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Amelie lebt zusammen mit ihrem Verlobten Michael in Deutschland. Eigentlich möchten beide bald heiraten, doch dann geschieht etwas, mit dem Amelie nie gerechnet hätte. Nicht nur dass Michael fremdgeht, die Andere wird auch noch prompt schwanger von ihm. Dennoch beteuert Michael seine Liebe zu Amelie und will unbedingt an den Heiratsplänen festhalten. In Amelie ist seitdem etwas zerbrochen und um einen klaren Kopf zu bekommen stürzt sie sich in ihr Buchprojekt, über eine berühmte Persönlichkeit der britischen Geschichte, Beatrix Lambton, der es damals trotz der konventionellen Zwänge der Gesellschaft gelang, gewisse Freiheiten zu erwerben.

Als Amelie, die auf der Suche nach verschollenen Briefen zwischen den Lambtonschwestern ist, in Pembroke ankommt, wo zumindest Anne Lambton eine gewisse Zeit lebte, begegnen ihr die Dörfler sehr unfreundlich, was Amelie nicht nachvollziehen kann. Seltsamerweise scheint es aber so zu sein, dass sie irgendwann schon einmal in Pembroke gewesen sein muss, denn besonders eine Erinnerung an ein Landhaus im Ort, dass eine blaue Haustür besitzt, hat sich tief in ihr Gedächtnis gegraben. Zumindest der Apotheker des Ortes, Dan bemüht sich um Amelie und steht ihr zusammen mit dem Mitarbeiter der Bibliothek zur Seite, so dass ihr Buchprojekt langsam Formen annimmt. Währenddessen bemüht sich Michael fieberhaft, die Wogen zwischen Amelie und ihm zu glätten. Wird es ihm gelingen, oder werden Amelie durch die Geschichte über Anne Lambton die Augen für die Dinge, die wirklich wichtig im Leben sind, geöffnet?

„Der vergessene Strand“ erzählt abwechselnd gleich zwei Geschichten über zwei Frauen, die am Scheideweg ihres Lebens stehen und wichtige Entscheidungen treffen müssen. Während Amelie in der Gegenwart mit Beziehungsproblemen und längst verdrängten, tragischen Erinnerungen an ihre Kindheit konfrontiert wird, haben die Lambtonschwestern um anno 1888 ganz andere Probleme.
Beatrix, die ältere der beiden Mädchen lernt auf einem Ball den viel älteren Earl Henry Trisk kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Wenig später macht Henry Beatrix einen Heiratsantrag den sie freudig annimmt. Ihre Ehe entpuppt sich trotz allem jedoch als ernüchternd, denn Henry hält sich auch weiterhin Mätressen. Aber Beatrix, ganz eine Frau ihrer Zeit, akzeptiert Henrys Schwächen und schafft sich trotzdem gewisse Vorteile in ihrer Ehe, da Henry seine Frau fast in allen Belangen frei schalten und walten lässt. Während Beatrix gut und über ihren Stand verheiratet wurde, wird Anne von einem Adligen schwanger, der bereits verheiratet ist. In dieser Zeitepoche eine Katastrophe…

Der Autorin ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, beide Geschichten gleich spannend zu erzählen, wobei angemerkt werden sollte, dass Annes und Beatrix Werdegang zu größten Teilen lediglich in Briefen geschildert wird, was der Spannung aber kein Abbruch tut.
Julie Peters verzichtet bei ihren Schilderungen des historischen Handlungsstrangs auf kitschig triefende Schilderungen diverser Liebesszenen und schafft stattdessen unter die Haut gehende Emotionen, die sehr echt wirken und den Zwiespalt, in dem sich die weiblichen Hauptakteure befinden, sehr gut offenbaren. Es ist jedoch in erster Linie (auch wenn durchaus eine Liebesgeschichte in diesem Roman erzählt wird) ein spannender und berührender Selbstfindungsroman, den man einfach nicht eher weglegen kann, bis man als Leser erfahren hat, wie Amelie sich letztendlich entscheidet und welches Geheimnis die Dörfler in Pembroke vor ihr verbergen.

