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Kundenrezensionen

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am 16. April 2013
Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein auf diese Elemente. Die tägliche Busfahrt wird zur Routine und selbst die Besucher in ihrem Café gehören inzwischen zur alltäglichen Langeweile. Doch sie ist scheinbar zufrieden... bis zum Tag ihrer Kündigung, mit welcher ihr Leben eine Kehrtwende vollführt...
Will hingegen ist das Abbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Er steht in der Blüte seiner Jahre, hat keinerlei Geldsorgen, eine schicke Freundin zu Dekorationszwecken und ein Leben geprägt von Reisen, Abenteuern und Eindrücken jeglicher Art. Er ist lebenslustig und glücklich bis ihn eines Tages ein Motorradfahrer ergreift und in einen Rollstuhl befördert...

Die Geschichte von Lou und Will ist keine gewöhnliche. Liest man den Klappentext und betrachtet das Buchcover, so freut sich die Mehrheit der Leserschaft zunächst bestimmt auf eine Liebesgeschichte mit „erschwerten“ Umständen. Doch weit gefehlt, wird der Rezipient nicht mit einer klischeelastigen Romanze unterhalten, sondern sieht sich plötzlich mit schweren Themen wie Behinderung oder Freitod sowie der Lust am Leben konfrontiert. Dabei verfolgt er die Protagonistin auf ihrem Weg zu einem neuen Ich, glaubt sich eng an ihrer Seite, zeichnet Jojo Moyes ein derart liebevolles und einfühlsames Bild der jungen Frau, dass der Leser das Gefühl entwickeln wird, Lou persönlich zu kennen.

Die Autorin versteht es den Leser auf eine geschickte Art und Weise zu fesseln und bewirkt mit ihren teilweise witzigen aber auch immer ernstgemeinten Worten, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Werk zu lesen. Ich möchte dabei nicht allzu viel von der Geschichte verraten, aber es sei gesagt, dass der Roman widersprüchliche Gefühle weckt. Einerseits möchte man die Seiten eine nach der anderen umblättern und im Buch voranschreiten, hat man jedoch gleichzeitig Bedenken, dem unumgänglichen Ende entgegenzusehen aus Angst vor dem Finale. Es hilft nichts, man muss es einfach gelesen haben!
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am 23. Juni 2016
Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Ich musste es fertig Lesen , da sich diese Story 1. von vielen anderen “Liebesgeschichten“ unterscheidet und 2. einen ernsten Hintergrund hat. Ich konnte sowohl seine, als auch ihre Gedanken zum Thema Sterbehilfe verstehen und nachvollziehen. Wenn man selbst Angehörige hat, die in einer ähnlichen Situation sind schwangt man auch zwischen das Leben ist nicht mehr lebenswert und ich will nicht, dass dieser Mensch stirbt, beide Sichtweisen sind sehr gut rausgearbeitet
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am 20. April 2013
Inhalt:

