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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
59
4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 5. August 2015
Ich schätze die tägliche Kolumne von Frau Knecht im Kurier sehr. Deshalb war ich auch schon sehr neugierig auf das Buch. Obwohl nicht unbedingt zart besaitet, stört mich die Wortwahl in diesem Buch SEHR. Die in Unmengen verwendeten Schimpfwörter, Flüche und Fäkalausdrücke wären nicht notwendig. Da lese ich in Zukunft doch lieber wieder die "Paradeiser-Kolumnen" im Kurier. Die Paradeiser-Ernte ist übrigens heuer überwältigend. Schade, ich habe mir offenbar zu viel erwartet
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am 16. November 2013
Gruber hat es geschafft. Er ist Mitte dreißig, sieht gut aus, trägt Designerkleidung, fährt Porsche, besitzt ein Penthouse in Wien und ist als Manager international tätig.
Alles, was das Bild des erfolgreichen Managers stört, wird ausgemerzt. Sein Vorname von Johannes in John umgewandelt, seine Familie auf Distanz gehalten, seine Wohnung minimalistisch, steril und geometrisch genau eingerichtet, seine Freunde müssen zu seinem Lebensstil passen und die Frauen dienen ausschließlich seinem Amüsement.

In diese perfekte Welt platzt völlig unpassend die Diagnose seines Arztes: Krebs.

Und plötzlich stürzen auf Gruber sowohl Bestrahlung und Chemotherapie als auch die ersten Anzeichen einer wahren Liebe ein. Denn, schlechter könnte das Timing gar nicht sein, er trifft auf Sarah, eine Berliner DJane, die zwar so gar nicht in sein Beuteschema passt, aber gerade dadurch sein Interesse erregt.
Und was Gruber mehr erschüttert als sein bösartiger Tumor, ist die Tatsache, dass er, der Menschen, die nicht in seinen Kreis gehörten, nicht eines Blickes würdigte, diese plötzlich wahrnimmt, ihnen zuhört und sogar mit ihnen spricht. Kurzentschlossen diagnostiziert er das als Nebenwirkung der Medikamente.
Weiters kann er auch nicht vermeiden, dass er nun die Gegenwart seiner Schwester und ihrer Kinder genießen kann oder es dann doch zu schätzen weiß, wenn ihm seine Mutter einen Teller selbstgemachter Suppe serviert.
Gruber, der, wenn man ehrlich ist, ein echter Widerling sein kann, bekommt etwas weichere Kanten. Er verändert seine Persönlichkeit gar nicht so drastisch, aber man freut sich doch mit ihm und attestiert ihm schlussendlich, dass er ein wirklich "Netter Widerling" ist.

Ich finde, Doris Knecht hat eine tolle Geschichte erzählt, mit Gruber eine Hauptfigur erschaffen, die im Gedächtnis bleibt und die man gerne durch das Buch begleitet.
Deutlicher Minuspunkt des Buches sind die in den ersten paar Kapiteln in Unmengen verwendeten Schimpfwörter, Flüche und Fäkalausdrücke. Diese wären in der Menge absolut nicht notwendig gewesen und wurden von mir als äußerst störend und überflüssig empfunden.
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TOP 500 REZENSENTam 13. April 2015
Die Journalistin Doris Knecht hat einen Ton in diesem Buch angeschlagen, der die Figuren sehr plastisch, transparent und liebenswert macht. Für mich waren sie so nah, konnte ich mich so gut mit ihnen identifizieren, konnte ich mich so gut in ihr Innenleben einfühlen, dass ich teilweise sehr ergriffen war und die existenzielle Krise sowohl von John Gruber als auch von Sarah Vogel nachvollziehen konnte. Die teilweise derbe Sprache fand ich überhaupt nicht störend, sondern empfand sie stimmig zu den Geschehnissen und auch als Mittel der Distanzierung, um mit den Geschehnissen fertig zu werden. Für mich ist Doris Knecht eine absolute Neuentdeckung, ein literarisches Talent und ungedingter Geheimtipp für alle Leser, die authentische, realistische Literatur lieben.
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am 16. September 2011
John Gruber ist der personifizierte Yuppie, wie man ihn sich klischeehaft vorstellt. Er ist ein eitler junger Mann, der penibelst nicht nur auf den Sitz seiner Haare achtet, als Vielflieger beruflich von Termin zu Termin jettet, in seinem iPhone nach neuesten Nachrichten auf seinem Facebook- Account schaut und gerne aufs Gaspedal seines Porsches drückt. Neben gutem Essen und reichlich Alkohol konsumiert er Bettgeschichten ohne Tiefgang.
Kurzum: ein neuzeitlicher Egoist. Doch dann bestätigt sich der ärztliche Verdacht, dass Gruber einen Bauchtumor hat. Welche Auswirkung diese Diagnose für Gruber mit sich bringt, erfährt der Leser ab Seite 54 des 238 Seiten umfassenden Romans.