Fazit: „Der vergessene Strand“ entpuppte sich für mich als unter die Haut gehender Schmöker, den ich in zwei Tagen ausgelesen hatte und der für mich eines der Lesehighlights im Bereich der Frauen und Familienromane in 2013 darstellt. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2013
Der Roman „Der vergessene Strand“ von Julie Peters, der als Taschenbuch im Rowohlt Verlag erschienen ist, verbindet geschickt eine Erzählung, die im Berlin der Gegenwart ihren Ausgangspunkt hat, mit einer Geschichte, die sich vor über 100 Jahren in England ereignete. Der Titel des Buchs passt zum Cover, auf dem ein einsames Häuschen an einem verlassenen Strand steht, gerade so, wie es im Roman auch geschildert wird.

Die 33-jährige, promovierte Historikerin Amelie schreibt in Berlin seit einigen Monaten an einer Biografie über die englische Adlige Beatrix, die Ende des 19. Jahrhunderts in London lebte und sich manches Mal nicht an die Konventionen ihrer Zeit hielt, genauso wenig wie ihre jüngere Schwester Anne. Amelies Interesse an den beiden Schwestern wurde durch ein Buch geweckt, das sie im Regal ihrer Mutter gefunden hat.

Eines Tages erhält sie einen Brief, aus dem ihr das Ultraschallfoto eines Babys entgegenflattert. Ihren langjährigen Freund Michael, mit dem sie zusammenwohnt, stellt sie daraufhin zur Rede. Spontan macht sie sich auf zu einer Recherchereise nach Wales, genauer gesagt nach Pembroke. Die Zeit dort möchte sie ebenfalls dazu nutzen, über die Fortsetzung ihrer Beziehung nachzudenken. Ein Haus dort kommt ihr seltsam bekannt vor. Bei den älteren Bewohnern des Städtchens trifft sie auf eine befremdliche Ablehnung. Amelie beginnt Fragen zu stellen und die Antworten bringen sie in ihre eigene Vergangenheit. Sie ist eine stark mit einem eigenen Willen, den sie auch umzusetzen weiß. Vor Ort findet sie in dem Apotheker Dan einen Freund, der ihr hilfreich zur Seite steht, die Beziehung verändert sich. Doch kann es für die beiden eine gemeinsame Zukunft geben oder soll sie Michael verzeihen und zu ihm zurückkehren?

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Sie konnte mich durch die sorgsam überall verborgenen Geheimnisse, die auf spannende Weise erst nach und nach aufgedeckt werden, in ihren Bann ziehen. Geschickt hat Julie Peters die Gegenwart mit der Vergangenheit verwoben, was sich auch in unterschiedlichen Schriften im Buch ausdrückt. Immer wieder unterbrechen kleine Episoden aus dem Leben von Beatrix und Anne, gelegentlich auch in Briefform, die Schilderung der Ereignisse über Amelie.

Auf beiden Zeitebenen arbeitet die Autorin die Rollenerwartungen der Gesellschaft an die Frauen der jeweiligen Zeit in ihre Erzählung ein. Deutlich ist eine Änderung der allgemeinen Auffassung spürbar, mehr möchte ich hierzu nicht verraten. Die Charaktere werden mit ihren wechselnden Stimmungen und Gefühlen realistisch und glaubhaft beschrieben. Ich mochte dieses Buch sehr gern und war fasziniert davon, welche Wendungen die Autorin in die beiden Geschichten hineingeschrieben hat. Gerne gebe ich daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
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am 22. Oktober 2014
*** ACHTUNG, SPOILER!***

Vor einigen Jahren habe ich einen der Neuseeland-Romane der Autorin gelesen, und da ich den in positiver Erinnerung hatte, meinte ich, mit diesem Buch nichts falsch machen zu können – nette Unterhaltungslektüre für den verregneten Herbstnachmittag.