Louisa Clark ist mehr als geschockt als sie quasi über Nacht ihren Job verliert. Nicht nur wegen des Geldes, was sie und ihre Eltern zweifelsfrei dringend benötigen, sondern auch weil sie ihn gern gemacht hat. Sie mochte es in einem Cafe zu stehen, mit Leuten zu reden und Wünsche zuerfüllen. Und wenn es auch nur kleine waren, nach Tee und Gebäck. Und sie mag den Ort in dem sie lebt. Eine Kleinstadt die nicht viel zu bieten hat, außer einer Burg die eher Touristen als Einheimische begeistert.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Jobcenter ihr auch nicht viel bieten kann. Nicht mehr als eine Stelle als Pole-Dancerin oder in einer Hühnerfabrik. Letzteres probiert sie sogar aus, mit Alpträumen als Folge.
Mit ein paar Umwegen und einigen Überredungskünsten landet Louisa schließlich im Haushalt der Traynors. Ihre Aufgabe besteht darin den Sohn der "Hausherrin" zu betreuen, oder vielmehr zu beobachten. Will Traynor. Will ist Tetraplegiker. Er kann sich nicht bewegen, während er bei vollem Verstand ist. An den Rollstuhl gefesselt müssen andere alles für ihn übernehmen. Zunächst versteht Louisa, Lou...ihre Aufgabe nicht. Denn die pflegerischen Notwenigkeiten werden vom medizinisch geschulten Nathan übernommen. Und Will scheint eindeutig kein Interesse an ihr, oder ihrer Gesellschaft zu haben. Im Gegenteil, er ist ziemlich unausstehlich und es dauert eine ganze Weile bis die beiden sich halbwegs aneinander gewöhnt haben.
Eher durch Zufall erfährt Louisa schließlich weshalb sie wirklich da ist. Sie ist nicht Beschäftigung für einen Behinderten, sondern der Babysitter eines Suizidgefährdeten. Denn Will hat eine Entscheidung getroffen, die ihn...wenn Lou es nicht verhindern kann...am Ende in die Schweiz führen wird. In ein Land, in dem ärztlich unterstützter Suizid legal ist. Und wie alle um Will herum, beginnt sie zu überlegen wie sie ihn umstimmen kann. Sie versucht sein Leben besser zu machen, ihm lebenswerte Augenblicke zu bescheren und ihn nicht nur an das Leben, sondern auch an sich zu binden. Denn innerhalb ihrer 6 Monate Dienstzeit...innerhalb eines ganzen halben Jahres....kommen die beiden sich so nah, physisch wie psychisch, dass Louisa sogar ihre 7jährige Beziehung beendet in dem Gedanken an ein Leben mit Will. Detailliert informiert sie sich über Möglichkeiten und Wege, Wünsche und Ziele, Gefühle und Gedanken....über alles was eine Tetraplegie anders oder schwieriger macht, einzig mit dem Ziel Will umzustimmen. Und als sie ihm schließlich ihre Liebe gesteht und ihm die Zukunft schildert wie sie sie sieht, mit all den Dingen die sie für ihn und für sich tun will, bittet er sie um etwas das ihre ganze Welt auf den Kopf stellen wird.

Meinung:

Als ich das Buch gekauft habe wusste ich nur zwei Dinge darüber. Das es ein Spiegelbestseller ist und was der Klappentext sagt. Ich wusste nicht auf was ich mich einlasse.
Ich fing an zulesen und war ziemlich schnell enttäuscht, weil es sich im ersten Augenblick anfühlte wie "Zwei ziemlich beste Freunde" und ich dachte der einzige Unterschied wird sein, dass diese Freunde sich am Ende lieben werden. Weit gefehlt... Es ging um viel mehr als Freundschaft oder Liebe, um etwas weitaus wichtigeres. Es geht um das Leben. Um den freien Willen. Um Entscheidungen und das Sterben. Um das was die Menschen ausmacht und die Dinge die der Geist will und der Körper einem verwehrt. Es geht um Zwischenmenschlichkeiten die tiefer gehen als Ozeane und um eine die Bitte die für den einen das Größte und für den anderen das Schrecklichste bedeuten.
Dieses Buch zwingt einen sich damit auseinander zusetzen was Leben ist. Und was unser eigenes, ganz persönliches Leben ausmacht. Auf was wären wir bereit zu verzichten und wo ist unsere Grenze zwischen lebenswert und nicht auszuhalten. was würde uns brechen? Und wenn wir an die denken die wir lieben, oder die uns lieben.... Wären sie genug zu bleiben, wenn uns sonst nichts bleibt?
Das Thema mit dem Moyes sich befasst ist schwere Kost und polarisiert mit Sicherheit. Aber sie hat es nicht als eine einzige Provokation verpackt. Sie bietet jeder Meinung Raum. Sie beschreibt Will's Wunsch und gleichzeitig die Gedanken all jener die damit leben müssten, wenn er es wirklich tun würde. Aber es findet zum Beispiel auch seine Mutter Gehör, die nicht will das ihr Sohn stirbt und aber dennoch nur das Beste für ihn will. Und muss nicht jeder selbst entscheiden was am besten für ihn ist? Moyes lässt nichts außer Acht und schreibt sogar Gedanken die man sich selbst verbieten würde. Denn einen Behinderten, vollkommen auf Pflege angewiesenen Sohn Zuhause zu haben, stellt Familien vor Herausforderungen und schränkt Leben ein. Nicht nur dem Behinderten selbst werden Freiheiten genommen, jeder opfert etwas... Aber darf man darüber nachdenken, dass diese Opfer nach einem Suizid nicht mehr nötig wären?
Ich möchte nichts dazu sagen wie die Geschichte ausgeht. Aber ich möchte sagen wie dieses Buch für mich geendet hat. Ich habe die letzte Seite zugeklappt und danach ganz still auf meinem Bett gelegen. Ich habe versucht mich nicht zubewegen. Ich wollte Will sein. Gefühlt habe ich es zehn Minuten getan. Tatsächlich waren es 3 Minuten. Wäre ich Will, mir käme ein ganzes halbes Jahr wie ein ganzes halbes Leben vor. Ob ich seine Gedanken deshalb verstehe? Das ist mein eigenes Geheimnis. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Buch auseinander zu setzen weil es eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben ist.
Von mir gibt es trotzdem nur 3 Sterne, denn auch wenn es berührt....dieses Thema geht uns eigentlich alle an. Und es in eine Lovestory zu packen und in einem Einband zu verstecken der vermutlich zu 90% Frauen anspricht...das geht nicht. Und eigentlich geht es auch nicht, die Brisanz des Inhaltes mit keinem Wort auf dem Klappentextes zu vermerken. Denn Sterbehilfe ist nunmal kein Thema mit dem sich jeder auseinander setzen will. Und es ist kein Thema was man in einem Buch mit dieser Aufschrift und diesem Cover vermutet. Die Entscheidung sich damit und somit mit seinen eigenen Vorstellungen zum Leben auseinanderzusetzen sollte jedem selbst überlassen sein.
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am 26. November 2014
Von dem Titel hatte ich schon einiges gesehen, als ich das Buch plötzlich im nahen Shopping Center vor mir gesehen habe. Nicht lange überlegt (der SuB war gerade soweit geschrumpft, dass ich Angst vor einer buchlosen Woche hatte), gekauft – und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.