Doris Knecht bedient sich einer besonderen Art des Erzählens. So berichtet ein ER- Erzähler aus der Perspektive Grubers, was den überwiegenden Teil des Romans ausmacht, und kurze Sequenzen werden von Sarah, der neuen Freundin Grubers, als Ich-Erzähler geschildert. Zum Teil ist die Erzählart schrill und bedient sich eines telegrammartigen Kurzstils, um Gedanken und Eindrücke zu schildern. Zum Teil werden auch Sätze kurz begonnen, um darauf anschließend wiederholt und mehrfach ergänzend verlängert zu werden.
Sowohl die ER-Erzählperspektive des Grubers, als auch die kurzen und scharfen Sätze, schaffen eine Distanz zwischen dem Leser und dem Schicksal des Protagonisten. Durch diesen Abstand ist es dem Leser kaum möglich Emotionen zu dem Protagonisten aufzubauen, selbst dann nicht als mit Gruber eine Veränderung vor sich geht.

Fazit: Die Grundidee des Romans überzeugt, jedoch ist die Art des Erzählstils sicherlich auch eine Geschmacksfrage; die mir jedoch nicht bsonders geschmeckt hat.
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am 18. März 2011
...was für ein tolles, tolles Buch!
Locker, schmissig, witzig, rasant und trotzdem vielschichtig. Protagonisten, denen man recht schnell sehr nahe kommt. Der anfänglich aalglatte, berechnende, egomanische Kotzbrocken Gruber, dessen Leben sich um Kohle, Klamotten, Job und ständig und immer um sich selbst dreht, bekommt von Seite zu Seite mehr Tiefe. Er trifft die coole, schräge DJane Sarah und wird kurz darauf auf einen Selbsterfahrungstrip katapultiert, den er sich nie hätte vorstellen können, völlig Gruber-untypisch, heftig und gefühlsgeladen.
Das alles erzählt Doris Knecht in ihrem Erstling in einer locker-lässigen Sprache, die sehr viel Spaß macht, die einen "durchcruisen" lässt durch dieses Buch. Hab es dummerweise in einem Rutsch verschlungen. Und jetzt? Bleibt da wohl kurze Zeit eine Lücke, die ich leider nicht füllen kann, da es noch kein zweites oder drittes oder viertes Buch von Frau Knecht gibt. Hoffentlich arbeitet sie schon daran und hoffentlich kommt da bald noch viel mehr nach!
Dies wird wohl mein Lieblings-Verschenkbuch der nächsten Monate...