Nun ja. Irren ist bekanntlich menschlich. Bereits die Umschlaggestaltung hätte mich stutzig machen sollen, zeigt es doch für diesen in Wales angesiedelten Roman eine bekannte Küstenformation auf der anderen Seite der Insel in East Sussex– fast so, als hätte der Coverdesigner dem Inhalt des Buches auch nicht vertraut.
Also der Inhalt: Amelie steht vor den Scherben ihrer Beziehung, denn Michael bekommt mit einer anderen Frau ein Kind. Nichtsdestotrotz will er Amelie unbedingt zurückhaben, und Amelie steht nun vor der schwierigen Frage, ob sie mit diesem Mann, der sie mehrfach belogen hat, den Bund für’s Leben schließen will. Sie tut, was frau in solchen Situationen tut, jedenfalls wenn sie keinen festen Job und trotzdem genügend Kohle hat: Sie packt ihre Sachen und geht auf Recherchereise nach Wales, woselbst sie das Leben der Gesellschaftsdame Beatrix Lambton erforschen und niederschreiben will.
Im beschaulichen Pembroke überschlagen sich die Ereignisse sozusagen – die Einheimischen benehmen sich alle miteinander sowas von eigenartig, Amelies Konsum von Ingwerkeksen steigt rasant an und sie macht schockierende Entdeckungen über ihr Forschungsobjekt, sich selbst und ihre Familie (was diesen Punkt angeht hätte sie sich viel Ärger erspart, wenn sie einfach irgendwann in den vergangenen dreißig Jahren ihres Lebens mal einen Blick auf ihre Geburtsurkunde geworfen hätte).

Drei Punkte sind es, die mich mit jeder Seite mehr zweifeln ließen, ob ich da tatsächlich ein Buch von derselben Autorin wie der des schönen Neuseelandromans in Händen hielt:

Zum einen konnte ich mich an keiner Stelle in die Protagonistin Amelie hineinversetzen – zu klischeehaft die Grundvoraussetzungen, zu verhuscht die ganze Person, die ständig heulend und hilflos beim örtlichen Apotheker vor der Tür sitzt, der sie erstaunlicherweise immer wieder aufnimmt, mit Ingwerkeksen füttert und etwas zu essen kocht. (Nebenbei scheint er sich auch dadurch positiv von dem untreuen Michael abzuheben, dass er liebend gerne abwäscht).

In Rückblenden wird die Geschichte von Beatrix Lambton erzählt, die vor über hundert Jahren mit ähnlichen Beziehungsproblemen wie Amelie zu kämpfen hatte. Beatrix wird als eine Dame der vornehmen Gesellschaft beschrieben, eine Gräfin, die literarische Salons besucht und sich für Kunst und Kultur begeistert. Ja, so wird sie beschrieben, nur wirklich GEZEIGT wird sie uns nie in dieser Form. Gezeigt wird sie uns als eine Frau, die sich mit ihrer Familie und dem außerehelichen Nachwuchs ihres Gatten herumschlägt – ein eher frustrierendes als glamouröses Dasein. Gerade diese Rückblenden wirken eigenartig lieblos herunter erzählt, bis sie am Ende wahrhaftig im Sand des vergessenen Strandes verlaufen.

Mein letzter Kritikpunkt: Wer immer dieses Buch gegengelesen, lektoriert oder korrigiert hat, muss mit einer Familienpackung Ingwerkeksen außer Gefecht gesetzt gewesen sein, um die zahlreichen inhaltlichen Fehler zu übersehen. Über den fantasievollen Umgang mit englischen Adelstiteln will ich mich mal nicht weiter echauffieren … wobei … SPOILER … vielleicht sollte ich den „souveränen, weltgewandten Duke of G–“ erwähnen, mit dem Beatrix‘ Schwester eine Affäre eingeht. Beatrix möchte wissen, wer der heimliche Liebhaber ist, kennt aber nicht mehr als den Titel „Duke of G-“ und meint, dass es mithin unmöglich sei, die Identität des Mannes herauszufinden. Offensichtlich gab es vor hundert Jahren in England eine ganze Telefonbuchseite voller „Herzöge von G-“ – heute dürfte die Aufgabe laut Herrn Wikipedia etwas leichter sein.
Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, inhaltliche Fehler. Arme Keira Knightly, hat Natalie Portman ihr doch glatt die Hauptrolle im Kostümfilm „Die Herzogin“ geklaut. Nur auf den ersten Blick besser geht es dem Dienstmädchen Franny, dem auf Seite 222 ein langes Leben bis 1965 beschieden ist. Hundertfünfzig Seiten später ist die Gute aber bereits 1918 an der Spanischen Grippe verschieden. – Irgendwann entsteht dann der fatale Eindruck, dass die Autorin ihr eigenes Romanpersonal nicht richtig kennt.

Mein Fazit: Leitmotiv des Romans ist eheliche Untreue im Verlauf der letzten hundertzwanzig Jahre inklusive der Fragen, wie der Partner damit umgeht und welche Folgen das für die ganze Familie hat. Sicher kein typisches Thema für einen Unterhaltungsroman. Mit weniger Fehlern und weniger Klischees hätte trotzdem eine lesenswerte, möglicherweise berührende Geschichte daraus werden können. So hatte ich am Ende das Gefühl, einer riesigen Mogelpackung aufgesessen zu sein, und das nicht nur, weil ich Ingwerkekse liebe.
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am 12. Juni 2016
Im Buch geht es um 2 Frauen deren Weg durch den englischen Ort Pembroke verbunden ist, die aber 100 Jahre trennen.
Amelie ist 33 , Historikerin und arbeitet an der Biographie der unkonventionellen Beatrix als sie feststellt, dass ihr Partner und ehemaliger Professor Michael sie betrügt.
Sie flieht nach Pembroke um weiter zu Beatrix zu recherchieren und dabei erfährt der Leser, das die beiden Frauen mehr als nur der Ort verbindet.
Eine sehr spannende Geschichte, bei der die Geschichte um Beatrix in meinen Augen einen Tick interessanter ist.
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am 13. November 2013
Inhalt:
Amelie ist eine junge Frau Anfang dreißig. Ihr Lebenspartner Michael hat sie mit einer anderen Frau betrogen und ihr dann zu seinen Beteuerungen es nie wieder zu tun einen Heiratsantrag gemacht.
Sie hat angenommen und hofft, dass sie ihm verzeihen kann, denn sie liebt ihn immer noch.
Als sie dann jedoch einen Brief mit einem Schwarzweißfoto bekommt, hat sie keine Hoffnung mehr auf ein Happy End.
Sie macht sich auf die Reise nach Pembroke um für ihr Buch zu recherchieren, denn als Historikerin möchte sie mehr über die Schwestern Anne und Beatrix Lambton erfahren.
Doch in Pembroke stößt sie erst einmal auf pure Ablehnung der Einheimischen. Nur einer ist von Anfang an höflich zu ihr: der Apotheker Dan.
Was Amelie bei ihrer Recherche findet, hätte sie nicht erwartet...

Meine Meinung:
Zuerst möchte ich anmerken, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat.
Ich mochte die zeitversetzten Kapitel in denen man einmal erfährt, was Amelie gerade erlebt und auf der anderen Seite was Beatrix und Anne erleben. Ich war hin und hergerissen, denn ich wollte immer mehr vom jeweiligen Kapitel lesen. War ich gerade so vertieft indem, was Amelie erlebte, ging es schon wieder mit den Schwestern weiter. Diese Mischung erzeugte andauernd Spannung und ich konnte kaum aufhören zu lesen.
Amelie ist mir von Anfang an sympathisch. Sie wirkt ehrlich und offen ist auf der Suche nach Antworten die sie von ihrer Mutter niemals bekommen hat.
Sie hat lange das Gefühl allein zu sein und gibt doch nicht auf. Sie hat einen sehr starken Charakter.
Michael dagegen konnte ich nicht leiden. Da betrügt er Amelie und kehrt dann zurück, als wenn es nichts tragisches gewesen wäre.
Die wirklich berührende Geschichte spielt in Pembroke, dort gibt es nach und nach Antworten mit denen Amelie nie gerechnet hätte und die alle Beteiligten betrüben.
Die Ortschaft und die Läden dort sind so liebevoll erzählt worden, dass ich mir alles ganz genau vorstellen kann und in meinem Urlaub gerne durch die Straßen und am Strand entlang spazieren möchte.
Es kommen neben dem hilfsbereiten Dan noch viele weitere Charaktere in Pembroke vor, wie der grummelige Jonathan Bowden, der Amelie am meisten Ablehnung und Haß entgegenbringt.
Doch nicht immer ist es wie es scheint und so mancher Pembroker schafft es dann doch noch in Amelies Herz.

Fazit:
Ein wunderschönes und unterhaltsames Buch
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VINE-PRODUKTTESTERam 2. November 2013
Amelie fühlt sich sicher auf ihrem Weg. Sie hat ihr Studium beendet und will nun eine Biographie über eine in ihrer Zeit mutigen Frau schreiben. Sie ist mit Michael verlobt, in den sie sich während ihres Studiums verliebt hatte, obwohl er 13 Jahre älter ist. Die Hochzeit ist geplant. Da erhält sie Post von einer jungen Studentin Michaels mit einem Foto, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Er hatte eine Affäre mit ihr, und nun ist sie schwanger. Das kann sie ihm nicht verzeihen, und sie macht sich Hals über Kopf auf nach England ins verschlafene Küstenstädtchen Pembroke in Wales, in dem die Countess, über die sie das Buch schreiben will, vor 100 Jahren eine zeitlang verbrachte.

Sie wundert sich über die Abneigung und Abweisung einiger Bewohner. Aber auch darüber, dass ihr der Ort merkwürdig vertraut vorkommt, die englische Sprache ebenso. Sie hat das Gefühl, hier schon einmal gewesen zu sein. Unterstützung findet sie von dem jungen Apotheker Dan und Cedric, dem Bibliothekar der Stadtbücherei. Im Laufe ihrer Recherchen findet sie Erstaunliches und Unerwartetes über die Countess und ihre Schwester heraus. Sie muß aber auch erkennen, dass deren Geschichte sie mit ihr mehr verbindet, als sie ahnte.

Die Autorin Juli Peters hat einen flüssigen Schreibstil, und es macht Freude ihre Romane zu verschlingen. Es war nicht der Erste, den ich von ihr las. Dieser handelt zwar in der Gegenwart, er wechselt jedoch mit der Vergangenheit und erzählt darin die tragische, aber auch manchmal lustige Geschichte und die Briefe der beiden Schwestern Beatrix und Anne, die sie sich vor 100 Jahren schrieben. Das hält die Spannung bis zum Schluß. Und dann ist das Ende doch anders, als man vermutete.

Wenn man die "Persönliche Schlussbemerkung der Autorin" dann am Ende liest, hat man den Eindruck, dass nicht Julie Peters, sonders Amy (wie Amelie in England genannt wurde) das Buch schrieb. Das hat mich schon etwas verwirrt....
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Amelie arbeitet an einem Buch über eine mutige Frau im 19.Jahrhundert, Beatrix Lambton. Nach ihrem Studium wusste nicht wirklich was mit sich anzufangen und hat sich daher dem Schreiben gewidmet. Das war auch möglich, da Michael sie von Anfang an unterstützte. Michael, eigentlich ihr Dozent und etwa 13 Jahre älter als sie, war mittlerweile ihr Verlobter. Zusammen wollten sie eine Familie gründen, bis Amelie an einem Tag einen Brief in der Post fand, der ihr den Boden unter den Füßen wegriss. In dem Kuvert war neben einem kurzen Schreiben auch ein Bild. Ein Ultraschallfoto - von Michaels Kind mit einer anderen Frau. Sabina, eine Studentin von Michael, war eine Affäre, die Michael allerdings schon längst beendet hatte. Oder etwa doch nicht?

Jedenfalls bekam diese Frau ein Kind von ihm. Ein Kind, das er sich eigentlich mit Amelie gewünscht hat. Amelie ist sehr verwirrt und erbost, so dass sie schnell einige Sachen zusammenpackt und sich auf den Weg zu ihrer Mutter macht. Diese nimmt sie zwar auf, aber lange kann Amelie dort nicht bleiben. Auch geht ihr die Mutter auf die Nerven, die ständig zwischen ihr und Michael vermitteln will und Amelie drängt, zu ihm zurück zu gehen. Da Amelie einen Hänger bei ihrem Buch hat und ohnehin nach Pembroke fahren wollte, nutzt sie diese Gelegenheit und macht sich auf den Weg.