Das ist so ein typisches Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen mag. Dabei ist es nicht mal spannend: Die Geschichte von Will und Lou plätschert in einem gemütlichen, angenehmen Tempo vor sich hin und sorgt dafür, dass man sich ständig denkt „nur noch die nächste Seite“. Und dann muss man aber doch weiterlesen, auch wenn man eigentlich am nächsten Morgen zur Arbeit muss.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leser permanent positiv bleiben will. Lou und Will wachsen einem so sehr ans Herz, das man sich schon von der ersten Seite an wünscht, alles möge gut werden, weil sie es verdient haben. Die Nebencharaktere sind nicht immer sympathisch, dafür aber mit einer sehr eigenen und vor allem echten Note. Sie kommen sehr authentisch rüber und geben dieser Geschichte ein bisschen Würze, weil sie manchmal auf eine Art und Weise reagieren, die man nicht erwartet hat.

Für mich war es das erste Buch, indem die Pflege eines Behinderten wirklich so getreu erzählt und geschildert wurde. Ich hatte keine Ahnung, worauf man achten muss, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob in dieser Hinsicht alles korrekt verlaufen ist. Für mich gab es keine Stelle, an der ich sagen musste „Huch, das kann jetzt aber nicht sein“, im Gegenteil. Die Feinfühligkeit der Geschichte hat mich sehr beeindruckt.

Gut finde ich auch, dass das Thema Sterbehilfe innerhalb der Geschichte nicht zur Grundsatz-Diskussion geworden ist. Alle Parteien haben ihren Standpunkt deutlich gemacht, der eine mehr, der andere weniger, aber es gab kein ethisches Hin und Her, was auch überhaupt nicht in dieses Buch gepasst hätte.

Fazit: Absolut lesenswert! Hat dafür gesorgt, dass jetzt alle anderen Bücher von Jojo Moyes auf meiner Wunschliste stehen.
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TOP 500 REZENSENTam 15. April 2013
Inhalt:
Will führt ein tolles Leben auf der Sonnenseite. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine hübsche Freundin, Urlaube verbringt er in den exotischsten Ländern mit allerlei Abenteuern. Bis zu diesem einen Tag, der sein Leben vernichtet. Übrig bleibt ein querschnittsgelähmter Mann, ein Tetraplegiker, der in allem auf fremde Hilfe angewiesen ist. Mit diesem Dahinvegetieren, als das er es empfindet, kann er sich nicht abfinden. Da will er lieber sterben.

