils einem Kapitel zu Wort, sodass man sich auch in sie gut hineinversetzen kann.

Sprachlich ist das Buch nichts wirklich Großartiges, aber es ist gut und einfach zu lesen. Die Handlung schreitet flott voran, es gibt keine Längen. Von Zeit zu Zeit ist eine kleine Überraschung eingebaut, so dass es immer spannend bleibt. Gefühle kommen nach und nach immer heftiger zum Ausdruck, und zwar Gefühle jeder Art, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Liebe usw. Besonders das letzte Drittel ist so emotional geladen, dass man es fast nicht mehr aushält.

Fazit:
Ein ganz wundervolles, emotionales Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ich möchte es wärmstens empfehlen, nicht nur für Leser von Liebesromanen.
0Kommentar| 223 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. August 2016
Mal wieder ein Buch, welches ich nicht weglegen konnte-was aber für mich immer ein Zeichen ist, daß es mich auch wirklich erreicht hat!

Ich denke, die Handlung ist inzwischen bekannt und es wurde viel darüber geschrieben.
Was ich hervorheben möchte, ist die Schreibweise dieser Autorin. Wirklich ein eigener Stil, mit sehr schönen Beschreibungen und wirklichem Talent, etwas auszuschmücken und auszukleiden.

Auch der Wechsel der Sichtweisen der Beteiligten hat mir gut gefallen (nur kurze Kapitel)- denn letztendlich geht es in dem Buch genau darum.
Die Sicht des betroffenen Will-der nie wieder sein Leben in freiem Willen und Tun führen können wird.
Die Sicht der Mutter-die in einen furchtbaren Gewissenskonflikt gerät.
Und die Sicht des Vaters-die wirklich überraschend ist.
Die Sicht des Pflegers-der zu einem Freund geworden ist.
Und letztendlich die Sicht von Louisa-deren Leben sich durch die Brille von Will ändert.
Die ganze Tragik des Buches ist, daß Louisa durch Will zu ihrem wahren ICH findet-und auch ihre große Liebe findet-und ihn dann aber doch AUS LIEBE frei geben muss.
Man fragt sich automatisch:
ist das richtig?
reagieren die Eltern richtig?
wie würde ich reagieren/ entscheiden?

*************************************************************
Selbst wenn man weiß, um was es in dem Buch geht-es packt einen trotzdem!!
Der Schreibstil ist neu und für mich einzigartig-und die Geschichte bleibt durch die Personen lebendig.
Jetzt habe ich mir den nächsten Teil bestellt-obwohl ich eigentlich die Geschichte auch hätte enden lassen können.
Trotzdem möchte ich gern wissen wie es weiter geht:)

Nur den Film spare ich mir-da viele meiner Bekannten sehr enttäuscht waren. Der Film würde die Bilder im Kopf kaputt machen-und die bewahre ich mir.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Will ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Er ist beruflich erfolgreich, sehr sportlich, verreist für sein Leben gern und hat eine sexy Freundin. Seine Urlaube sind geprägt von Unternehmungen wie Bungiespringen, Steilwandklettern und Gipfelbesteigen. An einem regnerischen Tag lässt er sein Motorrad in der Garage und eilt zu einem wartenden Taxi, wobei er ausgerechnet von einem Motorrad, welches bei dem Regen nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, überfahren wird.

Lou(isa) liebt ihr Zuhause. Das kleine volle Haus, die gewohnten Abläufe, ihre Arbeit im Cafe um die Ecke. Sie liest gerne und verbringt gerne Zeit mit ihrem langjährigen Freund. Das einzige, was an Lou nicht extrem normal ist, ist ihr ausgefallener und teils sehr kontroverser Kleidungstil. Als Lou eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt, muss sie ihrer Familie erklären, dass sie ihren Job verloren hat weil das Cafe schließt.

Als Lou sich auf ihrer Jobsuche als Pflegekraft/Tagesfrau für einen Tetraplegiker bewirbt und angenommen wird, stellt sie leider sehr schnell fest, dass der Mann, dem sie Gesellschaft leisten soll alles will, außer ihrer Gesellschaft. Will kann aufgrund eines Verkehrsunfalls eigentlich nur seinen Kop frei bewegen, seine Arme und Beine sind fast komplett bewegungsunfähig und er hat permanent Schmerzen.

EIN GANZES HALBES JAHR erzählt freiweg, offen und dabei sehr sympathisch von vielen Alltagssituationen, die einem Behinderten das Leben schwer machen. Von Entscheidungen, die nicht mehr seine zu treffen sind, von unbeinflussbaren Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten, sozialen und persönlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Tabus wie den Freitod. Alle Charaktere im Buch sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben. Das Buch ist sehr glaubwürdig und liebenswert und nimmt einen total in Beschlag. Man fragt sich WAS WÜRDE ICH TUN? WÜRDE ICH DAS WOLLEN/KÖNNEN? und entwickelt dabei einen solchen Respekt für alle Betroffenen. Die lockere Schreibweise hilft oft über das schwere Schicksal Wills und das heftige Thema, dass Will in der Schweiz in einem Hospiz einen Giftcocktail schlucken will, hinweg. Ich habe während des Lesens oft gelacht, jedoch auch wie ein Schlosshund geweint.
44 Kommentare| 157 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2014
Was für eine wunderbare Geschichte, in deren Verlauf man unbedingt ein Happy End herbeisehnt. Emotional, berührend, hat mich nicht mehr losgelassen. Dieses Buch ist mit das Wunderbarste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ganz still, sacht und einfühlsam geschrieben. Hier haben sich über 3000 Leser geäußert und obwohl bestimmt schon alles gesagt wurde, musste ich hier diese Rezension schreiben. Ich habe es auch weiterverschenkt und werde es wieder tun.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,85 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken