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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Oktober 2011
Ich hatte sehr lange auf neue Texte von Goldt gewartet, und meine grosse Vorfreude wurde von um so grösserer Begeisterung nach der Lektüre der 24 Texte abgelöst. Mit 197 Seiten ist "Zimbo" nicht nur etwas dicker als seine Vorgänger "Zauber" und "QQ", sondern auch wieder durchgängig gelungen und es gibt wieder mehr Passagen, über die ich laut gelacht habe. Trotzdem gilt, hier wie auch allgemein für Goldts Texte, das Zitat von Karlo Tobler auf der Buchrückseite: "Zitiere nie Max Goldt zum Scherz, denn er fühlt wie du den Schmerz". Die 23 Titanic-Essays und die Dankesrede für den Kleist-Preis sind mal klug, mal albern (King Kong in Flip-Flops), ernst und lustig, eben wie die typischen Goldt-Aufsätze.
Nicht immer schafft es der Autor, trotz vieler wirksamer Aufrufe zum Nach- und Umdenken, überzeugend zu argumentieren. Wenn er etwa keinerlei positiven Gründe für das Rauchen von Zigaretten findet, dann mag das reichen, um einen unterhaltsamen Text zu schreiben, für eine tiefgreifende Beschäftigung mit dem Thema ist seine Argumentation zu einseitig und oberflächlich. Nikotin wirkt z.B. anti-depressiv. Depressionen sind ein auffällig oft behandeltes Thema in diesem Buch. Für einen Autor, der sich so leidenschaftlich mit Popmusik und Themen junger Erwachsener beschäftigt wie Goldt, ist das Altern immer öfter Thema. Trotz mitunter leicht gedämpfter Lebensfreude sind Goldts Texte immer noch sehr tröstlich, inspirierend, amüsant und sehr empfehlenswert! Nicht nur sprachlich ist Max Goldt in einer ganz anderen, nahezu unerreichbar hohen, Liga als die gehetzt wirkenden Menschen, die in Deutschland als lustig präsentiert werden. Wäre dieses Buch eine CD, dann würde ich auf Rick Rubin als Produzenten tippen, hier wird Max Goldt mit dem präsentiert, was er am besten kann und was am typischsten für ihn ist. Nicht innovativ, aber sehr gelungen!
5 Sterne gibt es dann, wenn Max Goldt sich öfter auf noch nicht so oft, von ihm, beackerte Felder begibt, ein Roman wäre trotz Konzentrationsschwäche des Autors wünschenswert.
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am 13. Dezember 2011
Goldt bringt mich mit jedem neuen Buch darauf, was mir ohne Goldt an Köstlichkeiten in meinem Leben als Leser und Zeitgenosse entgehen würde. "Ein Buch namens Zimbo" ist seine jüngste, fast durchgehend erquickliche Sammlung von Texten. Für meinen Geschmack enthält sie mit "King Kong in Flip-Flops" den einzigen mauen Beitrag. Goldt präsentiert darin einige Ideen, die er eigentlich zu Recht verworfen hatte. Nun lässt er uns in gewohnt leuchtenden Worten doch daran teilhaben, hat somit unter anderem einen nicht ur - sondern unkomischen "Riesengorilla" in der Größe eines 6-jährigen Knaben vom Tisch. Den mag man nun als Leser adoptieren oder ihn samt seiner Flip-Flops des Hauses verweisen. In meinem Fall: das Letztere! Drumherum glänzt jedoch alles, was Goldt heißt und will wie bester Champagner genossen werden.

Ich lachte beim Lesen über die Vorstellung von Kindern, die "bei Tag und Nacht Einser-Zeugnisse nach Hause bringen", Goldt erinnerte mich in diesem Band an eine kurze Phase der jüngeren Geschichte, in der wir unsere Siebensachen in Plastiktüten mit uns herumtrugen, er ermutigt Heranwachsende dazu, bei der rhetorischen Frage: "Du willst wohl was Besseres sein!?" ein "Ja!" nicht auszuschließen, und geistreich nimmt er verpasste Fernsehbeiträge, die er sich dann bei YouTube ansieht, unter die Lupe. Bei Letzterem zeigt sich übrigens deutlich, welch besonderen Reiz es hat, es mit dem jeweils aktuellsten Goldt zu tun zu haben, stößt man doch bei der Lektüre auf Themen, über die man sich jüngst selbst erst Gedanken gemacht hat, noch relativ frisch dabei ist - oder eben nunmehr durch Goldt munter animiert wird, dieses Versäumnis nachzuholen.

Stets - und somit auch hier - gerne gesehen: die real-biographischen Einsprengsel des Autors, die es z.B. in der gefühlten Zugabe des Buchs gibt, Goldts Rede beim Empfang des Kleist-Preises.