Louisa stammt aus bescheidenen Verhältnissen, gibt sich mit wenig zufrieden. Mit 26 Jahren lebt sie noch bei den Eltern und jobbt in einem Café. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist alles andere als aufregend oder romantisch. Doch Lou wäre nie auf die Idee gekommen, etwas an ihrem Leben zu ändern, wenn das Café nicht geschlossen worden wäre. Die von der Arbeitsagentur vermittelten Jobs sind alle nicht besonders toll. Da ist der Job als Pflegehilfe noch das geringste Übel, zumal er auf sechs Monate befristet ist.

Wird es Lou mit ihrer frischen, ehrlichen Art gelingen, Will aus seiner Lethargie zu holen und wieder für das Leben zu begeistern?

Meine Meinung:
Jojo Moyes‘ Roman enthält so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Frau und Mann, Unterschicht und Oberschicht, lebensfroh und lebensmüde. Nach anfänglicher Abneigung sehen die beiden in ihrem Gegenüber allmählich auch das Positive, sie lernen sich schätzen und respektieren. Und obwohl Lou eingestellt wurde, um Will aufzumuntern, ist am Ende sie diejenige, die am meisten profitiert. Denn Will bringt sie dazu, endlich etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Moyes thematisiert zum einen die alltäglichen Probleme von Behinderten, die man sich als Nichtbehinderter gar nicht bewusst macht, die man als Außenstehender vielleicht auch gar nicht erkennen kann. Zum anderen geht es um Sterbehilfe. Äußerst geschickt gelingt es der Autorin, diese sensiblen Themen in einen unterhaltsamen Roman einzubauen, ohne dass sie irgendwie aufgesetzt oder fehl am Platz wirken. Und ja, der Roman ist unterhaltsam. Es gibt witzige Dialoge und Szenen, wo man einfach grinsen muss. Und der Roman ist traurig. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem ich mehr geweint habe. Er ist emotional, und die Emotionen stehen nicht nur auf dem Papier, sie führen direkt in das Herz des Lesers, einfach wunderbar!

Die Charaktere sind tiefgründig beschrieben, vor allem natürlich Lou und Will, wobei der Hauptteil des Buches mit Lou als Ich-Erzählerin angelegt ist. Doch auch einige der Nebenfiguren kommen in jeweils einem Kapitel zu Wort, sodass man sich auch in sie gut hineinversetzen kann.

Sprachlich ist das Buch nichts wirklich Großartiges, aber es ist gut und einfach zu lesen. Die Handlung schreitet flott voran, es gibt keine Längen. Von Zeit zu Zeit ist eine kleine Überraschung eingebaut, so dass es immer spannend bleibt. Gefühle kommen nach und nach immer heftiger zum Ausdruck, und zwar Gefühle jeder Art, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Liebe usw. Besonders das letzte Drittel ist so emotional geladen, dass man es fast nicht mehr aushält.

Fazit:
Ein ganz wundervolles, emotionales Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ich möchte es wärmstens empfehlen, nicht nur für Leser von Liebesromanen.
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am 9. August 2016
Mal wieder ein Buch, welches ich nicht weglegen konnte-was aber für mich immer ein Zeichen ist, daß es mich auch wirklich erreicht hat!

Ich denke, die Handlung ist inzwischen bekannt und es wurde viel darüber geschrieben.
Was ich hervorheben möchte, ist die Schreibweise dieser Autorin. Wirklich ein eigener Stil, mit sehr schönen Beschreibungen und wirklichem Talent, etwas auszuschmücken und auszukleiden.

Auch der Wechsel der Sichtweisen der Beteiligten hat mir gut gefallen (nur kurze Kapitel)- denn letztendlich geht es in dem Buch genau darum.
Die Sicht des betroffenen Will-der nie wieder sein Leben in freiem Willen und Tun führen können wird.
Die Sicht der Mutter-die in einen furchtbaren Gewissenskonflikt gerät.
Und die Sicht des Vaters-die wirklich überraschend ist.
Die Sicht des Pflegers-der zu einem Freund geworden ist.
Und letztendlich die Sicht von Louisa-deren Leben sich durch die Brille von Will ändert.
Die ganze Tragik des Buches ist, daß Louisa durch Will zu ihrem wahren ICH findet-und auch ihre große Liebe findet-und ihn dann aber doch AUS LIEBE frei geben muss.
Man fragt sich automatisch:
ist das richtig?
reagieren die Eltern richtig?
wie würde ich reagieren/ entscheiden?

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Selbst wenn man weiß, um was es in dem Buch geht-es packt einen trotzdem!!
Der Schreibstil ist neu und für mich einzigartig-und die Geschichte bleibt durch die Personen lebendig.
Jetzt habe ich mir den nächsten Teil bestellt-obwohl ich eigentlich die Geschichte auch hätte enden lassen können.
Trotzdem möchte ich gern wissen wie es weiter geht:)

Nur den Film spare ich mir-da viele meiner Bekannten sehr enttäuscht waren. Der Film würde die Bilder im Kopf kaputt machen-und die bewahre ich mir.
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Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Will ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Er ist beruflich erfolgreich, sehr sportlich, verreist für sein Leben gern und hat eine sexy Freundin. Seine Urlaube sind geprägt von Unternehmungen wie Bungiespringen, Steilwandklettern und Gipfelbesteigen. An einem regnerischen Tag lässt er sein Motorrad in der Garage und eilt zu einem wartenden Taxi, wobei er ausgerechnet von einem Motorrad, welches bei dem Regen nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, überfahren wird.

Lou(isa) liebt ihr Zuhause. Das kleine volle Haus, die gewohnten Abläufe, ihre Arbeit im Cafe um die Ecke. Sie liest gerne und verbringt gerne Zeit mit ihrem langjährigen Freund. Das einzige, was an Lou nicht extrem normal ist, ist ihr ausgefallener und teils sehr kontroverser Kleidungstil. Als Lou eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt, muss sie ihrer Familie erklären, dass sie ihren Job verloren hat weil das Cafe schließt.

Als Lou sich auf ihrer Jobsuche als Pflegekraft/Tagesfrau für einen Tetraplegiker bewirbt und angenommen wird, stellt sie leider sehr schnell fest, dass der Mann, dem sie Gesellschaft leisten soll alles will, außer ihrer Gesellschaft. Will kann aufgrund eines Verkehrsunfalls eigentlich nur seinen Kop frei bewegen, seine Arme und Beine sind fast komplett bewegungsunfähig und er hat permanent Schmerzen.

EIN GANZES HALBES JAHR erzählt freiweg, offen und dabei sehr sympathisch von vielen Alltagssituationen, die einem Behinderten das Leben schwer machen. Von Entscheidungen, die nicht mehr seine zu treffen sind, von unbeinflussbaren Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten, sozialen und persönlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Tabus wie den Freitod. Alle Charaktere im Buch sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben. Das Buch ist sehr glaubwürdig und liebenswert und nimmt einen total in Beschlag. Man fragt sich WAS WÜRDE ICH TUN? WÜRDE ICH DAS WOLLEN/KÖNNEN? und entwickelt dabei einen solchen Respekt für alle Betroffenen. Die lockere Schreibweise hilft oft über das schwere Schicksal Wills und das heftige Thema, dass Will in der Schweiz in einem Hospiz einen Giftcocktail schlucken will, hinweg. Ich habe während des Lesens oft gelacht, jedoch auch wie ein Schlosshund geweint.
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am 7. August 2014
Was für eine wunderbare Geschichte, in deren Verlauf man unbedingt ein Happy End herbeisehnt. Emotional, berührend, hat mich nicht mehr losgelassen. Dieses Buch ist mit das Wunderbarste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ganz still, sacht und einfühlsam geschrieben. Hier haben sich über 3000 Leser geäußert und obwohl bestimmt schon alles gesagt wurde, musste ich hier diese Rezension schreiben. Ich habe es auch weiterverschenkt und werde es wieder tun.
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am 4. Mai 2014
Gerade dieses wunderbare Buch ausgelesen! Ich heule ja nicht bei vielen Büchern (bei Filmen klappts öfter, oder ich schaffs ganz allein...) - aber bei den letzten Seiten hats mich einfach gerissen!!! Ein selten guter, sensibler, spröde-zärtlich-intensiv-brutal-aufwühlender Roman über Leben, Lebenswert, Lieben, Akzeptieren und Loslassenkönnen... bin noch so im Sog...