Übrigens: wem "Tschick" von Wolfgang Herrndorf gefallen hat, der wird vermutlich auch "Gruber geht" lieben.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Februar 2014
Johannes (John) Gruber ist beruflich viel unterwegs. Beheimatet ist er in Wien, wo er eine schicke Penthouse-Wohnung hat. Überhaupt pflegt er eher einen gehobenen Lebensstil und schaut verächtlich auf andere herab. Sein Leben dreht sich hauptsächlich um ihn selbst. Er nimmt sich furchtbar wichtig und betrachtet seine Umwelt mit einem enormen Zynismus. Frauen sind für ihn nur dazu da, um sie ins Bett zu bekommen, bis er in Zürich die DJane Sarah aus Berlin kennenlernt. Sarah hat eine ganz besondere Wirkung auf John, die für ihn neu ist. Er verliebt sich in sie. Und sie sich in ihn. Doch weil beide so cool sind, spricht man nicht darüber, sondern jeder geht wieder seines Wegs, Sarah nach Berlin, John nach Wien. Doch John bekommt eine ernüchternde Diagnose: Krebs. Als der Tod an seine Tür klopft, fängt John an, nachzudenken, über das Leben, über die Liebe, ja sogar über Kinder. Der Kotzbrocken, der er anfangs war, macht eine gewaltige Veränderung durch. Seine Prinzipien geraten ins Wanken, was ihn sehr viel sympathischer macht.

Scheint Gruber zuerst ein sehr oberflächlicher Mensch zu sein, bekommt er im Laufe der Zeit sehr viel Tiefe. Angestoßen durch seine Krankheit, setzt er sich endlich einmal richtig mit seinem Leben auseinander und findet für sich heraus, was wirklich wichtig ist.

Doris Knechts Debütroman erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Gruber wird von einem allwissenden Erzähler betrachtet. Dazwischen kommen immer wieder Sarah bzw. Grubers Schwester Kathi zu Wort. Ihre Parts sind in der Ich-Form geschrieben. Die einzelnen Kapitel sind ohne Überschrift, sodass man immer erst nach ein paar Sätzen merkt, um wen es gerade geht. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn die Kapitel mit den jeweiligen Namen überschrieben worden wären.

Sprachlich experimentiert die Autorin ein wenig mit moderner Sprache, abgehackten Sätzen, Wortneuschöpfungen, bildhaften Vergleichen. Das hat mir sehr gut gefallen. Weniger angetan war ich von den vielen ordinären Ausdrücken wie Sch***e, Ar***, fi**en usw. Man kann das durchaus mal in einem Roman bringen, aber hier war es mir definitiv zu viel.
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am 23. April 2011
John Gruber ist Mitte dreißig, Manager von Beruf und lebt in einem Designappartment in Wien. Für seinen Job reist er oft durch die Welt und lernt auch dabei immer wieder Frauen kennen, welchen er schnell und deutlich klar macht, wie er die Welt sieht. Er ist ein zynischer Mensch, der glaubt Bescheid zu wissen und das gefällt ihm. Doch dass er nicht ganz so cool und sexy sondern etwas kleiner und schwächer ist, das wird Gruber dann langsam aber sicher klar, als in seinem Bauch ein Tumor entdeckt wird. Er macht eine Chemotherapie, verliebt sich, geht seinen Gefühlen und seinem Leben auf den Grund und gewinnt dabei einiges an Selbsterfahrung. Ob er auf diesem Weg wohl ein besserer, offenerer, liebevollerer und kompromissbereiterer Mensch wird?