Dort angekommen, möchte sich Amelie sogleich in ihre Recherchen stürzen. Doch etwas verwirrt sie erneut. Wieso sind die Bewohner des kleinen Küstenstädtchens in Wales so unhöflich und ablehnend zu ihr? Und wieso glaubt sie ein Haus mit einer blauen Tür wieder zu erkennen?
Ihre Recherchearbeiten treiben sie in die öffentliche Bibliothek. Dort lernt sie Cedric kennen, der ihr als erster hilft und ihr freundlich begegnet. Aber warum hat sie ständig das Gefühl, dass sie heim gekommen ist? Und dann ist da auch noch der junge Apotheker Dan, der ihr mehr als nur ein freundliches Wort schenkt...

Julie Peters entführt den Leser nicht nur in ein kleines Küstenstädtchen in Wales, sondern auch zeitweise in die Vergangenheit. Die Geschichte ist in zwei Stränge aufgeteilt. Zum einen begleitet der Leser Amelie auf ihrer Suche nach der Geschichte von Beatrix Lambton, zum anderen wird die Geschichte von Beatrix und ihrer Schwester Anne teilweise erzählt.

Die Kapitel wechseln sich ab, anhand der Schriftart lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob die Geschichte in der Gegenwart oder in der Vergangenheit spielt. Dabei ist die Geschichte von Beatrix und Anne keineswegs durchgehend, sondern es werden immer nur Auszüge oder Szenen erzählt. Bisweilen sogar nur Briefe zitiert, so dass man die Zusammenhänge sich selbst erschließen muss.
Die Autorin verwebt geschickt die beiden Stränge miteinander. Am Ende führen sie zusammen und ergeben ein Gesamtbild. Spannend von der ersten Seite an, lässt einen das Buch nicht mehr los. Im letzten Drittel klingt die Geschichte dann langsam aus und lässt den Leser träumend und sinnierend zurück.

Das Nachwort wurde von Amelie selbst geschrieben und lässt auch hier Platz zum Überlegen, ob die Geschichte wirklich in der auktorialen Erzählweise oder direkt von Amelie geschrieben wurde.
Amelie wird dem Leser sehr schnell sympathisch, wobei Michael eher blass bleibt und man nicht einschätzen kann, wie man selbst in Amelies Situation reagieren würde. Cedric und Dan lernt man ebenso lieben, wie Jonathan, auch wenn diese Personen hinter Amalie eher zurückstehen. Die Geschichte von Beatrix und Anne berührt und man kann den Konflikt von Anne sehr gut nachvollziehen. Dennoch hätte ich gerne mehr erfahren über die beiden Frauen und ihr Leben.

Das Cover ist thematisch passen. Ein kleines Haus an einer Küste gelegen, eine Situation wie man sie wohl in Wales finden könnte.
Der flüssige und eingängige Schreibstil der Autorin, sowie die Zeitwechsel tragen zu einem schnellen Lesetempo bei. Die Geschichte ist in sich logisch, schlüssig und bis zur letzten Seite spannend. Viel Dramatik, Vergangenheitsbewältigung, Liebe und Hass wechseln sich ab, doch am Ende bleibt das gute Gefühl zurück, dass man an einer spannenden Familiengeschichte Teil haben konnte.

Fazit:
Eine spannende Reise nach Wales, in die Vergangenheit zweier starker Frauen, die die Zukunft einer Frau in der Gegenwart nachhaltig beeinflusst.
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am 1. Dezember 2013
Kurzbeschreibung:
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft leben.
Es ist nur ein kleines, unscharfes Schwarzweiß-Foto, das all ihre Hoffnungen zerstört. Amelie kann ihrem Zukünftigen nicht verzeihen, dass er bei einem Seitensprung ein Kind gezeugt und ihr nichts davon gesagt hat. Überstürzt macht sie sich auf eine Reise, um Abstand zu gewinnen. In Pembroke, einem Küstenstädtchen in Wales, will sie sich mit den Recherchen für eine Biografie über eine Countess ablenken, die dort vor über hundert Jahren lebte. Pembroke ist Amelie gleich merkwürdig vertraut. Fast hat sie das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein. Aber die Einheimischen verhalten sich ihr gegenüber seltsam abweisend. Nur der junge Apotheker Dan ist ihr gleich sympathisch. Und bald erkennt sie, dass sie mehr mit Pembroke und der Geschichte der Countess verbindet, als sie ahnte…
(Quelle: rororo)