Will, ein lebenssprühender, erfolgreicher, wohlhabender Mann Anfang 30, findet sich nach einem Verkehrsunfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl wieder, brustabwärts fast vollständig bewegungsunfähig. Erst setzt er alle Energie in seine Reha und erziehlt durchaus Fortschritte - aber im zweiten Jahr muß er der brutalen Wahrheit ins Auge blicken, dass seine Verletzung irreperabel ist. Geistig fit wie je, wird er für immer an den Rollstuhl gefesselt sein, seine Hände nur minimal bewegen können, nie mehr der Mann sein können, der er war und der er sein will. Er faßt den Entschluß, seinem Leben in einer Schweizer Klinik ein Ende zu setzen - nur dort ist es auf legalem Wege möglich, "hoffnungslosen Fällen" ein selbstbestimmtes Sterben zu gewährleisten.

Seine hilflos-verzweifelten Eltern handeln noch "ein ganzes halbes Jahr" mit dem Sohn aus, mit dem Versprechen, ihn dann auf seine letzte Reise zu begleiten, so er nach den sechs Monaten immer noch sterben wolle.

Wills Mutter, eine energische, nun aber überforderte Richterin, engagiert Lou, eine arbeitslose junge Frau aus sozial schwächeren Verhältnissen, als Gesellschafterin für den Sohn. Lou braucht einen Job und das Geld, da sie auch ihre Familie mit unterstützen muß, aber passende Arbeitsstellen sind rar, besonders für wenig qualifizierte Menschen. Lou hat erst Berührungsängste, da sie keinerlei Pflegeerfahrung hat und es überhaupt nicht verstehen kann, wieso ausgerechnet sie für den übertariflichen Job ausgewählt wird - zumal Wills Mutter noch nicht einmal viel von ihr zu halten scheint und Will selbst sie mit bissigem Sarkasmus ablehnt. Doch die Jobknappheit und das Pflichtbewußtsein gegenüber der Familie - und das Wissen, dass sie ja nur für sechs Monate engagiert ist - läßt sie durchhalten.

Als sie durch einen Zufall erfährt, warum der Job zeitlich begrenzt ist, steht sie unter Schock: Sterbehilfe ist für sie ein völlig neues Thema, unfaßbar, grausam. Die Verantwortung und die Hoffnung, die sie unwissentlich auf sich geladen hat, erdrücken sie fast. Zumal sie auch von dem Selbstmordversuch Wills Kenntnis erlangt, über den die Ärzte einstimmig sagten, das wäre "kein Hilferuf" gewesen.
Wills Mutter überredet sie, dennoch weiter für Will zu arbeiten - er scheine sie nun doch zu mögen und sich mit ihr besser zu fühlen.

Nun beginnt für Lou ein Wettlauf mit der Zeit. Längst hat sie in Will andere Seiten entdeckt als nur seine Behinderung. Längst definiert sie ihn nicht mehr über den Rollstuhl. Sein bissiger Humor, sein Scharfsinn, seine Art, sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihr neue geistige und emotionale Impulse zu geben, lassen sie völlig neue Erfahrungen mit sich selbst und ihrer Sicht auf ihr Leben machen. Lou kämpft um gute Momente für ihn, plant, organisiert, reibt sich auf - und erlebt Niederlagen, Frusterfahrungen und Sternstunden.

Sie wächst in ihrer Beziehung zu den Eltern, der Schwester und dem langjährigen Freund - und wächst da über manch einen hinaus.

Doch Gespräche und Erlebnisse mit Will und auch mit seinem weiteren nächsten Vertrauten, dem Pfleger Nathan stellen sie vor essentielle gedankliche und emotionale Herausforderungen. Warum will sie, dass Will weiterlebt? Warum wollen es die Eltern? Geht es wirklich um den Mann, um Will - oder um das eigene Unvermögen, mit einem Scheitern umzugehen, mit einem sehr schmerzlichen Entschluß? Ist es egoistisch von Will, ein Leben voller Schmerzen, Lungenentzündungen, Krankheiten, Entbehrungen etc. ohne Aussicht auf Verbesserung nicht mehr zu wollen? Wann liebt man einen Menschen wirklich - wenn man ihn nicht verlieren will, oder wenn man seinen Willen respektiert und ihn irgendwann nicht mehr umstimmen will, sondern auch gegen eigener anderer Meinung unterstützt....?