Ich gehöre übrigens zu jenen (eventuell prozentual zu vernachlässigenden) Goldt-Lesern, die nicht von einem Goldt-Roman träumen. Goldt ist ein Meister der kurzen Form und fühlt sich hier zu Hause. Auf eine Reise ins Epische würde ich ihn zwar auch begleiten, doch darf er sich mindestens ebenso gerne für den Rest seiner Tage auf geistreiche "Spaziergänge" beschränken und uns darin über seine spezielle Sicht auf die großen und scheinbar kleinen Dinge des Alltags/Lebens informieren. Niemand macht das in einer solch einzigartig-herrlichen Mischung aus literarischem Können, Drolligkeit und Tiefsinn wie er.
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am 9. November 2011
Max Goldt müsste man nicht rezensieren, sollte es aber dennoch tun, denn es gibt ja immer noch genug Leutchen in diesem schönen Land, die seine Werke nicht kennen. Das ist auszuhalten, aber schade, denn Max Goldt geht mit dieser unserer Sprache so schön um, wie man es sich von allen bekannten Autoren wünschen sollte. Goldt ist ein Satiriker, ohne sich über Menschen lustig machen zu müssen - ihm genügt die lächerliche Verhaltensweise, der Mensch dahinter bleibt ein durchweg guter. Er schreibt so, dass man sich zunächst ertappt fühlt. Denn irgend eine der vielen Arten des unangemessenen Benehmens, die er kritisiert, findet sich wohl in eines Jeden Repertoire der am eigenen Ego nicht geschätzten Eigenschaften.

Max Goldt hat auf einen aufmerksamen Leser aber vor allem einen sprachlichen Einfluss: die Lektüre seiner Werke erweitert den Wortschatz, die Freude an ungewöhnlichen Formulierungen, die Konzentration auf korrekte Grammatik und abwechslungsreiche Sprache. Und die Freude an der Abschweifung. Vor allem diese steht im hier rezensierten Buch im Vordergrund.
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am 28. August 2016
Um es mal ganz hart auszudrücken:Ein langweiliger Besserwisser!
Wo sind denn alle diese absurden Figuren der "Radiotrinkerin" oder der "berühmten letzten Zigarette",um mal ganz tief in die Mottenkiste zu greifen? Wo der Sprachwitz aus QQ in dem sich z.B. ein schimmliger Duschvorhang auf Malta sich "saugend des Unterarmes zu bemächtigen sucht"? Nee Lieber Max das hier is nix!
Mir fällt es gar nicht leicht eine so schlechte Bewrtung zu schreiben,aber der Autor muss sich eben auch am eigenen Werk messen lassen...
den 2.Stern gibts für die noch immer vorhandene Sprachgewandtheit,die inzwischen mehr Art pour l'Art zu sein scheint.So schade!
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am 19. Dezember 2012
Tja, wie treffend für mich persönlich doch der Buchtitel ist. Ich habe es wirklich kaum ertragen, was mir mitgeteilt wurde. Allerdings leider in eher negativer Hinsicht. Habe ich bei den früheren Werken des Herrn Goldts oft schallend gelacht und die Bücher binnen kurzer Zeit regelrecht verschlungen, so tat ich mich mit dieser Lektüre wirklich schwer. Es gab nicht ein Geschichtlein, bei dem ich wirklich lachen konnte. Ein müdes Schmunzeln hier, ein kleines Lächeln da. Das Lesen dieses Buchwerks hat eine ungewöhnlich lange Zeit in Anspruch genommen, da mich der Inhalt nicht berauschen konnte. Die Begeisterung blieb leider aus.

Nun harre ich der weiteren Bücher die folgen werden und wünsche mir, dass meine Goldtsche Begeisterungsflamme nicht gänzlich erlischt ...
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am 13. April 2012
Wer noch nichts von Max Goldt gelesen hat, sollte es unbedingt versuchen. Dieses Buch ist ein guter Einstieg für eine Leseerfahrung der etwas anderen Art. Man liest eine seiner Geschichten und denkt sich mittendrin: Waaas? Was hat er da gerade geschrieben? Das glaube ich jetzt nicht. Ich muss noch mal nachlesen. Oder man lacht während des Lesens völlig unerwartet und laut auf, was in öffentlichen Verkehrsmitteln durchaus öffentliches Interesse hervorrufen könnte. Wer dazu neigt, solche Situationen als peinlich zu empfinden, dem empfehle ich, dieses Buch vorzugsweise in den eigenen vier Wänden zu lesen.
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am 22. Juli 2012
Max Goldt ist für mich immer noch der größte, witzigste und am schärfsten beobachtende Kolumnist. Seine Texte zu lesen ist ein Riesenspaß. Ich empfehle dieses Buch ohne Einschränkung.
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am 10. März 2013
Der Titel macht aufmerksam, interessiert einem. Da ist aber der beste Punkt des Buches schon abgehandelt. Mir ging es so, daß ich nach den ersten Seiten das immer gleiche Wort- und Satzgebaue als äußerst langweilig enpfunden habe. Eines der wenigen Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe.
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am 16. Oktober 2011
enttäuschend, wenn man die früheren werke von goldt kennt. Die herrliche politische unkorrektheit früherer werke lässt sich schwer durch vermeindliche altersabgeklärtheit ersetzten. Die texte werden daduch heiter- besinnlich und könnten auch im bistumsblatt von Speyer abgedruckt sein
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am 17. Juli 2012
Wer die früher erschienenen Bücher von Max Goldt gelesen hat ist verstimmt. Die Kurzgeschichten die ehemals nur so vor humorigen Wortspielen und pitoresken Vergleichen glühten.....GIBTS NICHT MEHR!!!!
Der Schreibstil hat sich erschreckend vergröbert, der Genuss ist hin.
HERR GOLDT HAT SICH LEERGESCHRIEBEN. Alles nur noch ein zweiter oder dritter Teebeutelaufguss.
Seit dem sich Herr Goldt den strunzdoofen Comics von Katz und Goldt zugewand hat ist seine Inspiration erloschen. Ich glaube nicht das Herr Goldt auch nur ein einziges mal noch ein Buch von der Qualität von "Ä" oder "Die Krapfen auf den Simsen" oder "Die Kugeln in unseren Köpfen" etc, fertig bringt
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