Meine Meinung:
In Amelies Leben läuft derzeit alles nach Plan. Bis zu dem Zeitpunkt als sie erfährt, dass ihr Freund und Verlobter Michael sie mit einer anderen Frau betrogen hat, die nun ein Kind von ihm bekommt.
Daraufhin packt Amelie ihre Sachen und flüchtet zuerst zu ihrer Mutter. Dort kann sie aber nicht lange bleiben, ihre Mutter versucht immer wieder zwischen ihr und Michael zu vermitteln. Also beschließt sie nach Wales in den kleinen Ort Pembroke zu fahren, da sie ohnehin mit ihrem Buch nicht weiterkommt und so vor Ort recherchieren kann.
In Pembroke allerdings begegnen ihr die Bewohner eher abweisend. In der Bibliothek lernt Amelie Cedric kennen. Er ist der erste Bewohner, der ihr helfen möchte.
Doch irgendetwas stimmt nicht. Amelie glaubt Orte wiederzuerkennen und hat das Gefühl als wäre sie endlich heimgekommen.
Während ihrer weiteren Recherche findet Amelie unglaubliches heraus, womit sie so nicht gerechnet hat …

Der Roman „Der vergessene Strand“ stammt von der Autorin Julie Peters. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin, sie konnte mich bereits mit ihren Büchern „Im Land des Feuerfalken“ und „Am Fuß des träumenden Berges“ sehr begeistern.

Die Protagonistin Amelie war mir sehr sympathisch. Sie ist eine starke Person, offen und ehrlich. Als sie den Brief entdeckt, der die Affäre ihres Verlobten offenbart, ist sie geschockt. Sie begibt sich schließlich nach Pembroke auf Recherche und Antwortsuche.
Michael ist Amelies Verlobter. Er war mir richtig unsympathisch. Michael betrügt seine Freundin.

Auch die Charaktere in Pembroke sin Julie Peters richtig gut gelungen. Von ihnen haben mir beispielsweise Cedric, den Amelie in einer Bibliothek trifft und der ihr helfen möchte oder auch der Apotheker Dan besonders gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig. Es macht mir jedes Mal richtig Freude in ihren Büchern abzutauchen.
Geschildert wird das Geschehen in der auktorialen Erzählweise.
Es beginnt in der Gegenwart und wechselt dann in die Vergangenheit. Beide Erzählstränge sind sehr gekonnt miteinander verwoben. Immer wieder schiebt Julie Peters Briefe der Schwestern Beatrix und Anne ein. Die Handlung ist tragisch aber auch oftmals recht lustig gehalten. Die Spannung ist von Anfang bis Ende vorhanden und es geht nicht selten dramatisch zu. Als Handlungsort hat Julie Peters dieses Mal das kleine walisische Küstenstädtchen Pembroke gewählt. Dieses beschreibt sie wunderbar, man bekommt regelrecht Fernweh.