Lou sucht Rat im Internet, findet Betroffene, findet ähnliche Schicksale. Von Eltern, die schließlich ihr Kind zum Sterben begleiteten und dafür angeklagt, beschimpft, demontiert wurden. Von Menschen, die es nicht verstehen, wie man geliebte Menschen im Selbstmord unterstützen kann. Von Gelähmten, die sich mit ihrem Leben abfinden und ihm was abgewinnen konnten, aber dennoch Todeswünsche nachvollziehen können.

Der Roman verschont nicht, er gibt kein "richtig" und kein "falsch" vor. Und er ist kein Sonntags-Herzkino im ZDF. Allerdings auch kein Strindbergh im Betroffenheitstheater. Er mutet dem Leser emotional quälende Knoten zu, schenkt ihm aber auch lebenssprühende Höhenflüge - und einen Lebenshunger unter den Tränen.

Wer den Roman gelesen hat, wird es vielleicht verstehen, dass ich mich nun doch mit dem Gedanken trage, mich tätowieren zu lassen, Bungee zu springen oder Geld für einen Mauritius-Urlaub zusammen zu sparen... oder einfach mal loszugehen, ganz woanders hin...
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Mai 2013
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das Cover:
Ein zauberhaftes Cover. Traurig süß, wenn man den Inhalt kennt. Ich habe ein Leseexemplar und muss sagen, dass dieses mir vom Material sogar noch besser gefällt, als die übliche Handelsausgabe. Der weiße Part ist beim Leseexemplar matt und rau, wodurch sich das glänzende Mädchen und der glänzende Buchtitel noch mehr abhebt. Liebe!

Meine Meinung:
Taschentuch-Alarm ganz extrem!!

Ich muss das Fazit gleich vorweg nehmen:
Ich habe wirklich schon lange lange lange nicht mehr bei einem Buch soooo geweint, wie bei diesem hier!
Nennt mich Gefühlskalt oder verquer, aber im Vergleich zu diesem hier, hat mich selbst "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green kalt gelassen.

Gott, ich weiß kaum, wie ich meine Gefühle zu diesem Buch in Worte fassen soll.

Aber von vorne:
"Ein ganzes halbes Jahr" wurde auf soooo vielen Blogs bereits besprochen. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte keine einzige Rezension gelesen. Erst eine Buchempfehlung per Kommentar brachte mich dazu, dieses Buch näher zu betrachten. Cover gefiel sofort - Klappentext klang nach einem Liebesroman. Das ist doch was für die kleine Nica, dachte ich mir ;)

Das Buch beginnt gleich mit einem tragischen Prolog. Zunächst lernt der Leser einen echten Abenteurer kennen. Will. Ein Anzug tragender Businesstyp der im Privatleben die Abenteuer sucht. Bunjeespringen, Surfen, auf Berge klettern, Motorrad fahren - nichts ist ihm zu gefährlich. Er liebt hübsche Frauen - besonders seine Freundin - seinen Job und das Leben. Bis zu dem schicksalhaften Moment, wo er zu Fuß unterwegs ist und ein Motorrad auf ihn zurast. Etwas geschockt entschloss ich mich aber sofort weiterzulesen.

Die Entscheidung wurde auch sogleich mit einer zauberhaften und Herz erwärmenden Protagonistin belohnt, die ich mir bildlich vorstellen konnte und die ich gleich auf meine imaginäre "Mit der wäre ich gerne befreundet-Liste" setzte. Eine Protagonistin, bei der man sofort merkt: sie ist irgendwie anders - trägt ihr Herz aber am rechten Fleck. Lou(isa) fällt in ihrer kleinen Heimatstadt auf wie ein bunter Hund. Eine Heimatstadt, in der der Dreh und Angelpunkt eine Burg ist und sich die kleine Stadt im Grunde mit den Einnahmen der Touris finanziert. Dort geht alles recht bodenständig zu und gerade die Jüngeren haben eigentlich den Wunsch, von dort wegzukommen - was zu erleben - die Großstadtluft zu atmen. Jedoch nicht Lou.