Doris Knechts Debütroman Gruber geht" ist eine Bereicherung für die Literatur. Mit einem sehr individuellen, flüssigen, modernen, ehrlichen, humorvollen und manchmal ironischen Schreibstil berichtet die Autorin gekonnt über Themen, über welche für gewöhnlich nicht jeder spricht oder schreibt.
Der Hauptpunkt des Buches ist, dass Gruber an Krebs erkrankt und die Diagnose und die Chemotherapie ihn dazu veranlassen über seine Gefühle und sein Leben nachzudenken. Er geht nun bewusster durchs Leben und die Welt, macht Selbsterfahrung, begreift bald, dass er weiterleben will, kommt seiner Familie wieder näher und hat zum ersten Mal ernste Gefühle für eine Frau. Dass der Leser Gruber auf diesem Weg begleiten kann, an seinen Ängsten, seiner Wut, seinen neuen Erfahrungen, aber auch an seinen schönen, glücklichen Momenten teilhaben kann, macht das Buch zu etwas sehr Besonderem und Wertvollem. Obwohl man es erst nicht erwartet, wird sich wohl jeder ein kleines bisschen in Gruber wieder erkennen. Jeden kann es treffen und plötzlich hat man Krebs. Gruber gibt nicht auf, lebt weiter, will weiter leben, er kämpft und das ist bewundernswert!! Ob er durch den Krebs und in der Zeit, in der er gegen ihn kämpft, ein besserer Mensch wird, ist da doch nebensächlich...
Dieser Roman hält viele Höhen und Tiefen und so mache Überraschungen bereit und ist absolut lesenswert! Ich bin fasziniert von diesem Werk und bleibe mit der Hoffnung zurück, bald wieder etwas von Doris Knecht lesen zu können!!
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am 4. April 2015
Sehr flüssig aber manchmal doch recht ordinär geschrieben. Die Idee, diesen Schnösel oder Luftikus Gruber, anscheinend jenseits aller Konventionen, dessen Skala der Einschätzung von Frauen sich nur auf deren Bett-Tauglichkeit bezieht - und Männerfreundschaft sich nicht gerade durch Tiefgang auszeichnet, plötzlich schwer erkrankt wiederzufinden ist schon orignell. Noch dazu wenn dieser durch eine Bekannte?Geliebte?Freundin?Partnerin? die er seit ein paar Stunden kennt und bereits eine Bettschlacht mit ihr bewältigt hat unserem Gruber bekanntgemacht wird. Aber letztlich endet - nach vielen Hochs und Tiefs - doch alles wieder recht bürgerlich und man kann sich zufrieden zurücklehen: Gruber, so scheints wird gesund: Er genest an Leib - der Krebs verschwindet - und Seele - Familiengefühle werden wach und gewinnen scheinbar die Oberhand!
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am 18. Juli 2013
Eine wunderbare Geschichte über das späte Erwachsenwerden eines zynischen Arschlochs. Zugegeben: Es ist leichter für eine Frau, sich in einen Mann hineinzuversetzen als umgekehrt. Aber wie die Autorin die Motive des grusligen Grubers beschreibt, das ist schon einzigartig.

Und abgesehen von wenigen Ösi-Verfärbungen ist die Sprache lebhaft, witzig und mitreißend. Für mich ist Doris Knecht die beste Neuentdeckung des Jahres.
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am 22. August 2015
Doris Knecht Erstlingswerk spielt zwischen Zürich, Berlin und Wien inkl. Umgebung. John Grube ist ein Wiener, so ein ein richtiger, einer der grantelnden Art. Er ist zynisch, verbittert. Erfolgreich im Geschäftsleben, wohlhabend, ein enfant terrible seine Familie. Er hasst Kinder – was durch seine Egomanie durchaus erklärbar ist. Und tritt Frauen mit einer Einstellung gegenüber auf, die kongruent zu seinem Wesen ist.
Und dann kommt etwas, was er nie für möglich gehalten hat.
1. Er verliebt sich in eine Frau. Oder zumindest ist da etwas anders als bisher es war. Wahrscheinlich Liebe.
2. Er bekommt eine Diagnose, die sein Leben verändert.
Und das zusammen haut die Figur Gruber aus ihrer selbstgefälligen Bahn. Es verändert. Und der Leser darf diese Metamorphose miterleben. Mit durchleben.
Doris Knecht's Roman ist durchaus wienerisch. In der Sprache, in der Mentalität der Figuren und in ihren Beschreibungen. Das Werk gibt oftmals Anlass zu lachen – sei es aus Bitterkeit, Ironie oder einfach nur, weil die Autorin treffend pointiert formuliert. Auch wenn die Sprache manchmal knapp am Vulgären kratz.

Zur Kindle-Version: Man kann sich durchaus Mühe geben, nicht durchgängig Formatierungsfehler zu verkaufen, Bindestriche zu setzen, wo sie nichts, aber gar nichts verloren haben. Trennung von Wörtern inmitten (!) von Sätzen, das stört den Lesefluss und den Lesegenuss. Da ist nacharbeiten angesagt.
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