Das Ende ist komplett anders als ich es persönlich erwartet hatte.
Und wenn man das Nachwort liest, welches von Amelie verfasst wurde, kommt man schon ziemlich ins Grübeln und ist verwirrt. Hat nicht Julie Peters sondern Amelie dieses Buch geschrieben? Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Fazit:
„Der vergessene Strand“ von Julie Peters ist ein wunderbar unterhaltsamer Roman.
Die sympathische Protagonistin und eine Handlung, die sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart spielt und spannend und gefühlvoll geschrieben wurde haben mich in ihren Bann gezogen und vollends überzeugt.
Ganz klare Leseempfehlung von mir!
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am 17. Januar 2015
Erst passiert lange Zeit nichts und am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Leider sehr unausgeglichen. Die Frage, ob man einem Mann noch eine Chance geben soll, er einen betrogen hat, muss wohl jeder für sich beantworten (oder ob man auch nur darüber nachdenkt).
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am 10. November 2013
Amelie glaubt, in ihrem Leben angekommen zu sein. Sie ist seit einigen Jahren mit ihrem ehemaligen Dozenten Michael liiert, in den nächsten Monaten soll Hochzeit sein. Das Studium hat sie erfolgreich abgeschlossen. Ein Verlag hat sich für ihre Recherchen über Beatrix Lambton interessiert und möchte ein Buch herausbringen. Ihre Freundin Diana lebt gerade in Neuseeland, aber dank Internet nimmt sie rege an deren Leben teil. Was braucht es noch? Doch dann muss Amelie schmerzlich erfahren, dass Michael mit einer anderen Frau ein Kind bekommt. Sie war davon ausgegangen, dass Michael den Seitensprung vor einigen Monaten tatsächlich nur einmal begangen hat und die Affäre längst beendet ist. Sie hat ihm und ihrer beider Liebe eine zweite Chance gegeben. Die Nachricht von dem werdenden Kind, obwohl doch sie zusammen mit Michael eine Familie gründen wollte, bricht wie ein Novembersturm über sie herein. Sie flüchtet nach Pembroke in Wales, dem Ort, in welchem die Lambton-Schwestern vor über hundert Jahren lebten, über deren Leben sie schreibt. Doch Amelie wird in diesem Ort von den Einwohnern angefeindet, ohne dafür ein Motiv erkennen zu können. Dann deutet sich an, dass sie hier bereits gelebt hatte und für die Einwohner keine Unbekannte ist. Erinnern kann sie sich daran nicht. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt …
Julie Peters hat eine unterhaltsame und spannende Geschichte um die Suche nach dem Ich, die Suche nach den Wurzeln geschrieben. Die Protagonistin Amelie ist ohne Vater aufgewachsen, ihre Mutter hatte und wollte ihr nichts über ihren Vater erzählen. Die Wut um das Fremdgehen ihres Freundes und die Recherchen für ihr Buch treiben die Protagonistin auf den Weg in ihre eigene Vergangenheit. In einer Parallelhandlung wird dabei vom Leben der Lambton-Schwestern vor hundert Jahren erzählt. In nahezu jedem Kapitel aus der Gegenwart gibt es einen großen Absatz aus damaligen Zeit. Kenntlich wird dies durch eine andere Schriftart gemacht. Damit werden scheinbar zwei Geschichten in einem Roman angeboten. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Protagonisten von vor hundert Jahren kaum einen Unterschied zu denen aus der Gegenwart aufweisen. Hier wie dort geht es um das Fremdgehen, um die Liebschaften der Männer, denen dies verzeiht wird, hingegen die Frauen gnadenlos dafür bestraft werden. Geht es in der Gegenwart um Schwangerschaft, so geht es auch in der Vergangenheit um Schwangerschaft. Können sich die Frauen in der Gegenwart nicht zu einer Entscheidung durchringen, so können sie es auch im Gestern nicht. Damit stellt sich die Frage, warum überhaupt dieser Griff zu der Parallelhandlung gemacht, zumal sie nach zwei Dritteln des Buches von der Autorin offenbar vergessen wurde? Still und heimlich gibt es plötzlich keine Ausflüge in die Vergangenheit mehr. Schade, war es doch eine angenehme und nette Verbindung in die Vergangenheit, die mit noch so mancher Überraschung aufwarten konnte.
Peters hat mit diesem Roman das Thema der heutigen Girli-Generation aufgegriffen, die nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen. Ständige Zweifel nagen an der Protagonistin, sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren Wünschen und dem, was sie für sinnvoll hält, kann jedoch keinen Schlussstrich ziehen oder mit der Faust auf den Tisch hauen, wie man es sich wünschen würde. Doch darin liegt bis zu einem gewissen Grade auch die Spannung dieses Romans. Denn der Leser wartet auf die längst fällige Entscheidung. Da die parallele Handlung eh im Sande verläuft, hätte man mit dem Kürzen des Romans weit mehr gewonnen.
Mein Fazit: unterhaltsam, spannend, etwas langatmig. Aber ohne Frage macht es Spaß, ihn zu lesen.
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