Lou ist es herzlich egal, was der normalo Bürger so anzieht oder über sie denkt. Durch ihren schrägen Kleidungsstil fällt sie auf wie ein Regenbogen-gemustertes Schaf in einer weißen Schafherde. Als sie ihren geliebten Job in dem kleinen Café wegen Schließung verliert, verliert sie zunächst auch den Halt unter ihren Füßen. Ist sie doch diejenige, die den größten Teil des Haushaltsgeldes verdient. Lou wohnt nämlich noch bei ihren Eltern. Ihre Mutter kann nicht arbeiten, da sie sich um den kranken - ebenfalls dort lebenden - Opa kümmert, ihr Vater ist kurz davor seinen Job zu verlieren, da Entlassungen ins Haus stehen und die Schwester hat einen kleinen Sohn und verdient als Blumenverkäuferin nun auch nicht viel.
So ist Lou gezwungen, den Job anzunehmen, der ihr angeboten wird.

Jetzt hatte ich - wie wohl viele Leser - ein kleines Déjà-vu: Sie wird Pflegerin bei einem Tetraplegiker: bei Will. Darauf war ich nicht vorbereitet, dass es Will SO schlimm getroffen hat. Doch vor kurzem hatte ich mir erst "Ziemlich beste Freunde" angeschaut, wo ein junger Mann der Pfleger eines Tetraplegiker wird. Tetraplegie = Querschnittsgelähmter, bei denen die Arme und Beine gelähmt sind, also praktisch vom Hals abwärts. Und so konnte ich mit dem Begriff bereist etwas anfangen und auch, wie schlimm es sein muss.

Doch wer jetzt denkt, er bekommt "Ziemlich beste Freunde" mit kleiner Liebesstory: Weit gefehlt. Pfleger und Tetraplegie...ja, aber dann hören die Gemeinsamkeiten beinahe auf und wir erhalten ein so wundervolles Buch, dass mich weinen und lachen ließ; dass mich grübeln ließ und mich unglaublich bewegt hat. Will und Lou sind zunächst wie Katz und Maus und liefern sich solch grandiosen Wortgefechte, dass ich mir teilweise Abends im Bett auf die Zunge gebissen habe, um nicht laut loszulachen und damit meine schon schlafende Familie neben mir zu wecken.

Jojo Moyes hat Charaktere mit unglaublich viel Tiefgang erfunden. Kein Charakterzug ist willkürlich gewählt. Selbst Lous eigenwilliger Kleidungsstil hat einen Hintergrund, von dem der Leser nach und nach erfährt. Mit ihren spritzigen und oft vor Sarkasmus triefenden Auseinandersetzungen haben die Beiden sich einfach absolut in mein Herz geschimpft und ich hatte wirklich noch niemals bei einem Buch so sehr Angst vor dem Ende. Und doch flogen dank des fantastischen Schreibstils und der absolut packenden und extrem emotionalen Geschichte, die Seiten nur so dahin. Und obwohl ich wirklich Taschentuch-Alarm hatte, empfinde ich "Ein ganzes halbes Jahr" als rundum perfekt und bin mit allem einverstanden... die Wendungen, die Empfindungen, das Ende. Auch wenn ich während des Lesens teilweise ganz anders gedacht habe, aber abschließend und nach ein paar Tagen Bedenkzeit, kann ich nur sagen: Wow.. perfekt. Geht nicht anders. Jojo Moyes: alles richtig gemacht.

Und ich habe wirklich viele viele Tage über dieses Buch nachgedacht und auch jetzt ist es noch nicht aus meinem Kopf heraus. Ich habe lange gebraucht, um ein neues Buch beginnen zu können und ich weiß, dass ich dieses Buch niemals niemals niemals wieder hergeben werde.

Das wohl emotionalste Buch, dass ich je gelesen habe. Voller Humor, voller Zweifel, voller Gefühle. Der Leser wird regelrecht "gezwungen" darüber nachzudenken, was für Hürden Rollstuhlfahrer im Alltag so haben - und das ist auch gut so! Man muss über seine Meinung zum Thema Sterbehilfe nachdenken, darüber, wie und ob man selber mit Tetraplegie weiterleben könnte und wollte. Auf der nächsten Seite wird man wieder mir einem tollen wortreichen Schlagabtausch überrascht und es wird auch ein klein wenig unkitschig romantisch.

"Ein ganzes halbes Jahr" ist aufmunternd, es ist zum lachen, es ist zermürbend, es ist tiefgründig, es ist.. unglaublich... und das alles gleichzeitig.
Kein Buch, dass einem so schnell wieder aus dem Kopf geht. Lou und Will haben für immer ein kleines Plätzchen in meinem Herzen ergattert. *schnief*
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